26. August 2013

Endlich bestellbar ... PUNCHLINE, die "Rad am Ring"-Dokumentation

Ja, es hat lange gedauert, und ja, noch sind die DVDs noch nicht bei Timo im Lager angekommen - aber, Ihr könnt schon jetzt den Rennrad-Film "PUNCHLINE - 24 Stünden Grüne Hölle" bestellen. So, wie das Presswerk mitteilt, können wir dann ab dem 9.9.2013 mit dem Versand beginnen.


Die aktuelle Ausgabe der RennRad featured unsere DVD

Auf der neuen Website www.punchline-movie.de erfahrt Ihr alles weitere - so auch die Liefermodalitäten. Der Preis beträgt 11,99 € plus 4,70 € Porto & Verpackung.

"Rad am Ring 2013" steht vor der Tür


Unsere Dokumentation könnte als Inspiration, Ansporn oder Blaupause für alle, die ihre ersten Runden auf der legendären Nordschleife drehen, dienen - oder einfach nur als tolle Einstimmung auf die geilste Rennrad-Strecke Deutschlands.



15. August 2013

5 Gründe, als neues Rennrad ein S5 zu kaufen - 1.500 Kilometer auf meinem neuen Cervélo S5

Nun sitze ich schon fast 1.500 Kilometer auf meinem (nicht mehr ganz so neuen) Cervélo S5 und ich bin so begeistert, dass ich allen, die sich mit dem Gedanken tragen, ein neues Rennrad zu kaufen, hier heute 5 unschlagbare Gründe liefern möchte, warum es der Aero-Renner aus Canada sein sollte.

1. Komfort - dieses Rennrad ist überraschend komfortabel


Schon als ich meine ersten Testrunden auf dem S5 absolviert habe ist mir aufgefallen, wie sehr all die "Tests" und Reviews der einschlägigen Rennrad-Magazine und Websites Unrecht haben mit der Behauptung, dass ein Aero-Rennrad "hart" sei.



Das Cervélo S5 ist sportlich - dabei keinesfalls "hart"

Okay, ich wiege nur 63 Kilogramm, aber ich muss sagen, dass ich im Vergleich zu meinem R3 - das allgemein hin als recht komfortabel gelobt wird - keinen wirklichen Unterschied feststellen kann.

Nur diesen: Das S5 steuert direkter, hält besser die Spur (langer Radstand) und fühlt sich eher wie ein Sportwagen an, denn wie ein Mittelklasse-Kombi. Deshalb noch einmal ganz deutlich: Beim aerodynamischen Rennrad Cervélo S5 müsst Ihr - meiner Meinung nach - keine Befürchtungen haben, etwas "Bretthartes" zu fahren!

2. Speed - das Cervélo S5 geht ab wie Schmidts Katze


Ob das nur am Gefühl liegt? Ob ich besser trainiert bin? Ob ich mich schneller fühle? Keine Ahnung, aber was ich sagen kann ist: Das S5 pusht vom ersten Tritt an! Es ist einfach kein Rennrad zum Cruisen und locker Dahinrollen - das S5 will getreten werden, die Carbonfasern würden sich sonst wie beleidigte Nasen wegbiegen.

Vergleiche ich einige Garmin-Daten meiner Trainingsrunden von 2012 und 2013 so stelle ich tatsächlich fest, dass ich auf dem S5 wirklich schneller bin. Ob das am Cervélo liegt, kann ich natürlich nicht sicher sagen. Ich glaube es einfach mal.



Auch in der Steigung ein Genuss.

Aber ganz im Ernst: Wenn Ihr das Rennrad erst einmal beschleunigt habt, macht es einfach nur Spaß, diese Aero-Waffe durch den Berufsverkehr zu fliegen wie Airwolf durch den Grand Canyon, auf einer platten Landstraße zu treten, als wäre hier Kona oder auch über einen Berg zu jagen. Herrlich!

3. Design - ein Rad mit Charakter


Viel wurde geschrieben über das Design des Cervélos und auch ich habe mir viele Sorgen gemacht, ob mein Rennrad - immerhin Größe 58 - denn vor allem mit dem langen Steuerrohr nicht irgendwie komisch wirken würde.

Alles Quatsch. Das S5 sieht hammermäßig aus! Endlich mal ein Rennrad, das man als eigenständiges Design erkennen könnte, auch wenn es nicht gebrandet wäre. Endlich mal ein Rennrad, das eine eigene Linie hat. Nicht der Sloping-Einheitsbrei, nicht die gesichtslosen Mainstream-Produkte oder allzu ausgefallenen Nischen-Räder.

Das S5 kommt zudem ab 2013 im edlen Matt-Look daher: Super zu pflegen und einfach nur schick anzusehen.

Und: Keine Sorge. Das Cervélo S5 sieht gerade in Größe 58 richtig geil aus!

4. Klettern - Berge sind auf dem S5 kein Problem


Ach ja, die Gewichtsdiskussion. Auch hier habe ich mir jahrelang Köpfe um Rahmen-Set-Gewichte gemacht und gemeckert, gemosert und gehadert, ob oder ob nicht das "Mehrgewicht" von einigen hundert Gramm so wichtig wären ... am Ende, mal ehrlich: Das ist schon vollkommen egal.



Macht eine gute Figur, auch innen: Das Cervélo S5

Ich fahre beim Gran Fondo nicht um die Top 10 Plätze und auch beim Anstieg auf den Tourmalet geht es bei mir nicht um das Knacken der Quäldich-Bestzeit. Bei Euch etwa? Einfach ein paar Kilo abnehmen, einfach eine Trinkflasche weniger mitnehmen - das bringt was.

Also am Berg: An meinem S5 fahre ich 11-28 und komme damit ebenfalls ohne Probleme, mindestens so leichtfüßig wie mit meinem Bergfloh R3, selbst die schlimmsten Steigungen hoch. Beweis: Meinen Waseberg-Kletterrekord habe ich auf dem S5 aufgestellt. Das waren damals 48 Runden am Waseberg, 3.600 Höhenmeter bei 15% durchschnittlichem Gradient. 6 Stunden in der Vertikalen - any questions?

5. Weil wir es uns wert sind ...


Ich will hier nicht gegen andere Marken wettern. Ich will auch nicht mit der Online-Handel-Keule kommen. Aber mal ehrlich: Wir betreiben den schönsten Sport der Welt, wir fahren zu den geilsten Rennen und härtesten Marathons und supi-mäßigsten RTFs die es gibt. Also warum mit einem halbschönen Rennrad zufrieden geben?



Am besten fährt es sich aber immer noch draußen ...

Ja klar, sauteuer dieser Sport. Und Cervélos sind keine Schnäppchen. Weiß ich. Fragt mal meine Sparkasse. Aber hey: Mein Rennrad ist so schön, dass mir sogar dann das Herz aufgeht, wenn ich nicht darauf sitze, den Wind im Helm genieße und mich dem Rausch einer Abfahrt hingebe.

Weil ich das coolste Rennrad fahre, das ich ich mir wünschen würde.

Und egal, welches neue Rennrad Ihr Euch kauft: Ich wünsche Euch das selbe. Ride safe. Ich werde das Cervélo S5 jetzt erst mal mit zur Haute Route Alps nehmen ...


Die Fotos sind entstanden zum Vor-Dreh zu unserer Rennrad-Doku "Another Punchline - Race Across the Alps", die gerade in der Post-Production ist. Den ersten Teil könnt Ihr als DVD kaufen: www.punchline-movie.de

12. August 2013

Im Test: Rennradmantel Vittoria Rubino vs. Continental GP 4000 S

Ich fahre an meinem Cervélo S5 den Vittoria Rubino Pro Slick - eine Reifenwahl, die nicht ich, sondern mein Mechaniker für mich getroffen hatte, als er mir die Aero-Laufräder an das damals nagelneue Rennrad montierte. Öfter mal offen für Neues sein: Mal schauen, wie die sich so machen ...

Vittoria Rubino Pro Slick - ein toller Reifen für das Rennrad

Von der Performance bin ich angetan. Der Mantel fährt sich sehr smooth, ich kann eigentlich keine Unterschiede zum Conti GP 4000 S, meine normale Reifenwahl, feststellen. In Kurven, auch bei hohen Geschwindigkeiten, bietet der Mantel sehr guten Halt.


Oftmals fahre ich bei Nässe. Da sich mein Training momentan eher auf das doch recht monotone Auf und Ab am Waseberg beschränkt, sause ich so pro Trainingssession bis zu 15 Mal die steile Rampe von fünfzehn Prozent hinab. Bis zu 70 km/h werde ich auf dem kurzen Stück dann schnell. Unten muss ich dann - oft in beginnender Kurvenlage - das Rennrad auf unter 45 km/h abbremsen. Bei Nässe ein besonderer Spaß - zumal die Kurve nicht einsehbar ist, und gerne mal der Blankeneser Porsche-Club oder ein HVV-Bus diese etwas lässiger nehmen. Auf meiner Fahrbahnseite ...

Das Verhalten des Rubino Pro Slick ist dennoch tadellos: Nicht ein einziges Mal (und ich bin da bestimmt 1.000 Mal herunter gebrettert) bricht mir das Rennrad aus, nicht ein einziges Mal habe ich das Gefühl, auf dem Vittoria unsicher unterwegs zu sein. Auch und gerade bei Nässe. Die Bremswirkung ist wirklich gut.

Pannenschutz: Das schlagende Argument beim Rennradreifen-Kauf

Der Rubino Pro ist überraschend zäh. Da ich oft das S5 durch die Altonaer Partystraßen manövrieren muss, und dabei ab und zu den Glasscherbenhaufen nicht mehr ausweichen kann, mache ich mich bei jeder Fahrt auf den Platten gefasst. Doch das passiert nicht: Der Rubinio hält!


Zwar entdecke ich gestern beim Bike-Checkup für die Haute Route kommende Woche einige tiefe Schnitte (in denen noch kleine Scherbenfragmente steckten), aber auch bei der Inspektion der Innenseite des Mantels kann ich nur einen wirklichen Durchstich erkennen. Nicht schlecht!
Ich ziehe aber trotzdem den Conti GP 4000 S für die Haute Route auf.

Warum ich trotzdem den Conti GP 4000 S am Rennrad fahre

Warum? Den Conti fahre ich, seit dem ich mir das Cervélo gekauft habe. Bisher hatte ich auf über 20.000 Kilometern nur drei Platten. Drei Platten! Und die auch allesamt auf Überland-Radwegen zwischen Hamburg und Kiel. Selbst Schuld, wer Radwege mit dem Rennrad fährt.


Der Conti hat mich in noch keinem Rennen im Stich gelassen - egal, ob ich im deutschen German Cycling Cup, auf den miesen Straßen New Yorks, bei den großen Gran Fondos Italiens oder auch auf der Blankeneser Flaniermeile sprinte. Sie halten. Sie halten. Und halten.

Der Preis: Was kosten die Rennrad-Mäntel?

Unser Sport ist der schönste der Welt - leider aber auch ein teurer. Wer sich Vittorias raufziehen will, der kommt mit Preisen zwischen 22 und 30 Euro noch recht preiswert davon: Zumal es den Rubino Pro Slick in verschiedenen Farben gibt. Für die, deren Pneus farbliche Akzente am Rennrad setzen sollen.

Die Contis sind da schon etwas teurer: Mit 30 bis 40 Euro pro Mantel gehen die GP 4000er schon empfindlich an die magische 100 Euro-Grenze (inklusive Schläuche) für eine Neubereifung des Rennrades heran. Andererseits: Wenn diese Reifen dann auch länger halten ...?

Der Vittoria Rubino Pro Slick ist sicher ein super Rennrad-Reifen, den ich gerne bei meinen Trainings rund um Hamburg eingesetzt habe. Sicher ist es auch ein toller Wettkampfreifen. Aber bei einer langen Tour oder einem Etappen-Rennen, wie der Haute Route, möchte ich die Sicherheit meiner bewährten Continental GP 4000 S nicht missen.

Bin doch ein Gewohnheitstier.



Welche Erfahrungen habt Ihr mit Euren Mänteln? Ich freue mich auf Eure Comments.