Nun sitze ich schon fast 1.500 Kilometer auf meinem (nicht mehr ganz so neuen) Cervélo S5 und ich bin so begeistert, dass ich allen, die sich mit dem Gedanken tragen, ein neues Rennrad zu kaufen, hier heute
5 unschlagbare Gründe liefern möchte, warum es der Aero-Renner aus Canada sein sollte.
1. Komfort - dieses Rennrad ist überraschend komfortabel
Schon als ich
meine ersten Testrunden auf dem S5 absolviert habe ist mir aufgefallen, wie sehr all die "Tests" und Reviews der einschlägigen Rennrad-Magazine und Websites Unrecht haben mit der Behauptung, dass ein Aero-Rennrad "hart" sei.
Das Cervélo S5 ist sportlich - dabei keinesfalls "hart"
Okay, ich wiege nur 63 Kilogramm, aber ich muss sagen, dass ich im Vergleich zu meinem R3 - das allgemein hin als recht komfortabel gelobt wird - keinen wirklichen Unterschied feststellen kann.
Nur diesen: Das S5 steuert direkter, hält besser die Spur (langer Radstand) und fühlt sich eher wie ein Sportwagen an, denn wie ein Mittelklasse-Kombi. Deshalb noch einmal ganz deutlich: Beim aerodynamischen Rennrad Cervélo S5 müsst Ihr - meiner Meinung nach - keine Befürchtungen haben, etwas "Bretthartes" zu fahren!
2. Speed - das Cervélo S5 geht ab wie Schmidts Katze
Ob das nur am Gefühl liegt? Ob ich besser trainiert bin? Ob ich mich schneller
fühle? Keine Ahnung, aber was ich sagen kann ist: Das S5 pusht vom ersten Tritt an! Es ist einfach kein Rennrad zum Cruisen und locker Dahinrollen - das S5
will getreten werden, die Carbonfasern würden sich sonst wie beleidigte Nasen wegbiegen.
Vergleiche ich einige Garmin-Daten meiner Trainingsrunden von 2012 und 2013 so stelle ich tatsächlich fest, dass ich auf dem S5 wirklich schneller bin. Ob das am Cervélo liegt, kann ich natürlich nicht sicher sagen. Ich
glaube es einfach mal.
Auch in der Steigung ein Genuss.
Aber ganz im Ernst: Wenn Ihr das Rennrad erst einmal beschleunigt habt, macht es einfach nur Spaß, diese Aero-Waffe durch den Berufsverkehr zu fliegen wie Airwolf durch den Grand Canyon, auf einer platten Landstraße zu treten, als wäre hier Kona oder auch über einen Berg zu jagen. Herrlich!
3. Design - ein Rad mit Charakter
Viel wurde geschrieben über das Design des Cervélos und auch
ich habe mir viele Sorgen gemacht, ob mein Rennrad - immerhin Größe 58 - denn vor allem mit dem langen Steuerrohr nicht irgendwie komisch wirken würde.
Alles Quatsch. Das S5 sieht hammermäßig aus! Endlich mal ein Rennrad, das man als eigenständiges Design erkennen könnte, auch wenn es nicht gebrandet wäre. Endlich mal ein Rennrad, das eine eigene Linie hat. Nicht der Sloping-Einheitsbrei, nicht die gesichtslosen Mainstream-Produkte oder allzu ausgefallenen Nischen-Räder.
Das S5 kommt zudem ab 2013 im edlen Matt-Look daher: Super zu pflegen und einfach nur schick anzusehen.
Und: Keine Sorge. Das Cervélo S5 sieht
gerade in Größe 58 richtig geil aus!
4. Klettern - Berge sind auf dem S5 kein Problem
Ach ja, die Gewichtsdiskussion. Auch hier habe ich mir jahrelang Köpfe um Rahmen-Set-Gewichte gemacht und gemeckert, gemosert und gehadert, ob oder ob nicht das "Mehrgewicht" von einigen hundert Gramm so wichtig wären ... am Ende, mal ehrlich: Das ist schon vollkommen egal.
Macht eine gute Figur, auch innen: Das Cervélo S5
Ich fahre beim Gran Fondo nicht um die Top 10 Plätze und auch beim Anstieg auf den Tourmalet geht es bei mir nicht um das Knacken der Quäldich-Bestzeit. Bei Euch etwa? Einfach ein paar Kilo abnehmen, einfach eine Trinkflasche weniger mitnehmen - das bringt was.
Also am Berg: An meinem S5 fahre ich 11-28 und komme damit ebenfalls ohne Probleme, mindestens so leichtfüßig wie mit meinem Bergfloh R3, selbst die schlimmsten Steigungen hoch. Beweis: Meinen Waseberg-Kletterrekord habe ich auf dem S5 aufgestellt. Das waren damals 48 Runden am Waseberg, 3.600 Höhenmeter bei 15% durchschnittlichem Gradient. 6 Stunden in der Vertikalen - any questions?
5. Weil wir es uns wert sind ...
Ich will hier nicht gegen andere Marken wettern. Ich will auch nicht mit der Online-Handel-Keule kommen. Aber mal ehrlich: Wir betreiben den schönsten Sport der Welt, wir fahren zu den geilsten Rennen und härtesten Marathons und supi-mäßigsten RTFs die es gibt. Also warum mit einem halbschönen Rennrad zufrieden geben?
Am besten fährt es sich aber immer noch draußen ...
Ja klar, sauteuer dieser Sport. Und Cervélos sind keine Schnäppchen. Weiß ich. Fragt mal meine Sparkasse. Aber hey: Mein Rennrad ist so schön, dass mir sogar dann das Herz aufgeht, wenn ich nicht darauf sitze, den Wind im Helm genieße und mich dem Rausch einer Abfahrt hingebe.
Weil ich das coolste Rennrad fahre, das ich ich mir wünschen würde.
Und egal, welches neue Rennrad Ihr Euch kauft: Ich wünsche Euch das selbe. Ride safe. Ich werde das Cervélo S5 jetzt erst mal mit zur Haute Route Alps nehmen ...
Die Fotos sind entstanden zum Vor-Dreh zu unserer Rennrad-Doku "Another Punchline - Race Across the Alps", die gerade in der Post-Production ist. Den ersten Teil könnt Ihr als DVD kaufen: www.punchline-movie.de