12. Juni 2012

AG Warpflug - beim Skoda Velothon 2012

Kurz vorweg: Aufgrund einiger aufgebrachter Kommentare zu diesem Blogpost möchte ich eines klar stellen: Ja, dieser Post ist zynisch und arrogant geschrieben. Vielleicht liegt es am Endorfinüberschuss kurz nach dem Rennen. Nehmt nicht immer alles so bockelernst bitte!
Viel Spaß beim Lesen.


Eigentlich hatte ich keine so großen Erwartungen an das Berliner Rennen: Bereits 2011 bin ich hier die lange Strecke gefahren und war ein wenig un-begeistert. Da die Strecke 2012 EM-bedingt in diesem Jahr nur im Start- und im Zielbereich verändert worden war, konnte ich hier nichts neues erwarten.


Cervélo R3, SunClass-Klamotten und mal wieder Velothon in Berlin.


Der Umstand, dass ich mich erst einige Tage vor dem Rennen für eine Anmeldung entschieden hatte, katapultierte mich in Startblock G.
G - das ist von den schnellen Fahrern in A und B etwa so weit entfernt, wie Tattooine von Coruscant. Und ähnlich deprimiert wie der junge Luke Skywalker war ich dann auch, als ich mich im Block eingefunden hatte. Phuh!

Im Startblock

Da finden sich neben Baumarkt-MTBs und Trekkingrädern denn auch auch wieder die obligatorischen Stylesünden zu Hauf: MTB-Visiere (jeder dritte Starter! Oh mein Gott!), Leute in trägerlosen Lodderhosen, einer hatte Schutzbleche an seinem Hobel, viele tragen die Helmschnallen über den Brillenbügeln, was auch No-Go ist und wenn ich in die Hocke ging, um meine Pneus auf EM-Glassplitter zu überprüfen, sah der Rundblick aus, als schaute ich auf die Beine einer Horde Orangs. Naja. Schnell so weit nach vorn wie möglich gedrängelt.

Block G eben. Nett waren sie trotzdem, die 1.600 G-Starter.


Daaaaaaa, ganz weit vorn, da ist Startblock A. Oh Backe!

"Fährste halt eine gemütliche Runde", dachte ich mir. So richtig ziehen wird heute nix. Nur ... das war schon mal ein Trugschluss, wie sich später herausstellen sollte.

Nachmeldung?

Die Nachmeldung zum Velothon kommt für mich überraschend, denn eigentlich ist das Rennen für wirklich nur Training: Primär bin ich in Berlin, um Detlef Adams von Cervélo Deutschland zu treffen.

Denn Cervélo bescheidet eine Anfrage meinerseits positiv und lädt mich ein, sie am Messestand zu besuchen. Ich bin hier um zu klären, wie wir das nun machen wollen: Der Cervelover bekommt für die diesjährige Ausgabe des 24-Stunden-Rennens "Rad am Ring" vom Top-Aeromodell der Kanadier ein S5 Team gestellt.


Sieht auch in 58 geil aus: Das Cervélo S5

Ich war so hoch erfreut und überrascht, dass ich die Chance, Detlef in einem original Cervélo Test Team-Bus zu treffen natürlich gleich genutzt habe. Sehr angenehme Leute da am Stand, sie outen sich als kleine "Fans" von meinem Blog. Das geht runter wie Öl.

Tja, und nun könnt Ihr Euch (und ich mich erst!) auf eine spannende Testserie von Cervélo R3 und S5 auf der Nordschleife gefasst machen: Hochgeschwindigkeit und Aerovorteil? Gewicht bei 18% Steigung in der Hohen Acht? Ich bin so aufgeregt ...

Aber zurück zum Velothon ...

Der Start

Und so macht es mir auch kaum etwas aus, inmitten etwas unbedarft schnackender Vollamateure zu stehen. Ich bin froh und glücklich, dieses geile Carbongeschoss endlich mal testen zu dürfen, noch dazu auf einer so grandiosen Strecke wie der Nordschleife, sodass ich den kommenden 120 km locker entgegen blicke.

Vorn fährt seit 2 Minuten Startblock F (auch nicht besser) weg und wir sind die letzten 1.600 Starter, die auf die Strecke gehen. 1.600 Starter - ich ziemlich weit vorn. Wir rollen gmeächlich an, ich sehe an erster Position zwei der offiziellen "Bike Guides", die darauf bedacht sind, die Geschwindigkeit bis zum Potsdamer Platz niedrig zu halten. Wir fahren keine 32 km/h.

"Los, macht schon, Jungs!", murre ich hinter den Rottrikots vor mich hin - ich will endlich rainhauen!

Ich nutze das lahme Treten und sortiere mich weit vorn ein, vierte, fünfte Position. Nach und nach kommen ein paar Jungs nach vorn, die neben rasierten Beinen, ordentlich sitzenden Rennradhelmen und Brillenbügeln über den Helmgurten auch wirklich trainiert aussehen: Ach, an die halte ich mich mal.

Dann geben die Guides kurz vor Beginn der Zeitnahme das Rennen frei: Der Krieg bricht los. Alles geht sofort in Untenlenkerposition. Es wird so hart beschleunigt, dass mir gleich mal das Laktat in die Beine rutscht.

Und ab dafür!

Hetzjagd

Über die Strecke will ich hier nichts berichten: Die hat sich zu 2011 nicht verändert. Selbst wenn wollte, ich könnte nur wenig sagen, denn was nun folgt habe ich noch nie erlebt: Wir sind eine Gruppe von 15 bis 20 Mann. Ich bin ständig vorn, gehe sehr oft (was untypisch ist für mich) auch an die Spitze und ziehe das Feld.

Mit stetig um und über 40 km/h jagen wir zunächst durch leere Straßen, dann sammeln wir die ersten Abgehängten von F ein und dann die ersten größeren Gruppen. Es wird gebolzt wir beim Weltuntergang!

"Meine Fresse!", denke ich, während in meiner Bauchhöhle die ersten Lungenbläschen anfangen zu brennen, "Ob ich das durchhalte?"


Heute wird gejagt. Nix mit Windschatten und Lutschen.

Aber ich habe heute fantastische Beine, das merke ich.

Das Feld mit 41, 42 km/h ziehen? Kein Ding heute. Starker Seitenwind nervt, aber ich ziehe das durch! Dann zurück fallen, fremde Handflächen auf meinem Rücken: "Gut gemacht! Sortier Dich hinten ein, Kumpel!". Eine geile Gruppe habe ich hier! Schmecke ich da Blut auf meiner Zunge? Nee, nur ein die Mücken, die wohl gerade am Wannsee ein paar fette feule Wampen erledigt haben ...

Wir fliegen nur so an den Überholten vorbei. 10, 15 km/h Überschuss mindestens. Wir brüllen sie aus dem Weg: "RECHTS FAHREN!" und "ACHTUNG! VON LINKS!". Wie aufgescheuchte Rehe drängeln sich die schockierten Freizeit-Zabels an den Rand. Einige Baumarkträder wissen nicht, dass da von hinten ein komplett verrückter D-Zug angescheppert kommt, erschrecken sich.

Wir kreiseln, wir schreien: Belgischer Schreisel.

Pause?

Ich weiß nicht, wo die Zeit hin ist, aber irgendwann erreichen wir den Pausenpunkt bei Kilometer 70. Was? Schon? Viele halten an. Wir polken weiter. Ich hatte heute morgen nur ein Brötchen zum Frühstück und gestern beim Deutschland-Spiel dafür einige Bier zu viel getrunken - aber ich spüre nichts. Keine Müdigkeit, keine schweren Beine! Es ist wie verhext. Auch habe ich nur 2 Gels dabei, das eine drücke ich mir hastig in den Mund: Fantastisch., wie das heute geht!

Ich ballere mit den Jungs durch die Ortschaften, wir fliegen um die Kurven und baallern um die letzten Kurven auf die B 101 zu - meinem Lieblingsstück der Strecke. 20 Kilometer feinster Asphalt, gesperrte Autobahn-Athmosphäre und dazu ein schicker Rückenwind.


Die ganze Meute leidet. Wegen mir. Geil!

Ich ziehe unsere Gruppe mit 43 über die Autobahnbrücken, dann schwenken wir auf die B-Straße ein und ich gebe Vollgas. Yeeehaw! 45 km/h und wir zocken alles ab, was da fährt. Ich weiß nicht, wie viele ich heute schon überholt habe, aber das hier ist wie Star Wars im Asteroidenfeld: Es scheint, als stünden die anderen.

Ich fahre seit über einer Stunde komplett in Untenlenkerhaltung - und es fühlt sich großartig an! Nach einigen Kilometern an der Spitze brauche ich Erholung und lasse mich an vierte Position fallen. Es geht einer mit ein einem Schweizer Trikot an die Spitze.

Und der Warpflug beginnt.  

Im Wurmloch

"Alter, was hat der denn gegessen?!?", wundere ich mich noch, als das Tempo rasch zunimmt. Mein Vordermann muss richtig reintreten, um nicht abgehängt zu werden. Die Schweiz macht Dampf. Hat sich da Fabian Cancellara ins Jedermannfeld verirrt?


Kurz bevor Mr. Assos auf Wargeschwindigkeit geht. Energie!

Wahnsinn, was der Mann treten kann! Als ich mir seine Waden besehe, die in etwa so dick sind, wie ich selbst, wundert mich gar nichts mehr. Drahtige Sehnen wie Stahlseile, definierte Muskeln wie das markannte Kinn von Kirk Doudlas in jungen Jahren - eine Rennradwade wie aus dem Bilderbuch.

Der Flug über die B-Straße ist ein Rausch. Nicht ein mal lässt der Schweizer einen Wechsel zu, wir ballern, wir bolzen wie die Blöden, wir überholen alles, was geht. Rauschen am Feld vorbei, linke Spur, Lichthupe und ab geht die Luzie - unfassbar!

Die Zeit fliegt, und als wir in Berlin einreiten, trete ich mich nach vorn, setze mich neben ihn: "Wow, Hut ab, mein Lieber, das war ganz großes Kino!" Er bedankt sich - und bleibt weiter vorn.

Endspurt 

Wir düsen durch den Flughafen Tempelhof - leider nicht über die Start- und Landebahn, aber immerhin - und dann durch Kreuzberg. Im Gewusel der engen Tempelhofer Straßen inmitten der vielen langsameren Fahrer verlieren wir zu erst die hintere Hälfte unserer 8-Mann-Staffel.

Bleibt nur noch die Schweiz, ein weiterer Schneller in einem roten Trikot und ich.

Das Gekurve anschließend auf ziemlich schlechten Straßen verlangt nach viel Geschick. Ich habe zu tun, mich zu konzentrieren und dabei weiterhin zu überholen. Die Schweiz macht dermaßen Dampf, dass ich irgendwann merke, dass ich dieses Tempo nicht mehr mitgehen kann - kurz vor der Oberbaumbrücke muss ich dann die beiden ziehen lassen - das harte Beschleunigen aus den Kurven geht bei mir nicht mehr.

Dafür entdecke ich ein SunClass-Trikot der Saison 2011. Nanu?

Noch immer bin ich schneller als die meisten anderen, 38, 39 km/h, hole den Menschen schnell ein. "Hey, SunClass!", rufe ich: "Wo hast Du denn das Trikot her?" Er freut sich ebenso, einen im SunClass Solarmodule-Dress zu sehen. Es ist der atemlose Nachbar von unserem Teamsponsor. Na siehste ...


SunClass-Trikot für Sonne. Dieses Knoaky fürs Glück. Wirkt!

Die letzten Kilometer durch Berlin bestreite ich mal allein, mal mit mehreren. Aber nie langsam. Noch immer hoch motiviert bolze ich knapp am Anschlag über Schlaglöcher und Asphalt-Patchwork und schaffe immerhin noch 37, 39 km/h im Gegenwind. Zum Schluss holt mich ein Veteran aus unserer AG Warpflug ein, an den hänge ich mich.

Idioten im Ziel

Dann die letzten Kurven durch Mitte. Und endlich, Gold-Else umrunden - Zielgerade. Alles wird nervös, es zieht das Tempo an, wir fahren etwas schneller, vorn sprintet einer los. Soll er mal.

Da kommt von hinten einer, streift mit seinem Lenker meine Beine, schiebt sich zwischen mich und meinen Nebenmann, schlenkert, lenht sich auf mich, bringt mich aus dem Gleichgewicht, sein Lenker verhakt sich wieder bei mir, dann stützt er sich auf mir ab, ich bin kurz vor dem Sturz. Noch 200 Meter zum Ziel.

Ohne Rücksicht polkt er an mir vorbei, reißte meinen Oberschenkel mit, ich kann gerade noch mein Rad abfangen. "ARSCHLOCH!" brülle ich ihm voller Zorn hinterher, mir fällt nichts besseres ein.


Fertig. Glücklich. Vorn dem Duschen voller Endorfin.

Hat dieses Arschloch wirklich nichts besseres im Sinn, als rücksichtslos und vollkommen hirnrissig kurz vor Ende noch einmal einen Sturz zu riskieren? Sich selbst und andere in Gefahr zu bringen? Waren das heute nicht genug Krankenwagen am Straßenrand?

Was geht in solchen Idioten vor? Arschlöcher! Immer wieder - Arschlöcher! Ich rolle aus. Im Zielbereich stehen einige, die sich ihr Gesicht blutig geschrammt haben. Wo ist der Wichser? Zu gern würde ich ihm noch einen Spruch an die Backe nageln!

Aber gut. Von diesem - einzigen - Zwischenfall lasse ich mir meine Laune nicht verderben, ich komme durchs Ziel und kann mich über dieses perfekte Rennen freuen wie ein Schneekönig. Mit knapp 41 km/h ein superschnelles Rennen - mit meiner Lichtgeschwindigkeitsgruppe hat das Spaß gemacht wie lange nicht mehr.

Das SunClass-Trikot hat mal wieder für bestes Wetter gesorgt, Deutschland hat das Em-Spiel gewonnen, ich bekomme ein Cervélo S5 und - bin super vorbereitet auf den Dreiländergiro, der in 2 Wochen abgeht.


Die Medaillen-Ausbeute 2012 kann sich schon sehen lassen

Berlin, Velothon? War der Hammer!




Hier gehts zum Garmin-Track

Leider gibts keine schicken Fotos vom Veranstalter. Hier könnte sich Upsolut mal an den Lenkernummern und der Transpondertechnik vom Gran Fondo New York eine Scheibe abschneiden. Sehr ärgerlich.


Und noch eine Anmerkung aus aktuellem Anlass:  Viele Kommentare, vor allem von Usern die einem Link aus dem Tour-Forum gefolgt sind, monieren, dass ich diesen Text sehr zynisch und von oben herab geschrieben habe. (Von einigen Beleidigungen, die gelöscht worden sind, mal abgesehen). Noch einmal: Ich will hier in keiner Weise unerfahrene Velothon-Teilnehmer, unrasierte Sportler, MTB-Visier-Träger oder langsame, ältere oder sonstwelche Sportler herabwürdigen - dieser Post gibt ziemlich genau meine Gefühlslage unmittelbar nach dem Rennen wieder. Und da war ich nunmal aufgekratzt und besoffen von einem (für mich) wahnsinnigen 41er-Schnitt. Und ja: ich erlaube mir, auch mal etwas arrogant zu sein, auch wenn das nicht PC ist. Ich bin auch nur ein Mensch.
Mit etwas Abstand habt Ihr natürlich Recht - jeder, der sich die 120 km vornimmt, hat Respekt verdient. Und den Meinen hat auch jeder, der seinen Arsch nicht bei RTL2 auf dem Sofa breit sitzt, sondern sich früh um 8 in einen Startblock stellt.
Nehmt nicht immer jedes Wort gleich persönlich und so ernst, bitte.
Peace.

Kommentare:

  1. Nichts gegen Deine Begeisterung über Dich selbst. Aber 1. so dolle ist das Ergebnis nun auch nicht. Ich kenne Leute die sind aus F ne deutlich bessere Zeit gefahren und 2. finde ich, wie Du die anderen Radler abqualifizierst unerträglich. Egal mit was für einem Rad und welchem Style die auf die Piste gehen oder ob die auch nur nen 30 Schnitt fahren, die haben den gleichen Respekt verdient wie alle anderen. Vielleicht solltest Du eifach mal was anderes fahren als Teilnahmetrophäen bei kommerziellen Massenjedermänners zu sammeln. Kleine, feine Rennen (die Köngisdisziplin Criterien) mit 50-300 Startern , wenn Du Dich dann nach der 2 Runde überrundet siehst , lernst Du vielleicht was Demut ist.

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  2. herr anonym,

    danke für deinen comment.

    wenn du das unerträglich findest, dann lies bitte meinen blog halt nicht. ich habe nicht den anspruch, hier massentauglichen journalismus zu betreiben. und ja: hier dreht sich nun einmal alles um mich.

    vielen dank auch für deine lektion in sachen "demut" - allerdings möchte ich zu meiner verteigigung anmerken, in bezug auf leute (und die sind leider in den jedermannrennen getrieben von eher als "unerträglich" zu bezeichnendem marketing der veranstalter) die keine ahnung von rennradfahren haben und sich und andere gefährden. vielleicht bekommst du das nicht so mit, weil du eher die "richtigen" rennen fährst?

    sicher kann auch ein rasierter scheiße fahren. keine frage. und da gibts genug. und sicher mache ich auch manchmal fehler. aber meiner erfahrung nach sind es meistens die unerfahrenen, die schwierigkeiten verursachen.

    selbstverständlich habe ich respekt vor jedem, der sich einer herausforderung stellt: ob das nun die 60 km sind, die 120 km, ein gran fondo oder sonst etwas. aber ich darf mir doch bitte auch herausnehmen, style zu kritisieren. wenigstens in meinem blog?

    und wenn du bei "richtigen" rennen so tolle leistungen bringst, dann freut mich das für dich - ich bleibe bei meinem stiefel als jedermann und versuche das maximum rauszuholen. ich denke, ein GFNY oder ein ötzi - ob nun kommerziell oder nicht - ist auch nicht gerade ohne.

    p.s. - kriterien finde ich persönlich langweilig. für mich ist das nicht die königsdisziplin. aber hey: jedem das, was ihm gefällt.

    L

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  3. Aber hey komm, Deinen Style könnte man auch kritisieren.
    Deine Brille war bis zu Evil-Eye nun auch recht... uncool und definitiv nicht radsport. Marathon in Bike-Klamotten zu laufen muss man auch erstmal machen. ;-) Von Liegerad mal ganz zu schweigen :))
    Ja, im Prinzip gebe ich Dir ja gern recht, was MTB-Visiere und Co angeht. Der Ton macht die Musik, und ziehst echt heftig über die her, auch den ein oder anderen Text über Deine Teamfahrer fand ich deutlich zu hart (z.B. über die Ergänzungsfahrer bei irgendeinem Rennen, frag mich nicht genau wo, ich hoffe Du weißt welchen Artikel ich meine. Die reißen sich den ... auf für Euch und bekommen dann ein "Mit denen war nicht mehr zu holen" in Deinem Blog. ist jetzt nicht so nett).
    Ich würde Dich auch eher als ambitionierten Hobbysportler kategorisieren. Du machst das schon gut, aber Semi-Pro... hm. Nee.
    Manchmal ist das echt zu viel Überhöhung, echt.
    Ich schau trotzdem weiter rein.
    Hab weiter Spaß, ist schon nett hier, aber bitte mehr Teppich, weißte was ich meine?
    Bis denne!
    Jay

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  4. hi jay,

    ich geb ja zu, dass ich manchmal etwas "subjektiv" bin. aber so ist das leben nunmal :-)

    aber sieh es mal so: ich bin erst vor 3 jahren aufs RR umgestiegen und fuchse mich da auch rein. diese entwicklung machen meine leser halt auch mit.

    ich nehms mir aber zu herzen.

    gruß, lars

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  5. Hi Lars,
    na dann lass´mal weiter krachen, aber nicht immer durch die MTB-ler und Anfänger durchschreien, ich glaube das ist in umgekehrt das, was dir in Berlin auf der Ziellinie passiert ist.

    Bin aber schon gespannt wie ihr euch in Nauders und im Ötztal schlagt. Ich habe das für 2014 auf der Agenda, mal sehen ob´s klappt, Familie und so (d i e Problematik kennst Du ja nicht ;-) ).
    Was Deine Möglichkeiten zeitlich angeht bin ich schon neidisch.
    Viel Erfolg jedenfalls und seid vorsichtig!
    Grüße
    Jay

    Und nicht immer solche Heldenberichte mann, bleib mal objektiv ;-)

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    1. hi jay,

      thnx. wir haben dieses jahr echt glück mit dem sponsor, sonst ginge das auch gar nicht, privat zu finanzieren. da bin ich selbst ganz baff, dass das so geklappt hat, war 2011 ja schon genial mit dem GCC.

      familie ... da hast du recht. aber ich bin mir sicher, die "einbußen" durch frau & kind sind és bestimmt wert :o)

      ach, und ein bissel held muss sein, das wollen die da draußen doch ... :-)

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  6. Bist definitiv ne typische gut verdienende Hobbylette mit Ambitionen aber sicher kein Rennfahrer, weit entfernt auch von der Hobbysportelite. Ja, ja Criterien , kurze Rundstreckenrennen, langeilig , ja geht ja nur im Kreis und sind nur 40km, grins. Die Kurven musste erst mal ungebremst, Ellenbogen an Ellenbogen, Hinterrad an Hinterrad fahren können; dagegen sind viele Abfahrten in den Alpen locker zu fahren. Dann ständig die Wertungsrunden mit mörderischem Tempo und überhaupt die permanenten Tempowechsel und -verschärfungen und nicht hobbymäßiges Dauergediesel mit ein paar Kurvensprints, wie bei Großveranstaltungen. Bereits nach 40 km fühlt man sich bei solchen Rennen wie nach ner harten Transalpetappe, da geht es oft so zur Sache, dass man sich, kurz nicht aufgepasst, schnell ausgespuckt überrundet und aus dem Feld genommen sieht. Und sch... , obwohl einige von denen, die einen abgekocht haben uncoole Opas wohlmöglich auf Stahlrahmen mit Rahmenschaltung sind. Da lernt man erst Rennfahren und bekommt die eigenen Grenzen in einer Form aufgezeigt, wie es sonst vielleicht noch beim Ötzi oder beim Alpenbrevet geschieht (gesetzt der Fall, man fährt Kante). Hey man, so wie Du war ich auch lange unterwegs, das ist nicht cool und von den richtigen Rennern nimmt einen so definitiv keiner ernst.

    Nebenbei, ich erbringe keine übermenschlichen Leistungen, ich glaube nicht mal, dass ich stärker oder schwächer bin als Du, was auch unwichtig ist. Ich habe nur gelernt, dass Demut und Respekt Kernkompetenzen sind, dass jeder , der so etwas mitfährt schon deshalb richtig cool ist , schon weil er es wagt und dass man , fährt man so ein Massenevent mit, halt damit rechnen muss, dass nicht alle fahren können. (ist übrigens in Startblock A und B auch nicht so, die Form mag bei vielen ja da sein aber die Technik.....) Darüber lohnt es sich nicht, sich aufzuregen, denn das ist das Konzept. Will man das nicht, bleiben kleine Jedermänner im Rahmen von Lizenzrennen oder eben Lizenzrennen, nur da fährt man in der Regel mit Leuten , die bei den Massenvents immer unter dem ersten 100 stehen.
    .... Und gehörst du nicht auch zu den Leuten die wegen des "unsäglichem Marketings" zu den Veranstaltungen angelockt werden? .

    Ich bin übrigens kein Leser Deines Blogs bin nur zufällig durch diesen Link hierher gelangt:
    http://forum.tour-magazin.de/showthread.php?256622-Skoda-Velothon-2012-in-Berlin....wird-immer-besser

    Gruß S

    P.S:: Körperkontakt und Ellenbogen sind bei Rennen nicht selten der Fall besonders im Sprint, man gewöhnt sich daran , dient nämlich in der Regel der Sicherheit, besser man verschafft sich so Platz als dass sich das Material verkeilt.

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  7. hi S.

    ich hatte schon nen langen text. aber der würde wahrscheinlich nur nen ganz langen von dir provozieren.

    vieles von dem, was du schreibst, sehe ich genauso. vieles aber auch nicht.

    und wie schön, dass dies ein freies land ist und jeder seine meinung sagen darf. ich hier, in meinem blog. und du in den comments, die hier auch nicht (wie anderswo) gelöscht werden.

    bleib mir erhalten,
    gruß, L



    p.s. - wenn ich mal nen materialsponsor finde, würde ich mir die lizenzgeschichte gern mal antun. dann hätte ich auch kein problem mit ellenbögen und körperkontakt. aber so weit sind wir mit unserem team leider nicht. kann ja noch. wer weiß?

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  8. keine angst, das ist hobbysport da braucht man keinen materialsponsor, ich habe auch keinen, gestürzt wird aber eher weniger als bei den großen jedermannmassackern. es fällt allerdings auch auf, dass material dort eine eher weniger wichtige rolle spielt. jedermänner sind heute in der der regel besser ausgestattet als viele pro,s abc fahrer und bundesligateams

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  9. Hi Lars,

    da du gefragt hast: ich mag deine Art zu schreiben. Damit meine ich nicht, ob und wie du über unrasierte Beine herziehst (mich selbst juckt das nicht so, obwohl ich behaarte Waden habe ;-)), sondern gerade deine sehr subjektive Art der Berichterstattung. Ich habe auch die meisten deiner Reiseblogs mehrfach gelesen, einfach weil's Spaß macht.
    Es gibt im Netz genügend unpersönliche, rein informative Berichte (ohne das jetzt werten zu wollen). Zumindest ich für meinen Teil will lesen, wie und wo du gelitten und geflucht hast, wo du im eigenen Adrenalin ertrunken bist und was langweilig war. Denn dadurch leben solche Berichte. Ob nun Rennfahrer oder Hobbylette (?), wenn du dich hinterher fühlst wie ein TdF-Sieger, dann darfst du das wohl auch so schreiben. Hauptsache du verpackst es spannend :)

    LG Lars

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  10. hallo lars,

    danke für den schönen comment :o)

    LG L

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  11. hi cervelover,

    lass dich mal nicht so doof anmachen - wer sich mal den ton im tour forum angeschaut hat, der weiß, dass das auch nicht gerade die feine englische ist. also nix drauf geben ...

    dein blog ist cool, der text ist schon ganz richtig.

    eins hast du aber vergessen: schwarze socken. geht auch nicht.

    grüße, martin

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