<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086</id><updated>2012-02-25T14:41:57.145+01:00</updated><category term='http://www.blogger.com/img/blank.gif'/><title type='text'>The Cervelover - unterwegs mit dem Cervélo R3 Rennrad</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>100</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-6209541858048867625</id><published>2012-02-25T14:34:00.001+01:00</published><updated>2012-02-25T14:41:57.155+01:00</updated><title type='text'>Das neue ax-lightness "Vial" - Ein Interview mit Axel Schnura.</title><content type='html'>Auf der Suche nach "dem" perfekten Rennrad sind schon viele viele vor mir verzweifelt. Und das werden sicher auch noch viele nach mir. Ähnlich des Heiligen Grals wird es dieses Objekt der Begierde allerdings wohl nie geben - und wenn ja, dann doch eher nur für diejenigen, die glauben, ihn gefunden zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-Q94JieLEAGU/T0isnOGuuWI/AAAAAAAAE0w/DSOkI9S1d4o/s1600/01_Axel_Schnura_Ax-Lightness.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://2.bp.blogspot.com/-Q94JieLEAGU/T0isnOGuuWI/AAAAAAAAE0w/DSOkI9S1d4o/s640/01_Axel_Schnura_Ax-Lightness.jpg" style="height: 480px; width: 569px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Axel Schnura, Geschäftsführer von ax-lightness&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ein Kandidat (neben dem genialen Cervélo R5ca und dem supersonischen Cervélo S5 VWD) könnte das neue &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vial &lt;/span&gt;aus dem Hause ax-lightness sein. Vie E-Mail war es mir möglich, mit Axel Schnura, dem Vater der renommierten Carbon-Manufaktur aus Bayern, ein Interview zu führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Cervelover: &lt;/span&gt;Herr Schnura, das neue &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vial&lt;/span&gt; begeistert seit seiner Vorstellung auf der Eurobike die Netzgemeinde, geistert durch Foren und entzündet die Phantasie der Rennrad-Begeisterten. Für wen haben Sie das &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vial &lt;/span&gt;entwickelt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Axel Schnura:&lt;/span&gt; Beim &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vial &lt;/span&gt;hatten wir ganz klar diejenigen Rennradfahrerinnen und -fahrer im Sinn, die auf stark profilierten Strecken unterwegs sind. Sie wünschen sich ein leichtes, stabiles und vor allem spurtreues Rennrad - mit dem &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vial&lt;/span&gt; haben wir die nach unserem Verständnis beste Antwort auf diese Forderungen gegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-m00qL4hLmiE/T0iso1vVTsI/AAAAAAAAE04/-Tkxdb1CwmA/s1600/02_AX_Lightness_Vial.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://1.bp.blogspot.com/-m00qL4hLmiE/T0iso1vVTsI/AAAAAAAAE04/-Tkxdb1CwmA/s640/02_AX_Lightness_Vial.jpg" style="height: 377px; width: 567px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das Rennrad zum Film: Tron lässt grüßen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Cervelover: &lt;/span&gt;Also ein Wunderrahmen? Das &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vial &lt;/span&gt;katapultiert sich mit unter 800 Gramm Rahmengewicht auf die ganz forderen Plätze der Leichtbaurahmen und spielt in einer Liga mit Cervélo R5ca oder dem Cannondale Supersix Evo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Axel Schnura: &lt;/span&gt;Das &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vial &lt;/span&gt;ist sicherlich kein Wunderrahmen. Es gibt in allen Einzelbereichen Produkte anderer Anbieter, die unserem überlegen sind. Aber unsere Messungen haben ergeben, dass wir in der Summe ein Rennrad geschaffen haben, dessen Leistungen schwer zu toppen sein dürften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Cervelover: &lt;/span&gt;Mit dem &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vial &lt;/span&gt;bringen Sie - ähnlich Cannondales SuperSix Evo - ein Rennrad auf den Markt das bewusst nicht dem Aero-Trend folgt. Warum?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Axel Schnura: &lt;/span&gt;Bei diesem Rad standen andere Qualitäten im Vordergrund: Wir hatten wirklich den Bergfahrer im Hinterkopf, der in stark profilierten Gefilden unterwegs ist. Maximaler Vortrieb, Leichtbau und extreme Steifigkeit waren die Hauptmerkmale bei der Entwicklung. Bei Streckenprofilen dieser Art ist die Aerodynamik sekundär - und hat deshalb für das &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vial &lt;/span&gt;keine Rolle gespielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-dWv4C69ypwM/T0isp99QkHI/AAAAAAAAE1A/5lxDYdElarw/s1600/03_Tretlager_Vial_Ax-Lightness.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://2.bp.blogspot.com/-dWv4C69ypwM/T0isp99QkHI/AAAAAAAAE1A/5lxDYdElarw/s640/03_Tretlager_Vial_Ax-Lightness.jpg" style="height: 290px; width: 569px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Massives Tretlager. Eckig. Faltig. Bärenstark. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Cervelover: &lt;/span&gt;Also kein Aero-Rad made by ax-lightness?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Axel Schnura: &lt;/span&gt;Zunächst: Aero ist mehr als nur ein Trend. Bei wieder anderen Streckenprofilen macht eine gute Aerodynamik absolut Sinn. Auch wir werden uns diesem Thema nicht verschließen. Wir sehen die Herausforderung darin, diese Art von Rahmen wieder in klettertaugliche Gewichtsbereiche zu bekommen - und dabei auch die Komfortwerte zu verbessern. So etwas entwickelt man allerdings nicht von heute auf morgen - da wird wohl noch ein bisschen Zeit vertreichen ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Cervelover: &lt;/span&gt;Das klingt absolut spannend! Zurück zum &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vial&lt;/span&gt;: Sie haben das Label "Laminated in Germany" entwickelt. Wollen Sie damit bewusst ein Zeichen gegen das ausgehölte "Made in Germany" setzen? Focus wirbt zum Beispiel mit diesem Label, hat aber lediglich die Endmontage der Rahmen in Deutschland - produziert wird woanders.&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-5yjLz0-Oa1U/T0isqnb4CTI/AAAAAAAAE1I/C_bthVKQs-I/s1600/04_Laminated_in_Germany.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://1.bp.blogspot.com/-5yjLz0-Oa1U/T0isqnb4CTI/AAAAAAAAE1I/C_bthVKQs-I/s640/04_Laminated_in_Germany.jpg" style="height: 319px; width: 567px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Axel Schnura: &lt;/span&gt;Das trifft es sehr gut. "Made in Germany" ist inzwischen ja schon fast alles ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Cervelover: &lt;/span&gt;Wie schafft es ax-lightness im Hochlohnland Deutschland mit handlaminierten Rahmen und relativ kleiner Stückzahl zu überleben, schließlich sind das absolute Premiumprodukte?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Axel Schnura: &lt;/span&gt;Das liegt vor allem an der Vertriebsstruktur. Wir haben keine großen Transportwege, keine Großhändler oder Zwischenstationen. ax-lightness bedient den Fachhandel direkt, was Kosten spart. Am Ende haben wir also auch preislich ein absolut konkurrenzfähiges Produkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-6Fb1F6rphvc/T0isrwPXoSI/AAAAAAAAE1Q/Q13wj6uBsP4/s1600/05_AX-Lightness_Produktion.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://1.bp.blogspot.com/-6Fb1F6rphvc/T0isrwPXoSI/AAAAAAAAE1Q/Q13wj6uBsP4/s640/05_AX-Lightness_Produktion.jpg" style="height: 298px; width: 567px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Echtes Handwerk. Carbon-Manufaktur: ax-lightness hält, was es verspricht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Cervelover:&lt;/span&gt; Herr Schnura - vielen Dank für das Interview und alles Gute für Sie, Ihr Unternehmen, und das &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vial.&lt;/span&gt; &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Toll, oder? Mich beeindruckt nicht nur das Rad, sondern auch die ganze Geschichte dieses, ursprünglich als &lt;a href="http://www.ax-lightness.de/" target="_blank"&gt;Autosport-Tuningschmiede gegründeten Unternehmens&lt;/a&gt;. Und wie genial? Ich darf mich also auf ein in Deutschland handlaminiertes Super-Aero-Rad freuen ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht können die Jungs das Projekt ja wieder &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Lynx &lt;/span&gt;nennen, nachdem dieser Name, der ursprünglich für das &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vial&lt;/span&gt; vorgesehen war, nun wieder frei ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Alpha&lt;/span&gt; - der leichteste Rennradrahmen der Welt - konnte ich mir beim &lt;a href="http://cervelover.blogspot.com/2011/05/rennrad-knorke-velothon.html" target="_blank"&gt;letztjährigen Velothon&lt;/a&gt; schon besehen. Wann ich mal das &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vial&lt;/span&gt;, welches ab März im Handel ist, in die Finger bekomme, weiß ich noch nicht. Es bleibt also spannend, sich diese Schönheit man in natura anzuschauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-gpr5mVfirLY/T0istO_anRI/AAAAAAAAE1U/A2i7BM3Wv6s/s1600/06_Sitzrohr_Ax_Lightness.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/-gpr5mVfirLY/T0istO_anRI/AAAAAAAAE1U/A2i7BM3Wv6s/s640/06_Sitzrohr_Ax_Lightness.jpg" style="height: 344px; width: 567px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Filigranes Kunstwerk: Handlaminiertes Monococque.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ein echter, schicker Hingucker ist das stylische Rennrad allemal. Es wird als Monocoque gebaut und daher nur in 3 Größen erhältlich sein. Überraschend der Preis - für ein in Deutschland handlaminiertes Schmuckstück - bewegt sich meiner Meinung nach in für diese Klasse akzeptablen (für aber vorerst leider unerreichbaren) Sphären: 4.900 € für das Rahmenset.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-7K1AtmsSk1w/T0isuleo-cI/AAAAAAAAE1g/X5Um8ydQouo/s1600/07_Procycling_Ax-Lightness.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://2.bp.blogspot.com/-7K1AtmsSk1w/T0isuleo-cI/AAAAAAAAE1g/X5Um8ydQouo/s640/07_Procycling_Ax-Lightness.jpg" style="height: 318px; width: 565px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Und welch´ Überraschung: Die aktuelle Ausgabe der Procycling bringt auch gleich einen Zweiseiter über das neue Leichtgewicht. Ich bin gespannt auf die ersten Fahrberichte und Reviews zum &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vial.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genauso, wie ich gleich anschließend, nachdem ich mich am wunderschönen &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vial&lt;/span&gt; sattgesehen habe, auf Marcel Wüsts Review des Cervélo S5 VWD freue - denn die ist nur wenige Seiten vom ax-lightness entfernt. Dazu aber später ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wie denkt Ihr über "Made in Germany"? Ich freue mich auf Eure Comments.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-6209541858048867625?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/6209541858048867625/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/02/das-neue-ax-lightness-vial-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/6209541858048867625'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/6209541858048867625'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/02/das-neue-ax-lightness-vial-ein.html' title='Das neue ax-lightness &quot;Vial&quot; - Ein Interview mit Axel Schnura.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-Q94JieLEAGU/T0isnOGuuWI/AAAAAAAAE0w/DSOkI9S1d4o/s72-c/01_Axel_Schnura_Ax-Lightness.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-6617251105188114793</id><published>2012-02-20T07:39:00.006+01:00</published><updated>2012-02-21T19:58:50.715+01:00</updated><title type='text'>Das Rennrad, die Frauen und schlechtes Marketing.</title><content type='html'>Jeder hat ja so sein Steckenpferd. Der eine ist Busfahrer. Der wird sich auch im Zweiwochenurlaub in Spanien anschauen, wie seine spanischen Kollegen die Linie bedienen. Der nächste ist Koch. Und der wird auch außerhalb seines Restaurants beurteilen, ob sein Kollege den Garpunkt getroffen hat. Der Pilot auf dem Urlaubsflug wird der Landung seines aktiven Counterpoarts im Cockpit Noten geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mache Werbung. Und komme nicht umhin, stetig anderer Agenturen Arbeit zu beschauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-xhynorNzkys/T0Pn6aPsW4I/AAAAAAAAE0Q/ReW8vXF0QBA/s1600/01_Roadbike_Cube_Womens_Cam.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 468px; height: 630px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-xhynorNzkys/T0Pn6aPsW4I/AAAAAAAAE0Q/ReW8vXF0QBA/s640/01_Roadbike_Cube_Womens_Cam.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Diese Anzeige in der Roadbike stimmt mich nachdenklich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;Und da stößt es mir am Wochenende sauer auf: Ich sehe in der aktuellen Roadbike die Anzeige für das Womens-Camp. "Moment mal!", denke ich mir und runzle die Stirn: Meinen die das ernst?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein erster Chef in meiner ersten Agentur - 10 Jahre ist das her, als ich als kleiner Werbetexter von Bertelsmann kam - gab gerne mal Texte zurück mit der Anmerkung "Neger vor Hütte". Und liebend gern würde ich demjenigen, der dieses Konglomerat an chauvinistischen, flachen und ausgelutschten Anspielungen zu verantworten hat, mit ebendiesem Spruch kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-2pEwZhU48Rk/T0Pn8xKl3UI/AAAAAAAAE0Y/RKmURJRVKlA/s1600/02_Rennrad_Damen.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 568px; height: 188px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-2pEwZhU48Rk/T0Pn8xKl3UI/AAAAAAAAE0Y/RKmURJRVKlA/s640/02_Rennrad_Damen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Frauenklischee + rosa Rennradschuh = Umsatz?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Gehts noch?!? Haben die Frauen 100 Jahre lang um ihre Rechte gekämpft, um jetzt mit leeren Symbolen und ideenlosen Platittüden angesprochen zu werden? Das weibliche Schuhregal - für wieviel peinliches "Frauenmarketing" muss es eigentlich noch herhalten? Pumps und Rennradschuhe. Flacher gehts nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum muss eigentlich alles, was mit der Zielgruppe Frau zusammenhängt, immer in Rosa lackiert werden?!? Das sind erwachsene Menschen - keine Babies! Oder gibts irgend eine neue Studie die bewiesen hat, dass der Umsatz steigt, wenn man "Women-Products" anstreicht, als kämen sie von Prinzessin Lillifee persönlich?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich surfe ein bisschen bei Bike24 herum und suche speziell nach Damen-Produkten. Rosa-Overkill auch hier. Warum nur?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-tNGvGUVOj24/T0Pn-JSMMuI/AAAAAAAAE0g/INK-CrKH66M/s1600/03_Rennrad_Frauen.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 302px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-tNGvGUVOj24/T0Pn-JSMMuI/AAAAAAAAE0g/INK-CrKH66M/s640/03_Rennrad_Frauen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Nicht alle, aber viele Produkte "für Damen" bedienen eindeutig (überholte) Klischees.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Leiden die Damen etwa anders am Berg?&lt;br /&gt;Müssen die Frauen nicht genauso hart reintreten, wie Männer?&lt;br /&gt;Sprinten die Mädels nicht auch mit ausgefahrenen Ellenbogen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum kommt Ihr den Damen dann mit dieser Rosascheiße?!?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verstehe ich nicht. Muss nicht sein, finde ich. Ich mag Frauen in engen Rennradklamotten. Ich mag es, im Pulk einem schicken Damen-Popo hinterherzufahren. Und ich mag es auch, wenn glattrasierte Waden im Wiegetritt wippen: Und ich hab zu viel Respekt vor Sport und Frau, als dass ich dieses "zielgruppengenaue" Marketing gut finden würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die einzige Rennradsportlerin, der jemals rosa gut gestanden hat, ist Mario Cippollini.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-r0rMyN-QT08/T0Pn_bOZVGI/AAAAAAAAE0o/TP6Ol0Xzq2E/s1600/04_Mario_Cippollini.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://2.bp.blogspot.com/-r0rMyN-QT08/T0Pn_bOZVGI/AAAAAAAAE0o/TP6Ol0Xzq2E/s640/04_Mario_Cippollini.jpg" height="640" border="0" width="452" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Wie findet Ihr "Frauenmarketing" und Produkte, die den weiblichen Euro durch Rosastichigkeit herauslocken sollen?&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-6617251105188114793?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/6617251105188114793/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/02/das-rennrad-die-frauen-und-schlechtes.html#comment-form' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/6617251105188114793'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/6617251105188114793'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/02/das-rennrad-die-frauen-und-schlechtes.html' title='Das Rennrad, die Frauen und schlechtes Marketing.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-xhynorNzkys/T0Pn6aPsW4I/AAAAAAAAE0Q/ReW8vXF0QBA/s72-c/01_Roadbike_Cube_Womens_Cam.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-1244035925957148359</id><published>2012-02-16T07:54:00.013+01:00</published><updated>2012-02-17T23:00:52.253+01:00</updated><title type='text'>Qualitätsmängel am Cervelo S5?</title><content type='html'>"Nein, das kann doch nicht sein, oder?!?", entfährt es mir spontan, als mich ein Leser hier im Blog in einem Comment auf ein Video vom Dezember 2011 aufmerksam macht. Darin beschwert sich ein US-Amerikaner über die Qualität seines neuen Rahmens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-NskCz01NZr8/Tz7GbScQ9CI/AAAAAAAAEzg/zsm1zdjasSM/s1600/01_Complaints.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 568px; height: 321px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-NskCz01NZr8/Tz7GbScQ9CI/AAAAAAAAEzg/zsm1zdjasSM/s640/01_Complaints.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Stein des Anstoßes: Das YouTube-Video vom "Idahopainter"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;In den Händen hält er ein S5 Basis-Frame (2.900 Euro) und erzählt 8 Minuten lang über angebliche Fertigungsmängel. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, zitiert er den Kundenservice von Cervelo, der auf ganzer Linie versagt haben muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Phuh. Starker Tobak.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das finden auch viele andere, denn innerhalb von wenigen Stunden bricht ein Shitstorm los, wie wir ihn nur von KitKat, Schwalbe und den anderen Social-Media &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Best Cases &lt;/span&gt;kennen. Selbst im hauseigenen Forum diskutieren sie heftig über das Skandalvideo. In Kanada müssen sie toben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will dem nachgehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wellen im Carbon?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er moniert "heftige Wellen" an seinem Rahmen. Er zeigt diese Wellen, die man auch tatsächlich erkennt, in Supernahaufnahme und aus spitzem Winkel fotografiert. Es sieht sehr, sehr unschön aus. "Haben wir nicht superglatte Oberflächen, ja - Flugzeugqualität - verdient, bei Preisen wie diesen?!", scheibt einer im Forum. Jo, haben wir, bin auch ich geneigt zuzustimmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich frage bei meinem Cervelo-Händler Robert von Pirate Bikes an, ob er das Video kennt. Er winkt ab. Alter Hut, wie es scheint. "Ja, sicher - man sieht an weißen Rahmen &lt;span style="font-style: italic;"&gt;immer&lt;/span&gt; die fertigungsbedingten Unebenheiten. Und man sieht sie sher viel stärker, als bei dunklen Rahmen oder bei Rahmen, die eine wilde Lackierung haben."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solche Wellen? Bei allen Rahmen?!?, bohre ich bei Cervelöo Deutschland nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Uns gefällt das auch nicht," bestätigt man mir telefonisch: "Aber die Rahmen werden nachwievor handgefertigt. Jeder einzelne wird per Hand verklebt und verschliffen. Bei Colnago siehst du ja auch kleine Fehler in den Schweißnähten - und da ist es Kult."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade die großen, ebenen Flächen am Sitzdom hinten, wo keine starke Rohrwölbung die feinen Unebenheiten kaschiert, fallen dann schon kleinste Abweichungen auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Der weiße Lack spiegelt unheimlich: In der Basisversion sieht man das einfach nochmal viel stärker - der Effekt potenziert sich. Weiße Räder - ein Graus!" Erstaunlich. "Wir arbeiten natürlich daran, dass wir diese Toleranzen minimieren - aber ganz bekommt man sie halt nie weg."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-_eIL4HDwd10/Tz7GfBmr31I/AAAAAAAAEzw/RIHAC0UD3Mg/s1600/03_Waves.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 568px; height: 250px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-_eIL4HDwd10/Tz7GfBmr31I/AAAAAAAAEzw/RIHAC0UD3Mg/s640/03_Waves.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Bei normalem Tageslicht: Alles fein. Bei Blitz und genauem&lt;br /&gt;Hinsehen kann ich auch an meinem Cervélo R3 leichte Wellen erkennen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich fahre nach Hause und prüfe das an meinem Cervelo R3. Und siehe da: Im Tretlagerbereich, dort, wo Sitz- und Unterrohr in das Tretlager münden, kann ich, wenn ich mich ganz nah an den Rahmen begebe und spitz drauf schaue, auch kleine Unebenheiten erkennen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch mehr sehe ich sie an der 3T Funda Pro-Gabel: Auch hier, von ganz spitzem Winkel gesehen, sehe ich Wellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-60Sq5I-7zAA/Tz7GdsSpU0I/AAAAAAAAEzo/_M68WDuelH4/s1600/02_3T_Funda_Pro.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 342px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-60Sq5I-7zAA/Tz7GdsSpU0I/AAAAAAAAEzo/_M68WDuelH4/s640/02_3T_Funda_Pro.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Selber Effekt an meiner Gabel: Bei Tageslicht alles i.O.&lt;br /&gt;Bei extremer Nähe, Blitz und spitzem Winkel: Wellen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Der Witz an der Sache ist: Mache ich das Licht aus und besehe mir alles bei Tageslicht, erkenne ich ... &lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;nichts! &lt;/span&gt;Fotografierte ich mit Blitz, drehe im Photoshop an den Reglern, kommen die Wellen klar heraus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Eine neue Einstellung zur Handfertigung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich suche und finde ein tolles Video auf YouTube über den Carbonrahmenbau (Sorry für den Werbespot am Start, das Video lohnt sich aber):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe allowtransparency="true" id="dit-video-embed" src="http://static.discoverymedia.com/videos/components/hsw/36382-title/snag-it-player.html?auto=no" frameborder="0" height="321" scrolling="no" width="570"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn Carbonfasern, HighTech-Harze, Titanverwebungen, Nanopartikel und was da sonst noch so alles in die Rahmen eingebaut wird, um für maximale Steifigkeit zu sorgen, Materialien aus der Raumfahrt sind: Es sind echte &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Menschen&lt;/span&gt;, die diese Rahmen bauen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sind Menschen, deren Hände vielleicht mal ein bisschen Zittern, die atmen, sich bewegen, die gute und schlechte Tage haben, die lachen und weinen. Handarbeit wird nie "perfekt" sein. Handarbeit wird immer den Charakter dessen tragen, der für sie verantwortlich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und da, wo Carbonrahmen aneinander geklebt werden, überstehende Matten abgeschnitten und ausgehärtetes Harz glatt geschliffen werden muss wird es immer kleine Abweichungen vom Perfekten geben. Wie bei Colnago auch. Wie bei Trek, bei Specialized und all den anderen Marken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zurück zum Video&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also noch mal zurück zu dem Malermeister aus Idaho, dessen S5 Berühmtheit erlangt hat. Er kauft sich also im Internet einen Rahmen und findet, dieser sei schlecht verarbeitet, weil man in Makroafnahme Wellen sieht. So weit, so gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum Cervelo, denen das "Weißproblem" bekannt ist, gerade bei einem Frame wie dem S5 das Teil in dieser denkbar ungünstigsten Farboption anbieten, das ja ein sehr flächiges Sitzrohr hat, das geradezu prädestiniert für Wellen und den potenzierten visuellen Effekt ist, ist mir ein Rätsel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hoffen eh alle, dass die Farbskala Cervélos sich mal ändern wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-7TAipPnJqFw/Tz7GlTUrmUI/AAAAAAAAE0I/rZ4vEWKnDOA/s1600/05_Cervelo_S5_Team.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 262px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-7TAipPnJqFw/Tz7GlTUrmUI/AAAAAAAAE0I/rZ4vEWKnDOA/s640/05_Cervelo_S5_Team.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Ein perfekt gearbeitetes Cervélo S5 Team: Erkennt Ihr Wellen? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Taken from BikeRadar.com&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich beschließe, sobald er wieder eines auf Lager hat, mir bei Robert im Laden ein weißes S5 zu beschauen. Bei meiner Internetrecherche kann ich keine so schlimmen Wellen bei den Nahaufnahmen anderer S5´s erkennen, wie bei dem Typen im Video.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War es also ein Einzelfall? Keine Ahnung: Fakt ist, dass dieser Rahmen, da gebe ich ihm Recht, schon allein wegen der unsauberen Anschlüsse der Streifenlackierung/Aufkleber nicht die Qualitätskontrolle bei Cervélo hätte passieren dürfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-mk4kGRpFU9A/Tz7GgWmTyoI/AAAAAAAAEz4/bDwSIObvxfU/s1600/04_Decals.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://1.bp.blogspot.com/-mk4kGRpFU9A/Tz7GgWmTyoI/AAAAAAAAEz4/bDwSIObvxfU/s640/04_Decals.jpg" border="0" height="640" width="546" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Okay. Sowas geht gar nicht! Da haben Qualitätsmanager und&lt;br /&gt;"Fachhändler" mal tüchtig versagt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Auch hätte der Händler diesen Rahmen so nie in den Verkauf gehen lassen dürfen: Rennradfahrer sind detailbesessen und bei diesen Preisen muss einfach jedes Detail stimmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Was am Ende übrig bleibt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es steht also die Erkenntnis, dass auch ein sauteures Carbonframe des schnellsten Rennrades der Welt kleine, individuelle Bearbeitungsspuren aufweisen kann. Dass Handfertigung niemals zu mathematisch perfekten Ergebnissen führen kann, dass Cervélo (in Amerika) vielleicht noch an seinem Qualitätsmanagement arbeiten kann und dass, wer schon eine Menge Geld für ein Rennrad in die Hand nimmt, das Objekt seiner Begierde unbedingt vor dem Kauf bei einem Fahrradhändler seines Vertrauens in gründlichen Augenschein nehmen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-AwB26JCSfck/Tz7GjOCTlPI/AAAAAAAAE0A/OrRIbmimD-o/s1600/05_Catlike_Whisper.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 178px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-AwB26JCSfck/Tz7GjOCTlPI/AAAAAAAAE0A/OrRIbmimD-o/s640/05_Catlike_Whisper.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Danke, YouTube! Ich sehe nur noch Wellen!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;"Ach, guck an!", denke ich und beschaue mir meinen 190 € teuren Catlike Whisper Plus-Helm. Da sehe ich auch Wellen. Überall sehe ich nun Wellen.Man muss wohl nur genau genug hinsehen: Imperfektion allenthalben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie war das doch gleich mit der Traumfrau nach dem DeMake-Up?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wir bauen Maschinen für maximalen Speed&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Witz an der Sache ist, dass in dieser (meiner Meinung nach übertriebenen Diskussion) eines doch irgendwie ein bisschen untergeht: Das S5 ist für Speed gebaut. Für nichts mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wir könnten den Rahmen mit kosmetischen Carbon-Layern oder Füllspachtel optisch perfekt hinbekommen, keine Frage.", sagt Detlef von Cervelo am Telefon. "Aber das macht den Rahmen unnötig schwer. Das ist nicht Cervelo. Wir bauen steife, leichte, schnelle Räder."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-iOeiN2zZ1AU/Tz7NpxRV9-I/AAAAAAAAG4o/PMqR-MImTPM/s1600/Cervelo_S5_glossy.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 359px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-iOeiN2zZ1AU/Tz7NpxRV9-I/AAAAAAAAG4o/PMqR-MImTPM/s400/Cervelo_S5_glossy.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5710227495036778466" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Perfekt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Na siehste, denke ich mir, ich finde die schwarze Team-Version eh schicker. Und wenn dann bald mal die Lottofee auch mir einen Gefallen tun kann, vielleicht sogar das VWD. Oder dieses wunderhübsche, matt lackierte Cervélo S5.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Könnt Ihr bei Euren Rädern auch Spuren der Handarbeit erkennen? Wie steht Ihr zu diesem Thema?&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-1244035925957148359?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/1244035925957148359/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/02/qualitatsmangel-am-cervelo-s5.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/1244035925957148359'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/1244035925957148359'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/02/qualitatsmangel-am-cervelo-s5.html' title='Qualitätsmängel am Cervelo S5?'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-NskCz01NZr8/Tz7GbScQ9CI/AAAAAAAAEzg/zsm1zdjasSM/s72-c/01_Complaints.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-2137073602233311802</id><published>2012-02-04T09:47:00.014+01:00</published><updated>2012-02-05T17:54:10.004+01:00</updated><title type='text'>3Quarterthon. Ich erhöhe auf 30. Fast.</title><content type='html'>Tief "Cooper" hat Europa fest im Griff und so ächzt auch Hamburg unter nächtlichen Tiefsttemperaturen von bis zu minus 17 Grad - tagsüber wird es trotz strahleblauem Himmel und einer fantastischen Strahlesonne nicht wärmer als minus 4, 5 Grad.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-k6q-N7hfP24/Ty6sM9jO8mI/AAAAAAAAEyg/HZFFgCXcSGM/s1600/01_Eis_Hamburg.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 285px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-k6q-N7hfP24/Ty6sM9jO8mI/AAAAAAAAEyg/HZFFgCXcSGM/s640/01_Eis_Hamburg.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Zeit für Helden. Oder für Verrückte - je nachdem, wie man es sehen mag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich meinen ursprünglichen &lt;a href="http://cervelover.blogspot.com/2011/11/barcelona-marathon-so-wirds-was.html"&gt;Trainingsplan für den Barcelona Marathon&lt;/a&gt; nicht wirklich so umsetzen kann, wie ich wollte (ich laufe nur noch am Wochenende und auch nicht mehr zwischendurch die Kurzstrecken), bin ich auf diesen einen einzigen Lauf pro Woche angewiesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und heute wieder raus???&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Das Training bisher&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;In den letzten 10 Wochen habe ich in schöner Regelmäßigkeit 10 Halbmarathons absolviert. Mehr oder weniger. Mal waren es nur 19 Kilometer, mal über 22 Kilometer - aber immer so um den Dreh herum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Komm ich heim nach den Läufen, kann ich meist nur einen Satz sagen: "Ich weiß nicht, wie ich 42 Kilometer schafen soll!" ... und plumpse in die heiße Wanne, um geschundene Waden und Knie einzuweichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders spaßig wird es jetzt, da Winter ist. Die tiefen Temperaturen sind ein zusätzlich erschwerender Faktor und wirken bisweilen auch demotivierend. Und doch: Der letzte Halbmarathon war mein schnellster. Bei minus 3 Grad.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-1a1g99VVCP4/Ty6sPJaLZzI/AAAAAAAAEyw/Ywc0iAIekgk/s1600/03_Training_Marathon.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 379px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-1a1g99VVCP4/Ty6sPJaLZzI/AAAAAAAAEyw/Ywc0iAIekgk/s640/03_Training_Marathon.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Vergleiche ich die 10 Läufe stelle ich fest, dass ich in und um die 6er Pace laufe, mal mehr, mal weniger. Das finde ich okay: Ich bin kein Läufer und will auch keiner werden, mit einer 6er Pace im Ziel anzukommen beim großen Lauf, wäre Klasse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel interessanter finde ich, dass ich es über die 10 Läufe gelernt habe, mich besser einzuteilen: Flachen bei den ersten Läufen die Pace-Kurven noch stark zum Ende hin ab, kann ich jetzt relativ ausgeglichen das Tempo halten. Früher war ich anfangs zu schnell unterwegs, musste zum Schluss hin viel rausnehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-a-vq3k8mYNw/Ty6sP8HB6oI/AAAAAAAAEy0/sUOO7y4rXgg/s1600/04_Pace_Halbmarathon.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 573px; height: 262px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-a-vq3k8mYNw/Ty6sP8HB6oI/AAAAAAAAEy0/sUOO7y4rXgg/s640/04_Pace_Halbmarathon.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Heute laufe ich viel konstanter. Anfangs bewusst langsamer, wenn ich noch frisch bin und konserviere mir Kräfte für den Schluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende heißt das mittlerweile, dass ich weniger abgekämpft und fertig nach Hause komme. Mich besser fühle, frischer. Auch sind die Rekonvaleszenzperioden kürzer. Brauchte ich bei den ersten Läufen noch 2, 3 Tage, um wieder normal gehen zu können, erhole ich mich jetzt fast komplett über Nacht und bin am nächsten Morgen beschwerdefrei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Trainingsmethodik, nur einen Lauf pro Woche zu haben, funktioniert also.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der Sprung von 20 auf 30 km&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Heute steht er also an, der Sprung von Halb- auf Dreiviertelmarathon. "Verrückt" nennen mich einige, die von diesem Plan wissen. Auch ohne Kälte ein riskantes Vorhaben: Trainingsumfänge sollten im Allgemeinen um nicht mehr als 10% auf einmal gesteigert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich packe heute 30% drauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich mich fertig mache, scheint die Sonne wie wild und klirrekalte Eiskristalle verschönern die Fenster. Der Schnee auf meinem Balkon knirscht unter den Sohlen meiner Turnschuhe, als ich meine Klamotten teste: Nicht weniger als 7 Schichten oben und 2 Schichten unten sollen die Kälte fernhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-ipVGE2RI5LQ/Ty6sN64n7HI/AAAAAAAAEyo/8RKmkJ5h8Ss/s1600/02_Klamotten_Laufen_Winter.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 543px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-ipVGE2RI5LQ/Ty6sN64n7HI/AAAAAAAAEyo/8RKmkJ5h8Ss/s640/02_Klamotten_Laufen_Winter.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;"Brrrrrr..." ist das kalt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aussetzen kann ich nicht. Würde ich heute nicht laufen, verlör ich wertvolle Trainingszeit: Immerhin steht in 6 Wochenenden schon Barcelona an! Nur noch 6 mal probieren, bis es ernst wird!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich  trage eine dicke Schicht Melkfett auf mein Gesicht auf - das Fett soll die Kälte fern halten. Ebenso halte ich es mit meinen Beinen (Knie vor allem). In meinen Taschen warten 2 EnergyGels auf ihren Einsatz, das Garmin Edge wird hoffentlich nicht einfrieren, was ebenso für meine Trinkflasche gilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-YyQAknrJShQ/Ty6sR-DTTZI/AAAAAAAAEzI/vUi9WWAKoSs/s1600/06_Winter_Marathon.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 568px; height: 354px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-YyQAknrJShQ/Ty6sR-DTTZI/AAAAAAAAEzI/vUi9WWAKoSs/s640/06_Winter_Marathon.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Erst in den letzten Läufen habe ich gelernt, mich durch die Mitnahme von Musik und vor allem einer prall mit EnergyDrink gefüllten Flasche zu motivieren: Die MP3-Jogger waren mir immer zuwider. Als ich dann aber meinen ersten Lauf bei einem angenehmen House-Set von Nick Warren ausprobiert hatte, merkte ich schnell, wie sehr mir die Musik hilft, abzuschalten, die (negativen) Gedanken durch positives Denken und Schwelgen in Rhythmus zu verdrängen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass ich nun auch unterwegs trinke, dankt mir mein Körper sofort - die Zeiten der beiden letzten Halbmarathons (die ich mit Trinkflasche gelaufen bin) sprechen für sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so bin ich guter Dinge, als ich mich anziehe - die Sonne tut ihr übriges.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-rxwlA-RI4SA/Ty6sQigA9-I/AAAAAAAAEy8/aHsaXZO4KO4/s1600/05_Lars_Reisberg.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 429px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-rxwlA-RI4SA/Ty6sQigA9-I/AAAAAAAAEy8/aHsaXZO4KO4/s640/05_Lars_Reisberg.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich trete raus.&lt;br /&gt;Alles in mir schreit "Umkehren!".&lt;br /&gt;Und laufe los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der 3Quartherthon&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute sollen es also 30 Kilometer werden. Na hossa, denke ich, als mir vor der Haustür sogleich beißend kalte Klirrekälte zwischen die atmungsaktiven Maschen der beiden Laufhosen fährt. Schnell bewegen! Reibungshitze produzieren! Und vor allem: Raus aus dem Schatten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich laufe bewusst sehr viel langsamer, als beim Halbmarathon. Mein Garmin Edge zeigt 7,6 bis 7 km/h an - sonst sinds 9 bis 10 km/h.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach wenigen Metern bin ich warm gelaufen. Das erste Teilstück von Eimsbüttel zur Alster laufe ich locker. Ich fühle mich prächtig! Die Außenalster ist - Überraschung! - voller Läufer, was mich freut, denn allein macht das hier nun wirklich nicht Spaß. Witzig, wie wir dürre eingekleideten Hobbyläufer uns um die dick eingepackten Spaziergänger schlängeln - dabei staunende Blicke und manch Kopfschütteln ernten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste und die zweite Alsterrunde laufe ich ohne Probleme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hart wirds auf der dritten Runde ab Fernsicht - jetzt heißt es beißen! Und ich beiße mich durch, rettende Gedanken an die heiße Wanne, die daheim auf mich wartet, hämmere ich mir gegen die Waden- und Knieschmerzen immer wieder ins Bewusstsein. Dann endlich! Die dritte Runde ist vollbracht - da hinten, zum Fernsehturm. Dann nur noch bis Schlump und dann, dann sehe ich das Atelco-Hochhaus. Und bin schon wieder daheim.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3:11 Stunden brauche ich für nicht ganz 30 Kilometer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:52er Pace.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin zufrieden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Oe8qyyzjq4Q/Ty6sTNuGIiI/AAAAAAAAEzQ/aqY8NNDY-JI/s1600/07_3Quarterthon.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 573px; height: 381px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-Oe8qyyzjq4Q/Ty6sTNuGIiI/AAAAAAAAEzQ/aqY8NNDY-JI/s640/07_3Quarterthon.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Vergleiche ich die Zwischenzeiten dieses ersten 3Quarterthon mit meinem letzten Halbmarathon vor einer Woche, so sehe ich, wie sehr konservierend ich gelaufen bin: Schon auf dem Run an die Alster bin ich 3 Minuten langsamer, als beim Halben. Die Alsterrunden - sonst niedrige 40er-Zeiten, bin ich heute 6 bis 7 Minuten langsamer gelaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber hey: Ankommen war das Ziel. Und obwohl es mich schon etwas wurmt, dass ich "nur" 28,4 km anstelle der magischen 30 auf dem Display des Edge zu stehen habe, ziehe ich eine positive Bilanz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Grundlage mit den Halbmarathons ist bestens. Kein Krampf trotz niedrigster Temperaturen, kein Seitenstechen oder sonstige Probleme. Und schon wenige Stunden nach dem Lauf sind Waden und Knie bis auf das wohlige Pumpen des warmen Blutes in den Adern beschwerefrei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Barcelona, ich komme. 13,8 km muss ich noch draufpacken, dann knacke ich dich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich nach dem Lauf in den Spiegel blicke, verstehe ich dann auch endlich, warum mich die ganzen Laute an der Alster so angeglotzt hatten ... es war nicht mein heldenhafter Einsatz, meine athletische Figur oder die modische Brille. Nein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-Q9lhBhxodGE/Ty6sUmScfUI/AAAAAAAAEzY/4C0qZdv3uso/s1600/08_Lars_Reisberg_Marathon.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 369px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-Q9lhBhxodGE/Ty6sUmScfUI/AAAAAAAAEzY/4C0qZdv3uso/s640/08_Lars_Reisberg_Marathon.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Der Rotz hängt mir gefroren im Bart, die Schweiß vom Kopf hat außen an der Mütze einen ansehnlichen Eispanzer gebildet. Ich sehe aus wie Arved Fuchs nach einer Arktis-Expedition.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Held oder Verrückt? Ich glaube, das eine geht ohne das andere sowieso nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Hier gehts zum &lt;a href="http://connect.garmin.com/activity/147336490"&gt;Garmin-Track&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-2137073602233311802?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/2137073602233311802/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/02/3quarterthlon-ich-erhohe-auf-30-fast.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/2137073602233311802'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/2137073602233311802'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/02/3quarterthlon-ich-erhohe-auf-30-fast.html' title='3Quarterthon. Ich erhöhe auf 30. Fast.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-k6q-N7hfP24/Ty6sM9jO8mI/AAAAAAAAEyg/HZFFgCXcSGM/s72-c/01_Eis_Hamburg.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-3402161169712884533</id><published>2012-01-29T18:35:00.009+01:00</published><updated>2012-01-29T19:31:50.681+01:00</updated><title type='text'>Even more Aero. Profile Design T3+ montiert &amp; ausprobiert.</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Die neue Saison steht vor der Tür. Ich halte mich von der Rolle fern und beschränke mich in diesem Winter aufs Laufen - aber ab diesem Wochenende geht es los, das Aufrüsten für die kommenden Kilometer auf dem Cervélo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie freue ich mich, als der DHL-Mann das Paket von Bike 24 bringt.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-hd00YzPHTfQ/TyWD1EELMpI/AAAAAAAAExo/dUxwlxyWRR4/s1600/01_Aerobar_T3+.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 339px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-hd00YzPHTfQ/TyWD1EELMpI/AAAAAAAAExo/dUxwlxyWRR4/s640/01_Aerobar_T3+.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Der Inhalt? Mein verfrühtes Geburtstagsgeschenk. Danke, liebe Eltern :-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war beim &lt;a href="http://www.sunclass-radsport.de/index.php/2011/09/17/das-einzelzeitfahren-beim-rothaus-riderman-gegen-weltmeister-und-eiserne-manner/"&gt;Rothaus Rider Man&lt;/a&gt;, als wir im Team die Zeitfahrstrecke in Bad Dürrheims Umgebung gecheckt haben, und ich erstmals die immensen Vorteile einer aerodynamischen Sitzposition im direkten Vergleich - quasi am eigenen Leibe - erfahren konnte: Ich fuhr am Anschlag, 40, 42 km/h vor der Gruppe weg. Untenlenkerposition.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Teamkollege Heiko konnte ohne Probleme, so leicht und anmutig kurbelnd, an mir vorbeiziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heiko fährt Triathlon-Aufsätze an seinem Rennrad.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-1rqKzpXTIwE/TyWD2PNOYQI/AAAAAAAAExw/I88TRdkuje0/s1600/02_Profile_Design_Aerobar_T3+.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 378px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-1rqKzpXTIwE/TyWD2PNOYQI/AAAAAAAAExw/I88TRdkuje0/s640/02_Profile_Design_Aerobar_T3+.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Sofort packe ich die beiden Hörnchen aus. Montiere sie und beschaue mir mein Werk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war auch in Bad Dürrheim beim Rider Man, da ich die Firma Profile Design kennen gelernt habe: Die Kalifornier traten als Hauptsponsor des Einzelzeitfahrens auf. Dem weiblichen und männlichen Gewinner winkten je ein hochwertiger Carbon-Laufradsatz. Die beste Empfehlung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicher, die High-End Carbon-Aerobars des Unternehmens waren jenseits dessen, was man seinen Lieben zumuten kann, wenn sie fragen, was man zum Geburtstag möchte - und ganz so umfangreich aufrüsten wollte ich ja nun auch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wählte die neueste Alu-Variante, das Modell T3+ - keine 500 Gramm schwer, machen die Teile einen stabilen Eindruck, als mein Drehmomentschlüssel die einfache Montage nach wenigen Minuten beendet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausprobieren!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-y2nXEzbajIY/TyWD4hWr8yI/AAAAAAAAEx8/MobQtabSiwE/s1600/04_Cervelo_Aero_Potition.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 342px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-y2nXEzbajIY/TyWD4hWr8yI/AAAAAAAAEx8/MobQtabSiwE/s640/04_Cervelo_Aero_Potition.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Ich installiere die freie Rolle, ziehe mir kurz das Cervélo-Dress über und beginne, mich warmzufahren. Anfangs sehr unsicher, gewöhne ich mich schnell an die neue Haltung: Extrem tief hänge ich über dem Lenker gebeugt - später sehe ich, wie extrem sich meine Haltung durch die Aerobars verändert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bin ich in normaler Fahrposition bei rund 45 Grad noch relativ aufrecht im Wind, sorgt die Untenlenkerhaltung dafür, dass ich mich 5 bis 10 Grad weniger unter dem Wind wegducke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch den Tria-Aufsatz hänge ich jetzt waagerecht über meinem Rennrad.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-0VBhOVq_qSw/TyWD5sRRkUI/AAAAAAAAEyI/tVLb4IzcYu8/s1600/05_Cervelo_R3_Tria.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 486px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-0VBhOVq_qSw/TyWD5sRRkUI/AAAAAAAAEyI/tVLb4IzcYu8/s640/05_Cervelo_R3_Tria.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Warum das Ganze?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, zum einen steht zum Saisonabschluss 2012, keine 10 Monate mehr, ja wieder das Zeitfahren Hamburg-Berlin an. Nachdem ich die 280 Kilometer lange Strecke erst im dritten Anlauf geschafft hatte, bin ich der festen Überzeugung, dass mir die Aerobars gerade auf den endlos langen Passagen durchs Brandenburger Death Valley ein ermüdungsfreies, langes Fahren ermöglichen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin gespannt, wie sich meine Trainingszeiten rund ums flache Hamburg verändern werden, wie viel diese aerodynamische Sitzposition wirklich bringt und vor allem, wie lange ich sie durchhalten kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Detail, bei allem Überschwang, macht mir allerdings Sorgen: Das Garmin Edge passt zwar wunderbar zwischen die beiden Aero-Hörnchen, das Einsetzen aber funktioniert nicht mehr. Da muss ich mir was einfallen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-oc4IXmXJ9_I/TyWD6hsMWNI/AAAAAAAAEyQ/4dgNb9aETOc/s1600/06_Germin_Edge_800.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 408px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-oc4IXmXJ9_I/TyWD6hsMWNI/AAAAAAAAEyQ/4dgNb9aETOc/s640/06_Germin_Edge_800.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Gespannt bin ich darauf wie es sein wird, beim Highspeedfahren nicht sofort an die Bremsen langen zu können, nicht sofort schalten zu können und noch sehr viel konzentrierter unterwegs sein zu müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ersten Kilometer im Frühling werden aufregend. Ich wieder raus kann, ich reintreten kann und dann auch endlich ausprobiere, wie es ist, mit diesen ungewohnten Hörnchen zu fahren.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-mUXJ5_5Db2Y/TyWD7jy401I/AAAAAAAAEyY/xTPfKi6gf6s/s1600/07_Cervelo_Rennrad.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 568px; height: 578px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-mUXJ5_5Db2Y/TyWD7jy401I/AAAAAAAAEyY/xTPfKi6gf6s/s640/07_Cervelo_Rennrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Sicher, mein Cervélo R3 sieht nun ganz anders aus.&lt;br /&gt;Hat sein Gesicht verändert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Time Trial.&lt;br /&gt;Zeitfahrrad.&lt;br /&gt;Triathlon-Rad.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Anblick, an den ich mich noch gewöhnen muss. Es aber sicher werde - denn nachdem Cervélo mit dem P5 letzte Woche die absolute Waffe für diese Disziplin auf den Markt gebracht hat, kann ich nicht leugnen, eine gewisse Faszination für diese wohl extremste Spielart des Rennrades zu empfinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein bisschen davon werde ich ab jetzt nachspielen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-3402161169712884533?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/3402161169712884533/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/01/even-more-aero-profile-design-t3.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/3402161169712884533'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/3402161169712884533'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/01/even-more-aero-profile-design-t3.html' title='Even more Aero. Profile Design T3+ montiert &amp; ausprobiert.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-hd00YzPHTfQ/TyWD1EELMpI/AAAAAAAAExo/dUxwlxyWRR4/s72-c/01_Aerobar_T3+.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-5850211463787340113</id><published>2012-01-26T21:07:00.009+01:00</published><updated>2012-01-26T21:46:52.165+01:00</updated><title type='text'>Das Aero-Bike im TOUR-Test: Die Skala macht den Sieger.</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;Nun geht es ja Schlag auf Schlag: Konnte ich vor 3 Wochen noch den großen Test der "besten Rennräder 2012" in der &lt;a href="http://cervelover.blogspot.com/2012/01/cervelo-r5-vwd-im-test-der-roadbike.html"&gt;Roadbike kritisch beleuchten&lt;/a&gt;, flattert am Wochenende die neueste Ausgabe der Tour in meinen Briefkasten.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-8BrYd2NXed0/TyGuen1O1sI/AAAAAAAAEwk/CKY4-P5A9F0/s1600/01_Tour_Test_Aero_Rennrad.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://1.bp.blogspot.com/-8BrYd2NXed0/TyGuen1O1sI/AAAAAAAAEwk/CKY4-P5A9F0/s640/01_Tour_Test_Aero_Rennrad.jpg" style="height: 386px; width: 570px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Lang ersehnt, denn in dieser Edition lassen sie das McLaren S-Works Venge gegen Scott Foil, Litespeed Archon C1R, Centurion Megadrive und Felt A1 antreten. Und das Cervélo S5 mischt natürlich auch mit. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Spannend!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um das Tour-Ergebnis vorweg zu nehmen: Das Foil hätte nach Tour-Meinung gewonnen, wenn der Rahmen etwas stabiler gewesen wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Aerotest allein gewinnen das Cervélo S5 und das McLaren S-Works Venge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soweit, so gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den Laborergebnissen und denen des Windtunnelstests kann ich nichts sagen: Das wird dann wohl alles so stimmen. Interessant ist hier allerdings schon mal, dass beim Aero-Test das Scott Foil nur auf dem vierten Rang landet. Und trotzdem gewinnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das wäre wie bei einer Mathematik-Klausur keine einzige Lösung richtig zu haben, aber trotzdem eine Eins zu bekommen, weil man ein so schönes Schriftbild hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-i8A0hKoo0Zg/TyGufpDFX9I/AAAAAAAAEws/B5-Du8TrSgE/s1600/02_Aero_Test_Venge_S5.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://3.bp.blogspot.com/-i8A0hKoo0Zg/TyGufpDFX9I/AAAAAAAAEws/B5-Du8TrSgE/s640/02_Aero_Test_Venge_S5.jpg" style="height: 388px; width: 571px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Als ich mir dann die Skala genauer ansehe, um zu gucken, zu welchen Anteilen die Einzelnoten in die Gesamtbenotung einfließen, kommt dann doch der kleine Statistiker in mir hoch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tour vergibt für die einzelnen Tests Noten, die dann zu einem bestimmten Prozentsatz in die Gesamtnote laufen. Das wären zum dann 20 % für das Rahmengewicht, je 12 % Seitensteifigkeit und Fahrtstabilität, Kraftübertragung und Komfort zu je 8 % und dann bekommen Lack und Finish jeweils 4 %, Bedienungsanleitung und Garantie je 2 %.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und irgendwie kommt mir diese prozentuale Verteilung reichlich spanisch vor - warum? Nun, weil sie, meiner Meinung nach, nicht aus dem Blickwinkel des Kunden geschrieben ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Was interessiert den Radkäufer?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Erinnere ich mich daran, wie ich damals in den Laden gegangen und mir mein Cervélo R3 ausgesucht habe - und versuche, das mal empirisch nachzuempfinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Kunde, der sich ein &lt;i&gt;Aero-Bike &lt;/i&gt;kaufen will, interessiert vor allem ... Aero. Finde ich irgendwie logisch. Sollte diesem Kriterium dann nicht auch der größte Platz eingeräumt werden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass Aero-Bikes etwas schwerer und etwas weniger steif sind als Rundprofil- oder klassische Rennräder, wird dem geneigten Interessenten klar sein (auf diese Fakten wird man ja allenthalten hingewiesen) und deshalb sollten die klassischen Werte nicht höher bewertet werden, als der Aero-Faktor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-l968XxEWBbY/TyGuhW2iL-I/AAAAAAAAEw0/3YPez8_t-c0/s1600/03_Tour_Test.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://1.bp.blogspot.com/-l968XxEWBbY/TyGuhW2iL-I/AAAAAAAAEw0/3YPez8_t-c0/s640/03_Tour_Test.jpg" style="height: 329px; width: 573px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich beschließe, mir meine eigene Test-Torte zu backen, diese mit den Tour-Ergebnissen zu befüllen und zu sehen, was dann heraus kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Komische Werte&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aero-Performance wird bei der Tour mit 20 % in die Gesamtnote eingerechnet. Tour sagt, das sei ein "realistischer Wert". Auf ganze 80 % der Gesamtnote summieren sich die technischen Eigenschaften wie Fahrstabilität, Komfort usw.. das Verhältnis von Technik zu Aero ist bei der Tour also 1:4 - und das ist realistisch?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In meiner Torte, und immerhin wollen wir &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Aero-Rennräder&lt;/span&gt; testen, soll Aero nun dem ihm gebührenden Platz bekommen. Ich werde das Verhältnis auf ein, wie ich finde, &lt;span style="font-style: italic;"&gt;angemessenes &lt;/span&gt;Verhältnis von 1:1 bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hey - die Kunden investieren Kleinwagenbudgets in diese Rennmaschinen und Ihr sagt ihnen, dass der &lt;i&gt;Top-Kaufgrund &lt;/i&gt;nur zu 20 % wichtig sei? Oder anders herum: Dass die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;klassischen&lt;/span&gt; Werte des Rennrades 4 mal wichtiger seien, als die aerodynamischen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Technisch gesehen mag das ja stimmen (oder auch nicht), aber aus Käufersicht sehe ich das anders.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-bjBMkT9n2rQ/TyGuj68MOjI/AAAAAAAAExE/G7SoBJYKyDA/s1600/05_Testmethodik_Tour.jpg" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img src="http://1.bp.blogspot.com/-bjBMkT9n2rQ/TyGuj68MOjI/AAAAAAAAExE/G7SoBJYKyDA/s640/05_Testmethodik_Tour.jpg" style="height: 399px; width: 569px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer Punkt: Moment mal, denke ich, und schaue genauer hin - "Lack" und "Finish" insgesamt 8 %? Kann man bei Rennrädern in dieser Preisklasse nicht davon ausgehen, dass hier Lack und Finish 100%ig sauber sind?&lt;br /&gt;Wenn ein 15.000 € teures Bike hier Fehler aufweist, ist das keine 4% wert - das ist ein Ausschlusskriterium! Kein Radkäufer wird sagen "Oh, ja, Mist, der Lack ist echt Scheiße, so mit Blasen und Nasen, aber hey, egal ... Hauptsache steif und schnell.".&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Nope. Der 15.000-€-Kunde würde sagen: "Was? Bläschen im Lack? Nasen? Tschüs!"&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Traue keiner Statistik, bei der du nicht selbst ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schauen wir mal weiter. Einen Punkt, den man aufgrund seiner kleinen 2 leicht übersieht, wäre die Garantie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicher, auch eine Garantie hat nichts mit der Performance eines Rades zu tun, schon gar nicht mit der Aero-Performance, aber sie in meinen Augen ist eines der wichtigsten Argumente für oder gegen den Kauf eines bestimmten Produktes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ein Hersteller weniger als 3 Jahre auf ein Rahmenset gibt, dessen Preis sich nahe an der 9.000 €-Marke bewegt, dann finde ich das gelinde gesagt skandalös! Zurecht bekommt das Specialized hier eine glatte 5. Aber die geht eben nur zu 2% in die Gesamtnote ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Habt Ihr mal die Stürze bei einem Jedermann-Rennen gezählt? Ich habe 2011 nicht ein einziges beendet, ohne dabei an Verunfallten vorbeigekommen zu sein. Stürze gehören nunmal leider zum Radrennsport dazu. Und dann kein Crash-Replacement? Das wird teuer. Ein solches Rad kann dann aerodynamisch sein, wie es will, es kann mit Steifigkeiten glänzen, wie es möchte: Ich würde es mir nie kaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn mir ein Hersteller in dieser Leistungs- und vor allem Preisklasse nicht mindestens eine Limited Lifetime Warranty und einen vernünftigen Crash-Rabatt bietet, spricht das meines Erachtens sehr viel stärker gegen einen Kauf, als eine 2,2 gegenüber einer 2,4 beim Rahmenkomfort im Tour-Test.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind keine Profifahrer, die nach einem Sturz einfach ein neues Rad bekommen. Einem Alberto Contador dürfte die Garantieleistung von Specialized vielleicht auch nur 2 % wert sein. Uns Normalofahrern, uns &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Kunden&lt;/span&gt;, aber nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich möchte die Sicherheit haben, dass wenn etwas passiert, ich vom Hersteller nicht im Stich gelassen werde. And guess what? Die Einzigen, die&lt;span style="font-style: italic;"&gt; &lt;/span&gt;die Bestnote 1 für Garantieleistungen bekommen, sind die Kanadier von Cervélo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Komisch, dass so ein - für den Radkäufer essenzieller Wert - ganz klein und ganz hinten in der Tabelle auftaucht und nicht mit einem Wort in den Tour-Tests erwähnt wird ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Meine eigene Torte&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mache mich daran und ordne die Tour-Werte mal ganz neu. Ich bin kein Profi-Tester und auch kein Statistiker, aber ich denke, ich habe ein wenig Erfahrung auf dem Gebiet des Marketings und der Bewertung von Kaufanreizen und Kunden-Bedürfnissen (gerade durch meinen Job in der Werbung) - und wenn man davon ausgeht, dass die Tour mit diesem Test den aerointeressierten Kunden &lt;i&gt;Kauftipps&lt;/i&gt; geben möchte, finde ich, müsste die prozentuale Verteilung der Testnoten meiner Meinung  nach so aussehen - so jedenfalls, würde ich entscheiden, wenn ein Radkauf anstünde:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-s_vLcYYrI3s/TyGuko9094I/AAAAAAAAExM/oM4BSX2hZQc/s1600/06_Testverteilung_Aero.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://3.bp.blogspot.com/-s_vLcYYrI3s/TyGuko9094I/AAAAAAAAExM/oM4BSX2hZQc/s640/06_Testverteilung_Aero.jpg" style="height: 400px; width: 571px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Aero ist das wichtigste Argument. Ebenso wichtig - aber keinessfalls 4 mal so hoch bewertet - sind die klassischen Werte. Die Kaufentscheidung wird dann abgesichert durch eine gute Garantie, die zu einem sehr viel höheren Prozentsatz einfließt - in  meinem Rennradladen, wäre das die Beratung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Last but not ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aha. Oho. Sie an. Das Testergebnis sieht dann schon &lt;span style="font-style: italic;"&gt;leicht &lt;/span&gt;verändert aus ... interessant ist auch, welche Räder im Tour-Aerotest super abgeschnitten haben und welche nicht - und wie diese durch die Testgewichtung im Gesamttest &lt;i&gt;gewonnen oder verloren haben. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich anders herum genauso: Welche Räder beim Zugrundelegen &lt;i&gt;meiner Bewertungskriterien gewonnen und verloren haben. &lt;/i&gt;Für mich spiegelt dieses Ergebnis besser die Priorisierung und Bewertung der Testergebnisse wider, denn sie ist &lt;i&gt;aus der Sicht des kaufinteressierten Kunden &lt;/i&gt;geschaffen, der eine Kaufberatung braucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-0MTMkrDjmLg/TyG252St0SI/AAAAAAAAExc/AgPMEM7Ktl8/s1600/07_Schlussurteil.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 573px; height: 254px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-0MTMkrDjmLg/TyG252St0SI/AAAAAAAAExc/AgPMEM7Ktl8/s640/07_Schlussurteil.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-5bH1SJpXBmY/TyGul8XWk0I/AAAAAAAAExU/ISJ4ZCyeKAo/s1600/07_Schlussurteil.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Wie auch immer, am Ende bleibt die verwirrende Einsicht, dass ein noch so toller Windkanaltest, auch wenn man mit allen Nachkommastellen rechnet, noch lange nicht bedeutet, dass die Ergebnisse interpretationsfrei dastehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was man nun von meiner Bewertung oder der Tour-Torte hält - die Ergebnisse dokumentieren, dass schon eine kleine Veränderung des Blickwinkels ein solches Testergebnis komplett umstellen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und da ist noch Luft nach oben - so etwas wie "Preis-Leistung" könnte man ja auch mit einfließen lassen. Nur dann sähe die Rangliste wieder komplett anders aus. Wetten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;*seufz - Glück gehabt ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende jedenfalls bin ich froh, dass das Cervélo meinen eigenen Test mit den Tour-Werten gewonnen hat. Wie peinlich wäre das denn gewesen wenn ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Undenkbar. Mmh. Aber ... denke ich mir so ... Dann hätte ich ja noch ... einen Wert wie "cooles Marken-Image" einarbeiten können. Dann hätte es schon wieder gepasst.  :o)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Lasst Ihr Euch von Tests in Radsportmagazinen beeinflussen? Wie genau schaut Ihr Euch Tests an. Kommentiert und diskutiert mit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-5850211463787340113?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/5850211463787340113/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/01/das-aero-bike-im-tour-test-die-skala.html#comment-form' title='8 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/5850211463787340113'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/5850211463787340113'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/01/das-aero-bike-im-tour-test-die-skala.html' title='Das Aero-Bike im TOUR-Test: Die Skala macht den Sieger.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-8BrYd2NXed0/TyGuen1O1sI/AAAAAAAAEwk/CKY4-P5A9F0/s72-c/01_Tour_Test_Aero_Rennrad.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>8</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-6937163799531795007</id><published>2012-01-20T07:38:00.015+01:00</published><updated>2012-01-22T10:55:39.802+01:00</updated><title type='text'>Do Carbon-Frames dream of Electric Shifting?</title><content type='html'>Die Shimano Dura Ace Di2 war bisher die Creme. Die Krone der Gruppen. Das Juwel der Velo-Schöpfung.&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-ArwxeNRIC80/TxrfC-EnMtI/AAAAAAAAEvg/JVfwy92j9AM/s1600/01_Shimano_Ultegra_Di2.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 399px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-ArwxeNRIC80/TxrfC-EnMtI/AAAAAAAAEvg/JVfwy92j9AM/s640/01_Shimano_Ultegra_Di2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Nun ist sie da, die Ultegra Di2. Campagnolo legt mit dem Electronic Power Shift endlich eine eigene chipgesteuerte Schaltung vor und mit dem Launch der neuen Tria- und Zeitfahrwunderwaffe Cervélo P5 meldet sich die deutsche Firma Magura mit einem hydraulischen Bremssystem eindrucksvoll am Rennradmarkt an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;VKF durch Innovation. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marketing-Strategen und Produktmanager reiben sich die Hände - ist mit der Ultegra Di2 doch nun endlich das Highend-Produkt auch im Massmarket angekommen. Storck lässt sich nicht lumpen und zaubert sogleich das ausschließlich für elektrisches Schalten konzipierte &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Scentron &lt;/span&gt;aus dem Regal. Andere Hersteller sind nicht minder schnell.&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-MXS3qRk7pr0/TxrfDgdIaeI/AAAAAAAAEvk/VRqkepoBmes/s1600/02_Storck_Scentron_Di2.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 572px; height: 401px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-MXS3qRk7pr0/TxrfDgdIaeI/AAAAAAAAEvk/VRqkepoBmes/s640/02_Storck_Scentron_Di2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Schon wird nach der "Alles muss leichter werden!"- und der "Alles muss aerodynamischer werden"-Welle die "Elektronische Revolution" des Rennradsports ausgerufen: Tour-Magazin, Roadbike und all die anderen Sprachorgane der Industrie stimmen unisono in den Marketingkanon von &lt;span style="font-style: italic;"&gt;unverwechselbarem Schaltkomfort und nie dagewesener Präzision zu nun auch für Jedermann erschwinglichem Preis &lt;/span&gt;ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Okay, dass die elektrischen Schaltungen mehr wiegen und bis zu 1.000 € mehr kosten als ihre Counterparts kann man den nach Innovationen lechzenden Kunden vielleicht noch verargumentieren - dass man für die Differenz zum &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Elektrobudget&lt;/span&gt; aber vielleicht schonmal ein richtig gutes Laufrad bekommt, das gleich mal richtig Tuningpotenzial bietet, wird gern unterschlagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-cNFhH1KuwdA/TxrfEZ30U-I/AAAAAAAAEvs/O1Gt1CgecHo/s1600/03_Di2_Differenz.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 348px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-cNFhH1KuwdA/TxrfEZ30U-I/AAAAAAAAEvs/O1Gt1CgecHo/s640/03_Di2_Differenz.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Klar ist jetzt schon: Die Di2 wird (wenn es das nicht schon längst ist) ein Statusmerkmal werden. So, wie die Leute heute im Startblock des Jedermannrennens Schaltgruppe, Radschuhfabrikat und Laufradsatz checken, wird demnächst noch der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;E-Poser &lt;/span&gt;hinzukommen. Ich freue mich schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich für mich frage mich indes: Ist das denn noch &lt;span style="font-style: italic;"&gt;mein &lt;/span&gt;Rennrad?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Computergenau Schalten ... auf den Spuren Miguel Indurains?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beginne ich mal so: Warum fahre ich Rennrad? Nun, zu einem sehr großen Teil vor allem auch deshalb, weil ich, sollte ich es in meinen Urlauben mal auf die legendären Asphaltabschnitte der Vergangenheit schaffen, mich mit Miguel Indurain, mit Lance Armstrong, mit Ulle und all den großen alten Helden messen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicher - Miguel hatte kein Carbonrahmen unter dem Hintern. Punkt für die Moderne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber er hatte eben auch keinen Chip und keinen kleinen E-Motor, der ihm das Schalten abgenommen hat. Und deswegen kann ich, stürmte ich mit aller Macht die Alpe d´Huez hinauf, auch halbwegs nachempfinden, was er empfunden hat. Kann die gleichen Krämpfe in meinen Schenkeln erfahren, wie Pantani oder Ullrich bei ihren Rekord- oder Leidensritten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-Bfq-5V3zcYk/TxrfFkEoFOI/AAAAAAAAEv4/sxT1zA-oCxQ/s1600/04_Jan_Ullrich_Lars_Reisber.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://3.bp.blogspot.com/-Bfq-5V3zcYk/TxrfFkEoFOI/AAAAAAAAEv4/sxT1zA-oCxQ/s640/04_Jan_Ullrich_Lars_Reisber.jpg" width="516" border="0" height="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die computergesteuerte, immer präzise, immer richtige, sich selbst justierende, nie Fehler machende Elektroschaltung wirkt da - in meinen Augen - irgendwie fehl am Platze. Oder mal ehrlich: Wenn im Radsport nie wieder Schaltfehler passieren werden, nie wieder ein Andy Schleck am Berg von Contador wegen nachlässigem Hebelbedienens seine Siegchancen davonfahren sieht - ist das noch der Sport, für den ich mich begeistern kann?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Clean? Fehlerfrei? &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Digital?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie habe ich meine Probleme damit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Flucht aus dem Alltag in eine einfachere Welt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Rennrad selbst, und wem sage ich das?, übt eine überwältigende Faszination auf mich aus: Das Antriebsprinzip, die Konstruktionsmerkmale des Diamantrahmens, ein Lenker, zwei Räder, zwei Pedale: Das wars.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unverändert seit über 120 Jahren. Stiege Anquetil auf ein Cervélo S5 - er würde sofort zurechtkommen. Ist das nicht faszinierend? Setz mal den Carraciola in einen Red Bull-Formel 1-Wagen ...&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-0XXg6AuBcY8/TxrfGl4fm3I/AAAAAAAAEv8/yStO0zbiVo4/s1600/05_Cervelo_S5_Anquetil.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 341px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-0XXg6AuBcY8/TxrfGl4fm3I/AAAAAAAAEv8/yStO0zbiVo4/s640/05_Cervelo_S5_Anquetil.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Eines der ältesten Forbewegungsmittel der Moderne - durch Weiterentwicklung (vor allem auch der Werkstoffe) zu einem Wunder der Mechanik gereift, mit dem Leistungen möglich sind, die einen einfach nur immer wieder staunen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mechanik&lt;/span&gt; - das ist das Zauberwort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Rennrad ist doch in meinem computerisierten, Chip-durchdrungenen, WLAN-verseuchten, Handysmartphone-QR-Code-wimmelnd-bimmelnden Start Trek-Alltag der einzige Fluchtpunkt, die einzig verbliebene Bastion ohne supraleitenden Hightech-Schnickschnack (okay ... abgesehen vom Garmin Edge ...).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Rennrad ist faszinierende Mechanik. Hightech zwar, ja, das stimmt: Modernste Materialien schlummern im Cervélo-Rahmen. CNC-gefräste Präzisionsteile in meiner Dura Ace.&lt;br /&gt;Gewichtsoptimierte Profi-Anbauteile und windkanalgetestete organische Helmformen - aber am Ende trete ich dann doch in ein eben durch und durch mechanisches ... Rennrad.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich könnte es auseinander bauen und wieder zusammen setzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist wie beim Golf 2 - Motorhaube auf und du siehst ... ein Auto von innen.&lt;br /&gt;Golf 4 - Motorhaube auf und du siehst einen verplombten Plastikdeckel, an den der Mechaniker ... oh, sorry, der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mechatroniker&lt;/span&gt; ... heutzutage ja auch nur noch ein Kabel stöpseln kann, in der Hoffnung, dass der Motor &lt;span style="font-style: italic;"&gt;ihm sagt&lt;/span&gt;, was kaputt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das alles kann man superfaszinierend finden. Und ich fende es auch erstaunlich. Aber ich liebe meine mechanische Dura Ace. Ja, ich muss sie nachstellen. Ja, ich muss etwas Kraft im Fingerchen haben, um zu schalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber dafür &lt;span style="font-style: italic;"&gt;lebt&lt;/span&gt; sie. Und leidet mit mir. Sie ächzt und knarzt - analog zu meiner geschundenen Lunge nach 120 Rennkilometern im Regen. Die Di2 wird nicht ächzen. Nichtmal Nullen und Einsen kotzen. Der Di2 ist der Sport egal. Sie kann immer. Überall. Wenn der Akku voll ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-59MLSdPuIDw/TxrfH57kWGI/AAAAAAAAEwI/SI7upT3p4Sg/s1600/06_Cervelo_R3_Roadbike.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 451px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-59MLSdPuIDw/TxrfH57kWGI/AAAAAAAAEwI/SI7upT3p4Sg/s640/06_Cervelo_R3_Roadbike.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Dafür lässt mein gutes altes Rennrad mich aufatmen, wenn ich die 100% WLAN-Abdeckung des Stadtgebietes verlasse und im Grün der Hamburger Elbdeiche trainiere - ohne, dass ich die digitalen Impulse unter mir spazieren fahre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wo führt das denn noch hin?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fast komme ich mir vor wie mancher Großvater, der die Welt seiner Enkel komplett nicht mehr durchdringen kann, zwischen all dem Getwitter und Gesimse, den Friends und Followern, diesem &lt;span style="font-style: italic;"&gt;neumodischen Kram.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile machen Polar und Sigma den - noch immer in Genauigkeit unangefochtenen - Powermess-Systemen von SRM bezahlbare Konkurrenz, mein Garmin Edge zeichnet meine Herz- und Trittfrequenzen auf, anhand derer ich mein Training zentimeter- und minutengenau optimieren kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo bringt uns die Technik noch hin?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kommuniziert in 2 Jahren die Di3 dann mit dem Edge 1000 - und gibt mir anhand von Leistung, Geschwindigkeit und Trittfrequenz die optimalen Schaltzeitpunkte und Gänge vor?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wird die Di 4 am Cervélo S7 dann automatisch schalten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;HighTech tut Not&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und doch: Wie geil ist denn bitte das P5?!? Da grübeln wir Fans der kanadischen Hightech-Marke noch vor 4 Wochen, ob der (vielleicht) anstehende Verkauf an die niederländische PON-Holding unseren Fahradgott zerstören könnte - und schon bringen die Jungs um Vroomen und White mit dem P5 ein Zeitfahr- und Tria-Rad auf den Markt, das einem nur so das Wasser im Munde zerläuft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-YIlODJDbdSQ/TxrfIpSGnVI/AAAAAAAAEwQ/XV6th7uED90/s1600/08_Cervelo_P5.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 399px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-YIlODJDbdSQ/TxrfIpSGnVI/AAAAAAAAEwQ/XV6th7uED90/s640/08_Cervelo_P5.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Windschnittig, schnell schon im Stehen. Kein grobes Schlachtschiff wie das Speed Concept von Trek, nicht so zusammengestückelt wirkend, wie die TM01 von BMC. Wahrlich, eine Schönheit. (Obwohl ich mit dem Farbschema noch so meine Probleme habe ...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ich merke: Technik tut Not!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier, an diesem Teil, ergibt alles plötzlich Sinn: Die elektronische Schaltung. Die - POOOW! - hydraulischen Bremsen von Magura. Diese ganze Technik.&lt;br /&gt;Warum?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Triathlon!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-eVudBmGDvC0/TxrfKMmJAJI/AAAAAAAAEwY/-rmBVAkLYAA/s1600/08_Triathlon_Cervelo_P5.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 457px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-eVudBmGDvC0/TxrfKMmJAJI/AAAAAAAAEwY/-rmBVAkLYAA/s640/08_Triathlon_Cervelo_P5.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Zwar gab es schon in den Zwanzigerjahren triathlonähnliche Wettkämpfe, aber erst die Fitnesswelle der kalifornischen Körpergurus verhilft dem Triathlon wie wir ihn kennen in den Siebzigerjahren zu dem, was er heute ist: Eine moderne, eine sehr junge - eine extreme Sportart in jeder Hinsicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einem Tria-Rad, das an keine UCI-Regeln (von denen man halten kann, was man will - aber eines machen sie: Den Straßenradsport in seiner ursprünglichen Essenz erhalten und für halbwegs gleiche Ausgangsbasen sorgen) gebunden ist, &lt;span style="font-style: italic;"&gt;müssen &lt;/span&gt;ja fast schon Hightech-Teile stattfinden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese modernen, futuristischen Superfrauen und -männer in ihren Suits, mit ihren haifischschuppenbedampften Neoprenanzügen und den windkanaloptimierten Stealth-Helmen ... an ihnen, wie sie ihre im Vergleich zum Straßenradsport noch junge Sportart ausüben, stehen diese Teile klasse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ehrlich: Wenn im Jahre 2044 wieder, wie in jedem März, die Primavera gestartet wird, wenn sie im Frühlingsregen des Jahres 2051 auf den historischen Pavés zwischen Roubaix und Neo-Paris in die Pedale treten und mich mir per HoloSport alles in 3D - ach was sage ich, 4D! - direkt ins Stammhirn übertragen lassen werde: Ich hoffe, es wird noch der selbe, packende, mitreißende &lt;span style="font-style: italic;"&gt;mechanische &lt;/span&gt;Sport sein, den ich heute so leidenschaftlich liebe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von mir aus kann dann auch ein Marsianer gewinnen. Aber das bitte auf einem Cervélo S100.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Was sagt Ihr zur "Elektro-Revolution"&lt;/span&gt;?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-6937163799531795007?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/6937163799531795007/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/01/do-carbon-frames-dream-of-electric.html#comment-form' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/6937163799531795007'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/6937163799531795007'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/01/do-carbon-frames-dream-of-electric.html' title='Do Carbon-Frames dream of Electric Shifting?'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-ArwxeNRIC80/TxrfC-EnMtI/AAAAAAAAEvg/JVfwy92j9AM/s72-c/01_Shimano_Ultegra_Di2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-3031208055450024222</id><published>2012-01-14T16:15:00.009+01:00</published><updated>2012-01-16T18:53:28.615+01:00</updated><title type='text'>Mini. Circus Maximus. Oder: Bei den Bremer Sixdays.</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Okay. Die Story, wie ich es nach Bremen und in die Halle geschafft habe, ohne einen Cent zu bezahlen, erzähle ich gern mal persönlich, wenn es einen interessiert. Soweit - so gut: Gegen 0 Uhr am vergangenen Freitag torkeln Flow und ich in die bebenden Betonstrukturen - und sind vollkommen unvorbereitet auf das, was da abgeht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-NfgPCX4kKM0/TxGcmYUkajI/AAAAAAAAEtc/NGWHmrrgG7A/s1600/01_Sixdays_Bremen_2012.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 572px; height: 302px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-NfgPCX4kKM0/TxGcmYUkajI/AAAAAAAAEtc/NGWHmrrgG7A/s640/01_Sixdays_Bremen_2012.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Zunächst suchen wir uns einen Platz ganz weit hoch oben - hier hat man den besten Überblick. Die Halle ist rund 200 Meter lang, unten innen drin ein nagelneues Lattenoval: Und hier gleich ein Superlativ. Dem Stadionsprecher ist es wichtig, mehrmals zu betonen, dass normale Ovale bis zu 45 Grad steile Kurven haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das in Bremen hat 50.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-8EiQEEBinFc/TxGcnWZBJFI/AAAAAAAAEtk/sT5X2KPxAF4/s1600/02_Bremen_Sechstagerennen.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 428px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-8EiQEEBinFc/TxGcnWZBJFI/AAAAAAAAEtk/sT5X2KPxAF4/s640/02_Bremen_Sechstagerennen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Enttäuschend wenig Zuschauer sind in der Halle: Ist der Innenraum noch dicht besucht, schätzen wir auf den Rängen keine 150 Leute. Gähnende Leere - ist das Programm für heute schon durch?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"So, liebe Sixdays-Fans ... noch ein letztes Lied, dann haben die Sportler wieder das sagen!" ruft der Sänger der Band Marquess ins Mike und schon schmettern sie ihren Hit &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vayamos Companeros &lt;/span&gt;ins Oval.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf den Rängen steht einer und klatscht mit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-L4A91zL8vW0/TxGcoTkxbAI/AAAAAAAAEts/dc0GjEymBpU/s1600/03_Halle_Bremen_Sixdays.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 322px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-L4A91zL8vW0/TxGcoTkxbAI/AAAAAAAAEts/dc0GjEymBpU/s640/03_Halle_Bremen_Sixdays.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Während Flow auf die Suche nach Bier geht, stelle ich mich an die Strecke: Hinter der Bühne, ganz versteckt, fast, als schäme man sich, laufen kleine Männchen umher, ziehen sich ihre Lycra-Anzüge an, stellen ihre Räder auf freie Rollen und beginnen sich langsam warmzufahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während vorne die betrunkene Masse wogt, treten sie hinten stoisch ihre Aufwärmübungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-tge_YIoXg4w/TxGcp5ykOLI/AAAAAAAAEt0/fa9GAZnxtXY/s1600/04_Marquess_Sixdays.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 342px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-tge_YIoXg4w/TxGcp5ykOLI/AAAAAAAAEt0/fa9GAZnxtXY/s640/04_Marquess_Sixdays.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Wie jung sind die? 15? 16?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die großen Namen kommen erst morgenl, heute sind die Amateure dran. Allerdings, als ich die Schenkelumfänge sehe, muss ich mich in Gedanken verneigen: Klaro, die Bahn gilt als Profischmiede, sie schult Fahrsicherheit, strategisches Können und Radbeherrschung und führt die jungen Talente ans große Radfahrgeschäft heran.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-aSR_H8smDss/TxGcqrjSxsI/AAAAAAAAEt8/g0WNxcHBpJs/s1600/05.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 429px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-aSR_H8smDss/TxGcqrjSxsI/AAAAAAAAEt8/g0WNxcHBpJs/s640/05.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;"Berühmtheiten" aus dem Radsport kann ich keine entdecken: Das Programm besagt, dass ein Großteil des Sports heute schon ab 13 Uhr gezeigt wurde - ein großer Teil kommt aber noch. Heute ist Amateur-Tag, die Profis und Damen kommen erst morgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das dürfte nicht minder spannend sein: Immerhin stehen noch 9 Wettbewerbe an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann packt Marquess ein. Endlich. Nach und nach gehen sie auf die Bahn, 15, 20 Fahrer. Sie beginnen, ihre Runden zu drehen. Der Stadionsprecher nudelt alle Sponsoren herunter. Dann brüllt er "LAOLA-SPRIIIIIINT!" ins Mikrofon und es schallen "De Höhner" mit &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Die Karawane zieht weiter &lt;/span&gt;aus den Lautsprechern ... ich schaue verwirrt zu Flow.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe src="http://www.youtube.com/embed/CFuiVfKZIzw" allowfullscreen="" width="420" frameborder="0" height="315"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Die Fahrer sind wie an einer Perlenschnur aufgereiht: 3 von ihnen haben das britische Nationaldress des Teams Sky an, der Rest in bunten Lokaltrikots. Der Führende an Position 1 beginnt irgendwann, die Laola vorzumachen - nach Runde 10  ist der ganze Sprinterzug am laolieren und unten im Oval klatschen sich die VIPs auf die Schenkel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann, ein Knall, die Musik geht aus, odeer zumindest über in treibende Beats, ist der Sprint eröffnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-xhvHEPcZjfM/TxGcsJUWoXI/AAAAAAAAEuE/3EZOiFYCiig/s1600/06.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 385px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-xhvHEPcZjfM/TxGcsJUWoXI/AAAAAAAAEuE/3EZOiFYCiig/s640/06.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Wie verrückt geben sie Gas, Laola vorbei, anziehen, kämpfen, rempeln,  treten - Oberschenkel so dick wie ich hauen in die starre Nabe, dann das  Glockegeläut für die letzte Runde, 9 Sekunden später geht einer über  die Ziellinie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;That´s it. Laola-Sprint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-tj6JE6xqwvk/TxGctQQPZBI/AAAAAAAAEuM/00AgX_Edo-M/s1600/07.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-tj6JE6xqwvk/TxGctQQPZBI/AAAAAAAAEuM/00AgX_Edo-M/s640/07.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;"Wow, das war spannend!", muss ich zugeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Flow bringt keinen Ton raus: De Höhner sitzen ihm als Schock noch zu tief in den Gliedern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als nächstes folgt die Keirin-Ausscheidung. Diese aus Japan stammende Form des Bahnradsports ist dort dermaßen beliebt, dass es zeitweise der Sport mit den höchsten Wettumsätzen im Land der aufgehenden Sonne war. Immerhin, seit 2008 ist diese Disziplin olympisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Jungs - noch pumpend vom Sprint - reihen sich auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-DfcG1MzNUx8/TxGcubLo3GI/AAAAAAAAEuU/h74cS6NvyLw/s1600/08.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 340px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-DfcG1MzNUx8/TxGcubLo3GI/AAAAAAAAEuU/h74cS6NvyLw/s640/08.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Der britische Sprinter-Coach des Nationalteams, Jan van Eijden, gibt seinen Schützlingen letzte Tipps. Immerhin haben sie mit Kian Emadi eines der größten Bahnradtalente der Insel am Start.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Startschuss fällt, sie gehen auf die Strecke. Ein Schrittmacher-Derny zieht die Jungs an, dann gibt ein Startschuss den Wettbewerb frei. Es gilt nun, sich in ein, zwei Runden in eine möglichst gute Position zu bringen, dann läutet die Glocke - wer jetzt als Letzter über die Ziellinie geht, scheidet aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-yOAiR55j5Wk/TxGcvXzUPyI/AAAAAAAAEuc/_34aEiFBXq0/s1600/09_Keirin_Sixdays.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 427px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-yOAiR55j5Wk/TxGcvXzUPyI/AAAAAAAAEuc/_34aEiFBXq0/s640/09_Keirin_Sixdays.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Wir sitzen - Gott segne die leere Halle - auf den Coaching-Bänken direkt an der Ziellinie und keine 20 Zentimeter von den Fahrern entfernt. Jedes mal, wenn sie vorbei kommen, faucht ein unheimlicher Windstoß an uns vorbei - die mächtigen Schenkel stampfen die Bahnräder durch das Oval - keine 15 Minuten dauert das Keirin aber es steigert sich in seiner Spannung ungemein. Am Ende siegt einer - wir stehen auf und applaudieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige andere, die schon länger hier sind, schlafen über uns ihren Rausch aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-prAeZmK1GF0/TxGcwVyvnZI/AAAAAAAAEuk/NlWHfcrB704/s1600/10_Zuschauer_Sixdays.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 362px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-prAeZmK1GF0/TxGcwVyvnZI/AAAAAAAAEuk/NlWHfcrB704/s640/10_Zuschauer_Sixdays.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt deutet die doch sehr ... RTL2-lastige Musikauswahl und das nicht unbedingt sportorientierte Kommentieren der Wettbewerbe darauf hin, dass bei den Sixdays dann doch nicht der Sport, sondern die Party im Vordergrund steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schade, dass die Jungs hier anscheinend nur Beiwerk sind - für viele eher der Vorwand, um es heute mal richtig krachen zu lassen. Flow und mich kann das nicht abschrecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-2EfhYfKfvMU/TxGcxgaz4RI/AAAAAAAAEus/va7Lafq37tQ/s1600/11_Bahnradsport_Keirin.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 305px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-2EfhYfKfvMU/TxGcxgaz4RI/AAAAAAAAEus/va7Lafq37tQ/s640/11_Bahnradsport_Keirin.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die Mannschaftsausscheidung und der Teamsprint sind zwei der spannendsten Wettbewerbe, die ich heute auf der Bahn gesehen habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Ersteren geht es eigentlich zu wie beim Keirin, nur dass sich die Teams von jeweils 2 Fahrern alle 2 Runden an den Händen greifen - einer schleudert den anderen dann nach vorn. So platzieren sie sich möglichst strategisch günstig, um bei Glockengeläut unglaublich hart in die Kurbeln zu hauen - wer als Letzter über die Linie kommt, dessen Team fliegt raus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wow, superspannend!", ruft Flow begeistert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-hlovoai6Ye0/TxGcy8tZ0qI/AAAAAAAAEu0/pzS5XU8howE/s1600/12_Sprint.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 427px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-hlovoai6Ye0/TxGcy8tZ0qI/AAAAAAAAEu0/pzS5XU8howE/s640/12_Sprint.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Als dann das 500m-Zeitfahren gestartet wird, ist die Spannung greifbar: Unten sind die Jungs genug warmgefahren, sie schauen dieser prestigeträchtigen Wertung ebenso gebannt entgegen, wie wir - leider viel zu wenigen - Zuschauer. Die Helfer, unter ihnen auch der Sprinter-Coach der Briten, der hier seine Rohdiamanten für Olympia in London schleifen will, gehen in Wartestellung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines um das andere Team gehen auf die harten, einsamen Runden: Zunächst vom Teamkollegen angezogen, geht es nach 2 Runden in den Einzelsprint. Gleich das erste Team legt eine Zeit von 29 Sekunden hin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"29 Sekunden auf 500 Meter!", rufe ich zu Flow: "Das sind 60 km/h Schnitt!" Wahnsinn!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-58CHhp15Gyc/TxGcz_m05pI/AAAAAAAAEu8/Fu_vRFPJ7DM/s1600/13.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 353px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-58CHhp15Gyc/TxGcz_m05pI/AAAAAAAAEu8/Fu_vRFPJ7DM/s640/13.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Einer der Teamsprinter fährt auf einem Bahnrad von Cervélo und ich wünsche ihm alles Glück der Welt auf den Sieg. Es wird ein schöner zweiter Platz: Das Siegerteam legt mit unter 29 Sekunden einen neuen Bahnrekord ins Oval.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir applaudieren und winken den - teilweise erst 17 Jahre alten - Jungs zu, als sie auf ihrer verdienten Ehrenrunde grinsend die Blumensträuße ins Publikum werfen. Hier wird toller Sport geboten - kaum auszudenken, wie es hier abgehen könnte, wenn die Halle voll wäre!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-xVUt8dMoIBw/TxGc1fO9FxI/AAAAAAAAEvE/edvvITbADAY/s1600/14.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 319px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-xVUt8dMoIBw/TxGc1fO9FxI/AAAAAAAAEvE/edvvITbADAY/s640/14.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Der Abend klingt aus bei zwei Derny-Wettbewerben, die ich allerdings recht uninteressant finde. Zu verstehen ist es: Nachdem die Fahrer hier seit 19 Uhr volle Leistung geben und wir nun stramm auf 2 Uhr nachts zugehen, ist der Windschatten anscheinend sehr willkommen. Aber der Schein trügt: Auch wenn die beleibten Schrittmacher für ordentlich Saugkraft sorgen - treten müssen die Jungs trotzdem, und das nicht wenig!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wettbewerbe enden kurz nach Viertel nach zwei - leider wird bei der Siegerehrung schon allzu auffällig im Innenraum abgebaut und saubergemacht: Neben den wenigen Zuschauern sorgt das für zusätzliches Kopfschütteln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-hOX8ZozRIyo/TxGc2qrE9AI/AAAAAAAAEvM/eyHQtaMYSA8/s1600/15.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 433px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-hOX8ZozRIyo/TxGc2qrE9AI/AAAAAAAAEvM/eyHQtaMYSA8/s640/15.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Was dann folgt ist ein Ausflug in die wahre Welt der Sixdays: Traditionell aus den Kirmesrennen hervorgegangen, sehen wir bei unserem anschließenden Bummel durch die "Eventzone" nicht nur, zu welchen Leistungen die Evolution alles in der Lage ist, wir setzen unsere Lungen seit Einführung des Rauchverbotes nicht mehr gesehenen Belastungen aus und bekommen die ganze Breitseite der schlimmsten Ballermannmusik um die Ohren gehauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Betrunkene torkeln lallend.&lt;br /&gt;Damen, deren Schminke unter der Last des Abends zur Unkenntlichkeit verstümmelt wird, schieben ihre mehr oder weniger schlecht sitzenden Anbahnungsgewande durchs Stroboskop. Micky Krauses Hit-Medley strapaziert unsere Trommelfelle noch lange nachdem wir wieder vollkommen übermüdet im Metronom nach Hamburg sitzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach 13 Stunden Bremer Sixdays-Abenteuer komme ich bei Sonnenaufgang wieder in meiner Wohnung an. Und falle sofort in den Schlaf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bahnradsport? Extrem fesselnd, superspannend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr davon!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-3031208055450024222?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/3031208055450024222/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/01/mini-circus-maximus-oder-bei-den-bremer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/3031208055450024222'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/3031208055450024222'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/01/mini-circus-maximus-oder-bei-den-bremer.html' title='Mini. Circus Maximus. Oder: Bei den Bremer Sixdays.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-NfgPCX4kKM0/TxGcmYUkajI/AAAAAAAAEtc/NGWHmrrgG7A/s72-c/01_Sixdays_Bremen_2012.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-1896815018042101215</id><published>2012-01-12T21:27:00.007+01:00</published><updated>2012-01-12T22:11:20.097+01:00</updated><title type='text'>Cervélo R5 VWD im Test der Roadbike</title><content type='html'>Na, da staune ich nicht schlecht, als die Roadbike den großen Test der "besten Rennräder 2012" ankündigt. Im Feld das von mir so hoch verehrte R5 VWD. Nachdem in den letzten Jahren die kanadische Marke quasi nicht beachtet worden war, scheinen Roadbike und das Canyon-dominierte Tour-Magazin nun doch Cervélo mehr und mehr wahrzunehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine gute Entwicklung.&lt;br /&gt;Wirklich?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-RJ3-FR8eVOQ/Tw9KOZYJLoI/AAAAAAAAEtM/KY74LfaoaIg/s1600/Cervelo_R5VWD_Test.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-RJ3-FR8eVOQ/Tw9KOZYJLoI/AAAAAAAAEtM/KY74LfaoaIg/s640/Cervelo_R5VWD_Test.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Okay, dass das Cannondale Supersix evo anscheinend ein wirklich gelungener Wurf ist, wussten wir schon seit längerem. Peter Denk hat da anscheinend nicht nur ein sehr, sehr schönes Rennrad in fast schon als Retrostyle zu bezeichnendem, völlig slopingfreien Design konzipiert, sondern auch eine extrem steife und leichte Rennmaschine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber dass das Cervélo R5 VWD - und immerhin sprechen wir hier über den Serienbruder des handgefertigten Edelrenners R5ca - den &lt;span style="font-style: italic;"&gt;schlechtesten &lt;/span&gt;Wert bei den Lenkkopfsteifigkeiten haben soll ...?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Top-Frame (preislich liegen wir hier bei bei 4.400 € für Rahmen/Gabel-Set) der 2012er-Edition soll einen "spürbar weichen" Lenkkopf haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-gdIHO_TkI5s/Tw9KQi1yvEI/AAAAAAAAEtU/LzserRx6nXs/s1600/Roadbike_Rennrad.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 321px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-gdIHO_TkI5s/Tw9KQi1yvEI/AAAAAAAAEtU/LzserRx6nXs/s640/Roadbike_Rennrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;In englischen oder amerikanischen Radsport-Magazinen und -Websites werden wir deutschen oft wegen der allzu mathematischen Tests belächelt. "They calculate rather than &lt;span style="font-style: italic;"&gt;review."&lt;/span&gt; steht da zu lesen. Das lasse ich mal so stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich mal mein 2010er Cervélo R3 &lt;span style="font-style: italic;"&gt;reviewen&lt;/span&gt; darf: Ich finde, das ist ein bretthartes, im Heck dann doch komfortables, direktes, wendiges, sauleichtes und spritziges Bike.&lt;br /&gt;Noch nie habe ich - auch nicht bei 95,7 km/h in den Kurven der Fuchsröhre auf der Nordschleife - irgendetwas schwammiges oder auch nur halbwegs wackeliges  im Rahmen gespürt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also: Warum hat Cervélo dem Top-of-the-Line Bike R5VWD einen "spürbar weichen" Lenkkopf verpasst, wenn in meinem 2 Jahre alten R3 doch so ein megasteifes Teil steckt? Verstehe ich nicht. Tsss, diese Kanadier ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach und - wo sind die Canyons im Test der besten Rennräder 2012? Dabei haben die Koblenzer doch auch in dieser Ausgabe eine ganze Seite Anzeige geschaltet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-1896815018042101215?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/1896815018042101215/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/01/cervelo-r5-vwd-im-test-der-roadbike.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/1896815018042101215'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/1896815018042101215'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/01/cervelo-r5-vwd-im-test-der-roadbike.html' title='Cervélo R5 VWD im Test der Roadbike'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-RJ3-FR8eVOQ/Tw9KOZYJLoI/AAAAAAAAEtM/KY74LfaoaIg/s72-c/Cervelo_R5VWD_Test.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-6787046651923776011</id><published>2012-01-03T18:54:00.014+01:00</published><updated>2012-01-03T19:10:08.768+01:00</updated><title type='text'>The Riga Run - mein Halbmarathon #6</title><content type='html'>Ich verbringe Silvester traditionsgemäß nicht in Deutschland. In diesem Jahr war die baltische Metropole Riga dran. Kein Rennrad-Mekka, fürwahr, aber dafür nutze ich einen Tag, um mich weiter auf den Marathon im März vorzubereiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-pbAwQHrPKW4/TwNBN5ExgnI/AAAAAAAAEoE/aGc05XmkncE/s1600/00_Rennrad.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 428px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-pbAwQHrPKW4/TwNBN5ExgnI/AAAAAAAAEoE/aGc05XmkncE/s640/00_Rennrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Quasi mein Neujahrslauf und gleichzeitig der sechste Halbmarathon. Die Voraussetzungen sind  Klasse. Blauer Himmel, 3 Grad Plus und zwischen den Wolken lugt ab und  zu die Sonne hervor.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Da es durch die malerische  Altstadt Rigas (auch Vecriga genannt) mehr oder wenige komplett nur auf  groben Pflasterstraßen geht, entscheide ich mich, meine Route durch die  Außenbezirke zu legen, entlang der Hauptverkehrsstraße, die hier wie  eine Autobahn ausgebaut ist.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Postsowjetischer  Charme, halbverfallene Infrastruktur und, Inseln des Kapitalismus  gleich, immer mal wieder das eine oder andere Autohaus, Baumarkt oder  Disko säumen einen sonst eher als grau, unerschlossen oder baufällig zu  bezeichnende Umgebung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-zn_vgoh1Nhg/TwNBOunWXBI/AAAAAAAAEoI/HwOiHfWoTPQ/s1600/01_Autobahn.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 573px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-zn_vgoh1Nhg/TwNBOunWXBI/AAAAAAAAEoI/HwOiHfWoTPQ/s640/01_Autobahn.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Der Verkehr ist dicht  und ich kann nicht sagen, dass sie hier besonders rücksichtsvoll fahren  würden - vielmehr scheint hier das Gesetz des Stärkeren zu gelten. Auf  die schon arg abgewetzten Zebrastreifen der Fußgängerüberwege verlasse  ich mich lieber nicht ...&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;So laufe ich mein  gewohntes Tempo - allenthalben starren sie mich aus den Karossen an,  ganz so, als sei ich ein unbekanntes Wesen von einem anderen Stern. Hier  läuft man nicht. Und Sport zu treiben, ist hier offensichtlich auch ein  Novum. Als mir irgendwann ein - ebenso vollkommen deplatziert  aussehender - Rennradfahrer entgegen komt, grüßt er mich so  überschwänglich, als habe Kai Pflaume ihm seine alte Liebe  wiedergebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-AprlxEno_5Y/TwNBPfAlB4I/AAAAAAAAEoU/Rt_csD1YtNc/s1600/02_Daugawa_Bridge.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 294px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-AprlxEno_5Y/TwNBPfAlB4I/AAAAAAAAEoU/Rt_csD1YtNc/s640/02_Daugawa_Bridge.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;An einem der Autobahnkreuze  drehe ich um, laufe an der anderen Seite zurück und finde, nach einer  abenteuerlichen Durch- und Unterquerung von Auffahrten und Zubringern  den ziemlich verkommen ausschauenden Fußgängerweg der Daugawa-Brücke,  der mich auf die langgezogene Insel bringt, die der Stadt Riga  vorgelagert ist: Ich will zum Fernsehturm joggen, der da knapp 370 Meter  wie eine Rakete aufragend lockt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-8CbHalDo--g/TwNBQEPOwjI/AAAAAAAAEoc/Pwo88Tj2q3k/s1600/03_Riga_Daugawa.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 394px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-8CbHalDo--g/TwNBQEPOwjI/AAAAAAAAEoc/Pwo88Tj2q3k/s640/03_Riga_Daugawa.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Schockierend  abgehalftert, zugewuchert und verkommen auch das Gelände auf dieser  Insel: Hier könnte man ein tolles, grünes Naherholungsgebiet für  gestresste Städter errichten. Statt dessen erobern sich Gestrüpp und  wild wuchernde Bäume das Gelände zurück. So muss das aussehen, wenn der  Atomkrieg die Menschheit ausgelöscht hat ...&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-4_JtuGUg_jM/TwNBS7sZ_BI/AAAAAAAAEow/rqSrsapEWOk/s1600/06_Fernsehturm_Riga.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://2.bp.blogspot.com/-4_JtuGUg_jM/TwNBS7sZ_BI/AAAAAAAAEow/rqSrsapEWOk/s640/06_Fernsehturm_Riga.jpg" height="640" width="358" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Am  Fernsehturm kehre ich um, laufe entlang des Flusses noch bis zur Höhe  der Altstadt, wo von weitem "Stalins Hochzeitstorte" - die ehemalige  Akademie der Wissenschaften im stalinistischen Zuckerbäckerstil und der  unverkennbare, 123 Meter hohe Turm der Petrikirche.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Hier zeigt mein Garmin Edge 11 Kilometer an, also beschließe ich, die Strecke 1:1 zurück zu laufen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-2cadGvce9wA/TwNBQzZOe_I/AAAAAAAAEok/1R8c5lLBbP4/s1600/04_Lars_Reisberg.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 318px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-2cadGvce9wA/TwNBQzZOe_I/AAAAAAAAEok/1R8c5lLBbP4/s640/04_Lars_Reisberg.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mittlerweile  als alter Hase, stürme ich zurück über Brücke, entlang der Autostraße  durch die erschreckend verfallenen Straßenschluchten der Moskauer  Vorstadt, wie dieses Viertel hier heißt und sehe schon mein Hotel, als  das Garmin nur 18 Kilometer anzeigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-4H2rNHywXI8/TwNBTpgOX_I/AAAAAAAAEo0/l9sQWcZhvg8/s1600/07_Riga.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 318px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-4H2rNHywXI8/TwNBTpgOX_I/AAAAAAAAEo0/l9sQWcZhvg8/s640/07_Riga.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;So hänge  ich noch eine Runde um das Zuckerbäckerhäuschen dran, was die Distanz  allerdings auch nur auf 19 Kilometer verlängert. Da das Hotel mit der  verlockend heißen Dusche aber so nahe ist, entscheide ich, dass 19  Kilometer für heute reichen und rechtfertige mich in Gedanken damit,  dass ich sonst in Hamburg bei meinen Halbmarathons ja mit 22, 23  Kilometern ein Plus erwirtschaftet habe ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-eOxUHwVd0wo/TwNBUFpXV6I/AAAAAAAAEo4/QBP1BK6N-Co/s1600/08_Stalins_Geburtstagstorte.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 332px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-eOxUHwVd0wo/TwNBUFpXV6I/AAAAAAAAEo4/QBP1BK6N-Co/s640/08_Stalins_Geburtstagstorte.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die zwei Gebrüder Sowjetsoldaten geben ihren Segen. Genosse Cervelover hat sich die Dusche verdient! Na siehste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-RiGx1rco3D4/TwNBVTlQhWI/AAAAAAAAEpM/iwCkOQJsags/s1600/09_Denkmal_Riga.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 343px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-RiGx1rco3D4/TwNBVTlQhWI/AAAAAAAAEpM/iwCkOQJsags/s640/09_Denkmal_Riga.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ah, herrlich, der heiße Wasserstrahl.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Und herrlich war er auch, der Riga Run.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a style="font-weight: bold;" href="http://connect.garmin.com/activity/138109445"&gt;&lt;br /&gt;Hier gehts zum Garmin-Track&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-6787046651923776011?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/6787046651923776011/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/01/riga-run-mein-halbmarathon-6.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/6787046651923776011'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/6787046651923776011'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/01/riga-run-mein-halbmarathon-6.html' title='The Riga Run - mein Halbmarathon #6'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-pbAwQHrPKW4/TwNBN5ExgnI/AAAAAAAAEoE/aGc05XmkncE/s72-c/00_Rennrad.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-7135178613987601596</id><published>2012-01-02T14:40:00.010+01:00</published><updated>2012-01-02T19:56:02.958+01:00</updated><title type='text'>Lekker Cervélo? Zum Agreement mit PON.</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal"&gt;Keine andere Nachricht hat uns Cervélo-Afficionados letztes Jahr wohl mehr zum Grübeln gebracht als das am 23.12. auf der Website veröffentlichte, knappe Statement, dass Cervélo „in finanziellen Angelegenheiten“ mit der niederländischen PON Group zusammen arbeiten werde und es ein exklusives Kaufrecht seitens PON gäbe, sollte Cervélo zum Verkauf stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-Exjujz6_aIs/TwH5bEDrWFI/AAAAAAAAEnc/m0mCgS8OwJA/s1600/01_Cervelo_announcement.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://2.bp.blogspot.com/-Exjujz6_aIs/TwH5bEDrWFI/AAAAAAAAEnc/m0mCgS8OwJA/s640/01_Cervelo_announcement.jpg" style="height: 413px; width: 573px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Nur wenige Stunden später schießen Tweets und Forenbeiträge aus dem Boden, wie Pilze nach einem seichten Sommergewitter. Der Tenor reicht vom „Ende der Marke“ bis „enorme Chancen“.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Für mich steht diese Entwicklung als vorerst letzter Abschnitt einiger höchst interessanter Begebenheiten rund um Cervélo.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Da ist zum einen die Einführung des S5 kurz vor der Tour de France, die mir (und einigen anderen auch) höchst seltsam vorkam. Warum? Das S5 ist das erste Bike aus der Produktpalette, bei dem Cervélo eine horizontale Preispolitik betreibt. Bis dahin konnte sich der Kunde – je nach Anspruch und (vor allem) Budget die Produktleiter nach oben hin arbeiten: S1 für den Einsteiger, S2 für den Performanceorientierten und das S3 als Highend-Produkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Für das S5 allerdings sieht es anders aus: Cervélo bietet innerhalb des S5 wiederum 3 Rahmenarten an, die sich in „Carbonlayup“ und Gewicht unterscheiden – nicht aber in der Aero-Performance. Das Einstiegsmodell geht bei 2.900 € los, die VWD-Highend-Variante endet bei 5.300 €. Fürs Rahmen-Kit wohlgemerkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-AGRLnm3ksrM/TwH5e2qJX_I/AAAAAAAAEnk/wFMpLK6ukDE/s1600/02_Cervelo_S5_Frames.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://2.bp.blogspot.com/-AGRLnm3ksrM/TwH5e2qJX_I/AAAAAAAAEnk/wFMpLK6ukDE/s640/02_Cervelo_S5_Frames.jpg" style="height: 312px; width: 568px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Das erinnert irgendwie an die Markenpolitik von Specialized, die mit ihren S-Works-Modellen eine Premium-Range aufgemacht haben und nun beim „Venge“ mit der Zusammenarbeit mit McLaren eine – sehr zum Ärger der S-Works-Kunden – „Ultra-Premium“-Range aufgemacht haben. Was ist S-Works dann noch wert, wenn es McLaren gibt? Oder anders gefragt: Was soll die „Team“-Variante beim S5 (sehr viel teurer als das Basismodell), wenn die noch teurere VWD-Premiumvariante nur 60 Gramm leichter ist?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Das kam sehr vielen komisch vor, wie man z.B. im Cervélo-eigenen Forum nachlesen kann. Zumal das S3 aus dem Programm genommen wurde. Mittlerweile kann ich mich persönlich mit der S5-Politik anfreunden, finde aber trotzdem, dass Cervélo mit diesem Schritt sein eigenes Premium-Image aufweicht. Allerdings kenne ich die Unternehmenszahlen nicht und nehme an, dass sich die Jungs nach unten hin einfach breiter aufstellen mussten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der zweite Vorgang war die Verlautbarung Mitte 2011, dass einer der beiden Gründer von Cervélo – Gerard Vroomen – seinen Sitz in der Geschäftsführung aufgegeben hat, aber „dem Unternehmen“ erhalten bleiben würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum das komisch ist?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Die Marke Cervélo lebt vom Image von Vroomen und White, die in den Neunzigern from Scratch die ersten Serien-Carbonrahmen hergestellt, quasi die Aero-Rahmen erfunden und damit die ganze Rennrad-Branche revolutioniert haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-eT5jskE781A/TwH8J38PPVI/AAAAAAAAEnw/dfNGtgd3OVs/s1600/Gerard_Vroomen.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 508px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-eT5jskE781A/TwH8J38PPVI/AAAAAAAAEnw/dfNGtgd3OVs/s640/Gerard_Vroomen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Gerard Vroomen - Bild von seinem &lt;a href="http://gerard.cc/"&gt;Blog&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Cervélo galt und gilt als Premium-Hightech-Marke – aufgebaut rund um das von Vroomen und White geleitete Ingenieurs-Team, das die Rennräder entwickelt. Cervélo war schon immer eine technikgetriebene Marke. Design, bunte Farben und saisonale Trends waren und sind immer allenthalben zweitrangig, wenn überhaupt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;„Mir ist das Aussehen eines Rennrades egal“, habe ich einmal in einem Interview von Gerard Vroomen gelesen, „solange das Rennrad die besten Leistungen bringt.“ Was dann auch das sehr kontrovers diskutierte Design des S5 erklärt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Ohne Vroomen als maßgeblich Beteiligter und White, der laut Pressemeldung nur noch „für 2 Jahre“ eine geschäftsführende Position innehaben wird: Wo steuert Cervélo dann hin? Und wer steuert Cervélo? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Brian Dillman und Antoine Ballan haben offiziell die Geschicke übernommen. Das &lt;a href="http://ca.linkedin.com/in/briandillman"&gt;LinkedIn-Profil&lt;/a&gt; von Dillman weist ihn als einen erfahrenen CEO der Sportbranche. Wilson, Power-Plate sind nur zwei bekannte Namen seiner Vita. In einem Interview mit ihm lese ich, dass er sich auf seine neue Aufgabe riesig freue und auch weiterhin Cervélo als den Hersteller der weltbesten Rennräder führen will.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Aber Cervélo ohne White und Vroomen – ist das noch Cervélo? Oder werden wir unsere R3, R5, R2, S2, Soloist und meinetwegen auch die S5 als die „echten“ Cervélos in Ehren halten, weil es nach Vroomen+White nurmehr Marketinghülsen sind, die wir kaufen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Die Zeit wird es zeigen: Die Ingenieure und Designer bei Cervélo sind ja die Alten und bei Bianchi sitzen ja auch nicht mehr die Erfinder von vor 125 Jahren …&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Als eher schwierig fand ich den dritten komischen Act, den die Firma veranstaltet, als nämlich pünktlich zum Weihnachtsgeschäft die „Buy two – get 2.000 $ off“-Aktion gestartet wurde.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Böse Stimmen unkten, dass es der Premium-Marke dann aber ganz schön schlecht gehen müsse, wenn man sich hier nun auf eine solche, eher plumpe Verkaufsfördermaßnahme herablasse. Und ich muss gestehen, ich habe auch meine Stirn gerunzelt: War es doch auch bisher immer Teil des Cervélo-Nimbus, souverän zu den – zugegeben sehr hohen – Preisen zu stehen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Ihr wollt Qualität? Ihr wollt das Beste vom Besten? Okay. Aber das hat halt seinen Preis.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Tja. Und nun steht also der Verkauf an die niederländische PON-Holding bevor. Wer ist PON? Die Gruppe ist bereits 1895 gegründet worden und hat heutzutage das Hauptstandbein im Autohandel. PON ist einer der größten Importeure für den niederländischen Markt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Zur Holding selbst zählen nicht weniger als 135 Einzelunternehmen – fast alle aus der Automobil-Branche und dem Autohandel. Und – und da wirds interessant – eben auch die Derby Cycle AG, für die aktuell ein Übernahmeangebot der PON existiert.&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-LO9_IGGw3WE/TwH8MdViVDI/AAAAAAAAEn4/cHG3k1OYEp0/s1600/PON_Holding.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 566px; height: 219px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-LO9_IGGw3WE/TwH8MdViVDI/AAAAAAAAEn4/cHG3k1OYEp0/s640/PON_Holding.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Derby ist der größte Fahrradhersteller Deutschlands und vereint Marken wie Kalkhoff, Univega und aus der Rennrad-Branche durchaus groß zu bezeichnende Namen wie Raleigh und vor allem Focus.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Insofern macht es Sinn, wenn sich PON die Marke Cervélo sozusagen als Kronjuwel einer breiten Palette an Radmarken hinzufügt. Ähnlich eines VW-Konzerns, zu dem ja auch Bugatti zählt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;Die Frage, auf die natürlich momentan keiner eine Antwort weiß, ist ja eigentlich die: Was beabsichtigt PON? Wird man aus den Niederlanden in Herstellungs- und Designprozesse eingreifen? Wird Cervélo als Premiumhersteller ausgebaut? Gefördert? Oder wird alles beim alten bleiben, nur die finanzielle Basis ist durch eine Partnerschaft/Eigentümerschaft mit/durch PON sicherer?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Es bleibt spannend.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Ich hoffe, dass sich Cervélo seinen Charme, seine Exklusivität, seine Linie, seinen technischen Ansatz und all das erhalten kann, was die beiden Gründer Vroomen und White aufgebaut haben. Weil – ohne Cervélo wüsste ich ehrlich gesagt nicht, mit welcher Marke ich mich auch nur annähernd so gut identifizieren könnte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-7135178613987601596?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/7135178613987601596/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/01/lekker-cervelo-zum-agreement-mit-pon.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/7135178613987601596'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/7135178613987601596'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2012/01/lekker-cervelo-zum-agreement-mit-pon.html' title='Lekker Cervélo? Zum Agreement mit PON.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-Exjujz6_aIs/TwH5bEDrWFI/AAAAAAAAEnc/m0mCgS8OwJA/s72-c/01_Cervelo_announcement.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-2451779062748903239</id><published>2011-12-10T15:40:00.005+01:00</published><updated>2011-12-10T15:59:18.663+01:00</updated><title type='text'>Kopfgeburt - Wille meistert Marathon</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Heute stelle ich mich mal wieder auf die Probe. Das Gewissen plagt mich sowieso schon die ganze Woche: Am letzten Wochenende konnte ich nicht trainieren und so "fehlt" mir ein Halbmarathon auf dem Weg zur 42-Kilometer-Form, die ich im März für Barcelona brauche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So stehe ich pünktlich 10 Uhr morgens am Balkonfenster: Die ersten Schneeflocken des Jahres! &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Und jetzt nen Halbmarathon laufen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-8sMn2FOBX3M/TuNv6jEohzI/AAAAAAAAEOw/yb87ORcuttA/s1600/Schneegestoeber.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 567px; height: 318px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-8sMn2FOBX3M/TuNv6jEohzI/AAAAAAAAEOw/yb87ORcuttA/s640/Schneegestoeber.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Noch kann mich das Wetter nicht einschüchtern: Im Gegenteil, ich mag es, durch frisch gefallenen Schnee zu laufen. Also flux die Klamotten angezogen, zur Feier des Tages ganze 5 Schichten oben rum, unten verrichten zwei Lagen Laufhosen hoffentlich ihren Dienst. Und ab geht er!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ersten 20 Minuten sind ein Traum: Hamburg ist noch relativ verschlafen, als ich runter zum Dammtor laufe, erfreue ich mich an 3 cm dicken Monsterflocken, lecker, wie sie im Mund knacken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider hört es dann abrupt auf, es wird scheinbar wärmer und innerhalb von Minuten verwandelt sich die ganze Pracht in zentimeterhohen Matsch. Eiswasser dringt durch die Schuhe nach innen - noch nicht mal an der Außenalster angekommen und schon genervt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Rund um Hamburgs Laufrevier #1 ist ein Klacks. Es macht sogar richtig Spaß. Da es mittlerweile angefangen hat, leicht zu regnen und ein fieser Westwind einem die Nässe durch die Funktionsklamotten presst, ist es hier fast wie ausgestorben: Ich begegne auf meiner ersten Runde keinen 8 Läufern!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zweite Runde wird ungemütlich. Dunkler wird es, dicke, graue Wolken am Himmel, die nun vermehrt fette Regentropfen nach unten werfen. Es wird sehr sehr ungemütlich. Kalt. Dazu die Erschöpfung, die die Distanz sowieso schon mit sich bringt - das ewige kraftraubende Gehüpfe über die Pfützen hinweg und der Eiertanz um die matschigen Wasserkuhlen herum rauben den letzten Nerv. An ein rhythmisches, gleichmäßiges Laufen ist nicht zu denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-LkcRiw7b80A/TuNv8_9WNKI/AAAAAAAAEO4/jg9SlnESbA4/s1600/Lars_Reisberg_Cervelo.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 359px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-LkcRiw7b80A/TuNv8_9WNKI/AAAAAAAAEO4/jg9SlnESbA4/s640/Lars_Reisberg_Cervelo.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Die letzten 8 Kilometer schüttet es so heftig, dass ich kaum mehr durch meine Brillengläser etwas erkennen kann. Immer wieder bohrt sich nagend ein süßer Gedanke in meinen Kopf: "Los, steige doch einfach am Dammtor in die S-Bahn und fahre im waaaarmen nach Hause ... du hast es dir verdient ... keiner wirds dir übel nehmen ... es kann doch niemand von dir verlangen, durch Dauerregen zu joggen ... das musst du dir nun wirklich nicht antun ... wirklich, niemand wird dich an den Pranger stellen ... Dammtor ... heiße U-Bahn ... dampfender Kakao am Imbiss-Stand ... du hast es dir verdient ..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da kommt mir eine zierliche, etwa 1,50 m große Joggerin entgegen. Tänzelnd fliegt sie fast erhaben um die Pfützen herum. Ihr blonder Pferdeschwanz taumelt hinter ihr her. Rosa Bäckchen. Sie grinst mir kurz zu. "Halt die Klappe!", schnauze ich meinen inneren Schweinehund an und laufe nach Hause.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich im Fahrstuhl stehe, dampfe ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und erkenne wieder einmal - wie ich es beim Rennrad fahren auch schon oft erlebte - dass es irgendwann nur noch der Kopf ist, der dich voranbringt. Oder dich scheitern lässt. Der Körper macht dann schon noch mit - der Körper kann viel mehr, als er vorgibt zu können. Der Geist - er muss stets das Ruder fest in der Hand halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stehe unter meiner heißen Dusche.&lt;br /&gt;Und mache mir einen noch heißeren Kakao.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siehste, denke ich mir, Marathon ist eben auch ´ne Kopfsache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Hier gehts zu den &lt;/span&gt;&lt;a style="font-style: italic;" href="http://connect.garmin.com/activity/133662215"&gt;Garmin-Daten &lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;des heutigen, vierten Halbmarathons.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Welche Erfahrungen habt Ihr mit Kopfgeburten und inneren Schweinehunden? Freue mich auf Eure Comments.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-2451779062748903239?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/2451779062748903239/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/12/kopfgeburt-wie-der-will-den-marathon.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/2451779062748903239'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/2451779062748903239'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/12/kopfgeburt-wie-der-will-den-marathon.html' title='Kopfgeburt - Wille meistert Marathon'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-8sMn2FOBX3M/TuNv6jEohzI/AAAAAAAAEOw/yb87ORcuttA/s72-c/Schneegestoeber.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-6398152781827370941</id><published>2011-11-30T12:19:00.007+01:00</published><updated>2011-11-30T12:39:42.179+01:00</updated><title type='text'>Ein Rennrad-Kalender zu Weihnachten</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Sicher, es gibt Schönere. Es gibt Aufwändigere. Und es gibt welche mit geilen Hintern. Aber auf keinem wäre ich zu sehen. Also setze ich mich hin und nutze das Angebot von PosterXXL und bastle meinen Lieben einen Rennrad-Kalender der Saison 2011.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Voila - 12 meiner liebsten Fotos für 12 meiner liebsten Monate und fertig ist ein Geschenk, über das sich Mama, Papa, Oma und Bekannte sicher freuen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicherdochnaklar!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-vBcVycuUSCE/TtYRdPYzefI/AAAAAAAAEOE/XSYNakIa4Bo/s1600/01_Rennrad_Kalender.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 387px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-vBcVycuUSCE/TtYRdPYzefI/AAAAAAAAEOE/XSYNakIa4Bo/s640/01_Rennrad_Kalender.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Naja. Mal ehrlich. Ich weiß nicht, wie es Euch geht - aber viele meiner Verwandten und Bekannten haben im besten Falle anerkennendes Kopfschütteln, im Normalfall allerdings nur das Kopfschütteln für meine Leidenschaft übrig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Dafür kannste dir doch ein Auto kaufen!?!" - lautet meist die Erwiderung. Und deshalb rede ich schon gar nicht mehr über Geld.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2010 bei meinem ersten Kalender aber haben die schicken Fotos zumindest bei einigen reges Interesse, ja sogar ein bisschen Begeisterung ausgelöst. Na denn, auf ein neues!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-xSxn5xkC6R8/TtYReOi_c3I/AAAAAAAAEOM/FlFsVKrqPgU/s1600/02_Mont_Ventoux.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 377px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-xSxn5xkC6R8/TtYReOi_c3I/AAAAAAAAEOM/FlFsVKrqPgU/s640/02_Mont_Ventoux.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Ich trage meine liebsten Shots von der &lt;a href="http://www.lapetiteboucle.blogspot.com/"&gt;Tour de France&lt;/a&gt;, den Rennen für die &lt;a href="http://www.sunclass-radsport.de/"&gt;Equipe SunClass&lt;/a&gt; im Rahmen des German Cycling Cup und meiner kleineren Touren zusammen, ordne sie und habe an die 300 Fotos, die richtig geil geworden sind - auch Dank Profifotografen wie denen von Sportograf oder den Jungs am Ventoux oder Alpe d´Huez.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine harte Selektion. Abwägen. Ordnen - welche Stimmung passt zu welchem Monat? Welche passt so gar nicht und könnte im Gegenteil den Betrachter durch einen verregneten Oktober helfen? Am Ende brauche ich fast eine Woche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und noch eine Woche später ist er nun da. 10 Exemplare. Für 10 dann hoffentlich glücklich Beschenkte.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-_W3HRVI4Jm4/TtYRfgoHHhI/AAAAAAAAEOU/vmOCGu_8ymY/s1600/03_SunClass_2010.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 467px; height: 636px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-_W3HRVI4Jm4/TtYRfgoHHhI/AAAAAAAAEOU/vmOCGu_8ymY/s640/03_SunClass_2010.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Und was schenke ich mir? Nachdem mein - eigentlich für einen neuen Laufradsatz angespartes - Weihnachtsbudget akut für eine neue Brille draufgegangen ist, sehe ich mich im Arbeitszimmer um und mir kommt eine Idee: Da prangt neben dem SunClass-Trikot der Saison 2010 eine noch sehr große weiße Stelle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also denke ich mir, gönne ich mir - ganz großspurig und als ob ich das Regenbogentrikot gewonnen hätte - einen weiteren XXL-Bilderrahmen und verewige das 2011-er Trikot samt der Startnummern, die ich alle aufbehalten habe.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-P049Klj1PfM/TtYRhUowuMI/AAAAAAAAEOc/lKQU_Dp76T8/s1600/04_SunClass_2011.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 546px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-P049Klj1PfM/TtYRhUowuMI/AAAAAAAAEOc/lKQU_Dp76T8/s640/04_SunClass_2011.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Denn dieses wird mich daran erinnern, dass ich eigentlich das Beste schon vor Weihnachten geschenkt bekommen habe: Eine ganze Rennradsaison mit den spannendsten, aufregendsten und geilsten Rennen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So bedanke ich mich noch einmal ganz herzlich bei unserem Teamsponsor - &lt;a href="http://www.sunclass-solar.de/"&gt;SunClass Solarmodule&lt;/a&gt; - für die Saison 2011! Dank des Sponsorings war es mir möglich, den German Cycling Cup zu fahren, mich mit Tausenden anderer Radrennfahrer zu messen und in ganz Deutschland Rennstrecken zu meistern, die ich mir so ohne weiteres nicht hätte leisten können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine wundervolle, eine magische Saison - und das beste daran ist: 2012 geht es weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danke an die SHG, Danke an SunClass Solar und Danke an alle, die uns und mich im Ausleben unserer Träume unterstützt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-VL8v2eeIkvQ/TtYRiRAdpsI/AAAAAAAAEOk/vmCzHTNhEnU/s1600/05_Lars_Reisberg_Rennrad.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 573px; height: 354px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-VL8v2eeIkvQ/TtYRiRAdpsI/AAAAAAAAEOk/vmCzHTNhEnU/s640/05_Lars_Reisberg_Rennrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Was mich wieder zum Rennrad-Kalender bringt. Denn da ist auf der letzten Seite mein Lieblingsmotiv abgebildet. Diesmal kein Cervélo Rennrad. Diesmal keine Höchstleistung, kein schmerzverzerrtes Gesicht, kein Schweiß und keine angespannten Rennradschenkel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das letzte Bild, mir das liebste, zeigt, warum ich das alles mache: Weil ich die besten Menschen der Welt treffen kann, weil ich gemeinsam im Team Tolles vollbringen kann und am Ende Gefühle erleben darf, die nur der Sport, die ein Team, die nur diese wundervollen Leute zustandebringen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rennrad ist halt eine Droge.&lt;br /&gt;Aber eine, die glücklich macht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Was schenkt Ihr Euch (und anderen) zu Weihnachten - oder spielt das Rennrad keine Rolle unter Eurem Weihnachtsbaum? Ich freue mich auf Eure Comments.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-6398152781827370941?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/6398152781827370941/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/11/ein-rennrad-kalender-zu-weihnachten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/6398152781827370941'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/6398152781827370941'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/11/ein-rennrad-kalender-zu-weihnachten.html' title='Ein Rennrad-Kalender zu Weihnachten'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-vBcVycuUSCE/TtYRdPYzefI/AAAAAAAAEOE/XSYNakIa4Bo/s72-c/01_Rennrad_Kalender.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-8914605885974140876</id><published>2011-11-16T07:25:00.018+01:00</published><updated>2011-11-18T14:09:21.048+01:00</updated><title type='text'>Barcelona Marathon - so wirds was</title><content type='html'>Ich habe die "Trainingsbibel". Ich habe "Das große Laufbuch". Ich habe "Laufen für Anfänger" und ich habe einige dutzend Websites vom Rookie bis Pro durchgelesen, den Running-, Triathlon- und Men´s Health-Trainingsplan angeschaut: Alles irgendwie nicht zufriedenstellend.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-dyEl3geX46w/TsY9Fx3CyUI/AAAAAAAAENw/zwQNw-FvVas/s1600/Barcelona-Marathon.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 571px; height: 288px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-dyEl3geX46w/TsY9Fx3CyUI/AAAAAAAAENw/zwQNw-FvVas/s400/Barcelona-Marathon.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5676291549839935810" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wieso? Weil diese Pläne nicht meiner Lebenswirklichkeit entsprechen. Fast jeden Tag mindestens eine Stunde trainieren, an den Wochenenden noch mehr investieren - das geht mal so ganz gut. Aber keine 5 Monate.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was also tun?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz so fremd sind mir die theoretischen Grundlagen des Trainings nicht.&lt;br /&gt;Auch kann ich auf eine recht erfolgreiche Karriere als Trainingsplan-Bauer während der Wintersaisons 2009 und 2010 zurück blicken - also, warum keinen eigenen Marathon-Trainingsplan aufstellen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gesagt getan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegeben sei das Ziel, in Barcelona bei meinem ersten Marathon eine Zeit um 4:15 Stunden zu laufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;17 Wochen Zeit. Also, ran an die Arbeit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der Grundzustand&lt;/span&gt; &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Ich analysiere zunächst meine Ausgangslage. Ich gehe aus der Rennrad-Saison 2011 gelativ ausgepowert aber fit wie ein Turnschuh ins Wintertraining: Ich bin 2011 mit 6.500 Kilometern nicht viel - mit 1.200 Kilometern in Rennhärte und 1.000 Kilometern bei flotten RTFs allerdings viele harte Kilometer gefahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Körper ist auf Belastungen eingestellt - mental fühle ich mich bestens. Ist ja auch ein Faktor: 90% der Menschen, die ich kenne, macht es Angst, sich vorzustellen, 42 Kilometer laufen zu müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich turnt diese Vorstellung an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Run2Works - 5 Kilometer - laufe ich in rund um 25 Minuten, 20 Minuten sind möglich.&lt;br /&gt;Der Halbmarathon-Test letzte Woche hat auf 20 Kilometer eine 6:30er-Pace erbracht, was hochgerechnet eine Marathon-Zeit von 4:13 Stunden bedeuten würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Theoretisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Trainingsaufgabe&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Training soll mich nicht schneller machen.&lt;br /&gt;Es soll mich lediglich befähigen, anzukommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insofern sollen alle Maßnahmen aufs "Schaffen", nicht aufs "schnell Schaffen" ausgerichtet sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Letzter will ich aber auch nicht werden, weshalb ich mir die 4:15 Stunden als Maximalzeit gesetzt habe. Wie realistisch das ist, werden wir sehen.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Trainingsphilosphie&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Mein Marathon-Training gliedert sich in 2 Bereiche: Run2Work-Einheiten und die Weekend-Runs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Run2Works sind kurz. Schnell (naja ...) und hart. Ich schieße mir morgens und abends den Kreislauf hoch, laufe mit Gewicht (Rucksack) und verfolge damit das Ziel, durch diese kurzen, aber relativ schnell gerannten Einheiten meine fehlende Muskel- und Sehnenmasse (habe ja nur fürs Rennrad relevante Muskeln, logischerweise) auszubauen bzw. zu reizen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Weekend-Runs sind lange Einheiten, mit denen ich stetig die Distanzen, beginnend bei 20 Kilometer Halbmarathon bis 35 Kilometer steigern werde, um dann, punktgenau zum 25. März 2012 in Barcelona zum ersten mal die 42er Strecke in Angriff zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Du rennst den Marathon zum ersten Mal beim Event selbst." - lautet auch bei mir die Devise. Es wird keien 42 km-Generalprobe geben oder so etwas. Ich trainiere mich zum großen Tag hin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der Plan selbst&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausgehend von noch 17 Wochen Zeit für dieses Training - und ausgehend von meinem Leben als Werbefuzzi, angepasst an das, was möglich ist an Pensum, teile ich mir die Trainings ein: Es gibt die Run2Work-Woche. Mindestens 3 mal 2 Runs sind hier zu absolvieren. Erfahrungsgemäß setzt nach dem zweiten Tag (also dem 4ten Run) ein heftiger Muskelkater ein - diese werden mit fortschreitendem Trainingszustand allerdings verschwinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Runs liegen so, dass ich sie vorzugsweise Montags bis Mittwochs (Donnerstags) laufe - Freitag ist frei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je nach Erholungsgrad, wird dann das Wochenende Run2Work-Woche für den Distanzlauf genutzt - entweder der Samstag oder der Sonntag.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-DY2QPKi6pjk/TsZYz7UHKpI/AAAAAAAAEN8/QGMACqOBFOU/s1600/Trainingsplan_Marathon.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 569px; height: 343px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-DY2QPKi6pjk/TsZYz7UHKpI/AAAAAAAAEN8/QGMACqOBFOU/s400/Trainingsplan_Marathon.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5676322029465709202" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Beginnend beim 20 Kilometerlauf, dem Halbmarathon, steigere ich die Distanzumfänge dieser Weekend-Runs schrittweise um 5 Kilometer, und das im 2-Wochen-Takt: Für das nächste Wochenende steht also nochmal ein Halbmarathon an, dann zwei Wochen kurz treten und dann gehts los: Zwei mal 25 Kilometer, dann zwei mal 30 km und zwei mal 35. Bis ich dann, 1 Woche vor Barcelona den letzten 35 Kilometer-Lauf hinlege.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann kanns kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Superkompensation?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Schon viel darüber gelesen und durchaus auch schon während der Rennradsaison ausprobiert - will ich mich durch gezielte Überreizung meines Körpers und anschließendem Aufstocken seiner Potenziale "nach oben schaukeln".&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wichtig ist hierbei natürlich, dass ich den Körper nicht überreize, ihm genug Zeit zur Regeneration gebe und den Reiz selbst groß genug zur Überreizung setze, aber wiederum nicht allzu groß, so dass er zum Ausfall führt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mal schauen, wie das klappen wird.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Beim Plan selbst habe ich ein gutes Gefühl. Durchzuhalten ist er - fragt sich nur, ob ein allzu harter Winter mit tiefen Temperaturen mir in Dezember/Januar/Februar nicht doch noch einen Strich durch die Rechnung macht - wenn nicht: Wenn ich 35 Kilometer in dichtem Schneetreiben bei 5 Grad minus laufen kann, schaffe ich 42 Kilometer bei angenehmen 20 Grad an der spanischen Mittelmeerküste bestimmt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Sicher.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wir werden sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Seid Ihr schon Marathon gelaufen? Wie war Eure Vorbereitung aufs "Erste Mal"&lt;/span&gt;? &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich freue mich auf Comments.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-8914605885974140876?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/8914605885974140876/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/11/barcelona-marathon-so-wirds-was.html#comment-form' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/8914605885974140876'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/8914605885974140876'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/11/barcelona-marathon-so-wirds-was.html' title='Barcelona Marathon - so wirds was'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-dyEl3geX46w/TsY9Fx3CyUI/AAAAAAAAENw/zwQNw-FvVas/s72-c/Barcelona-Marathon.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-3524443446093292862</id><published>2011-11-12T18:07:00.010+01:00</published><updated>2011-11-12T18:31:14.704+01:00</updated><title type='text'>Ein Experiment</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Die Rennradsaison ist vorbei. Für mich ist sie das. Zu kalt. Zu früh dunkel. Zu rutschig das Laub. Und überhaupt: 6.945 Kilometer in 2011 im Sattel meines Cervélos verbracht, davon stattliche 1.239 Kilometer in Rennhärte, 1.090 Kilometer auf RTFs - es tut gut, den Carbonboliden auch mal eine Auszeit zu gönnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auszeit?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na, sagen wir mal so - es verlagert sich. Laufen ist angesagt.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-_VQRchTmlrk/Tr6n0GeB7uI/AAAAAAAAENU/7355mhts6IA/s1600/01_Lars_Reisberg.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 319px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-_VQRchTmlrk/Tr6n0GeB7uI/AAAAAAAAENU/7355mhts6IA/s640/01_Lars_Reisberg.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Der Samstag ist sonnig wie lange nicht mehr, kühl zwar, aber viel versprechend und da in nicht weniger als 5 Monaten mein (was auch immer mich dazu getrieben hat) Einsatz beim Marathon in Barcelona ansteht dachte ich mir, es wäre eine gute Idee, heute mal einen Halbmarathon zu laufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Freundin tippt sich an die Stirn. Ich stürme los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige Run2Works habe ich dieses Jahr schon erledigt und meine rennradgestählten Waden und Oberschenkel quittierten die 5 Kilometer-Läufe pünktlich nach dem dritten Run mit einem mindestens 2 Tage andauernden, heftigen Muskelkater.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute stehen 20 Kilometer an, also halte ich das Tempo niedrig. Mein Garmin schwankt zwischen 6 und 7 km/h.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-gFjfYRzzITk/Tr6n1K4TcvI/AAAAAAAAENc/6loH7ZsRvwQ/s1600/02_Alster_Hamburg.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 573px; height: 304px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-gFjfYRzzITk/Tr6n1K4TcvI/AAAAAAAAENc/6loH7ZsRvwQ/s640/02_Alster_Hamburg.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Es läuft sich prima: Aus Eimsbüttel den vertrauten Weg vorbei an Fernsehturm und CCH über eine vereiste (!) Brücke am Cinemaxx zur Außenalster - zum ersten Mal in meinem Leben werde ich DIE Laufstrecke Hamburgs nun in Angriff nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich erstaunt, wie wenig Läufer heute unterwegs sind - oder kommt mir das nur so vor, da ich das bunte Treiben sonst nur als langsamer Spaziergänger als sehr viel wuseliger empfinde?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Strecke ist herrlich, seicht plätschert myriardenfach glitzerndes Wasser an das Ufer, die Enten schnaken und es könnte besser nicht laufen: Mein Rhythmus ist perfekt, ich atme wie ein Profi. Und werde allenthalben überholt. Na. Mir egal - heute will ich nur ankommen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mir auffällt: Kommen mir Läufer entgegen, mustern sie mich von oben bis unten: "Wie schlank ist der/die?" oder "Welche Marke haben die Laufschuhe?", das scheinen die Gedanken sein. Einige grüßen. Viele nicht. Das kenne ich vom Rennrad anders - ich grüße jeden Rennradfahrer. (außer Canyon :o)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-ek63vQdozG0/Tr6n1yE3_1I/AAAAAAAAENk/tJxjr6XjuGU/s1600/03_Halbmarathon.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;span style="display: block;" id="formatbar_Buttons"&gt;&lt;span onmouseover="ButtonHoverOn(this);" onmouseout="ButtonHoverOff(this);" onmouseup="" onmousedown="CheckFormatting(event);FormatbarButton('richeditorframe', this, 8);ButtonMouseDown(this);" class=" down" style="display: block;" id="formatbar_CreateLink" title="Link"&gt;&lt;img src="http://www.blogger.com/img/blank.gif" alt="Link" class="gl_link" border="0" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;img style="width: 575px; height: 314px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-ek63vQdozG0/Tr6n1yE3_1I/AAAAAAAAENk/tJxjr6XjuGU/s640/03_Halbmarathon.JPG" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;Ich erreiche den Langen Zug, fühle mich prächtig, begebe mich auf die Gegenstrecke und habe lange Zeit eine Regatta, die auf der Außenalster stattfindet, zu bestaunen. Amerikanische Botschaft, Touristen umschiffen - schon bin ich wieder am CCH und auf dem Heimweg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leichte Knieschmerzen rechts - aber sonst fühle ich keinerlei Schmerzen. Sicher auch mit das Verdienst meiner &lt;a href="http://cervelover.blogspot.com/2011/10/froschbeine-meine-neuen.html"&gt;Kompressionsstrümpfe&lt;/a&gt;, die mir schon bei meinem &lt;a href="http://cervelover.blogspot.com/2011/10/zwischen-hibernation-und-myalgie-mein.html"&gt;Hamburg-Berlin &lt;/a&gt;Privatzeitfahren gute Dienste geleistet haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon sehe ich Atelco-Computer, trautes Heim naht, aber es fehlen noch 5 Kilometer. Und hier wird´s psychologisch. Eine große Schleife ums Carreé Eimsbusch, meine Kräfte beginnen zu schwinden. Die letzten 4 Kilometer zähle ich runter, kann fast nicht mehr - ein Aufschrei der Erlösung bleibt aus Kräftemangel nur als Absicht im Hirn stecken, als ich bei Kilometer 20 das Garmin ab- und mein Laufen einstelle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, ja, ich weiß - 20 Kilometer sind kein richtiger Halbmarathon. Aber fast einer.&lt;br /&gt;20 Kilometer. Mal so aus der Kalten. Finde ich okay. Eine Pace von 6:30 min geht auch besser, klar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sags mal so: 5 Kilometer hätte ich noch geschafft. Mit Trinken und ein, zwei Powergels vielleicht nochmal 5. 42 Kilometer allerdings, das ist eine Zahl, die ich unvorstellbar finde. Noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es sind ja auch noch 5 Monate Zeit bis Barcelona.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Hier gibts den &lt;a href="http://connect.garmin.com/activity/128093783"&gt;Garmin-Track&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-3524443446093292862?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/3524443446093292862/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/11/ein-experiment.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/3524443446093292862'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/3524443446093292862'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/11/ein-experiment.html' title='Ein Experiment'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-_VQRchTmlrk/Tr6n0GeB7uI/AAAAAAAAENU/7355mhts6IA/s72-c/01_Lars_Reisberg.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-1458343438855856574</id><published>2011-10-29T16:26:00.068+02:00</published><updated>2011-10-29T23:17:16.835+02:00</updated><title type='text'>Reverse Engineering: Zeitfahren HH-B</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Es ist ein Schwanken. Wie ein Pendel. Zwischen Genugtuung. Und Erschöpfung. Ein Lächeln huscht mir über mein Gesicht, ich stehe im Halbdunkel in Spandau unter dem Ortsschild, das mein Ziel dokumentiert, zwei türkische Frauen gehen an mir vorbei, als ich versuche, die Handycam einigermaßen ruhig zu halten - für sie bin ich und das, was ich gerade getan habe, ein Rätsel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinter mir liegen dreizehneinhalb Stunden. Vor mir liegt Berlin.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-mbdVcKGuGp4/TqwNQduQo_I/AAAAAAAAEGY/J7MFuxLQIMM/s1600/01_Lars_Reisberg.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 318px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-mbdVcKGuGp4/TqwNQduQo_I/AAAAAAAAEGY/J7MFuxLQIMM/s640/01_Lars_Reisberg.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Einige Minuten später stehe ich unter der unsagbar heißen, befreienden Dusche meines Hotelzimmers und stöhne wie ein Hirschbock bei der Brunft - fast vergessen schon, wie sich heißes Wasser und aufrechtes Stehen anfühlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht nochmal! Nicht noch eine Saison warten! - vor 2 Wochen muss ich das Zeitfahren Hamburg-Berlin schon wieder, zum zweiten Mal nun, erfolglos abbrechen. Gut - 220 Kilometer geschafft, aber was solls, das Ankommen zählt. Und angekommen bin ich an diesem eiskalten Oktobersamstag dank Deutscher Bahn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute bin ich aber Sieger, heute ist alles anders. Ich weiß es schon längst, als ich knapp 20 Kilometer vor Spandau über die Autobahnbrücke vor Falkensee fahre, es dämmert, ich fahre wieder mit voller Beleuchtung. Sieg! Ich weiß es, fühle es - und es ist dieses süße Gefühl, das mich die Schmerzen im Hintern vergessen lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-cNyMbB7fKTo/TqwNRBxbhlI/AAAAAAAAEGg/26SYsKMWhGI/s1600/02.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 319px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-cNyMbB7fKTo/TqwNRBxbhlI/AAAAAAAAEGg/26SYsKMWhGI/s640/02.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Doch wieso heute? Wieso nicht vor 2 Wochen? Wieso nicht 2010, als ich HHB, wie es die Szene nennt, zum ersten Mal versucht habe?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Limitierende Faktoren gibt es in jedem Contest", habe ich irgendwo mal gelesen, "aber wenn mehr als 3 limitierende Faktoren gleichzeitig auftreten, dann ist das Scheitern höchstwahrscheinlich." Einer dieser Faktoren, das fällt mir an diesem heutigen Freitag gleich auf  - ich habe mir extra freigenommen - ist das Wetter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist einer der schönsten Herbsttage, die 2011 bisher zu bieten hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-UapPED3IYEc/TqwNSfY2dAI/AAAAAAAAEGo/YKpEjvi5hDg/s1600/03.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 603px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-UapPED3IYEc/TqwNSfY2dAI/AAAAAAAAEGo/YKpEjvi5hDg/s640/03.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Kurz vor Nauen, ich lehne mein Cervélo - treuer Begleiter seit mehr als 11.000 Kilometern - an einen Baum, stelle mich abseits einer wunderbaren, nagelneuen Fahrradstraße, die mitten durch die vom Herbst rot und gelb befeuerte Idylle Brandenburgs führt, und pinkle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist geradezu lau heute. 14 Grad Höchsttemperatur, 9 Grad im Tagesmittel misst mein Garmin. Kein Vergleich zu dem eisigen, regnerischen Mistwettertag vor einem Jahr, als ich mit Steven Brown versucht habe, diese Strecke zum ersten Mal zu meistern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute scheint die Sonne an einem makellosen Himmel, zwar muss ich mit Kopfbedeckung und dreifachen langen Klamotten fahren - aber nicht ein einziges Mal gefroren. Selbst nicht heute früh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor 2 Wochen hatten wir minus 3 Grad Celsius.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tropenradeln heute geradezu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-fxjY5SJW1Jk/TqwNTUrUwdI/AAAAAAAAEGw/Wuq31WKe1-k/s1600/04_Reisberg.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 343px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-fxjY5SJW1Jk/TqwNTUrUwdI/AAAAAAAAEGw/Wuq31WKe1-k/s640/04_Reisberg.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die Strecke schlaucht. Ab Friesack muss ich fast 15 Kilometer wegen eines Routingfehlers und unerklärlicher Neuberechnungsanstalten meines Navis die B5 fahren. Tempo 100 und mehr - kein Radweg und aggressive Ruhshour der berlinbrandenburgischen Schnellfahrerfraktion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehrmals werde ich geschnitten, angehupt, angebrüllt. Ja, soll ich das Rad tragen?!?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl: Laufen wäre genau das Richtige jetzt. An einen runden Tritt ist schon seit einigen dutzend Kilometern nicht mehr zu denken: Die Knie sind schwer, die Waden brennen und die Schmerzen in meinem Hintern werden fast unerträglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Analyse, Punkt 2: Mein Rennrad ist kein Randonneur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-wwSoA8ouviI/TqwNUdeMBFI/AAAAAAAAEG4/wDVchAHISoY/s1600/04_Zeitfahren_HHB.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 567px; height: 354px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-wwSoA8ouviI/TqwNUdeMBFI/AAAAAAAAEG4/wDVchAHISoY/s640/04_Zeitfahren_HHB.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Einige Kilometer vor Friesack, die Straße ist fast menschenleer, die Sonne schickt sich an, unterzugehen, taucht Felder, Wälder und Wiesen in Gold, kommt mir der Gedanke, der so nahe liegt: Na klar, das Rad!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Cervélo ist auf kurze Straßenrennen ausgelegt: Kompromisslose Racingeinstellung meiner Sitzposition. Wenig Fläche im Wind, schlecht für Wirbelsäule und Nackenwirbel, alles, was über 150 Kilometer hinaus geht, ist einfach nur schmerzhaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Fizik-Sattel: 3 Millimeter Carbon. Hauchdünn aufgeklebtes Kunstleder. Gel? Polster? Federung? Fehlanzeige.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einem solchen Rad würde keiner der Spezis, die ich vor 2 Wochen noch am Start bei HHB flapsig grüße, je losfahren.&lt;br /&gt;Gewicht? Beschleunigung? Alles Werte, die bei Paris-Brest-Paris keine Punkte bringen. Wer schon die 300 Kilometer nach Berlin unbeschadet überstehen will, braucht gepolsterte Sättel, eine entspannte Sitzposition.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beides habe ich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-PkxwCJqO13Y/TqwNWa-BGII/AAAAAAAAEHI/Cj2HMFFdiAA/s1600/06_Lilienthal_Gedenkstein.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 391px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-PkxwCJqO13Y/TqwNWa-BGII/AAAAAAAAEHI/Cj2HMFFdiAA/s640/06_Lilienthal_Gedenkstein.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Dafür habe ich aber vorgesorgt. Klüger wird man mit jedem Fehler. Heute, nach 2 erfolglosen Versuchen, dieses Rennen zu beenden, habe ich sie dabei - meine Zaubersalbe. Die Ibutop Schmerzsalbe. Jenes Mittelchen das mir im wahrsten Sinne des Wortes bei so mancher Etappe meiner &lt;a href="http://www.lepetiteboucle.blogspot.com/"&gt;Tour de France&lt;/a&gt; den Arsch gerettet hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mitten im kleinen Anstieg aus dem kleinen Örtchen Stölln heraus, biege ich ab und lehne mein Rennrad an an Denkmal, das sie noch zu DDR-Zeiten dem Otto L. hier gesetzt haben. Keine Besucher hier. Fast verschämt schaue ich mich um. Dann fingere ich meine 3 Schichten Radhosen, Craft-Unterhemden und Trokots beiseite, nehme eine ordentliche Portion auf meine Finger und schmiere mir großflächig die Sitzfläche meines Hinterns ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß aus Erfahrung: Die Schmerzen werden für 5, 6, 7 Kilometer potenziert unerträglich sein. Wie Feuer. Wird es brennen. Und dann wird das Ibuprofen seine Wirkung entfalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Arsch endlich betäuben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich vom Gedenkstein losfahre, muss ich fast schreien. Noch knapp 40 Kilometer to go. Und die Ersten werden die Hölle sein. Komisch: Der Schmerz treibt mich an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-gs28Hlm9DGM/TqwNVUb-w0I/AAAAAAAAEHA/6JX0CQfc_zs/s1600/05_Rhinow.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 337px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-gs28Hlm9DGM/TqwNVUb-w0I/AAAAAAAAEHA/6JX0CQfc_zs/s640/05_Rhinow.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Motivation. Oh. Ein großes Wort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Große Ziele - große Motivation", das habe ich auch irgendwann mal irgendwo gelesen. Und was das bedeutet, merke ich, als ich die lange Gerade entlang fahre, die mich nach Rhinow bringt. Markant, unvergesslich der Aussichtsturm, schneeweiß, auf dem Hügel, von dem aus Otto Lilienthal den ersten Flug des Menschen vorgenommen hat. (Kam hier nicht auch irgendwo das Denkmal für Otto L.?)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn hier war es. Genau hier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier habe ich vor 2 Wochen beschlossen, auszusteigen. Hier war es. Hier konnte ich nicht mehr. War alle. Leer. Keine Kraft mehr. Nichts ging mehr. Alle Körner verschossen - nur mit Mühe konnte ich den Windschatten zweier Mitstreiter halten. Rien ne va plus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sehe den Turm und grinse: Heute gehts noch! Heute habe ich noch Körner. Nicht viele, zugegeben, aber heute fahre ich durch. Heute wird die Grenze, die ich vor 2 Wochen ziehen musste, überschritten. Der große Motivator.&lt;br /&gt;Mein Grinsen beschleunigt mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-Q3hZK-LQV_8/TqwNXBPt5RI/AAAAAAAAEHM/FqfIYO6d-r0/s1600/07_Havelberg_Pause.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 319px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-Q3hZK-LQV_8/TqwNXBPt5RI/AAAAAAAAEHM/FqfIYO6d-r0/s640/07_Havelberg_Pause.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Und dann wieder: Entschleunigung. Kurz hinter Wittenberge habe ich schon die Hälte geschafft. 160 Kilometer stehen auf dem Garmin. Ich fliege durch die Stadt und in meinem Kopf klopft eine 50 % immer wieder gegen die Hirnrinde. Es grummelt mir der Bauch, steter Gegenwind oben auf dem Deich demotiviert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Let go, mach mal Pause", rät mir eine Stimme und so lege ich mich mitten im Nirgendwo in den Deich, lege das Rennrad neben mich und blinzle in die Sonne. Essen. Kalorien!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde bis Ende dieser Tour Kilokalorien verbrennen, die dem Energiegehalt von 29 Cheeseburgern entsprechen. Jetz hier, Mitte der Strecke, habe ich 4 Butterbrote mit Salami, 3 Bananen und 4 Geltüten zu mir genommen. Immer noch zu wenig. Schon gar keine 15 Cheeseburger, die ich jetzt eigentlich substituiert haben müsste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie machen das die Jungs, die sowas durchfahren?, frage ich mich still, als ein niederländisches Binnenschiff gemächlich vorübertuckert. Ein Weißbärtiger steht am Steuer, schmaucht eine Zigarre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch vor zwei Wochen fahre ich hier, habe in meiner Rückentasche ganze 4 Geltüten (für den ganzen Trip!), eine einzige Banane und zwei Salamibrote. Auch die Verpflegung in Dömitz kann das Kaloriendefizit da natürlich nicht ausgleichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klüger heute: Mehrgewicht im Rucksack (inklusive Wechselklamotten für Berlin) dafür bestens verpflegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-6Xn2lDBHmqI/TqwNX1ykFoI/AAAAAAAAEHY/Hqw_LNBpbQw/s1600/08_Elde_Doemitz.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 318px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-6Xn2lDBHmqI/TqwNX1ykFoI/AAAAAAAAEHY/Hqw_LNBpbQw/s640/08_Elde_Doemitz.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Schau an, denke ich, als ich nach über 4 Stunden Fahrt die Elbe bei Dömitz überquere. Milchig noch hängt die Sonne am Himmel, verzaubert wabern Nebelschwaden über das spiegelglatte Flussbett. Verzückt schnaken irgendwo über mir Flugenten in ihren riesigen V´s, die sie nach Süden bringen. Schau an, Dömitz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier ist der Kontrollpunkt bei HHB. Verpflegungsstation, Treffpunkt für zersplitterte Teams, Anlaufstelle für frierende Radler, Tempel mit Bergen aus Butterbroten und Kaffee-Bottichen, mit denen man eine römische Legion aufwärmen könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute ist natürlich niemand hier. Und doch, als ich mich am Tisch des menschenleeren Rastplatzes niedersinken lasse, sehe ich hier und da noch eine unachtsam zurück gelassene Geltüte vom großen Event. Höre schemenhaft die testosterongeschwängerten Gespräche der harten Kerle nachhallen, sehe förmlich die weißen Zähne hinter sonnengegerbten Ledergesichtern grinsen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor zwei Wochen waren wir - Lars und ich - fast eine Stunde schneller hier, als ich hier heute.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schneller. Komisches Wort angesichts 280 zu schaffender Kilometer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-1H6eJ71iFCw/TqwNY8TZRDI/AAAAAAAAEHg/ZFqtvF0AbBk/s1600/09.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 317px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-1H6eJ71iFCw/TqwNY8TZRDI/AAAAAAAAEHg/ZFqtvF0AbBk/s640/09.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Eine richtige Entscheidung - langsam machen heute. Ich habe mir das genau zurecht gelegt, lange, bevor ich heute morgen losgefahren bin. "Einen negativen Split fahren", hat Lars gemeint, als wir vor 2 Wochen nach dem verpatzten Renntag zusammen unser trotzdem wohlverdientes Bier trinken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einen Split ist heute nicht zu denken, aber ich nehme mir vor - und ziehe es durch - langsamer zu fahren. Wenig Druck aufs Pedal bringen, kaum pushen. Der anerzogene Reflex, in fast 10 Straßenrennen des German Cycling Cups in Fleisch und Blut übergegangen: "Beschleunige hart, sonst hängen sie dich ab!", ich muss ihn unterdrücken. Der Pavlovsche Hund versucht nicht zu sabbern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also nehme ich mich zurück. Langsam auf Geschwindigkeit kommen. Langsam, zaghaft, schonend. Ich fahre konservativ. Konservierend.&lt;br /&gt;Kostbare Muskeln - lehnt Euch heute mal zurück. Nett, dass Ihr bereit seid, aber heute machen wir das mal ganz anders.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich halte irgendwann intuitiv 25, 26 km/h. Mehr nicht. Eher weniger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fühle es, als die Sonne endlich aufgegangen ist: Heute teile ich mir die Körner besser ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-9aLMtLB4Udg/TqwNZ_KogvI/AAAAAAAAEHo/nx3MQEliwHM/s1600/10_Elbe_Hitzacker.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 572px; height: 348px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-9aLMtLB4Udg/TqwNZ_KogvI/AAAAAAAAEHo/nx3MQEliwHM/s640/10_Elbe_Hitzacker.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die Sonne. Verwöhnt mich heute. Es wird ein schöner, ein besserer Tag werden. Als ich am Ufer der Elbe kurz vor Bleckede den einzigen Erhebungen dieser Tour entgegen sehe, es Tag wird, nach zwei kurzweiligen Stunden in der Dunkelheit, ist vieles, was den Ausgang dieses Tages betrifft, noch im Ungewissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines aber, das macht mich heute zuversichtlich: Der psychologische Faktor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Scheitern vor 2 Wochen ist noch so frisch, sodass ich mich buchstäblich an die gesamte Strecke erinnern kann. Ich erkenne jede Kurve wieder. Spontan fallen mir sogar Schlaglöcher und so mancher Fehler in meinem Track ein. Ich steuere wie blind durch den aufdämmernden Tag. Und ich weiß, dass mir das einen Vorteil gibt: Denn ich weiß, was kommt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann die Rampen bei Schutschnur genau vorausberechnen. Ich weiß, dass es kurz vor Dömitz ein zermürbendes, fast endloses Gekurve über verdreckte Landwirtschaftsstraßen geben wird, weiß, dass hinter Wittenberge fast verlassene Landstriche - auf und ab im Gegenwind - auf mich warten werden, sehe schon die Herden brandenburgischer Bisons auf den weiten Wiesen Gras kauend mir hinterherglotzen, kann mich noch genau an die Stelle erinnern, an der Larsi ausgestiegen ist, weiß, wo ich vor Rhinow nicht mehr konnte und sehe sie genau, diese Kurve, als ich vom Track abgebogen und zum Bahnhof gefahren bin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von den 280 Kilometern kenne ich 220 auswendig.&lt;br /&gt;Und das macht mich stark.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-ck74QpBDaEo/TqwNaneV8zI/AAAAAAAAEHw/Q_adYifPTcE/s1600/11_Cervelover.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 319px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-ck74QpBDaEo/TqwNaneV8zI/AAAAAAAAEHw/Q_adYifPTcE/s640/11_Cervelover.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Es ist feuerrotes Licht, das fast von einer Minute auf die andere den Wald in Brand steckt. Vorhin noch dämmert es zaghaft, als ich Artlenburg nach einem ärgerlichen Navigationsfehler passiert habe. Die ganze Straße flammt auf, schemenhaft flackert es durch die sich ihrer Blätter entledigenden Bäume. Als ob die Welt jenseits dieses Waldes der Apokalypse anheim gefallen ist.&lt;br /&gt;Allein kurbele ich durch die Natur. Keine Autos. Keine Menschen. Kein Vogelgesang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur mein Atem. Mein Pumpen. Mein Rhythmus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist eine Alleinfahrt bei HHB die bessere Wahl?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicher: Ich vermisse die (wenn auch wenigen) Gespräche, die ich während der Touren mit Steven und Lars hatte. Und doch, ich spüre, dass das hier, das Alleinsein, dann wohl auch besser für die Tour ist: Kein Warten auf Langsamere. Kein sich ranarbeiten Müssen an Schnellere. Nur mein Tempo. Nur mein Takt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fahre ins Licht. Zwar weiß ich nicht, wie es heute enden wird. Aber ich denke mir: Wenn ein Tag so golden beginnt, was kann denn da noch schiefgehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-mHMaTusRflI/TqwNb67VYkI/AAAAAAAAEH4/CkLlkPijpiU/s1600/12_.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/-mHMaTusRflI/TqwNb67VYkI/AAAAAAAAEH4/CkLlkPijpiU/s640/12_.jpg" border="0" height="640" width="514" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Wunderbar. Erhebend. Gleichermaßen einschüchternd wie belebend: Es sind die ersten Minuten dieses Tages, der Moment, an dem das zarte Rosé am Horizont plötzlich in Flammen gerät, alles in kräftiges Rot taucht, den Himmel überschwemmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dieser Moment: Er gehört mir allein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fahre an dunklen Häusern vorbei. Rolläden sind unten. Die Menschen schlafen. Keiner sieht, was ich sehe. Keiner merkt, welch ein Wunder hier passiert - wie überwältigend dieses Schauspiel. Gerade so, als zöge jemand ein riesiges, dickes schwarzes Tuch weg, das über einen Vulkankrater ausgebreitet war. Wie, als trete man näher an ein Lagerfeuer: Hitze im Gesicht. Lichspiele verwirren die Iris.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-XG9ZZdsGxuU/TqwNc18DWQI/AAAAAAAAEIA/vzzxfSgk5Rk/s1600/13_Sonnenaufgang.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 565px; height: 316px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-XG9ZZdsGxuU/TqwNc18DWQI/AAAAAAAAEIA/vzzxfSgk5Rk/s640/13_Sonnenaufgang.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich könnte, ich würde mir einen Liegestuhl nehmen, eine Decke über meine Socken ziehen und diesem Schauspiel einem Theaterstück gleich zuschauen. Aber hey: Es liegen hier noch 260 Kilometer vor mir!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mir diesen Freitag frei genommen. Einfach so. Spontan. Die Tagesschau hat einen sonnigen Tag versprochen. Wind aus Süden zwar - nicht gut! - aber schwächeren in jedem Fall.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wind. Böser Wind. Knabbert an dir. Klaut dir Stückchen. Verbrennt deine Kalorien. Raubt dich aus. Leert dich. Letztes Wochenende: Ein Rechenexempel. Ich fahre von Hamburg nach Plön. 85 Kilometer. Die selbe Strecke am nächsten Tag wieder retour - diesmal mit Gegenwind, vergleichbar dem, den wir vor 2 Wochen bei HHB hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verliere bei gleicher Strecke über 20 Minuten im Vergleich zur Hinfahrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe ja Zeit hier auf meinem Rad. Rechnen wir mal. 20 Minuten bei 80 Kilometer an den Wind bezahlt. Das wären bei 280 Kilometer ... 70 Minuten. Über eine Stunde Treten, hart in den Pedalen hängen - nur, um gegen den Wind zu arbeiten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch heute weht es mir entgegen.&lt;br /&gt;Und ich danke Petrus, denn es ist wesentlich weniger. Kein Zwanzigminutenwind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-O4B_paVGK6s/TqwNeD5xSvI/AAAAAAAAEII/gA7jN1KF_Ik/s1600/14.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 277px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-O4B_paVGK6s/TqwNeD5xSvI/AAAAAAAAEII/gA7jN1KF_Ik/s640/14.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Als es Tag ist, habe ich schon vergessen, wie sich die ersten Kilometer heute, die ich ab Bergedorf gefahren bin, angefühlt haben. Unbeflügelt, ja, fast ein wenig zu schicksalsergeben steige ich am Bahnhof aus dem Regional Express, mache mein Rad fertig und fahre ins tiefe Schwarz dieses nagelneuen Freitags.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als das Licht da ist, und ich wenige Kilometer später meine Lampen ausschalten kann, ist kaum zu glauben, dass ich noch vor 2 Wochen zitternd auf frostgefrorenen Grashalmen herumgetreten bin, als ich mich mit über 220 Mitstreitern in Altengamme zum "echten" HHB angemeldet habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie Glühwürmchen auf gleichem Kurs hatten uns die weißen Lämpchen ein- und überholt. Haben sich die roten Lämpchen vor uns immer weiter entfernt. Heute sind es, wenn überhaupt, nur die Lämpchen von Autos, die sich entfernen.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-rDdfnzHuUIU/TqwNfJD0FJI/AAAAAAAAEIM/j_31031E050/s1600/15.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 318px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-rDdfnzHuUIU/TqwNfJD0FJI/AAAAAAAAEIM/j_31031E050/s640/15.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die Kälte hat vor 2 Wochen sicher eine Rolle gespielt. Ich hatte Eis auf Armen und den Beinen. Mir ist Gefrorenes vom Helm ins Gesicht abgebrochen. An meinem Bart hingen kleine Eiszapfen aus Kondenswasser meines Atems.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute ist es frisch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Gut für mich. Es wird schon noch hart genug werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss schneuzen. Gefühlt alle 200 Meter. Links. Dann rechts. Wieviel Liter Rotz gehen durch so eine Nase im Schnitt? Sicher nicht so viel, wie vor 2 Wochen, denn heute - Gottseidank! - bin ich nicht erkältet. Ein weiterer Faktor. Der mich zuversichtlich stimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich ginse in die Nacht, als es losgeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-NeAkJO9TvWk/TqwNf8P6G1I/AAAAAAAAEIU/wthPaQUr8Uo/s1600/16.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 318px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-NeAkJO9TvWk/TqwNf8P6G1I/AAAAAAAAEIU/wthPaQUr8Uo/s640/16.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Weiß hängen Schwaden meines Atems vor meinem Gesicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fahre ins Schwarz, Hamburgs Glühen bleibt hinter mir zurück. Unter mir liegt, obwohl ich es nur undeutlich sehen kann, mein Rennrad treu und sicher in der Spur. Ich säge durch die Kurven, das Surren meines Freilaufes scheint nachts noch lauter zu sein - Musik! Eine große, eine tolle Tour liegt vor mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und über mir, dank nur wenig Nebels, die unendliche Schwärze. Je mehr ich dem Lichtkegel, der Hamburg wie Smog umgibt, entkomme, mich aus den urbanen Klauen der Großstadt befreie, die Vororte, die Autohäuser und pitoresken Klinkersiedlungen abschüttle, desto mehr erschließen sich meinen immer sensibler werdenden Pupillen die Myriarden Sterne, die mich noch eine Weile begleiten werden. Hamburg - wenn ich mich umdrehe, kann ich es noch schimmern sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Berlin. Jetzt, hier. Nur eine Idee. Eine Vorstellung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-nQp3NOwfArg/TqwNgbIB4pI/AAAAAAAAEIg/aOS8ydDgXAM/s1600/17_Reisberg_Rennrad.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 567px; height: 317px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-nQp3NOwfArg/TqwNgbIB4pI/AAAAAAAAEIg/aOS8ydDgXAM/s640/17_Reisberg_Rennrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;Also komm. Los geht es.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist 5:39 Uhr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als habe mir jemand heute Nacht im Traum genau und haarklein erklärt, was passieren würde. Irgendwie weiß ich es. Irgendwie bin ich mir sicher: Heute fahre ich es. HHB.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hier gehts zum &lt;/span&gt;&lt;a style="font-weight: bold;" href="http://connect.garmin.com/activity/124927440#"&gt;Garmin-Track Hamburg-Berlin&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und hier zum &lt;a href="http://cervelover.blogspot.com/2011/10/zwischen-hibernation-und-myalgie-mein.html"&gt;Scheitern 2011&lt;/a&gt; - und zum &lt;a href="http://cervelover.blogspot.com/2010/10/42-prozent-mein-zeitfahren-hamburg.html"&gt;Scheitern 2010&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-1458343438855856574?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/1458343438855856574/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/10/reverse-engeneering-zeitfahren-hh-b.html#comment-form' title='9 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/1458343438855856574'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/1458343438855856574'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/10/reverse-engeneering-zeitfahren-hh-b.html' title='Reverse Engineering: Zeitfahren HH-B'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-mbdVcKGuGp4/TqwNQduQo_I/AAAAAAAAEGY/J7MFuxLQIMM/s72-c/01_Lars_Reisberg.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>9</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-3366310506947260902</id><published>2011-10-23T20:04:00.020+02:00</published><updated>2011-10-23T21:00:55.482+02:00</updated><title type='text'>Brrrr. Produkttest: Gore Bikewear Überschuhe. Ahhhh.</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Kalt ist es, an diesem Samstag. Dabei steht die Sonne schon hoch am Himmel, der so blau strahlt, als sei der bevorstehende Winter nur ein unbewiesenes Gerücht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7 Grad Celsius sagt mir mein Garmin - ganze 13 Grad mehr, als beim &lt;a href="http://cervelover.blogspot.com/2011/10/zwischen-hibernation-und-myalgie-mein.html"&gt;Zeitfahren Hamburg-Berlin&lt;/a&gt; letztes Wochenende, und doch - ich bin froh, dass ich sie habe. Die neuen Überschuhe von Gore Bike Wear.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-8lT1BAwEoGg/TqRdaH0Ah2I/AAAAAAAAEFw/JowQD2R4fZA/s1600/01_Cervelo_R3.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 568px; height: 298px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-8lT1BAwEoGg/TqRdaH0Ah2I/AAAAAAAAEFw/JowQD2R4fZA/s640/01_Cervelo_R3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die Strecke, die ich mir heute vornehme, ist nicht lang: Ganz 85 Kilometer durchs kalte - wenigstens nicht frostige - Norddeutschland. Oben 3 Schichten, unten 3 Schichten. Und ganz unten verrichtet die dämmende Pelzschicht der Überschuhe ihren Dienst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kein Windzug dringt durch die Überschuche - meine Mavic-Rennradschuhe sind extrem lüftungsaktiv, sodass ich mir jetzt sicher schon nach wenigen Kilometern Eiszehen geholt hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/--Q-P2DCwANM/TqRdbIUFH_I/AAAAAAAAEF4/s6GB3c-6XN4/s1600/02_Mavic_Gore_Bike_Wear.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 565px; height: 291px;" src="http://3.bp.blogspot.com/--Q-P2DCwANM/TqRdbIUFH_I/AAAAAAAAEF4/s6GB3c-6XN4/s640/02_Mavic_Gore_Bike_Wear.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;So aber sitzen die Überschuhe, dank genauer passform, dehnbarem Material und justierbarem Verschluss fest und sicher. Sie umkleiden sogar meine Sprunggelenke und - wie es sich für mich anfühlt - irgendwie stützen sie diese sogar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-RHzIkzpzxng/TqRdcMfDeVI/AAAAAAAAEGA/5Au8SpVHan0/s1600/03_Gore_Bikewear_Ueberschuh.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 573px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-RHzIkzpzxng/TqRdcMfDeVI/AAAAAAAAEGA/5Au8SpVHan0/s640/03_Gore_Bikewear_Ueberschuh.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Fast erinnern sie mich an die Speed-Überzieher, die die Jungs beim Zeitfahren tragen. Etwas klobig kommen sie schon daher, fast wir orthopädische Schuhe, aber der etwas fragwürdige ästhetische Effekt ist zweitrangig - die Überschuhe sind der Hammer!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erinnere das Zeitfahren Hamburg-Berlin - Minus 3 Grad hatten wir als Rekordniedrigstwert. Und meine Füße? Wohlig warm. Jederzeit. Kein Problem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-piRUeXhE5xM/TqRddRzvc4I/AAAAAAAAEGI/gfdi3SOgSeo/s1600/04_Klickpedal_Ueberschuh.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 573px; height: 365px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-piRUeXhE5xM/TqRddRzvc4I/AAAAAAAAEGI/gfdi3SOgSeo/s640/04_Klickpedal_Ueberschuh.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die Überschuhe sind an der Sohle komplett offen. Eine massive Naht und ein extrastarker Gummizug halten die beiden Schuhhälften unten zusammen. Genug Platz für die Cleats allemal. Und keine Angst - die Sohne ist immer windgeschützt. Keine Kälte schafft es in den Schuh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Grund? Innen haben sie die Überschuhe mit dichtem, weichen Fleece ausgekleidet. Ob Schafe oder Polyester dafür sterben mussten, weiß ich nicht: Ich weiß nur, dass diese Überschuhe die beste Anschaffung für die Herbstsaison auf dem Rennrad sind, die ich seit langem getätigt habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-XgwFLDDo3v8/TqRdd8H6jcI/AAAAAAAAEGQ/GFh5muW0zqE/s1600/05_Ueberschuh_innenfutter.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 267px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-XgwFLDDo3v8/TqRdd8H6jcI/AAAAAAAAEGQ/GFh5muW0zqE/s640/05_Ueberschuh_innenfutter.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Von Gore Bike Wear, das muss ich zugeben, war ich nach zwei Fehlkäufen und Qualitätsmangel eigentlich eher abgeneigt. Die 35 Euro für die Überschuhe - alle anderen kamen mir nicht halbso gut verarbeitet oder dämmend vor - habe ich nur zögerlich ausgegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach nun insgesamt knapp 400 Kilometern allerdings: Hut ab, Gore Bike Wear! Tolles Produkt. Die Qualität der Touren bei eisigen Temperaturen steigt dank Euch um 100 Prozent. Genial. Kaufen!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-3366310506947260902?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/3366310506947260902/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/10/brrrr-produkttest-gore-bikewear.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/3366310506947260902'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/3366310506947260902'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/10/brrrr-produkttest-gore-bikewear.html' title='Brrrr. Produkttest: Gore Bikewear Überschuhe. Ahhhh.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-8lT1BAwEoGg/TqRdaH0Ah2I/AAAAAAAAEFw/JowQD2R4fZA/s72-c/01_Cervelo_R3.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-5471178528402803923</id><published>2011-10-16T22:25:00.072+02:00</published><updated>2011-10-18T08:58:51.806+02:00</updated><title type='text'>Zwischen Hibernation und Myalgie. Mein Zeitfahren Hamburg-Berlin 2011.</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Es ist einer dieser Morgen, an denen einem klar wird, dass man sich eher schnell als langsam besser daran gewöhnen sollte, dass nun endgültig der Herbst und nach ihm der Winter das Zepter übernehmen werden: Die Saison ist vorbei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine kurzen Trikots mehr. Keine rasierten Beine, die in der Sonne glänzen. Vorbei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Statt dessen knirscht es, als wir vor dem Fährhaus Altengamme mit den Füßen in das Gras treten. Der Atem gefriert. Null Grad Celsius sagt das Thermometer, hatte da nicht gerade die Eiswarnlampe unseres Taxifahrers geleuchtet?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind 4 Uhr aufgestanden. Es ist Mitte Oktober: Zeitfahren Hamburg-Berlin!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-YlGFBmZ7KrA/Tps-Qsw8CwI/AAAAAAAAEB4/xN1xi1nVA5k/s1600/01_Lars_Lars.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://2.bp.blogspot.com/-YlGFBmZ7KrA/Tps-Qsw8CwI/AAAAAAAAEB4/xN1xi1nVA5k/s640/01_Lars_Lars.jpg" style="height: 288px; width: 515px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Im Fährhaus haben wir noch eine halbe Stunde. Wir, das sind dieses mal Lars und ich. Zwei Lärse in einem Team. Wieder zu zweit. Wieder 280 Kilometer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie frühstücken, die Brevetfahrer und Randonneure. Ich erkenne ein paar bekannte Gesichter. Man grüßt sich. Man feixt und lacht - aber leiser, als bei den Rennen, die ich sonst fahre. Leiser, fast wie als läge Schnee über uns allen. Scheinbar wissen wir, was uns blüht. Oh ja, wir wissen es!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Draußen gehen sie im Minutentakt an den Start.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;38 Minuten nach 6 ist unsere Zeit. Bis kurz vor Abflug drücken wir uns in der guten geheizten Stube herum, erst im letzten Moment gehen wir zu unseren Rennrädern - neben mir, im Halbdunkel, glänzt eine dicke Eisschicht auf steif gefrorenem Gras.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-qdm6CZ9vhPA/Tps-RMop1iI/AAAAAAAAECA/7AZiOZpcsw8/s1600/02_Anmeldung_audax_SH.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://3.bp.blogspot.com/-qdm6CZ9vhPA/Tps-RMop1iI/AAAAAAAAECA/7AZiOZpcsw8/s640/02_Anmeldung_audax_SH.JPG" style="height: 338px; width: 511px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Es war eine dieser genialen Eingebungen, die mich - bis jetzt - vor dem Erfrieren rettet. Ursprünglich wollte ich mit zwei kurzen und nur einer langen Laufhose starten. Im letzten Moment ziehe ich meine lange, dick geflockte Kombination, die noch aus Liegeradzeiten ganz untem im Sportschrank schlummerte, heraus: Nun wärmen zwei lange und eine kurze Hose.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, sagen wir, sie wärmen nicht, sie schützen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich auf meinem Cervélo sitze, spüre ich die Kälte kaum. Es ist die Hitze der Aufregung, die die Minustemperatur vertreibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-gUqU9nPwQi8/Tps-RoYJz_I/AAAAAAAAECI/c2vtU8dQBUc/s1600/03_Start_Zeitfahren_HHB.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://1.bp.blogspot.com/-gUqU9nPwQi8/Tps-RoYJz_I/AAAAAAAAECI/c2vtU8dQBUc/s640/03_Start_Zeitfahren_HHB.JPG" style="height: 341px; width: 515px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ein letzter Gruß, ein letztes Foto - "Los!", ruft der Zeitnehmer und Lars und ich treten rein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Strategie? Wir wollen zunächst langsam fahren. Langsam, das heißt in diesem Fall rund um die 30 km/h. Die Bewegung soll uns warm halten, wir wollen gut vorankommen: Ankommen ist die Devise - gewinnen, das tun bei Veranstaltungen dieser Art Typen, die aus ganz anderem Holz geschnitzt sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fahre an der Spitze. Die ersten Kilometer sind die Hölle: Bibbernd versuche ich, meinen zitternden Lenker gerade zu halten. Atemluft kondensiert an meiner Brille, Tränen rollen in Sturzbächen an meinen Wangen hinab und scheinen sofort zu gefrieren. Mir läuft die Nase, als habe jemand die Schleusen geöffnet - ich hatte am Mittwoch einen Schnupfen bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den freut dieses Wetter natürlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-W-4bjeYPfvw/Tps-SU9teyI/AAAAAAAAECQ/7hLsDpCHZS8/s1600/04_Nachtsicht.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://2.bp.blogspot.com/-W-4bjeYPfvw/Tps-SU9teyI/AAAAAAAAECQ/7hLsDpCHZS8/s640/04_Nachtsicht.jpg" style="height: 318px; width: 512px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Es ist nicht komplett dunkel. Ein kugelrunder Mond, der an einem makellosen Sternenhimmel prangt, weist uns den Weg. Zumindest, solange wir noch innerhalb bewohnter Siedlungen am Deich entlang fahren, erhellen ab und zu auch Straßenlampen den Weg. Ansonsten verlasse ich mich auf eine Lenker- und eine Stirnlampe, von hinten leuchtet Larsis Ixion mir zwischen die Beine hindurch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren recht flott. Angenehm tritt es sich, wir haben eine gute Speed drauf, denke ich mir und nachdem wir bei Geesthacht die erste Brücke auf die Südseite der Elbe überqueren haben wir auch schon die erste größere Gruppe und einige Einzelfahrer überholt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke garnicht daran, Speed rauszunehmen. Einen nach dem anderen kassieren wir - langsam, gemächlich zwar, aber wir überholen sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Super, ich fühle mich super heute!", rufe ich euphorisch nach hinten.&lt;br /&gt;Lars nickt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-xYHLz6eUa_Y/Tps-S8ordnI/AAAAAAAAECY/9Q4xlvBNgFw/s1600/05_sonne.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://1.bp.blogspot.com/-xYHLz6eUa_Y/Tps-S8ordnI/AAAAAAAAECY/9Q4xlvBNgFw/s640/05_sonne.jpg" style="height: 286px; width: 512px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Zaghaft dringen die ersten Sonnenstrahlen durch die Nacht, sie verteiben erstaunlich schnell die Schwärze vom Himmel - übrig bleibt ein atemberaubendes Farbenspiel am Himmel und schwarze Schemen vor uns, die die Welt sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir kurven den Deich entlang. Mal mit, mal ohne Begleitung. Erste Nebelbänke machen uns zu schaffen: Fahren wir in klarer Luft, fühlt es sich beinahe schon "warm" an - sobald wir aber in die dichte Nebelsuppe fahren, schlägt sich Feuchtigkeit auf allen Frontflächen ab, die Temperatur sinkt rapide.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-TqusJBd5I50/Tps-TT1VWeI/AAAAAAAAECg/UFqziYtw7x0/s1600/06_Licht.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/-TqusJBd5I50/Tps-TT1VWeI/AAAAAAAAECg/UFqziYtw7x0/s640/06_Licht.jpg" style="height: 287px; width: 514px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Irgendwann löse ich meine fast krampfhafte Konzentration vom Straßenbelag: Die Eiswarnung im Taxi und das verdächtige kristalline Glitzern auf dem Asphalt in Atengamme hatten in mir die Angst ausgelöst, der Bodenfrost könnte vor allem die Feuchtigkeit der Nebelbänke in eisglatte Straßenboberflächen verwandeln - was Gottseidank nicht der Fall ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So entspanne ich mich etwas und lockere meine Schultern. Immer an Martin Schwier vom Veloskop denken: Mit Hohlkreuz fahren und die Arme leicht anwinkeln!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinter mir, wie ein treuer Wingman, kurbelt Lars im Windschatten. Wenn ich mich umdrehe sehe ich seinen dick eingepackten Körper. Nur oben schaut ein rosig gefrorenes Gesicht schnaufend zwischen Helm und dickem Halstuch hervor. Gesichter wie diese sieht man sonst nur in Werbeprospekten für Skiorte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Eine Fahrt im Hundeschlitten ist ein ganz besonderer Spaß ..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-quizmNnnVR8/Tps-TqF2MBI/AAAAAAAAECo/M-Mtpj_o4eQ/s1600/06_Sonnenaufgang.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/-quizmNnnVR8/Tps-TqF2MBI/AAAAAAAAECo/M-Mtpj_o4eQ/s640/06_Sonnenaufgang.jpg" style="height: 287px; width: 514px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Wir lassen das AKW Krümmel links liegen. Die Sonne geht - scheinbar unbemerkt von uns - wie in einem einzigen Augenblick auf. Die seltsam verwunschenen, romantischen Kulissen und Schemen werden abgelöst durch fahle, milchtrübe Nebel-Ansichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manche Nebelbänke schweben in 3 bis 4 Metern Höhe - wie unter einem weißen Dach können wir hindurchfahren. Andere tauchen weißen Wänden gleich unvermittelt hinter Kurven auf wie lauernde Schurken - dann verschlucken sie uns. Von jetzt auf gleich wird es dann klirrekalt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Reif sammelt sich an meinen Handschuhen, unten an den Schienbeinen zieht sich ein Streifen Eis vom Knie zum Überschuh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-LOOwF2bNgds/Tps-UdZ7oeI/AAAAAAAAECw/a9h7CS4fCt0/s1600/07_Frost.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://1.bp.blogspot.com/-LOOwF2bNgds/Tps-UdZ7oeI/AAAAAAAAECw/a9h7CS4fCt0/s640/07_Frost.jpg" style="height: 288px; width: 515px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Manche Nebelbänke gar denen sich derart breit aus, dass wir viele Kilometer komplett in weißer Suppe fahren. Wenn wir - nun geht es los! - überholt werden, dann sehen wir die Frontlampen der heran stürmenden Randonneure erst im letzten Moment.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lars ruft nach vorn: "Hier sind vor und hinter uns bestimmt zig Rennradfahrer. Und sehen tun wir keinen ...!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-d4PKyMdMEpM/Tps-VFtiuBI/AAAAAAAAEC4/ANk23ft2wgc/s1600/08.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://3.bp.blogspot.com/-d4PKyMdMEpM/Tps-VFtiuBI/AAAAAAAAEC4/ANk23ft2wgc/s640/08.jpg" style="height: 289px; width: 517px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Kurzzeitig beschleunigen wir und hängen uns an eine recht flott vorbei fahrende Gruppe ran. Zwei, drei St. Paulianer und einige Brevet-Teilnehmer mit nicht-Hamburger Vereinstrikots.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich auf meinem Display nur die Navigation anzeigen lasse habe ich nicht immer die Geschwindigkeit im Blick - bei diesem Nebel verlässt mich auch meine Fähigkeit, anhand der vorbeifliegenden Bäume den Speed zu schätzen, aber eines ist schnell klar - diese Gruppe ist zu schnell für uns. Immer wieder lässt Lars abreißen, arbeitet sich nur mit Mühe wieder heran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir lassen sie ziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-u1x27rLuyhs/Tps-VgiVpuI/AAAAAAAAEDA/eoRQI-4ZnpY/s1600/09.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/-u1x27rLuyhs/Tps-VgiVpuI/AAAAAAAAEDA/eoRQI-4ZnpY/s640/09.jpg" style="height: 301px; width: 513px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Larsi ist ein alter Bekannter aus Liegerad-Zeiten. Seit etwas mehr als einem Jahr fährt er nun auch einen schicken Fenomalist von Storck. Es ist seine erste Teilnahme von Hamburg-Berlin und ich muss oft in mich hineinlächeln, weil ich mich selbst in ihm wieder erkenne: Seine Vorstellungen und Erwartungen an dieses Rennen, seine Ideen und seine erfrischende, manchmal naive aber immer sehr sympathische Einstellung zu dem, was wir hier heute vorhaben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nun? Was mag in ihm, 30 Kilometer nach Start vorgehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir können nicht den Windschatten einer Gruppe halten, fahren statt dessen mit 28, 27 km/h allein. Es weht ein leichter Gegenwind, der bei dieser Geschwindigkeit aber kaum behindert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hintern kurbelt Lars stoisch das, was ich vorgebe. Bin ich zu schnell, fällt er zurück. So regulieren wir uns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-LvtylJ-GOcY/Tps-WburJTI/AAAAAAAAEDI/SSoJCBRKlUU/s1600/10.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://1.bp.blogspot.com/-LvtylJ-GOcY/Tps-WburJTI/AAAAAAAAEDI/SSoJCBRKlUU/s640/10.jpg" style="height: 288px; width: 515px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Regulieren, das hoffe ich auch von der Sonne, die sich schüchtern beginnt über die Welt zu erheben. Heize den Laden hier auf!, denke ich mir und besehe mir meine Arme: Es ist Eis, dickes Eis, das da auf meinem Ärmel gefroren ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich meinen Arm einkicke, knirscht es laut. Als ich meinen Helm anfasse, fallen großere Platten Gefrorenes in mein Gesicht. Unten kann ich einen Abguss meines Schienbeins als Eisabdruck vom Stoff abziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Garmin zeigt -3 Grad Celsius an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-d8Nxtg6DcZ0/Tps-W1FDazI/AAAAAAAAEDQ/kfU6tpuZikY/s1600/11.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://2.bp.blogspot.com/-d8Nxtg6DcZ0/Tps-W1FDazI/AAAAAAAAEDQ/kfU6tpuZikY/s640/11.jpg" style="height: 288px; width: 515px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Trotz der Kälte fühle ich mich erstaunlich gut: Die drei Hosenschichten und meine nicht weniger als 4 Schichten am Oberkörper halten die Eiseskälte sehr wirksam ab. Die neuen Überschuhe von GORE Bikewear sind der Hammer - an den Füßen schwitze ich sogar leicht. Die zwei Handschuhschichten halten das Gröbste ab. Nur an den Armen dringt leicht die Kälte ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wärmeabgabe des Körpers aber kann das Gesamtsystem sehr gut beheizen, sodass ich von den 3 Grad unter Null - mit Windchill-Effekt sind das unglaubliche gefühlte -12 Grad Celsius - nicht viel spüre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schicke statt dessen ein Stoßgebet in den Himmel, als die Sonne endlich in all ihrer goldenen Pracht durch den Nebel bricht und sich ans Werk macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-DVJ8m6UuyIM/Tps-X2GjwdI/AAAAAAAAEDY/LgIRRUGvfKg/s1600/12.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/-DVJ8m6UuyIM/Tps-X2GjwdI/AAAAAAAAEDY/LgIRRUGvfKg/s640/12.jpg" style="height: 289px; width: 514px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Wir erreichen rund um Hitzacker "die Berge". Es sind zwei, drei Steigungen (die einzigen, die man als solche bezeichnen darf), die dann auch für einen Großteil der knapp 500 Höhenmeter der gesamten Strecke verantwortlich sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben uns, rechts, kommen die steilen Hänge des Elbtals immer näher, bis wir dann endlich auf das kleine Blatt schalten und die Rampen in Angriff nehmen. Sehr schön schlängelt sich die kleine Straße mitten im Wald den Hang hinauf, 7, 8 Prozent - an zwei kleinen, kurzen Rampen knackige 13 Prozent.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Locker kurbele ich hinauf. Berge sind mein Zuhause, das weiß ich, Steigungen meist meine Rettung im Rennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei Lars, meinem Mitstreiter, sieht das ganz anders aus. Wuchtig kämpft er sich meist schon ab Anfang der Rampe im Wiegetritt die Vertikale hinauf. Langsam, sehr langsam, schnauft er sich empor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne Böses beschreien zu wollen - aber ich denke mir: "Das wird für ihn heute ganz, ganz, ganz schwer!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-UpyyJ9Qwr4E/Tps-YoDzOtI/AAAAAAAAEDg/IB0iQFEFjm0/s1600/13.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://1.bp.blogspot.com/-UpyyJ9Qwr4E/Tps-YoDzOtI/AAAAAAAAEDg/IB0iQFEFjm0/s640/13.jpg" style="height: 289px; width: 517px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;In der Steigung machen wir eine erste Pinkelpause. Zwei Trauben zu je 10 Fahrern überholen uns. Ich nutze die Wartezeit und esse eine der mitgebrachten Vollkornstullen, drücke mir mein erstes Gel in den Mund und versuche, die zu Bananeneis gefrorene Frucht aus meiner Trikottasche zu fingern und zu essen. Es wird sehr schnell sehr kalt, wenn wir stehen und uns nicht bewegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als es weiter geht, fällt Lars immer wieder sehr weit an den Steigungen zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Abfahrten - mitunter sehr rasant - kann ich kaum genießen. Ab 60 km/h wir der Fahrtwind dermaßen kalt, dass mir die Tränen schon am Augapfel selbst festzufrieren scheinen. Ich bremse dann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch den Wald und die restlichen Steigungen zuckeln wir eher gemütlich. Irgendwann, auf dem Scheitelpunkt der letzten Welle, überholt uns wieder eine Gruppe. Diesmal bedeute ich Lars, dass wir dranbleiben &lt;span style="font-style: italic;"&gt;müssen&lt;/span&gt; und gebe Gas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hängen uns an die Jungs dran - es sind nur noch 5, 6 Kilometer zur Kontrollstation in Dömitz, wo wir die Elbe von Süd nach Nord zu überqueren haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schnell sind wir wieder auf über 30 km/h - ungewohntes Gefühl nach dem Herumgekurve im niedrigen zweistelligen Bereich. Sie wechseln sich im Wind ab - auch ich bleibe für ein paar Minuten vorn. Lutschen ohne was zurück zu geben ist nicht so mein Ding.&lt;br /&gt;Schnell kurbeln wir die Kilometer runter. Als endlich die Brücke in Sicht kommt, geht ein Aufatmen durch unser kleines Peloton.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-0eGqW3lMMyg/Tps-ZIZHq4I/AAAAAAAAEDo/G4aYB-GPnS0/s1600/14.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://2.bp.blogspot.com/-0eGqW3lMMyg/Tps-ZIZHq4I/AAAAAAAAEDo/G4aYB-GPnS0/s640/14.jpg" style="height: 282px; width: 513px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Mehr schlecht als recht erreichen wir Dömitz. Diese ersten 100 Kilometer haben doch enorm geschlaucht. Ich fühle, dass wir es am Anfang doch etwas zu schnell angegangen sind - und dann überrascht mich der hohe Speed unserer Gruppe. Das ist keine Tourengeschwindigkeit, das ist fast RTF-Niveau, mit dem die hier fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das halten die 280 Kilometer aus?&lt;br /&gt;Ich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-9TK-klrZv8Y/Tps-Z7H3p6I/AAAAAAAAEDw/2hRTpeXtx9c/s1600/15.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://3.bp.blogspot.com/-9TK-klrZv8Y/Tps-Z7H3p6I/AAAAAAAAEDw/2hRTpeXtx9c/s640/15.jpg" style="height: 373px; width: 515px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Hinten lässt Lars langsam ausrollen. Starr sein Blick nach vorne. Wir bremsen und biegen auf den Parkplatz mit dem Denkmal zur Deutschen Einheit ein. Wie immer haben sie hier ein Büffett mit Stullen, Bananen, Süßkram, Heißgetränken und Joghurt aufgebaut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich freue mich aufs Essen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-CwIaTSQX_V4/Tps-afDKpVI/AAAAAAAAED4/pxh8WtDDZGM/s1600/16.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/-CwIaTSQX_V4/Tps-afDKpVI/AAAAAAAAED4/pxh8WtDDZGM/s640/16.jpg" style="height: 286px; width: 512px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Wie schon 2010 tummeln sich die ausgelaugten Randonneure um die Tische. Mich spricht Andrea Ollmann an, die ich noch aus einem wilden E-Mail-Wechsel aus Liegeradzeiten kenne. Sie mich aber nicht - dafür liest sie meinen Blog. Ach, denke ich mir uns muss in die Morgensonne lächeln - da geht mir doch glatt das Herz auf. Danke Andrea ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schnappe mir zwei Vollkornschnitten mit dickem Kochschinken und rühre zitternd einen großen Becher Kaffee um - schon Wahnsinn, wie schnell der Körper auskühlt, wenn er keine Bewegungswärme mehr produziert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-4vWadgCTr6I/Tps-a2ZoX4I/AAAAAAAAEEA/X-KwxmWQqOM/s1600/17.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://3.bp.blogspot.com/-4vWadgCTr6I/Tps-a2ZoX4I/AAAAAAAAEEA/X-KwxmWQqOM/s640/17.JPG" style="height: 342px; width: 517px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Immer mehr Leute treffen ein und ich realisiere, dass wir gar nicht so schlecht in der Zeit zu liegen scheinen. 100 Kilometer, immerhin, stehen auf dem Garmin und ich bin guter Dinge, was den Rest der Strecke angeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Schnupfen. Er nervt. Ich muss alle paar Minuten den Rotz aus den Löchern drücken. Nicht selten landet eine Portion dabei, durch Fahrtwind und Böen beschleunigt, auf meinen Schultern. Gottseidank nur Schleim am Körper, denke ich mir: Mit Kopfschmerzen oder gar erhöhter Temperatur wäre das hier unmöglich. So aber verklebt mir der Schnupefn nur die Nase. Unschön, aber auch nicht weltbewegend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich komme vom Klo und es scheint mir, als müsste ich Lars drängeln, wieder loszufahren. Ihm fehlt - oder bilde ich mir das nur ein? - irgendwie der Enthusiasmus hier. Aber er steigt aufs Rad. Er fährt los. Wir treten rein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsamer als noch vorhin. Wieder sind wir nur als Zweiergespann unterwegs. Was schwierig werden wird, denn der Wind - natürlich von vorn - hat merklich zugenommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinter Dömitz beginnt der einsamere Teil von Hamburg-Berlin. Unser Track führt uns auf Nebenstraßen durch kleine Wälder, meist aber auf kleinen asphaltierten Feldwegen durch Äcker. Den Wind hält hier nichts auf - ich habe zu tun, die 27, 28 km/h zu halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem der Waldstücke kommen wir an einem Krankenwagen vorbei. Drei Teilnehmer stehen wie geschockt da. "Können wir helfen?", rufe ich ihnen zu. Sie schütteln ihre Köpfe - ihr Kollege wird gerade verladen. Lars wird hinterher herausbekommen, dass dies ein böser Sturz mit - zum Glück wohl keinen schweren - Gesichtsverletzungen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Hamburg-Berlin, mein letztes Rennen 2011, bleibt also nicht vom Sturzunglück verschont ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-Obx0BXzUNfc/Tps-bn0V4pI/AAAAAAAAEEI/WqsjnEi0fyk/s1600/18.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/-Obx0BXzUNfc/Tps-bn0V4pI/AAAAAAAAEEI/WqsjnEi0fyk/s640/18.jpg" style="height: 290px; width: 519px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die Fahrt wird anstrengender. Hinter mir lässt sich Lars immer öfter zurückfallen. Das Gekurve durch die Äcker bringt uns mal mehr, mal weniger hart in den Gegenwind, unsere Geschwindigkeit fällt oft unter 23 km/h.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Bei dieser Speed kommen wir nie an.", rufe ich ihm zu.&lt;br /&gt;"Ich kann nicht schneller.", kommt traurig die Antwort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine weitere Gruppe Rennradler überholt uns: "Los, da hängen wir uns ran - Windschatten!", versuche ich ihn zu ködern. Doch Lars ist am Ende seiner Kräfte. Den Sprung ans Ende der uns überholenden Gruppe schafft er nicht. Sie ziehen vor uns davon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Okay.", schlage ich vor: "Wir machen bei Kilometer 200 auf jeden Fall eine schöne Pause, ja?" Lars schüttelt den Kopf. Betroffen sieht er aus. Er entgegnet: "Ehrlich - lass uns bis Wittenberge fahren und dann sehen ..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da weiß ich Bescheid. Lars ist leer. Lars ist alle. Lars wird hier heute nicht zu Ende fahren, für ihn wird Wittenberge - das eigentlich sowieso nicht auf dem Track liegt - der Ausstiegspunkt sein. Ich frage ihn deshalb klar, ob er aussteigen will. "Ja. Es geht nicht mehr!", die Enttäuschung steht ihm ins Gesicht geschrieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor uns hat die Gruppe, die uns eben noch überholt hat, gestoppt - ein Mitstreiter hat eine Panne. Wir überholen sie und ich erkenne meine Chance. Schweren Herzens schlage ich Lars vor, dass er sich allein bis Wittenberge durchschlägt (mit seinem iPhone kein Problem) - ich würde mich an die Gruppe hängen.&lt;br /&gt;Er nickt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich mich an die Jungs ranhänge, sehe ich ihn allein zurück bleiben. Ich fühle mich mies und ich weiß, dass er sich noch mieser fühlt. Ich kenne dieses Gefühl nur allzu gut: 2010 war ich es, der aufgeben musste. Der am Boden war. Der enttäuscht und desillusioniert war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ziemlich genau bei der selben Kilometermarke. Für Lars ist bei Kilometer 119 Schluss. Er wird sich nach Wittenberge in den Zug retten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-DG4xfBLDe70/Tps-cT6UIDI/AAAAAAAAEEQ/ZpFDu5xusgg/s1600/19.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://3.bp.blogspot.com/-DG4xfBLDe70/Tps-cT6UIDI/AAAAAAAAEEQ/ZpFDu5xusgg/s640/19.jpg" style="height: 304px; width: 515px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich hänge mich an die 5er Gruppe ran und merke sofort, dass hier eine andere Musik spielt. Wir haben drei sehr starke Fahrer aus einem Team, einen komplett in Schwarz gekleideten Fotografen und einen schweigsamen Mitfahrer in der Gruppe. Der Speed ist hoch, um die 30 km/h, und es wird regelmäßig gewechselt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir rollen durch Havelberg und schießen in die Heide.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir uns nahe am Deich entlang schlängeln und viele Poller umschiffen müssen, macht mir, als ich dran bin, das Führen keine Probleme: Ich verrichte meinen Dienst, gebe den Jungs für ein paar Minuten Windschatten und mache die Pace, bis mein Hintermann die nächsten Minuten übernimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei mal biegen wir falsch ab (haben die unterschiedliche Tracks?) und beim dritten mal wird es mir zu bunt. Ich lasse sie auf einen Schotterweg abbiegen und folge meinem - asphaltierten - Track.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun allerdings allein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-6_WZN5S2n_4/Tps-dEGCnbI/AAAAAAAAEEY/R_blLnd22xk/s1600/20.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://2.bp.blogspot.com/-6_WZN5S2n_4/Tps-dEGCnbI/AAAAAAAAEEY/R_blLnd22xk/s640/20.jpg" style="height: 285px; width: 510px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die Kilometer die nun folgen, sind so trostlos, das selbst die Sonne, die scheinbar nochmal alles rausholen und sich für den nächsten Sommer empfehlen will, nichts an meiner Laune ausrichten kann: Der Track führt mich genau in den mittlerweile steif und stetig wehenden Gegenwind, meine Nase läuft daher wie geschmiert, einige heftige Nies-Attacken bringen mein Rennrad ins Schlingern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Schnauben fällt mir auf, dass ich mir aus dem rechten Nasenloch Blut in den Handschuh schneuze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte schon lustigere Touren ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-wguZAQyLhEs/Tps-dmVJOcI/AAAAAAAAEEg/msajZs4olqE/s1600/21.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://2.bp.blogspot.com/-wguZAQyLhEs/Tps-dmVJOcI/AAAAAAAAEEg/msajZs4olqE/s640/21.jpg" style="height: 288px; width: 515px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich fühle mich wie ein einsamer Cowboy auf weitem Trail. Hier draußen ist nichts. Wie sehr sehne ich mir eine B-Straße herbei, da gibt es wenigstens ab und zu LKWs, die mich überholen. Wie sehr sehne ich mir das ignorante Hupen eines Autofahrers herbei. Aber hier. Hier sind selbst die Kuhweiden leer - Deutschland nach einem Atomschlag, so muss sich das anfühlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Knie schalten sich langsam ein. Hatte ich während harter Rennbelastungen 2011 immer mal wieder temporär Knieschmerzen im linken Knie, sind es nun gleich beide, die muckern. Doof, denn so kann ich nur mit kleineren Gängen und höherer Trittfrequenz versuchen, das Stechen hinter der Patella wegzubekommen und nicht das eine Knie durch stärkeren Einsatz des anderen zu entlasten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immer wieder gehe ich kurzzeitig in den Wiegetritt, um Muskeln zu lockern und meinen Hintern, der sich nun ins Beschwerde-Stakkato meines Körpers eingeklinkt hat, zu beruhigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-20I7pY2GmQE/Tps-evQlucI/AAAAAAAAEEo/P9QPCXsvbhE/s1600/22_Hinter_Havelberg.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://3.bp.blogspot.com/-20I7pY2GmQE/Tps-evQlucI/AAAAAAAAEEo/P9QPCXsvbhE/s640/22_Hinter_Havelberg.jpg" style="height: 269px; width: 513px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Als mich wie aus dem Nichts eine weitere Gruppe Rennradler überholt und ich es nur wenige Minuten schaffe, ihrem abermals sehr hohen Tempo zu folgen, macht sich langsam ein schleichender Depri breit: Ich beschließe, im nächsten Ort eine kleine Essenspause mit 15 Minuten in der Sonne liegen anzuhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das tue ich dann auch bald. In Kuhlhausen steht eine Bank einladend gleich neben dem Friedhof. Da halte ich an, esse meine letzte Vollkornstulle, einen Energie-Riegel und die letzte Banane, trinke die erste Flasche leer und lege mich für ein paar Minuten in die Sonne. Der Körper fährt langsam runter, das Muckern im Knie geht weg. Nur das Niesen nervt, wie immer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bollernd ziehen ab und zu - sauschnell! - größere und kleinere Gruppen Teilnehmer vorbei. Nach 20 Minuten raffe ich mich auf und trete wieder rein. Es dauert keine 5 Minuten, da ist der Erholungseffekt wieder verpufft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Aha", sage ich mir, "Hier beginnt sie also, die Prüfung."&lt;br /&gt;Kann der Geist über den Körper siegen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-iflg5SZIZwU/Tps-fB5hfxI/AAAAAAAAEEw/YhW4499L-uQ/s1600/23_Lars_Reisberg.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/-iflg5SZIZwU/Tps-fB5hfxI/AAAAAAAAEEw/YhW4499L-uQ/s640/23_Lars_Reisberg.jpg" style="height: 285px; width: 510px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich quäle mich nun. Jetzt bin ich es, der nur noch 23 km/h halten kann.&lt;br /&gt;Knarzend schmerzen die Kniegelenke bei jeder Kurbelumdrehung.&lt;br /&gt;Mir ist, als bremse mich jede Böe auf einstellige Werte herunter.&lt;br /&gt;Als überholten mich die Andere mit dreifacher Speed.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Nasenbluten geht nicht weg - kein wunder, wenn ich alle paar Minuten versuche, den Schnupfenschleim per Hochdruck aus dem Loch zu pressen. Rücken und Halswirbel kommen nun auch dazu, ich freue mich, dass ich wieder kurz zum Pinkeln anhalten darf. Beim Abschütteln lasse ich mir Zeit wie sonst nie - Hauptsache nicht kurbeln!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Spaß kann nun keine Rede mehr sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-gSL0_iezTRs/Tps-f4XvFyI/AAAAAAAAEE4/V7qlHBUfokg/s1600/24_Rhinow.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/-gSL0_iezTRs/Tps-f4XvFyI/AAAAAAAAEE4/V7qlHBUfokg/s640/24_Rhinow.jpg" style="height: 289px; width: 517px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;In Rhinow dämmert mir wage, dass auch ich heute wohl nicht kurbelnd in Berlin ankommen werde. Ich kann nur noch im Stehen halbwegs schmerzfrei fahren, ansonsten ist mein Körper eine einzige Oase des Schmerzes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immer wieder ohrfeigen mich überholende Rennradler, ihr "Los, häng Dich ran!" klingt wie Hohn. "Ach Scheiße!", denke ich mir und raffe mich auf, trete rein, erreiche den Windschatten und bin wieder flott unterwegs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Gruppe, das sind 2 Mann. Ein Schwabe und ein Stimmloser, etwas blasse Zeitgenosse. Der Schwabe hat Waden wie Oberschenkel, fährt geradezu in obszön kurzen Klamotten, fast, als wolle er mit seinen blanken Beinen die Kälte provozieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir ziehen uns mit niedrigen 30ern durch die Heide. Der Wadenkoloss polkt durch den Gegenwind, als sei es nichts. Als ich dran bin mit Führen, er ausschert und ich mich plötzlich im Wind wiederfinde ist es, als ziehe jemand meine Bremsen - Wow! Wie ein Schlag in die Magengrube! Ich trete, ich quäle mich und es dauert keine 100 Meter da weiß ich, dass ich den Beiden nichts zu geben habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Ehre halber beiße ich mich bis zum nächsten Ortsschild durch, dann gehe ich nach hinten in den Windschatten. Wieviel Prozent Leistung spart man, wenn man in ihm fährt? 30? Das hier fühlt sich an, als spare ich 80 Prozent. Ein Leichtes, mich mitsaugen zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nicht mein Stil.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-xVBj3wQWhpc/Tps-gzVrirI/AAAAAAAAEFA/iiDA6SCgbZ0/s1600/25_Friesack.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/-xVBj3wQWhpc/Tps-gzVrirI/AAAAAAAAEFA/iiDA6SCgbZ0/s640/25_Friesack.jpg" style="height: 269px; width: 513px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich lasse sie ziehen. Der Schwabe - wahrer Sportsmann! - dreht sich noch einmal um, motiviert mich winkend, mich ranzufahren, ich aber schicke sie weg. Nein, wenn ich nichts zu geben habe, will ich auch nicht nehmen. Berlin auf ihre Kosten zu erreichen, wäre wertlos für mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Sieg, der nicht mir gebührt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Leistung, die keine ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schmerzhaft taste ich mich von Friesack, dem Ort, an dem mein Garmin mir einen rettenden Bahnhof verspricht, die letzten Kilometer voran. Mein Garmin stoppt bei Kilometer 218. Und dann fährt mir auch noch der Zug vor der Nase davon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-TQknMpjXQB4/Tps-hj8PHbI/AAAAAAAAEFI/Cu3Lb4j_beo/s1600/26_Scheitern.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/-TQknMpjXQB4/Tps-hj8PHbI/AAAAAAAAEFI/Cu3Lb4j_beo/s640/26_Scheitern.jpg" style="height: 321px; width: 514px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich sitze über eine Stunde frierend am Bahnsteig herum. Viel Zeit zum Nachdenken. Und Naseschnauben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Zug braucht genau 30 Minuten bis Spandau. Die letzten 7 Kilometer zum Zielort, wo sich die glücklichen Finisher in die Arme fallen, radle ich wie Mutti beim Einkaufen. Wortlos trinke ich zwischen all den ausgelassen Feiernden mein alkfreies Weizen, verschlinge eine Bratwurst und hole meinen Rucksack.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch 2011 hat es also nicht geklappt mit dem Finishen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Woran es gelegen hat, dazu wird später noch Zeit sein, zu analysieren. Erstmal will ich nur eins: In mein Hotel. Unter eine heiße Dusche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und endlich in ein richtiges Taschentuch schneuzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Hier gibts den &lt;a href="http://connect.garmin.com/activity/122169556#"&gt;Garmin-Track&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und hier könnt Ihr Euch gern nochmal das &lt;a href="http://www.blogger.com/cervelover.blogspot.com/2010/10/42-prozent-mein-zeitfahren-hamburg.html"&gt;Zeitfahren HHB 2010&lt;/a&gt; anschauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fotos vom Start und in Dömitz mit freundlicher Genehmigung von Burkhard / Audax Club SH&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-5471178528402803923?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/5471178528402803923/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/10/zwischen-hibernation-und-myalgie-mein.html#comment-form' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/5471178528402803923'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/5471178528402803923'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/10/zwischen-hibernation-und-myalgie-mein.html' title='Zwischen Hibernation und Myalgie. Mein Zeitfahren Hamburg-Berlin 2011.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-YlGFBmZ7KrA/Tps-Qsw8CwI/AAAAAAAAEB4/xN1xi1nVA5k/s72-c/01_Lars_Lars.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-3244310152853060400</id><published>2011-10-12T16:46:00.012+02:00</published><updated>2011-10-16T21:21:40.909+02:00</updated><title type='text'>Antreten zur Anprobe: Die Kleiderordnung für das Zeitfahren Hamburg-Berlin 2011.</title><content type='html'>Ah, endlich ist es soweit: Am Samstag bekomme ich die Chance, meine Schmach von 2010 ungeschehen zu machen. Die 280 Kilometer des Zeitfahren Hamburg-Berlin - traditionell für viele Rennradfahrer der Saisonabschluss - stehen an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-0lU3GBj6xrE/TpXu4SrnvoI/AAAAAAAAEBw/fr5uaEWrrXE/s1600/06_Cervelo_R3.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 559px; height: 391px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-0lU3GBj6xrE/TpXu4SrnvoI/AAAAAAAAEBw/fr5uaEWrrXE/s640/06_Cervelo_R3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;In den letzten Tagen habe ich mich mit dem Track, Hotel- und Rückfahrtbuchung, Ernährung unterwegs, der Wartung meines Cervélo R3 und natürlich mit der wichtigen Frage: Was anziehen? beschäftigt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Wetterfee (bestätigt von Google) bescheinigt einen sonnigen, mit wenigen Wolken garnierten Tag. Das Niederschlagsrisiko liegt bei 0 Prozent. Die Temperaturen werden sich im einstelligen Bereich bis maximal 11, 12 Grad bewegen: Perfekt für ein Herbst-Erlebnis!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich erinnere mich, dass es letztes Jahr vor allem mein Hintern war, der gelitten hat. Die Lösung: Ich werde über meiner kurzen Radhose und der langen Laufhose eine zweite Radhose tragen. Samt Polster.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-E6hvjQDJh2o/TpXu1C2cy0I/AAAAAAAAEBI/r7pjRCs0MrU/s1600/01_Vaude_rennradbekleidung.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 562px; height: 393px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-E6hvjQDJh2o/TpXu1C2cy0I/AAAAAAAAEBI/r7pjRCs0MrU/s640/01_Vaude_rennradbekleidung.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Und behindert mich weder beim Sitzen noch beim Treten. Die wenigen Millimeter, die mein Hintern jetzt höher liegt, als normal, wirken sich - zumindest beim Test heute - nicht auf die Bewegungsabläufe aus. Wenn doch, wird die Hose halt ausgezogen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nach HHB 2010 plagten mich irre Rückenschmerzen und eine hässliche Erkältung. Grund: Ich hatte mir die Nieren am Rücken verkühlt. Dies wird mir am Samstag nicht mehr passieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-lpWyJNrz3mw/TpXu1oO7DzI/AAAAAAAAEBQ/28Q_AZnjsrM/s1600/02_Craft_Underwear.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 560px; height: 392px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-lpWyJNrz3mw/TpXu1oO7DzI/AAAAAAAAEBQ/28Q_AZnjsrM/s640/02_Craft_Underwear.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ein kurzes und ein langes Unterhemd von Craft werden genug Wärme am Körper halten. Hoffe ich. Ein kurzes Trikot, ein Langes Trikot und meine Cervélo-Jacke runden die Oberbekleidung ab.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ob ich die dämmende Vaude-Kappe unter dem Helm brauchen werde, weiß ich noch nicht. Sie wärmt zumindest super die Ohren. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass das Cervélo-Cap ausreichen dürfte: 10 Grad und Sonnenschein sollten keinen Ohrenfrost verursachen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Da es keinen Regen geben wird (Gottseidank!) muss ich auch nicht wieder meine Socken in wasserdichte Frischhaltefolie verpacken - freue mich aber sehr darauf, die nagelneuen Gore-Tex Überschuhe auszuprobieren.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-_99UaHhZzJA/TpXu3ZTRIhI/AAAAAAAAEBo/S_eds6okRGI/s1600/05_Gore_Tex_Ueberschuhe.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 561px; height: 324px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-_99UaHhZzJA/TpXu3ZTRIhI/AAAAAAAAEBo/S_eds6okRGI/s640/05_Gore_Tex_Ueberschuhe.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Lange Handschuhe unter den normalen Radhandschuhen sind ein Muss.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Tja. Und so kann sie kommen, die Reise nach Berlin. Ich freue mich auf Lars, der sich trotzdem er ein schickes Storck besitzt, bereit erklärt hat, im Team mit dem Namen "Cervelovers" zu starten. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Okay, dafür habe ich unser Hotel auch in der Nähe des Storck-Store in Berlin gebucht ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-hUxqyWYRfq8/TpXu290IeoI/AAAAAAAAEBg/OwH9LfA5sjI/s1600/04_Cervelo_Rennrad.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 560px; height: 392px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-hUxqyWYRfq8/TpXu290IeoI/AAAAAAAAEBg/OwH9LfA5sjI/s640/04_Cervelo_Rennrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wenn wir jetzt nur noch einen seichten Westwind bekommen, dann kann doch eigentlich nichts mehr schief gehen: Gut angezogen bin ich jedenfalls.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;+++ UPDATE +++&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Aufgrund eines sich ausbreitenden Schnupfens und der Tatsache, dass die Hamburger morgens wieder anfangen, ihre &lt;i&gt;vereisten &lt;/i&gt;Autos freizukratzen, werde ich eine komplett lange Kombination (Hose, Langarm, alles geflockt) sowie die Laufhose (lang) und die kurze Kombination tragen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-3244310152853060400?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/3244310152853060400/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/10/anprobe-kleiderordnung-fur-das.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/3244310152853060400'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/3244310152853060400'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/10/anprobe-kleiderordnung-fur-das.html' title='Antreten zur Anprobe: Die Kleiderordnung für das Zeitfahren Hamburg-Berlin 2011.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-0lU3GBj6xrE/TpXu4SrnvoI/AAAAAAAAEBw/fr5uaEWrrXE/s72-c/06_Cervelo_R3.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-6742664110818576585</id><published>2011-10-06T07:32:00.015+02:00</published><updated>2011-10-06T21:41:20.058+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='http://www.blogger.com/img/blank.gif'/><title type='text'>Puuh, geschafft! Mein Münsterland.Giro 2011.</title><content type='html'>Das war ja wieder was! Der Giro in Deutschlands Fahrradhauptstadt ist traditionell das letzte Rennen im Kalender des German Cycling Cup und mittlerweile die drittgrößte Rennradveranstaltung Deutschlands - kein Wunder also, dass sich wieder Tausende Sportfreunde bei noch dazu strahlendem Sonnenschein in die Starterlisten eingetragen hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-W6Y8wUQIm2Q/To34hI41vtI/AAAAAAAAD_U/dVhjpzAQtmM/s1600/01_Akkreditierung.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 319px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-W6Y8wUQIm2Q/To34hI41vtI/AAAAAAAAD_U/dVhjpzAQtmM/s640/01_Akkreditierung.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;So auch ich - wieder als Teil der Equipe SunClass.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für dieses Rennen hatten Heiko und ich so etwas wie eine Tour d´Honeur geplant: Ankommen, ja sicher ankommen war das Ziel. Mit mittlerweile 7 Renneinsätzen in den Beinen, noch dazu mit slchen Knallern wie dem &lt;a href="http://cervelover.blogspot.com/2011/09/rothaus-riderman-2011-drei-tage.html"&gt;Rothaus RiderMan&lt;/a&gt; oder den &lt;a href="http://cervelover.blogspot.com/2011/09/eine-runde-uber-die-nordschleife24.html"&gt;24 Stunden auf der Nordschleife&lt;/a&gt; am Nürburgring waren Spitzenleistungen an diesem freien Montag von Anfang an eher nicht im Fokus unseres Teams.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wohl eher schon der Auftrag, den fantastischen 22ten Platz, den unser Team in der Gesamtwertung nach dem RiderMan belegt hatte, zu halten - Alle für Kerstin! - war die Devise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-I9gHkhxDJ0s/To34i28zrWI/AAAAAAAAD_c/gYCKb70FkkQ/s1600/03_Muensterland_Giro_2011.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 367px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-I9gHkhxDJ0s/To34i28zrWI/AAAAAAAAD_c/gYCKb70FkkQ/s640/03_Muensterland_Giro_2011.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Mit am Start finden sich Flow (den kennt Ihr ja von meiner &lt;a href="http://www.lepetiteboucle.blogspot.com"&gt;Tour de France&lt;/a&gt;) und Jan, der ein seltenes Gastspiel bei SunClass Radsport in seiner alten Heimat im Münsterland gegeben hat und natürlich Kerstin, die sich schon be Rund um die Nürnberger Altstadt wacker geschlagen hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So rollen wir morgens kurz vor 9 zum Start - bibbernd und frierend. Zwar ist - Gottseidank! - super Wetter angesagt, aber so früh sehen wir davon noch nichts. Eine undurchdringliche, weiße Nebelsuppe trübt die Sicht, klitzekleine Tropfen eiskalten Reif-Wassers schweben in der Luft, setzen sich an die nackten Beine und Arme, stechen wie Nadelspitzen und lassen das Peloton zittern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-wrQDHRL4k4U/To34iG-MNqI/AAAAAAAAD_Y/YsRIZO0K_5M/s1600/02_Start_Munsterlandgiro.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 318px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-wrQDHRL4k4U/To34iG-MNqI/AAAAAAAAD_Y/YsRIZO0K_5M/s640/02_Start_Munsterlandgiro.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Etwas mehr als 800 Fahrer haben sich für die 140 km eingetragen. Unwahrscheinlich, hier als Mann in die punktebringenden Top 200 zu kommen: Aufgrund der immensen Streckenlänge ist der Münsterland.Giro (ähnlich wie die Neuseen.Classics) ein Punktebringer ohne Ende, weshalb die großen, starken Teams mit Ambitionen hier zahlreich und vollständig angetreten sind: Für uns kein Anlass, in den aussichtslosen Kampf zu gehen. Dann lieber für Kerstin die Pace machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir starten pünktlich und lassen von Anfang an gleich dutzende Rennfahrer an uns vorbei: Kerstin gibt das Tempo vor. Während sich das Feld vorn mit mehr als 45 km/h entfernt, sammeln sich die "Bummler" mit 38/39 km/h Schnitt in einer recht großen Gruppe. Wir mittendrin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-ASddDuRan30/To34kVEFplI/AAAAAAAAD_k/zEFS0SxVxGg/s1600/05_Equipe_SunClass_Fuehrung.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 364px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-ASddDuRan30/To34kVEFplI/AAAAAAAAD_k/zEFS0SxVxGg/s640/05_Equipe_SunClass_Fuehrung.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Es ist ein neues, ein ungewohntes Fahren: Vorne Heiko, Flow und ich an der Spitze, hinter uns, in unserer Mitte, im Windschatten, in der sicheren Zone - Kerstin. Vorne wechseln wir öfter die Positionen, die Dynamik im Feld bewirkt, dass ab wir uns und zu zwei, drei Positionen vor Kerstin wiederfinden und uns erst einmal wieder zurück fallen lassen müssen - oder man wird, vor allem wenn man zu sehr nach rechts abdriftet, hinter einem Rennradler aufgehalten, sodass die drei einen überholen. Es ist eine ganz neue Art, ein Rennen zu fahren: Wir pacen nicht, wir bolzen nicht, wir kommen kaum an die Pulsgrenzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-l8sk_u_-Oy4/To34nHnnneI/AAAAAAAAD_w/cOplbXBCR4U/s1600/09_Lars_Reisberg_Rennrad.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 574px; height: 321px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-l8sk_u_-Oy4/To34nHnnneI/AAAAAAAAD_w/cOplbXBCR4U/s640/09_Lars_Reisberg_Rennrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Es fühlt sich eher wie eine RTF an. Zwar immer noch recht flott - 39er Schnitte in der Ebene ist ja nun alles andere als Bummelspeed - aber wir gehen es gemütlicher an, ans noch im letzten  Jahr. Das müssen wir auch, denn ich zähe allein auf den ersten 50 Kilometern zur ersten Bergwertung 5 Stürze - einer davon sah schlimm aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sehen auch kaum etwas: Undurchdringlich grau wabert der Nebel um uns herum, kaum weiter als 50 Meter kann man blicken. Am schlimmsten finde ich, dass der Reif auf den Brillengläsern kondensiert und man nach 5 Minuten kaum noch klar sehen kann, was der Vordermann treibt: Brandgefährlich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-VKBf2LjQ_qo/To34j0JtR_I/AAAAAAAAD_g/ncsqWrOLUwQ/s1600/04_Munsterlandgiro.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 319px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-VKBf2LjQ_qo/To34j0JtR_I/AAAAAAAAD_g/ncsqWrOLUwQ/s640/04_Munsterlandgiro.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;SunClass hält sich an der Spitze unseres knapp 50 bis 80 Fahrer großen Feldes, oder sagen wir, knapp dahinter, denn führen wollen wir nicht. Das Windschattengeben für Kerstin klappt super und so entnehme ich kleinen Seitenblicken und Gesprächsfetzen, dass sie super drauf ist: Teamwork ist eben auch psychologisch aufbauend. Ganz anders, als alleine Vollgas zu bolzen. Hier sieht sie immer drei befreundete Trikots vor sich, was zusätzlich anspornt und Sicherheit gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-biVw-2C_GGQ/To34o-awDAI/AAAAAAAAD_8/kdK0Gjbhvy0/s1600/12_Cervelover.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 572px; height: 366px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-biVw-2C_GGQ/To34o-awDAI/AAAAAAAAD_8/kdK0Gjbhvy0/s640/12_Cervelover.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;"Wir gehen steil!" - das ist das Motto des, laut eigenen Aussagen des Veranstalters - anspruchsvollsten Giros aller Zeiten. Und so freue ich mich persönlich sehr, als endlich die Berge im Tecklenburger Land in Sicht kommen. Angeblich geht es sogar über die einzigen Serpentinen des Münsterlandes - Cervelover-Territorium!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und tatsächlich, wir fahren in einen Wald, sehr idyllisch, und sofort geht es bergan. Naja. Der Gradient ist eher als seicht zu bezeichnen, es wird kaum steiler als 8 Prozent, da ich mühelos 21 km/h im Anstieg halten kann schätze ich, dass wir im Mittel nicht steiler als 6 % sind.&lt;br /&gt;Die Anderen freilich haben zu tun: Unsere Gruppe wird sehr langsam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-sp8EFwkKUJo/To34lcTX4kI/AAAAAAAAD_o/9FYLutiiSas/s1600/07_Im_Wald.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 378px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-sp8EFwkKUJo/To34lcTX4kI/AAAAAAAAD_o/9FYLutiiSas/s640/07_Im_Wald.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich finde mich auf einmal - unbeabsichtigt - an der Spitze aller Fahrer wieder. Hinten kurbeln sie längst schon auf dem größten Ritzel. Mit mir gehen zwei andere Fahrer - ein schwarzer Canyon-Rider und ein Cervélo-Fahrer - abenfalls an die Spitze. Wir bilden ein Bergtrio. Als einer von uns Gas gibt, ziehen die anderen nach. Wir wissen zwar, dass die Bergwertung längst schon entschieden ist, und trotzdem treten wir, als gehe es um Punkte.&lt;br /&gt;Den Cervélo-Mann hänge ich locker ab. Den Canyon-Fahrer schnappe ich mir kurz vor der Kuppe. Sieger Bergwertung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Abfahrt lasse ich mir Zeit. Nach und nach schießen Rennradler an mir vorbei, die die Abfahrt nutzen wollen, um sich von unserer Gruppe abzusetzen - warum auch immer, denn wir sind so langsam unterwegs, dass sie als Ausreißer, selbst wenn sie eine schnelle Gruppe von 10, 15 Mann zusammenbekommen - keine Chance haben, die vor uns Fahrenden einzuholen. Egal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Fuß der Abfahrt reihe ich mich wieder bei Kerstin und den Jungs ein, das nächste Flachstück meistern wir wieder zusammen.&lt;br /&gt;Da geschieht etwas ungewöhnliches: Die stärksten unserer Gruppe scheinen ausgerissen zu sein, sodass sich das Team SunClass immer wieder an der Front der Gruppe wiederfindet. Ein ums andere Mal führen Flow und ich das Feld an - obwohl wir gar keine Führungsarbeit machen wollen. Aber hinter uns sammeln sich die anderen Fahrer, warten ab - die geschlossene Front der SunClass-Trikots vorn scheint zu signalisieren, dass wir die Anführer sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-uhemSDRcwzk/To34mOB_6hI/AAAAAAAAD_s/ORrGLpeSUuk/s1600/08_Heiko_Lars_SunClass.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 344px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-uhemSDRcwzk/To34mOB_6hI/AAAAAAAAD_s/ORrGLpeSUuk/s640/08_Heiko_Lars_SunClass.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer Anstieg rettet uns vor noch mehr Kilometern im Wind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder das selbe Spiel: Das Feld verlangsamt sich, Canyon-Mann und Cervélo-Fahrer gehen raus, zu dritt stemmen wir uns die Steigung hoch. Diese ist kürzer, aber dafür steiler als die erste. Wieder gewinne ich (wie auch bei den folgenden 2 Steigungen). Ein tolles Gefühl - einfach aus der Gruppe rausfahren und die anderen am Berg stehen lassen. Und dabei muss ich mich nicht einmal anstrengen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist wahrscheinlich der Unterschied zu einer Gruppe, die vorne Tempo bolzt und einer Tour d´Honeur-Gruppe, wie der unsrigen ...&lt;br /&gt;Na, wenigstens kommt nun die Sonne stärker durch - es beginnt sogar warm zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-KTu-4dA0AY4/To34nnajSiI/AAAAAAAAD_0/FmJQVIdmaFY/s1600/10_Muensterland.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 313px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-KTu-4dA0AY4/To34nnajSiI/AAAAAAAAD_0/FmJQVIdmaFY/s640/10_Muensterland.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Immer wieder trennen sich Trauben von 5 bis 10 Fahrern auf den folgenden Abfahrten ab, sodass unsere einst große Gruppe immer mehr gerupft wird. Am Ende der letzten Steigung passiert es dann - wir werden getrennt. Und alles beginnt mit einem Kommunikationsfehler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Strecke führt zunächst über sehr schmale Landwirtschafts-Straßen. Das Feld wird also langgezogen, nur 3, maximal 4 Fahrer passen nebeneinander. Die Strecke ist sehr kurvenreich: Abruptes Bremsen und beinhartes Beschleunigen sorgen immer wieder für den gefürchteten Zieharmonika-Effekt. Es zieht zudem auch massig Körner aus den Beinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Wlb7UFTK-1w/To34ocJZ49I/AAAAAAAAD_4/nAGH4WRvVqc/s1600/11_Heiko_SunClass.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-Wlb7UFTK-1w/To34ocJZ49I/AAAAAAAAD_4/nAGH4WRvVqc/s640/11_Heiko_SunClass.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Nach der gefühlt 30gsten Beschleunigungs-Orgie zerreißt es dann das Feld: Ich bin kurz hinter Kerstin, als sie uns vorne davon fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heiko, in der Annahme, dass wir in seinem Windschatten sind, beginnt, das Loch zuzufahren. Leider geht es nun stur geradeaus, sodass man nicht auf eine weitere Kurve (wo sie alle bremsen müssen) hoffen kann. Heiko strampelt sich ab, das sieht man an den Bewegungen seines Körpers - das Loch kann er zufahren. Nur eben, dass ihm keiner folgen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Zwischenzeit konnte ich mich nach außen durcharbeiten, setze mich neben Kerstin und bedeute ihr, mir zu folgen. Das Loch zwischen unserer und Heikos Gruppe ist 50, vielleicht 60 Meter groß.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich gebe Gas.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das muss ich auch, denn vorne haben sie irgendwie ein irre Tempo angeschlagen, zudem, jeder, der schon einmal ein Loch zugefahren hat weiß, wie sehr das in die Beine geht: Man ist ganz allein ganz vorn und zieht förmlich alle anderen durch den Wind.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wind gibt es zudem auch noch - schön böig von der Seite.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich lege mich richtig rein, reiße wie wild am Lenker - schaue nur kurz nach hinten, sehe ein Vorderrad, alles klar - Kerstin! - und beiße mich ran. Meter um Meter gewinne ich Anschluss, viel zu langsam, wie ich finde, langsam sackt Laktat in die Beine, die Lunge brennt, die Zunge hängt trocken aus dem Mund. Noch 10 Meter. Los! Beißen! 5 Meter, ah, endlich! Eine Kurve, sie bremsen leicht ab - ich bin dran. Ein Rennrad überholt mich, rein in den schützenden Windschatten der Gruppe, es ist Kerst... ist es nicht!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich schaue mich um - weit, weit hinten, 150, 200 Meter entfernt - Kerstin!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ach Scheiße!, danke ich und fluche. Da dachte ich die ganze Zeit, ich würde heroisch Kerstin ans Feld ranfahren, dabei ziehe ich jemand Fremden, der sich nicht einmal bedankt und schon im anonymen Feld verschwindet - und unsere Kerstin weit abgeschlagen hinten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich bin leer, kann nicht mehr. Auch ich tauche erstmal in die Gruppe - weiter vorn sehe ich Heiko. Ich setze mich genau in die Mitte - in die "rote Zone" - wo allerdings der Windschatten am stärksten ist, ich mich mitziehen lassen kann, mich kurz ausruhen kann, Luft holen kann ...&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wir kommen durch einen größeren Ort - der Name interessiert mich nicht, mein leeres Hirn kann nur noch Treten und Lenken koordinieren - und die Straße wird besser, breiter - das Feld beschleunigt. Oh man, das wird jetzt richtig krass!, denke ich und zwinge mich, mitzugehen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Vorn weiterhin Heiko, der auch seine liebe Not mit dem Tempo zu haben scheint.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Was wir nicht wissen: Hinten muss Flow Kerstin nun allein durch den Wind ziehen, da sich die zweite, hintere Hälfte des Feldes nach der Trennung zersplittert hatte. Florian zieht eine Gruppe von drei Damen durch den Wind, 10, 15 Kilometer fährt er so allein - verschießt alles Pulver, das er hatte, und er hatte eher wenig davon, da ihn noch bis 2 Tage vor Start des Rennens ein Magen-Darm-Virus mit allem Pipapo geplagt hatte.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-CV49ennZb7g/To34p6m15YI/AAAAAAAAEAA/sfb3GOe3RWE/s1600/13_SunClass_Flow_Kerstin.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 573px; height: 533px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-CV49ennZb7g/To34p6m15YI/AAAAAAAAEAA/sfb3GOe3RWE/s640/13_SunClass_Flow_Kerstin.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Irgendwann, es wird langsam wieder ruhiger, brüllt Heiko zu mir herüber: "Wo sind die beiden?". Ich antworte: "Ganz weit hinten anscheinend ... Abgeschlagen!" &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mehr kann ich ja auch nicht sagen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Heiko lässt sich zurück fallen, wartet 5 Minuten bis er das Vierer-Gespann abpasst. Heiko, Flow und Kerstin werden zu dritt die Ziellinie überqueren.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-ffTZAbQLm8M/To34sJW0eWI/AAAAAAAAEAE/X101DhCW5vo/s1600/14_Lars_Reisberg_Cervelo.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 568px; height: 447px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-ffTZAbQLm8M/To34sJW0eWI/AAAAAAAAEAE/X101DhCW5vo/s640/14_Lars_Reisberg_Cervelo.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;"Warum hast Du Dich nicht auch zurück fallen lassen?!", werde ich - zurecht - von Heiko und Flow nach dem Rennen kritisiert. "Ich dachte, wir fahren alle für Kerstin?!"&lt;br /&gt;Vorwürfe in den Augen treffen mich. Sehr unangenehm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-N19LGgqCZoE/To34vOfZLWI/AAAAAAAAEAQ/CrvHwT8UOVY/s1600/17_Flow.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 391px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-N19LGgqCZoE/To34vOfZLWI/AAAAAAAAEAQ/CrvHwT8UOVY/s640/17_Flow.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Recht haben sie. Ich bin nicht auch zurück, obwohl ich es gekonnt hätte. Bin in der Sicherheit meiner Gruppe geblieben, habe mich im Windschatten die letzten - wirklich richtig schlimmen, weh tuenden - 40 Kilometer bis Münster mittragen lassen. Tja, warum?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich war einfach leer. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Eine Entscheidung zwischen Ankommen oder Nicht-Ankommen. Klar, ich hätte mich zu Kerstins Gruppe zurück fallen lassen können. Aber um das was zu tun? Führung im Wind? No way! Ich war dicht. Die letzten 20 Kilometer plagen mich Rückenschmerzen, der Hintern scheint zu glühen - an Gas geben, an Führungsarbeit ist nicht mehr zu denken.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich hätte bei Kerstins Gruppe eh nur im Windschatten lutschen können. Es hätte ihr und den Jungs nicht geholfen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Sie schauen mich einige Minuten beim Nudelessen nach dem Rennen sauer an. Aber dann verstehen sie mich.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/--WaOFn3-IF8/To34uX3xu1I/AAAAAAAAEAM/8wekthB8m5c/s1600/16_Equipe_SunClass.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 567px; height: 317px;" src="http://1.bp.blogspot.com/--WaOFn3-IF8/To34uX3xu1I/AAAAAAAAEAM/8wekthB8m5c/s640/16_Equipe_SunClass.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Der Witz an der Sache ist: Wenn es anstelle des Unbekannten Kerstin in meinem Windschatten gewesen wäre, als ich das Loch zugefahren hätte, wäre ich der Held gewesen: Denn meine Gruppe kommt mit 8 Minuten Vorsprung vor Kerstin ins Ziel. 8 Minuten, das wäre anstelle Platz 12 ein fantastischer Platz 6 gewesen!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Tja. So kommts.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Schwamm drüber: Die Equipe macht viele wertvolle Punkte und kann den Schaden begrenzen. Zwar rutscht SunClass von Platz 22 ab - aber nur um einen einzigen Rang auf die 23. Und wenn man bedenkt, dass wir Anfang des Jahres die Top 50 als Erfolgsziel ausgegeben hatten, dann ist die 23 eine saugute Platzierung!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-3NTF2I-B3ew/To34v9s_AZI/AAAAAAAAEAU/32bfaMRRuzk/s1600/18_NSP_Pro_Cycling_Team.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-3NTF2I-B3ew/To34v9s_AZI/AAAAAAAAEAU/32bfaMRRuzk/s640/18_NSP_Pro_Cycling_Team.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Und wie cool ist das bitte? In unserem Hotel steigen das Team Thüringer Energie und nsp ab. Und wen sehe ich? DEN Wolfgang Lötzsch! Ihm die Hände schütteln, das traue ich mir - um ein Foto zu bitten, das ist mir irgendwie peinlich. So muss der Transporter herhalten.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Münsterland.Giro 2011 - wieder eine tolle, eine harte Erfahrung!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a style="font-weight: bold;" href="http://connect.garmin.com/activity/118933268"&gt;Hier gibt es den Garmin-Track.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und hier gehts zum &lt;a href="http://www.sunclass-radsport.de/index.php/2011/10/06/der-munsterland-giro-2011-endspurt-fur-die-teamwertung/"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Rennbericht des Teams SunClass&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-6742664110818576585?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/6742664110818576585/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/10/puuh-geschafft-mein-munsterlandgiro.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/6742664110818576585'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/6742664110818576585'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/10/puuh-geschafft-mein-munsterlandgiro.html' title='Puuh, geschafft! Mein Münsterland.Giro 2011.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-W6Y8wUQIm2Q/To34hI41vtI/AAAAAAAAD_U/dVhjpzAQtmM/s72-c/01_Akkreditierung.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-6134313576660772488</id><published>2011-10-01T20:29:00.005+02:00</published><updated>2011-10-01T20:46:49.486+02:00</updated><title type='text'>Froschbeine? Meine neuen Kompressionsstrümpfe von CEP.</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Also, ich bin ja immer offen für Neues. Aber meine neuen Kompressionsstrümpfe habe ich mir dann doch erst heute getraut zu testen. Ich habe sturfmfrei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht, dass meine Süße nicht schon genug zu ertragen hat mit meinem Hobby - und sie kommt auch echt gut zurecht mit meinem Rennrad-Spleen. Aber Großmutters Stützstrümpfe /auch wenn sie noch so trendy grün funkeln) wollte ich ihr dann doch nicht zumuten.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-7u6ZA8KZfU0/Todcpm_SndI/AAAAAAAAD_Q/nZkBpm_BdfE/s1600/03_CEP_Kompressions_struempfe.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 573px; height: 380px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-7u6ZA8KZfU0/Todcpm_SndI/AAAAAAAAD_Q/nZkBpm_BdfE/s640/03_CEP_Kompressions_struempfe.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Gestern lege ich ein 80 km Zeitfahren nach Plön aufs Parkett - inklusive Hamburger Feierabendverkehr und Rush-Hour auf der B 432 mit einem neuen Rekord in 2:42 Stunden. Heute die selbe Strecke (mit Platten) in 2:54 Stunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Waden schmerzen. Zeit, die wundersamen Versprechungen der Kompressions-Branche mal auf den Prüfstand zu stellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kompression der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;sehr eng &lt;/span&gt;anliegenden Socken soll die Durchblutung fördern, den Abfluss von Gewebsflüssigkeit beschleunigen, soll Nährstoffe und Sauerstoff schneller zu den Muskeln transportieren und so die Regeneration der beanspruchten Fasern insgesamt verbessern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;34 Euro bezahle ich nach einer sehr angenehmen Beratung inklusive Vermessen meiner Waden im Karstadt Sports. Ein stolzer Preis.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-LRksIG1owjI/TodcoKaDWEI/AAAAAAAAD_I/VXcS7BaIwJw/s1600/01_CEP_Socken.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 568px; height: 362px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-LRksIG1owjI/TodcoKaDWEI/AAAAAAAAD_I/VXcS7BaIwJw/s640/01_CEP_Socken.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Ich dusche. Lege mich bequem vor den Fernseher, genieße meinen eiskalten Regenerations-Kakao und beschaue mir meine Froschbeine. Richtig: Schick siehts nicht aus.&lt;br /&gt;Eng umschließen die Stümpfe am Sprunggelenk beginnend meine Waden. Ich fühle den Druck - ohne dass es unangenehm wirken würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einigen Minuten scheint sich mein Körper an die Teile gewöhnt zu haben und nimmt weder die Kompression noch den Stoff der Socken wahr. Ich lasse sie etwa eineinhalb Stunden an - dann muss ich noch mal raus, Besorgungen erledigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich streife - etwas umständlich, denn die sitzen wirklich bombenfest - die Socken ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-YIqvMv-pt1Q/TodcomrLo7I/AAAAAAAAD_M/fZl3_Ttjbhc/s1600/02_Kompressionsstruempfe_CEP.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 307px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-YIqvMv-pt1Q/TodcomrLo7I/AAAAAAAAD_M/fZl3_Ttjbhc/s640/02_Kompressionsstruempfe_CEP.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Und augenblicklich stellt sich ein wohliges Kribbeln ein.&lt;br /&gt;Ja, es fühlt sich sofort sehr angenehm an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich draußen zur U-Bahn gehe, kribbelt es weiterhin. Ein tolles Gefühl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Haben die Socken meine Regeneration beschleunigt? Meinen Bluttransport verbessert? Die Regenration verkürzt? Keine Ahnung - eines aber merke ich: Ich fühle mich frischer in den Beinen, angenehmer irgendwie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dort, wo sonst nach einem Rennen, einer Tour oder einem harten Training noch stundenlang eine schwummrige Schwere in den Beinen hängt, kribbelt es jetzt angenehm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Froschbeine?&lt;br /&gt;Froschkönig!&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-7u6ZA8KZfU0/Todcpm_SndI/AAAAAAAAD_Q/nZkBpm_BdfE/s1600/03_CEP_Kompressions_struempfe.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-6134313576660772488?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/6134313576660772488/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/10/froschbeine-meine-neuen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/6134313576660772488'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/6134313576660772488'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/10/froschbeine-meine-neuen.html' title='Froschbeine? Meine neuen Kompressionsstrümpfe von CEP.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-7u6ZA8KZfU0/Todcpm_SndI/AAAAAAAAD_Q/nZkBpm_BdfE/s72-c/03_CEP_Kompressions_struempfe.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-3181770749248848369</id><published>2011-09-25T09:44:00.017+02:00</published><updated>2011-09-26T19:02:37.724+02:00</updated><title type='text'>Rothaus RiderMan 2011 - Drei Tage Radsport im Freiluftkabinett</title><content type='html'>Der diesjährige RiderMan bildet neben "Rad am Ring" den Höhepunkt meiner Renneinsätze für  das Team SunClass - obschon mit dem Münsterland.Giro noch ein Rennen für  die Equipe aussteht, wird doch keines der 7 Rennen im Kalender so  intensiv, so lehrreich gewesen sein, wie die drei Etappen von Bad  Dürrheim.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach ja, natürlich: SunClass auf dem Treppchen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-MX6W-wPTFus/ToCsRUjt5_I/AAAAAAAAD_A/pDXVzvgzxtA/s1600/12_SunClass_Cycling.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 568px; height: 355px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-MX6W-wPTFus/ToCsRUjt5_I/AAAAAAAAD_A/pDXVzvgzxtA/s640/12_SunClass_Cycling.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Das Sahnehäubchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was konnten wir lernen?&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Das Einzelzeitfahren - Eine ganz neue Welt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Da  wäre zunächst der Freitag: Ein Einzelzeitfahren. Hatte ich noch nie in  meinem Leben in Rennhärte absolviert und deshalb war ich umso  gespannter, was da auf mich zukommen mag. Wir alle kennen die Eröffnungszene aus "Höllentour"- Klödi auf der Rampe. Und nun stehe ich da oben ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-p3CbGlJCcjA/ToCsIqJmYdI/AAAAAAAAD-U/F2tckIRuX2s/s1600/01_Zeitfahren_Riderman.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 393px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-p3CbGlJCcjA/ToCsIqJmYdI/AAAAAAAAD-U/F2tckIRuX2s/s640/01_Zeitfahren_Riderman.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die 16 Kilometer lange  Strecke waren wir am Vormittag abgefahren: Zunächst knappe 100  Höhenmeter am Stück auf die Hirschhalde, dann eine 5 Kilometer lange,  fast gerade und sogar abschüssige Strecke - bei fettem Gegenwind! - ein  kleiner Gegenanstieg und die Wendemarke - dann das selbe zurück: Lang  gezogener Anstieg auf die Hirschhalde, knackige, kurze Abfahrt,  90-Grad-Kurve und Start/Ziel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einfach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einfach?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst  ist dann da mal der Start von der Rampe herunter. Krass: Der Moderator  erzählt die ganze Zeit in meinem Rücken, treibende Beats aus den  Lautsprechern, der Helfer hält an der Sattelstütze das Rad, einklinken,  konzentrieren - großen Gang aufgelegt? Klaro! - und dann los!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle Augen sind auf dich gerichtet. Ganz schön wackelig, da oben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-abM_jie6Mw8/ToCsJYCy90I/AAAAAAAAD-Y/_f57rzLF2W0/s1600/02_Einzelzeitfahren_Bad_Duerrheim.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 572px; height: 425px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-abM_jie6Mw8/ToCsJYCy90I/AAAAAAAAD-Y/_f57rzLF2W0/s640/02_Einzelzeitfahren_Bad_Duerrheim.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die  ersten 500 Meter fahre ich mit 50 km/h - dann gehts den Berg hinauf,  sofort bin ich im roten Bereich. Die Lunge brennt: "Langsam, Dicker,  langsam!", ermahne ich mich. Morgen gibts auch noch ein Rennen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pfuuuiiii  ... da zieht schon der Erste an mir vorbei. Zeitfahrmaschine,  gedrungene Sitzposition. Schenkel wie ganze Serrano-Schinken. Ähm. 40  km/h &lt;span style="font-style: italic;"&gt;im Anstieg &lt;/span&gt;bei 7 Prozent?!?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Okay.  Konzentrieren. Oben angekommen, raus aus dem Sattel - ja, es brennt! -  Wiegetritt, großes Blatt, wegducken, lange Gerade, 5 Kilometer,  Gegenwind (Scheißeverfluchtnochmal!) und reingehauen! Da kommt der  Nächste. Zieht an mir vorbei, als sei ich mit Stützrädern unterwegs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-9NGIcB0SBzc/ToCsKL9vcJI/AAAAAAAAD-c/gUhDD4mkOhM/s1600/03_Etappe_1_RiderMan.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 384px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-9NGIcB0SBzc/ToCsKL9vcJI/AAAAAAAAD-c/gUhDD4mkOhM/s640/03_Etappe_1_RiderMan.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Schaue auf mein Tacho: 45 km/h. Eigentlich nicht übel, denke ich. Der Junge vor mir ist schon 200 Meter vorgefahren. Krass!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt  werden mich 4 Leute überholen. Wir sind im Abstand von 15 Sekunden auf  die Strecke gegangen. Der Vierte hat auf 16 Kilometer also mindestens 1  Minute aufgeholt. Mindestens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-mEpY9dfoUuE/ToCsKymuEGI/AAAAAAAAD-g/2IxNVofu04U/s1600/04_Lars_Reisberg_Ziel.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 372px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-mEpY9dfoUuE/ToCsKymuEGI/AAAAAAAAD-g/2IxNVofu04U/s640/04_Lars_Reisberg_Ziel.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich fahre mit brennenden Schenkeln  nach 27,43 Minuten mit einem Schnitt von 34,63 km/h über die Ziellinie -  und habe dabei über 6 Minuten Rückstand auf den Gewinner des  Zeitfahrens. Laktat sinkt in meine Beine wie Wasser bei meinen  Zivi-Patienten von damals, die Zunge ist ausgedörrt und ich kann kaum  stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das also ist Einzelzeitfahren. Tut weh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der  Siegerehrung sehe ich die Gewinner. Da haben wir einen amtierenden  Weltmeister die Triathlon-Mitteldistanz, einen amtierenden  Senioren-Weltmeister, den letztjährigen Platz 10 des Iron Man Hawaii und  einige Deutsche Meister. Zurück in unserer Rennrad-WG diskutieren wir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-5gouEUub50w/ToCsL0uZAtI/AAAAAAAAD-k/T9fByjpjyN8/s1600/05_SunClass.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 339px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-5gouEUub50w/ToCsL0uZAtI/AAAAAAAAD-k/T9fByjpjyN8/s640/05_SunClass.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich erinnere die Zeitfahrräder wie das Cervélo P3, ein wundervolles Scott Plasma, ein  Pfeil von Focus und einige andere Maschinen für den Tria-Einsatz. Von  Speedsuits und Zeitfahrhelmen mal abgesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das heute war eine Lehrstunde in Sachen Technik und Aerodynamik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hätte ich schneller sein können? Ja, vielleicht 30 Sekunden, wenn ich mich am letzten Anstieg mehr angestrengt hätte. Maximal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wäre ich mit einem Aero-Rad - wie dem Cervélo S5 - heute schneller gewesen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach  der heutigen, sehr sehr anschaulichen Demonstration, was eine  gestreckte, flache Sitzposition und ein Tria-Lenker so bringt: Ja!  Definitiv.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht nochmal 30 Sekunden. Vielleicht auch 40 Sekunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So,  wie die Zeitfahrprofis da ruhig und locker mit 6, 7, vielleicht 10 km/h  an mir vorbeigeschossen sind - da, definitiv hätte ich einiges gut  gemacht mit optimierter Aerodynamik! Selbst halbwegs aerodynamischere  Laufräder (mein Mavic R-Sys ist doch eher was für die Berge) hätten mir  einen Vorteil verschafft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst mit 40 schnelleren Sekunden wäre ich nur auf Platz 303 gefahren - anstelle 348.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch immer 5:27 Minuten Abstand zum Führenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hatte ein Aero-Rad &lt;span style="font-style: italic;"&gt;mir &lt;/span&gt;den entscheidenen Vorteil gebacht? Mit Blick auf die Wertung, aufs Gesamtklassement und &lt;span style="font-style: italic;"&gt;meine ureigensten Fähigkeiten, &lt;/span&gt;Stärken und Schwächen auf dem Rennrad? Wohl eher ... nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Den Bericht dieses Tages &lt;a href="http://www.sunclass-radsport.de/index.php/2011/09/17/das-einzelzeitfahren-beim-rothaus-riderman-gegen-weltmeister-und-eiserne-manner/"&gt;könnt Ihr hier lesen&lt;/a&gt; - und das &lt;a href="http://connect.garmin.com/activity/115615257"&gt;hier&lt;/a&gt; sagt Garmin.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Okay,  okay - gegen Weltmeister, Iron Men und Zeitfahrspezialisten anzutreten,  ist nun nicht unbedingt mit dem normalen (seeehr viel niedrigeren)  Leistungsniveau bei den übrigen Rennen zu vergleichen, aber lehrreich  war es trotzdem. Sehr lehrreich. Und gegen diese Jungs hätte auch das  geilste S5 nichts genützt - bei deren Schenkelumfängen hätte ich wohl  auch verloren, wenn die mit dem Damenrad meiner Freundin losgeömmelt  wären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ines hat da noch ihre ganz eigenen Theorien: "Siehst Du  die Brüste von dem Typen da? Das machen Anabolika." Ja, ich kann seine  Brüste sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sehe auch die Materialwagen und die mehr als  Profi-taugliche Betreuung und Ausrüstung mancher Teams. Und frage mich,  was das noch mit "Jedermann" zu tun hat. Auch hier hat Ines - immerhin  Lizenzfahrerin - ihre eigene Theorie: "Diese Leute könnten locker Lizenz  fahren. Machen sie aber nicht, weil sie da nur Mittelfeld wären, sehr  viel härter ran müssten. Also fahren sie Jedermann - und räumen alles  ab."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sandro Kühmel - Team DKV Graakjaer - führt die Wertung des  German Cycling Cup an. Er hat den Cup auch 2010 gewonnen. Er sieht bei  der Siegerehrung gelangweilt aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Etappe 2: Gemeinsam wären wir stark&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Hätten  wir vorher gewusst, was wir als Team leisten können - und bei der  kommenden, dritten Etappe geleistet haben - hätten wir uns sicher gleich  mehr ins Zeug gelegt. Oder sagen wir so: Wir wären von Anfang an für  Ines gefahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Statt dessen treten wir wie immer an: Jeder für  sich allein, keine Absprachen, keine Taktik. Nur eines ist uns wichtig:  Alle müssen ankommen. Wie, das bleibt jedem selbst überlassen. Einzelkämpfer. Ein bisschen blind - aber das gibt sich schon noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-IlsF7u0b7QY/ToCsHhuo0-I/AAAAAAAAD-Q/zNHLI_Fxwy8/s1600/00_Cervelo_R3.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 537px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-IlsF7u0b7QY/ToCsHhuo0-I/AAAAAAAAD-Q/zNHLI_Fxwy8/s640/00_Cervelo_R3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Dabei  ist Radsport Teamsport und auf wen, wenn nicht seine Teamkameraden,  kann man sich im Peloton verlassen? Wir sind gut gefahren, keine Frage.  Jeder für sich hat sein bestes gegeben, hat geackert im Wind, gezogen in  den Steigungen (und was da für Rampen kamen!) und sich richtig  reingehangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle 4 im Ziel. Alle 4 fertig (mir war zum ersten  mal seit dem Münsterland.Giro 2010 schwindelig im Ziel - Kreislauf  down!) und alle 4 glücklich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hätten das auch  viel cleverer machen können. Meine etwas großspurigen Rechenbeispiele im  Vorfeld des RiderMan hatten sich ja schon am Freitag erledigt: Von  wegen, "locker in die Punkte fahren". Bei diesem Leistungsniveau einfach  nicht möglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was also dann? Klar - fahren für den, der die besten Chancen hat. Und der ist in diesem Fall eine "sie" - Ines.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich  selbst beende die zweite Etappe, das erste Straßenrennen nach harten  2:59 Stunden. Für die knapp 82 Kilometer und die etwas mehr als 1.000  Höhenmeter muss ich mich richtig reinknien. Der Wind zerreißt schon  gleich zu Anfang das Peloton, nachdem die erste Selektion schon an der  Hirschhalde, dem Anstieg, den wir schon vom vortägigen Einzelzeitfahren  kennen, stattgefunden hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-DmPDTvcqWnc/ToCsO-a17tI/AAAAAAAAD-0/4Wv110k3ne0/s1600/09_Ridermann_Bad_Duerrheim.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 390px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-DmPDTvcqWnc/ToCsO-a17tI/AAAAAAAAD-0/4Wv110k3ne0/s640/09_Ridermann_Bad_Duerrheim.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich überhole am Berg Ines, kann noch  eine Zeit lang in einer relativ großen Gruppe mitfahren, muss dann aber  abreißen lassen - Heiko entschwindet. Ines hinter mir. Nico irgendwo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf  meinen Schnitt von 31,13 km/h bin ich relativ stolz - bedenkt man die  Härte der Strecke und die massiven Windbehinderungen. Zum Schluss bauen  sie nochmal eine extrem steile Rampe mit 22% Steigung (!) ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-r-2oQ6g7CQk/ToCsNwB4E2I/AAAAAAAAD-w/FZmF4swmpJg/s1600/08_Bergwertung_Riderman.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 457px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-r-2oQ6g7CQk/ToCsNwB4E2I/AAAAAAAAD-w/FZmF4swmpJg/s640/08_Bergwertung_Riderman.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich erwirtschafte 31 Minuten Rückstand auf den Gesamtführenden. Und bin weitab jenseits der 200er-Marke, ab der es Punkte gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ines  hingegen wird mit ihrer Zeit 4te der Damenwertung. Vierter Platz! Einen  Platz am Podium vorbei! Was wäre das gewesen - am zweiten Abend bei der  Siegerehrung unser Trikot auf dem Treppchen zu sehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ärgerlicher  noch: Ines hat an diesem Tag nur 5 Minuten Rückstand auf die Dame, die  den dritten Rang belegt hat. Und 5 Minuten hätten wir knacken können!  Locker!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Den Bericht der zweiten Etappe &lt;a href="http://www.sunclass-radsport.de/index.php/2011/09/17/erstes-strasenrennen-des-rothaus-riderman-windkanten-und-rampensaue/"&gt;könnt Ihr hier lesen&lt;/a&gt; - Garmin-Daten habt Ihr &lt;a href="http://connect.garmin.com/activity/115615250"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An  dem Abend der Siegerehrung schauen wir uns an. Und merken, welche  Riesenchance wir vergeben haben. Wir vergraben nachdenklich unsere  Gesichter in den Handflächen und schütteln unsere Köpfe: Da strampeln  wir uns 7 Rennen lang den Arsch wund und kommen erst beim vorletzten  Rennen der Saison dahinter ... aber: Vielleicht ist es noch nicht zu  spät?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Etappe 3: Durch den Monsun&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Die Parole des Tages war klar: "Wir fahren als Team! Wir kommen als Team an!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anfangs  ging es mir nur darum, dass wir - für den Sponsor - einfach zugleich  über die Ziellinie kommen, unsere Regenjacken öffnen und ein schickes  Foto machen. Denn: Die Wertung für uns Männer war eh gestorben - in die  punktebringenden 200 ersten Positionen zu fahren aussichtslos.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/--LA1KUuPMz0/ToCsNYCUOjI/AAAAAAAAD-s/69ps3hPnawI/s1600/06_RiderMan_Rothaus.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 568px; height: 378px;" src="http://3.bp.blogspot.com/--LA1KUuPMz0/ToCsNYCUOjI/AAAAAAAAD-s/69ps3hPnawI/s640/06_RiderMan_Rothaus.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Zumal  bei dieser dritten Etappe auch Tagesstarter zugelassen waren: Frische  Beine, die das Feld durchmischen und sicher für die eine oder andere  Tempoverschärfung sorgen würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und da Ines nur anzukommen bräuchte, um Punkte zu machen (es gibt ja nur 40 Damen), war auch ihre Platzierung eigentlich egal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geschnaggelt hat es bei uns so um Kilometer 20 herum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nico  hatten wir längst schon hinten im Feld verloren. Heiko und ich arbeiten  uns zu Ines vor und setzen uns an ihre Seite. Da das Feld heute nicht  über die Hirschhalde rausfährt sondern die ersten 15 Kilometer absolut  flach in Angriff nimmt, ist das Tempo von Anfang an sehr hoch (trotz des  Regens) und das Feld bleibt sehr lange kompakt zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So können wir uns zu dritt peu á peu nach vorne arbeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als  es in die ersten Steigungen geht - und sie haben einige lang gezogene  eingebaut - reißt das Feld erwartungsgemäß auseinander. Ich ziehe Ines  den Berg hoch, motiviere sie, weiche nicht von ihrer Seite, ermuntere  sie, mache den Weg frei, schirme sie ab. Oben wartet dann Heiko, an den  wir uns für die kommenden Flachpassagen bis zur nächsten Steigung  ranhängen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Perfekte Teamarbeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich - eine  weitere Steigung - kapiere ich es: Kurz vor mir taucht das Gelbe Trikot  auf. Unter dem Helm - Zöpfe. Vor uns die Gesamtführende des RiderMan?  Ich beschleunige kurz - kein Problem - drehe mich zu Ines und Heiko um:  "Los, die holen wir uns!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenig später haben wir das  Leader-Trikot hinter uns. Und dann geht es los. Wir haben es verstanden.  Irgendwo eine Frau in Sicht? Überholen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wird sich zu einer  Jagd auswachsen: Langsam arbeiten Heiko und ich uns nach vorn. Wir  stehen vor Ines, geben ihr Windschatten, beschützen sie vor anderen  Fahrern. Wird es steil, geht Heiko, der die Berge nicht mag, sein  eigenes Tempoo, wartet oben, ich bleibe bei Ines und versuche, sie  hochzuziehen. Wird es flach, zieht Heiko uns durch die Ebene. Ab und an  wechseln wir beide uns ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-1ldlYV8GCak/ToCsPgwPTGI/AAAAAAAAD-4/AE4-Vxc8BLc/s1600/10_Strassenrennen_Riderman.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 360px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-1ldlYV8GCak/ToCsPgwPTGI/AAAAAAAAD-4/AE4-Vxc8BLc/s640/10_Strassenrennen_Riderman.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Dame um Dame können wir so abhaken.&lt;br /&gt;Geleiten Ines sicher durchs Feld.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es  passiert in einem Anflug von Selbstüberschätzung, als ich am Fuß des  größten, des Königsanstieges irgendwie unsere Teamabsprache vergesse und  richtig Gas gebe. Erwartungsgemäß kann ich die ganze Meute aus knapp  100 Fahrern hinter mir lassen und auf den knapp 10 Kilometern Anstieg  runde 4, 5 Minuten Vorsprung rausfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein geiles Gefühl.&lt;br /&gt;Klar.&lt;br /&gt;Aber bekloppt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich  habe dem Eigennutz nachgegeben. Eigentlich hatte ich nur vor, vor dem  Feld her zu fahren - als mir niemand folgt, als ich sehe, dass ich so  viel schneller bin, gebe ich halt Gas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oben angekommen kann ich  im folgenden Flachstück eine Dame einholen. Und denke mir: "Wenn ich  schon nicht bei Ines fahre, dann doch wenigstens für sie." Und probiere  was aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich überhole das Mädel langsamer, als ich könnte. Sie  beißt sofort an, hängt sich hinten ran. Lutschen. Okay, soll sie, gut  so! Langsam beginne ich nun, das Tempo zu steigern. Ganz wenig. Dann  mehr. Immer mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht, dass ich all-out gehe, aber es reicht:  Sie muss immer härter arbeiten - trotz meines Windschattens - um  weiterhin dran zu bleiben. Wenn sie kurz abreißen lässt, werde ich  langsamer. Sie kommt näher. Das Spiel beginnt von Neuem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann  türmt sich vor uns ein weiterer massiver Anstieg auf. Sie geht mit offen  stehendem Mund in die Vertikale. Fällt sehr schnell sehr weit zurück.  Mission accomplished. Ich habe sie ein bisschen kaputt gefahren.&lt;br /&gt;Oben  komme ich an - hinter einer Kurve wartet eine kleine, aber sehr  knackige Rampe. In der Mitte eine weitere Dame: Merkur Druck.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hole sie oben ein. Versuche es erneut. Aber sie ist längst schon fertig. Also gebe ich Gas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-UJU2-3t3eYU/ToCsQUyCtuI/AAAAAAAAD-8/hQfoYxmJU90/s1600/11_Lars_Reisberg_Downhill.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 370px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-UJU2-3t3eYU/ToCsQUyCtuI/AAAAAAAAD-8/hQfoYxmJU90/s640/11_Lars_Reisberg_Downhill.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Dass  Heiko und Ines mich auf der Abfahrt, 15 Kilometer vor dem Ziel dann  stellen, schockiert mich: 5 Minuten Vorsprung haben die beiden mit 3-4  anderen Fahrern zugefahren! Aus der Traum von der Zieldurchfahrt!  Schlimmer noch: Ich kann noch nicht mal mehr Heikos und Ines´ Hinterrad  halten. Muss sie ziehen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann, Heiko und Ines erzählen es  mit Freude strahlenden Augen später, das Meisterstück - nachdem Heiko  wohl lange Zeit das Murren und Bitten einer Konkurrenten im Ohr hatte:  "Fahr doch bitte langsamer! Ich kann nicht mehr!" und er - natürlich! -  nicht langsamer gefahren ist, können sich beide genau auf der  Zielgeraden hinab von der Hirschhalde, die die Veranstalter bei dieser  dritten Etappe als letzte Steigung vor dem Ziel eingebaut haben, vor  eine letzte Dame in Reichweite setzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heiko lotst auf den letzten 2 Kilometern Ines vor sich. Und schickt sie los: "Ines, fahr!"&lt;br /&gt;Und Ines fährt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heiko  hingegen verlangsamt - nur wenig - seinen Tritt. Sagen wir, er lässt  schon etwas vor der Ziellinie ausrollen. Es sind nur wenige Sekunden,  aber Sekunden, die Ines helfen, vorweg zu sprinten: Sie wird die Etappe  nach 2:49 Stunden auf Platz 288 des Tages beenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Zweite ihrer Altersklasse.&lt;br /&gt;Podiumsplatz gesichert.&lt;br /&gt;Und besser noch: Sie wird Gesamtdritte ihrer AK.&lt;br /&gt;Perfekt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-ioqF9ncJl2M/ToCsMlbsuDI/AAAAAAAAD-o/s0M1hBbvYHQ/s1600/05_SunClass_Cycling.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 448px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-ioqF9ncJl2M/ToCsMlbsuDI/AAAAAAAAD-o/s0M1hBbvYHQ/s640/05_SunClass_Cycling.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Heiko  kommt nur wenige Sekunden später nach 2:50 Stunden auf Platz 294 ins  Ziel, ich 2 Minuten später auf Platz 302. Nico beendet das Rennen mit  2:58 Stunden auf Platz 330.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was und ob ich hätte helfen können,  wenn ich nicht so egoistisch am Anstieg gewesen wäre, mir die Körner  gespart und in Ines investiert hätte - wer weiß?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Die dritte &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Etappe &lt;a href="http://www.sunclass-radsport.de/index.php/2011/09/18/etappe-3-des-rothaus-riderman-ein-tag-fur-helden/"&gt;könnt Ihr hier lesen&lt;/a&gt; - das Garmin-Profil gibts &lt;a href="http://connect.garmin.com/activity/115615238"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tja. Und was lernen wir daraus?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Alle für einen - einer für alle&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Wie  schon gesagt, Radsport ist Teamsport. Und ich glaube, nach über 1.000  Rennkilometern haben wir im Team das endlich eingesehen. Diese  wundervolle Erfahrung, dieses unbeschreibliche Gefühl, wenn ein Plan  funktioniert. Wenn man beiträgt zu einem großen Ganzen. Wenn man seinen  Teil geleistet hat. Sich auch ein Stückchen Sieg zuschreiben kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das eigene Trikot auf dem Treppchen sieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unbeschreiblich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr davon!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-3181770749248848369?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/3181770749248848369/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/09/rothaus-riderman-2011-drei-tage.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/3181770749248848369'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/3181770749248848369'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/09/rothaus-riderman-2011-drei-tage.html' title='Rothaus RiderMan 2011 - Drei Tage Radsport im Freiluftkabinett'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-MX6W-wPTFus/ToCsRUjt5_I/AAAAAAAAD_A/pDXVzvgzxtA/s72-c/12_SunClass_Cycling.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-7731277282420348936</id><published>2011-09-25T08:31:00.015+02:00</published><updated>2011-10-07T22:07:28.227+02:00</updated><title type='text'>Ein Traum aus Kohle: Das Cervélo R5 VWD</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Ich weiß, ich weiß, vor wenigen Wochen noch schwärmte ich verliebt wie am ersten Tag vom &lt;a href="http://cervelover.blogspot.com/2011/07/cervelo-s5-carbonwaffe-mit-suchtfaktor.html"&gt;Cervélo S5&lt;/a&gt;, dem neuen Aero-Bike. Aber schon damals hatte ich bezweifelt, ob die versprochenen Watt-Gewinne und angeblichen Vorteile der Aero-Räder (im Allgemeinen) mir einen Vorteil bringen könnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumal ich die Abstriche in puncto Steifigkeit und vor allem Gewicht &lt;a href="http://cervelover.blogspot.com/2011/08/aero-oder-nicht-aero-das-ist-hier-die.html"&gt;schon damals&lt;/a&gt; sehr kritisch gesehen habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nun bringt Cervélo, als ob sie meinen Blog lesen würden, ein Rad heraus, das scheinbar all das hat, was ich mir wünsche. Ein Traum in Schwarz. Eine Schönheit. Ein Biest. Das R5 VWD.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-_C_Vw9-f2BA/Tn7MvOpiR8I/AAAAAAAAD-M/6UMIqEp2AX8/s1600/R5_VWD_Cervelo.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 398px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-_C_Vw9-f2BA/Tn7MvOpiR8I/AAAAAAAAD-M/6UMIqEp2AX8/s640/R5_VWD_Cervelo.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die R-Serie - Cervélo nennt sie "traditionelle Rennräder" - von Cervélo vereinen maximale Steifigkeit (das R3 - das auch ich seit über 10.000 Kilometern fahrre hat 3 mal Paris-Roubaix gewonnen) mit geringst möglichem Gewicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch immer ist das handgefertigte R5 CA der leichteste und steifste Rahmen der Welt, selbst das von Cannondale vor der Interbike vorgestellte Supersix Evo ist um einige Gramm schwerer. Ich bin gespannt auf Axel Schnuras "Lynx", das neue Projekt von ax-lightness. Alles spannende Sachen, die das R5 CA aber nicht toppen können - leider ist es aber auch mit 8.500 € (für Rahmen und Gabel) unbezahlbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;VWD - steht für "Vroomen White Design" und wurde mit dem S5 eingeführt. Für Unverständnis bei Cervélo-Afficinados und Häme und Spott bei Cervélo-Hassern hat es geführt, das muss man sagen, denn mit VWD führen die Kanadier eine Art ... Supermarke innerhalb ihrer ... Supermarke ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bisher stand Cervélo für sich schon als hochwerite Marke. Lediglich die unterschiedlichen Radtypen standen für eine Hierarchie innerhalb der Produktpalette: Das RS als preiswerter Einstieg, das R3 als Hochleistungs-Bike zum bezahlbaren Preis, das R5 als Top-Bike und das R5 CA als Top-of-the-Line-Produkt, die Formel-1.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit VWD wird innerhalb eines Produktes eine Hierarchie eingeführt. Unverständlich beim S5. Beim R5 passiert nun das selbe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-QjoruIiuv4E/Tn7K5D3IrFI/AAAAAAAAD-A/jpSgx879K34/s1600/Cervelo_R5_VWD.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://2.bp.blogspot.com/-QjoruIiuv4E/Tn7K5D3IrFI/AAAAAAAAD-A/jpSgx879K34/s640/Cervelo_R5_VWD.jpg" style="height: 408px; width: 571px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Quelle: Bicyclin Magazine                  &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Sicher, der Ansatz von Cervélo ist gut: Das Serien-R5 noch leichter zu machen, sich dem CA annähern, dabei bezahlbar bleiben. Gut und schön. Aber warum dann das "normale" R5 abwerten? Warum VWD einführen (das nervt bei Specialized mit S-Works und nun S-Works/McLaren schon genug) und das Label selbst nochmal labeln?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Würde ich jetzt ein (eh schon teures) R5 besitzen, ich käme mir abgewertet vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das R5 VWD ist rund 70 Gramm "schwerer" als die CA-Version, die mit rund 750 Gramm das Leichtgewicht unter den Rennradrahmen ist. Ein Standard-R5 wiegt um die 880 Gramm (Größe 56) und ist damit knappe 100 Gramm "schwerer" als das Project California-Bike.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Okay. Mal ehrlich: Diese Unterschiede wird man im Fahren kaum merken. Abgesehen davon, dass ich ein R5 CA niemals fahren würde - mit 9.000 € Frameset und nochmal knapp 5.000 € Anbauteilen unter dem Hintern würde ich mir dieses Rad höchstens an die Wand hängen und jede Woche einmal putzen. Einmal gestürzt und man braucht eine neue Hypothek ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-jkHV1T3E60w/Tn7K6EEvZPI/AAAAAAAAD-E/y58i1WR1ZE4/s1600/Cervelo_R5_VWD_Frame.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://3.bp.blogspot.com/-jkHV1T3E60w/Tn7K6EEvZPI/AAAAAAAAD-E/y58i1WR1ZE4/s640/Cervelo_R5_VWD_Frame.jpg" style="height: 399px; width: 570px;" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Quelle: Weight Weenies                  &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Beim VWD ist das schon anders: Abgesehen von den Features wie dem Cervélo-eigenen BBRight Tretlagerstandard (Antriebsseite ist asymetrisch stärker ausgeprägt, als die Nicht-Antriebsseite - das spart Gewicht) sowie die standardmäßig mitgelieferten Rotor-Kurbeln und die neue, superleichter Cervélo SL-Gabel (mit rund 270 Gramm sehr viel leichter als viele Wettbewerber-Gabeln, die bei 330 Gramm losgehen) machen den relativ hohen Anschaffungspreis von um die 4.000 bis 4.500 € (Rahmen-Set only) - für Cervélo-Verhältnisse - fair kalkuliert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber natürlich immer noch unbezahlbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur ... schaut Euch doch nur mal diese dünnen Sitzstreben an! Mein R3 ist ja schon filigran, aber beim R5 haben sie eindeutig noch eins draufgesetzt. Wunderschön! Auch das Unterrohr scheint noch einmal dünner geworden zu sein. Das Steuerrohr haben sie etwas verlängert - das erspart schlimme Spacertürme und macht das Rad insgesamt etwas steifer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Traum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Biest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und hey - ein so dünnes Rad, kaum zu sehen in der Landschaft - muss doch auch irgendwie aerodynamisch sein, oder?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja. Wenn jedenfalls hier bei mir irgendwie die Fee, der Weihnachtselch, der Weihnachtsmann persönlich, das Glücksschwein oder meinetwegen auch Fank Elstner vorbeikommen und mich nach meinem Weihnachtswunsch fragen ... es soll ein VWD sein. Bitte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Was ist Euer Top-Bike, Euer Traum für Frank Elstners Wunschliste? Ich freue mich auf Eure Comments.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-7731277282420348936?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/7731277282420348936/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/09/ein-traum-aus-kohle-das-cervelo-r5-vwd.html#comment-form' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/7731277282420348936'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/7731277282420348936'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/09/ein-traum-aus-kohle-das-cervelo-r5-vwd.html' title='Ein Traum aus Kohle: Das Cervélo R5 VWD'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-_C_Vw9-f2BA/Tn7MvOpiR8I/AAAAAAAAD-M/6UMIqEp2AX8/s72-c/R5_VWD_Cervelo.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>6</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-8906684647416442635</id><published>2011-09-10T12:32:00.000+02:00</published><updated>2011-09-10T12:32:58.495+02:00</updated><title type='text'>Punktesegen und Risiko: Einige Gedanken bei "Rund um die Nürnberger Altstadt".</title><content type='html'>Am letzten Wochenende fuhr ich wieder im Rahmen meines Teams SunClass ein Rennen im German Cycling Cup. Diesmal geht es nach Nürnberg - die Sonne steht (eine Wohltat nach der kalten, verregneten und leider fast komplett trainingsfreien Zeit) hoch an einem blauen Himmel, T-Shirt-Wetter: Perfekt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-0m-pK4LIx1M/TmszkkSQhiI/AAAAAAAAD4w/kLx6yOjEv6Y/s1600/07_nach_dem_Rennen.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/-0m-pK4LIx1M/TmszkkSQhiI/AAAAAAAAD4w/kLx6yOjEv6Y/s640/07_nach_dem_Rennen.jpg" style="height: 347px; width: 570px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Nach getaner Arbeit ... Nürnberg war ein großartiges Rennen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Ich hatte angenommen, dass kurz vor dem absoluten Saison-Höhepunkt, dem Rothaus Rider-Man, dieses "nur" 100 km lange Rennen eher ein kleines, unwesentliches Intermezzo im Kalender wird, eine Aufwärmrunde, ein Nebenkriegsschauplatz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weit gefehlt: Das Rennen mausert sich zum Wendepunkt der Saison 2011 für unser Team.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Punktesegen&lt;/span&gt;: &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Mechanik des Erfolgs&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle 4 von uns schaffen es in die Punkte. Kein Wunder, wie wir später feststellen, sondern simple Mathematik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim GCC bekommen nur die ersten 200 Fahrer Punkte. Alles ab Platz 201 nur 15 "Mitmachpunkte". Klar, dass bei einem Rennen, bei dem nur 400 Rennfahrer an den Start gehen, die Chance weitaus höher ist, in die Punkte zu fahren, als sagen wir beim Münsterland.Giro mit 2.000 Fahrern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Logisch auch, dass bei nur 19 teilnehmenden Damen unsere Kerstin eigentlich nur ankommen brauchte - und dafür mit Punkten nur so überschüttet worden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das bedeutet: Eigentlich müsste man sich als Teilnehmer nur die kleinen Rennen aussuchen und dann eher als Frauenteam an den Start gehen. Denn von den 11 Rennen im Kalender werden für die Gesamtwertung eh nur die 7 Besten gewertet. Also Fokus auf die kleinen Rennen legen: Punkteregen garantiert!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-nzDRRgrjdfE/TmszgK2k3_I/AAAAAAAAD4c/WCGOC9f7UjI/s1600/02_Startbereich.jpg" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/-nzDRRgrjdfE/TmszgK2k3_I/AAAAAAAAD4c/WCGOC9f7UjI/s640/02_Startbereich.jpg" style="height: 319px; width: 571px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Der Startbereich: Nur 350 Fahrer bei diesem eher kleinen Rennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Wenn man als "Teamchef" nun also strategisch denken würde, dann müsste man es wohl so handhaben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine weitere Besonderheit beim GCC ist die Art, wie die Punkte weiterhin zustandekommen. Denn nicht nur die Platzierung, sondern auch die Streckenlänge haben Einfluss auf die Punktzahl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nehmen wir an, ich komme als 20ster bei "Rund um die Nürnberger Altstadt" ins Ziel (was ein Traum wäre). Dann bekäme ich 280 Punkte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil 200 (für den Erstplatzierten) minus 20 (meine Platzierung) gleich 180 Punkte sind - plus 100 Punkte für die Streckenlänge. 100 Kilometer = 100 Punkte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Macht 280 Punkte. Komme ich hingegen als "nur" 80ster bei den Leipziger Neuseen.Classics ins Ziel, bekäme ich 285 Punkte. 60 Plätze schlechter - aber 5 Punkte mehr.&lt;br /&gt;Klar: 200 minus 80 sind 120. Plus 145 Punkte für die Kilometer sind 285.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also wie nun: Bei kleinen, langen Rennen richtig Gas geben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das alles ist natürlich trockene Theorie, denn ich glaube nicht, dass ein Team mit derartigen Überlegungen an den Start geht, zumal der GCC sehr inhomogen von den Teilnehmern (und deren Stärken) ist, sodass ein so genaues, strategisches Überlegen kaum sinnvoll scheint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ein bisschen nagt es schon an mir: Denn in Nürnberg sind wir alle in die Punkte gefahren, sodass wir in der Gesamtwertung - bei immerhinn 358 registrierten Mannschaften im Cup - von Platz 45 auf Platz 32 fast schon katapultiert worden sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie würden wir dastehen, wenn wir anstelle eines Mädels zwei mitgehabt hätten?&lt;br /&gt;Oder drei?&lt;br /&gt;Wenn wir alles Frauen wären?!?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-ZaybvZJpWmg/Tmszg6xvprI/AAAAAAAAD4g/Hby0o1sOFno/s1600/03_Team_SunClass.jpg" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/-ZaybvZJpWmg/Tmszg6xvprI/AAAAAAAAD4g/Hby0o1sOFno/s640/03_Team_SunClass.jpg" style="height: 303px; width: 569px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Team SunClass in der Startaufstellung: Wenn wir Kerle Frauen wären ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Anyway. Der unerwartete Punktesegen lässt mich aufhorchen und ich recherchiere: Beim Rothaus Rider-Man, dem ultimativen Höhenpunkt des GCC (aus sportlicher Sicht), sind bisher für alle 3 Rennen um die 400 Starter gemeldet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;400 Starter - also wieder eine klare Chance, in die Punkte fahren zu können. Und das bei 3 einzelnen Rennen, denn der Rider-Man verteilt sich auf ein Einzelzeitfahren und zwei Straßenrennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rechnen wir mal für die Herren: Sagen wir, Platz 150 beim Einzelzeitfahren = 66 Punkte.&lt;br /&gt;Platz 160 beim Straßenrennen Samstag = 120 Punkte.&lt;br /&gt;Platz 170 beim Straßenrennen Sonntag = 110 Punkte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rund 300 Punkte sind möglich. Pro Fahrer! Macht bei 3 männlichen Rennfahrern in unserem Team 900 Punkte! Und kaum auszudenken, wie das bei unserer Dame aussehen könnte: Ich zähle jetzt 31 Starterinnen. Also: Devise Ankommen! Wenn sie nun also immer nur als letzte der Damen ankommt, generiert sie trotzdem insgesamt rund 660 Punkte!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Punktesegen beim Rider-Man - und damit erneut ein erdrutschartiger Sprung für unsere Equipe in der Teamwertung des GCC.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja. Vorausgesetzt, es kommen auch wirklich alle 4 Fahrer ins Ziel. Bei nur einem Ausfall wird das Rennen nämlich komplett nicht gewertet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mich zum zweiten Thema bringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Risiko: Rennradrowdies und Carbonsplitter&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt, da sich die Saison 2011 dem Ende neigt und ich knapp 1.700 Kilometer in "Rennhärte" sowohl bei RTFs als auch bei Rennen im GCC hinter mir habe, kann ich langsam aufatmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sturzfrei durch die Saison gekommen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt kaum ein Geräusch, das mir mehr Gänsehaut macht, als das plötzliche Stakkato quietschender Slicks auf Asphalt, begleitet vom hochfrequenten Schleifen von Bremsbelägen auf Carbonfelgen, dem chaotisch einsetzdenen Männergebrüll "AAAACCCCHTUUUUUNG!!!!" und schließlich dem charakteristisch trockenen Bollern brechender Carbongabeln und -rahmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-DNxx33llGhE/Tmszh9jrlZI/AAAAAAAAD4k/ZaPv7OFpX8k/s1600/04_neutralisierte_Phase.jpg" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/-DNxx33llGhE/Tmszh9jrlZI/AAAAAAAAD4k/ZaPv7OFpX8k/s640/04_neutralisierte_Phase.jpg" style="height: 292px; width: 568px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Kurz nach dem Sturz: Feld geteilt, Spitzegruppe weg. Welcher Idiot wollte hier sprinten?!?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Ein Sturz bei einem Rennradrennen ist immer furchtbar: Und bei "Rund um die Nürnberger Altstadt" ist es wieder einmal passiert, diesmal direkt vor mir. Und wieder in einer Situation, bei der man am Verstand erwachsener Menschen zweifeln muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade Strecke.&lt;br /&gt;Super Asphalt.&lt;br /&gt;Keine Gefahrenstelle - leicht abschüssig - hohes Tempo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was machen (einige) Idioten? Müssen unbedingt nach vorn. Was ja okay ist, denn vorn zu sein ist der Sinn der Veranstaltung. Aber sich direkt nach dem Start - wo eh immer alles nervös und unsicher ist - auf einem Abschnitt, bei dem das Feld über 50 km/h drauf hat, alle noch dicht und kompakt beisammen sind und die ganze Straßenbreite einnehmen, nun unbedingt nach vorn durchquetschen zu müssen, ist einfach nur dumm!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und gefährlich. Denn wo sowieso schon sehr wenig raum für Fahrtkorrekturen bleiben, wird es, wenn von hinten alles dichter zusammengeschoben wird, dieser Raum noch mehr eingeengt: Kein Wunder, dass dann selbst bei kleinsten Bewegungen sich die Lenker verhaken. Sturz unvermeidlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum können diese Freaks nicht etwas taktischer fahren?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei über 50 km/h kann man dem Feld sowieso nicht davon fahren. (Auch nicht mit einem Cervélo S5 :o)  Bei einer Strecke, die fast 1.000 Höhenmeter bietet, wird sowieso an der ersten Steigung eine Selektion einsetzen und damit der Positionsgewinn fast schon garantiert kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum fahren manche dann, als hätten sie Speed genommen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-auw4pWdL6y4/TmszilKZzzI/AAAAAAAAD4o/TEL2U0Yl5Wo/s1600/05_Steigung.jpg" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" src="http://2.bp.blogspot.com/-auw4pWdL6y4/TmszilKZzzI/AAAAAAAAD4o/TEL2U0Yl5Wo/s640/05_Steigung.jpg" style="height: 277px; width: 570px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Nicht ganz Alpe d´Huez, aber schwer allemal: 4 mal dieser 2.000 Meter Anstieg!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Ich weiß nicht, was ich tun würde, wenn mich so ein - mit Verlaub - blödes Arschloch zu Boden bringen würde. Aber ich glaube, ich würde ihm mit dem abgebrochenen Oberrohr meines Cervélo eins auf die Nuss geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind Jedermänner. Und da vorn, da ganz vorn, da fahren Juungs, deren Cyclassics-Zeiten nur 4 Minuten hinter der Zeit eines Erik Zabel sind. Da kommst du eh nicht hin! Und ob du nun 214ter oder 228ter wirst, wird ... &lt;span style="font-style: italic;"&gt;absolut niemanden interessieren!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Naja, außer dein Ego vielleicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei all den Überlegungen also, die ich anstelle, ob und wie viele Punkte ich für SunClass einfahren kann, eines, das muss doch immer an erster Stelle stehen: Die Sicherheit! Und zwar sowohl die für mich selbst, mein geliebtes (teures) Rennrad und die für alle anderen, die sich vor, neben und hinter mir darauf verlassen - verlassen &lt;span style="font-style: italic;"&gt;müssen&lt;/span&gt; - dass ich ordentlich, berechenbar und diszipliniert fahre, meine Spur halte und meine Aktionen - überholen, ausscheren, zurückfallen lassen usw. - anzeige.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-KHyLZrQbEP8/Tmszj1tWlNI/AAAAAAAAD4s/On1-b0Wj8VA/s1600/06_wertung.jpg" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/-KHyLZrQbEP8/Tmszj1tWlNI/AAAAAAAAD4s/On1-b0Wj8VA/s640/06_wertung.jpg" style="height: 529px; width: 569px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Fühlen uns wie die Sieger: SunClass Cycling von Platz 45 auf 32!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Warum nur fahren dann so viele mit, die scheinbar beim Trikotanziehen sämtliche normalen Umgangsformen von Mensch zu Mensch ablegen und sich bei den Rennen gebärden, als seien sie zum ersten Mal auf einem Rennrad.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht, weil sie es sind?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://connect.garmin.com/activity/111899028"&gt;&lt;b&gt;Hier geht es zum Garmin-Track des Rennens&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wie sind Eure Erfahrungen mit Stürzen? Wie "strategisch" geht&lt;/span&gt; &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ihr in Rennen oder RTFs? Ich freue mich über Eure Comments.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-8906684647416442635?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/8906684647416442635/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/09/punktesegen-und-risiko-einige-gedanken.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/8906684647416442635'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/8906684647416442635'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/09/punktesegen-und-risiko-einige-gedanken.html' title='Punktesegen und Risiko: Einige Gedanken bei &quot;Rund um die Nürnberger Altstadt&quot;.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-0m-pK4LIx1M/TmszkkSQhiI/AAAAAAAAD4w/kLx6yOjEv6Y/s72-c/07_nach_dem_Rennen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-5613182527552647118</id><published>2011-09-08T20:24:00.014+02:00</published><updated>2011-09-08T20:44:36.504+02:00</updated><title type='text'>Gran Fondo New York: Ein Rennrad-Traum</title><content type='html'>Dieses Jahr fand er zum ersten Mal statt: Der Gran Fondo in der Hauptstadt der Welt, im Schmelztiegel der Kulturen, im Big Apple. "Wir bringen italienische Radfahr-Kultur in die größte und faszinierende Stadt der Welt" - haben sich die Organisatoren auf die Fahnen geschrieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-g0FeleV2ORk/TmkJgGj1FSI/AAAAAAAAD4U/voPF_eJY41Y/s1600/Gran_Fondo_New_York_Rennrad.gif" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 508px; height: 261px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-g0FeleV2ORk/TmkJgGj1FSI/AAAAAAAAD4U/voPF_eJY41Y/s640/Gran_Fondo_New_York_Rennrad.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Organisiert hatten sie eine 170 Kilometer lange, aufregende Strecke. Start ist auf der meist befahrenden Brücke der Welt, George Washington Bridge. Vor der elektrisierenden Skyline Manhattans geht es nach Norden auf der Seite New Jerseys langsam aus der Stadt heraus -bis Alpine und Stony Point geht es dann mitunter ziemlich ruppig bergauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4 Bergwertungen hatten sie eingebaut: 4 Bergwertungen mit Zeitnahme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und siehe da: Das erste Event war gleich ein voller Erfolg. Ausgebucht. Ausgeflippte Teilnehmer aus aller Welt. Und am 20. Mai 2012 geht es wieder los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6.000 Glückliche werden in meiner Lieblingsstadt das tollste Sportgerät der Welt bewegen. Werden die Wolkenkratzer im Rücken haben, werden sich die bis zu 20% steilen Rampen hochkämpfen, 171 Kilometer ihren Mann und ihre Frauen stehen und am Ende eines der - mit Sicherheit! - faszinierendsten, emotionalsten Jedermann-Rennen der Welt gefahren sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oh man ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;200 Dollar ... Die Meldegebühr. Flug. Hotel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohhh man ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weißte was?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich habe das einfach mal gebucht        &lt;/span&gt;:0)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-5613182527552647118?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/5613182527552647118/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/09/gran-fondo-new-york-ein-rennrad-traum.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/5613182527552647118'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/5613182527552647118'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/09/gran-fondo-new-york-ein-rennrad-traum.html' title='Gran Fondo New York: Ein Rennrad-Traum'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-g0FeleV2ORk/TmkJgGj1FSI/AAAAAAAAD4U/voPF_eJY41Y/s72-c/Gran_Fondo_New_York_Rennrad.gif' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-4119398593818377782</id><published>2011-09-02T20:37:00.033+02:00</published><updated>2011-09-02T23:44:38.291+02:00</updated><title type='text'>Eine Runde über die Nordschleife. 24 Stunden "Rad am Ring" revisited.</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Den Bericht vom Abschneiden des Teams SunClass habt Ihr sicher schon auf der &lt;a href="http://www.sunclass-radsport.de/index.php/2011/08/31/24-stunden-in-der-grunen-holle-equipe-sunclass-bei-rad-am-ring/"&gt;Website unserer Equipe&lt;/a&gt; gelesen. Der Bericht von unserer ersten Teilnahme am 24-Stunden Rennen auf dem Nürburgring gibt Aufschluss über das, was an den Tagen auf der Nordschleife so alles passiert ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch was ist die Nordschleife eigentlich? Auf was lässt man sich als Rennrad-Fahrer ein, wenn man die legendäre "Grüne Hölle" in Angriff nimmt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kommt mit auf eine Runde, willkommen an Bord meines Cervélo R3.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-GRBynCxk86E/TmEf4EXg48I/AAAAAAAAD18/whGxSK7shKo/s1600/01_Vorfreude.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://1.bp.blogspot.com/-GRBynCxk86E/TmEf4EXg48I/AAAAAAAAD18/whGxSK7shKo/s640/01_Vorfreude.jpg" width="475" height="640" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Am Anfang, als wir nach 600 Kilometern Autobahnfahrt und jeder Menge Testosteron geschwängerter Männerwitze am Nürburgring angekommen waren, wussten wir natürlich noch nicht, was uns blühen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorsorglich haben wir schonmal das Oberste Treppchen ausprobiert: Jedem war allerdings klar, dass wir es nicht auf dieses und auch nicht auf das dritte schaffen würden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;20 Runden hatte ich fest eingeplant, guter Dinge.&lt;br /&gt;Auf 21 Runden hatte ich gehofft.&lt;br /&gt;Ganze 24 Runden - meinte Heiko noch nach seiner 2ten Runde - wären schaffbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-TddGbBJsvdg/TmEf5NZrgZI/AAAAAAAAD2A/lpe_3SeVB7c/s1600/02_Cervelo_R3.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 568px; height: 378px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-TddGbBJsvdg/TmEf5NZrgZI/AAAAAAAAD2A/lpe_3SeVB7c/s640/02_Cervelo_R3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Dass Rennrad steht bereit, der Hintern ist gecremt, was kann mich da jetzt noch aufhalten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gepeitscht von Musik allenthalben, dem bunten geschäftigen Treiben in den Boxen, Partyzelten und Caravans, die sich auf fast 5 Kilometern entlang der Strecke ausgebreitet haben, durchfahre ich die ersten Meter: Es geht vorbei an Einer-Teams (die Wahnsinnigen!), an 2er-Teams, wie dem unsrigen und den Riesenteams, die mit 20, 30 Mann zu 8er-Teams angereist sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-_etSerbBAI4/TmEf6Ddtu6I/AAAAAAAAD2E/10l11BRM2YE/s1600/03_Fahrerlager_Nordschleife.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 411px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-_etSerbBAI4/TmEf6Ddtu6I/AAAAAAAAD2E/10l11BRM2YE/s640/03_Fahrerlager_Nordschleife.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Zunächst geht es durch enge Kurven mitten durchs Fahrerlager. Obacht! Hier queren Ausgelaugte die Straße, während die Hartgesottenen, die mehrere Runden hintereinander fahren, hier im Renntempo durchballern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwar haben sie an den neuralgischen Orten Ordner aufgestellt und ab und zu dröhnt auch mal die Trillerpfeife, aber grundsätzlichgilt hier: Augen auf, denn sonst krachts!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Fkxd-Iyh_4s/TmEf687pa8I/AAAAAAAAD2I/JV7AXfEberQ/s1600/03_Nordschleife_Boxengasse.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 382px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-Fkxd-Iyh_4s/TmEf687pa8I/AAAAAAAAD2I/JV7AXfEberQ/s640/03_Nordschleife_Boxengasse.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Das Fahrerlager zieht sich hin: SunClass steht - glücklicherweise - genau gegenüber den Toiletten und Waschräumen, aber die Boxen der Rennrad und MTB-Teams ziehen sich über die gesamte Formel-1-Strecke hin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorher aber biegen wir auf die Boxengase ab - und zwar entgegengesetzt der normalen Fahrtrichtung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-7C8ZvNNyCTg/TmEf78AiLAI/AAAAAAAAD2M/7p3k_LkONjQ/s1600/04_Map_1.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 496px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-7C8ZvNNyCTg/TmEf78AiLAI/AAAAAAAAD2M/7p3k_LkONjQ/s640/04_Map_1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Rechts, auf der regulären Strecke, zischen die Glücklichen, die gerade ihre Runde beendet haben, auf Start/Ziel uns entgegen, wir aber nehmen auf der langen Gegengeraden Fahrt auf. Aber auch nicht zu viel - links neben uns in den echten Formel-1-Boxen sind die VIP-Teams, die großen Sponsoren-Teams und die Glücklichen. Nutrixxion ist hier, das Bulls-Team des Veranstalters und einige andere große Teams.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann biegen wir in einer links-rechts Kombination auch schon auf die Nordschleife ab. Es gilt eine kleine Rampe, keine 50 Meter, zu erklimmen. Clever: Hier müssen alle vom Gas, so gestaltet sich das Splitting von Rennrad und MTB einfach. Die MTBler biegen rechts auf den Offroad-Kurs ab, für die Rennräder geht es nach einer scharfen Linkskurve in die erste Abfahrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-rzvyiA-RaH0/TmEf8_39ugI/AAAAAAAAD2Q/EA1YQvlEaiY/s1600/04_Topspeed_Rennrad.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 378px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-rzvyiA-RaH0/TmEf8_39ugI/AAAAAAAAD2Q/EA1YQvlEaiY/s640/04_Topspeed_Rennrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die Hatzenbach hinunter, 800, 900 Meter, links neben uns taucht der Formel-1-Kurs ab, rasant geht es bergab, eine scharfe Rechtskurve - Angsthasen bremsen hier, denn der Ausgang ist nicht einzusehen - spätestens nach der dritten Runde weiß ich: Hier kann ich, wenn ich die Ideallinie nahe an den Curbs erwische, mit fast 70 km/h innen ohne zu bremsen durchhuschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wird bei Hocheichen etwas flacher, hier muss man die Speed mitnehmen - 60 km/h - größter Gang und reingetreten! Denn wer es hier schafft, nur wenig Geschwindigkeit zu verlieren, der geht in die folgende, zweite Abfahrt umso schneller hinein: Quiddelbacher Höhe bis Flugplatz mit einem rasanten Rechtsknick hinunter zum Schwedenkreuz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-2wcMpJkEPZY/TmEf9mtyUNI/AAAAAAAAD2U/I8nY2xayDKc/s1600/05_Cervelo_Rennrad.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 414px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-2wcMpJkEPZY/TmEf9mtyUNI/AAAAAAAAD2U/I8nY2xayDKc/s640/05_Cervelo_Rennrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Wer hier unten ankommt, dem hat es schon mächtig den Fahrtwind durch den Helm getrieben: Geschwindigkeiten von 70, 75 sind normal, wer hier einen guten Windschatten in den Höhen erwischt, kann hier schon einmal die 80 km/h-Grenze knacken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein berauschendes Gefühl!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unten angekommen flacht es erneut leicht ab, es geht sogar etwas bergauf in eine Rechtskurve: Eine der wichtigsten Kurven des ganzen Kurses!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-3pG5_dHeknY/TmEf-jLQlrI/AAAAAAAAD2Y/2ARFWysy-V8/s1600/06_Abfahrt.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 380px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-3pG5_dHeknY/TmEf-jLQlrI/AAAAAAAAD2Y/2ARFWysy-V8/s640/06_Abfahrt.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Nun gilt es, wirklich Power in Speed zu investieren - denn hinter der Kurve wartet die berühmt-berüchtigte Fuchsröhre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schaffe es in meiner dritten Runde (und leider nicht mehr danach wieder), nehme vom Schwedenkreuz richtig viel Geschwindigkeit mit, schaue mich kurz um - habe immerhin 70 km/h drauf, hinter mir keiner, zucke kurz nach links, ducke mich unter dem Wind weg, erwische zentimetergenau die Kurve und lande genau am Hinterrad eines Vorausfahrenden, der schon mächtig am Reintreten ist - er macht mir super Windschatten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun zimmere ich alles raus, was geht!&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-uHRfd7mRmtc/TmEf_0LrF-I/AAAAAAAAD2c/tnlcGf-URLo/s1600/06_R3_Cervelo.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-Qey5_8XYXR0/TmEgA2lwLaI/AAAAAAAAD2g/eFYcUASsO58/s1600/07_Map_2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 391px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-Qey5_8XYXR0/TmEgA2lwLaI/AAAAAAAAD2g/eFYcUASsO58/s640/07_Map_2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Denn hinter der sehr scharfen Rechtskurve - unter einer Brücke hindurch - beginnt die Achterbahnfahrt, die sie hier "Füchsröhre" nennen: Vor mir taucht die Straße förmlich senkrecht nach unten hin ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist einem flau im Magen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier darf man keine Angst haben: Freie Bahn hinten - vor mir, links, rechts versetzt in einiger Entfernung drei, vier andere Rennfahrer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich trete richtig rein, gehe im letzten Moment aus dem Windschatten und genau in dem Moment, wo die Strecke unter mir abkippt, mache ich mich ganz flach über dem Rennrad: Es geht los!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-3-cMRaSVoNs/TmEgBpIyZCI/AAAAAAAAD2k/cBWfPMVqSmU/s1600/08_Fuchsroehre.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 343px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-3-cMRaSVoNs/TmEgBpIyZCI/AAAAAAAAD2k/cBWfPMVqSmU/s640/08_Fuchsroehre.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die Fühsröhre ist das geilste, was ich jemals zum Thema "Geschwindigkeit" auf dem Rennrad erlebt habe! Mein Cervélo liegt ruhigt wie eine Eins auf dem spiegel-ebenen Asphalt, vor mir verwischen die Farben, das Grün des Waldes, das Schwarz des Bitumens und die Graffiti, die sie allenthalben auf die Strecke gemalt haben, zu einer visuellen Kakaphonie, Wind kracht gegen mein Gesicht und ich werde immer schneller.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Treten zwecklos: Wir sind längst schon über 80 km/h.&lt;br /&gt;And counting.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-upahWetdgSA/TmEgCnTN4BI/AAAAAAAAD2o/xIQ5W4bK5oI/s1600/09_Furchsroehre_Nordschleife.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 376px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-upahWetdgSA/TmEgCnTN4BI/AAAAAAAAD2o/xIQ5W4bK5oI/s640/09_Furchsroehre_Nordschleife.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die Fuchsröhre schlängelt sich leicht, geht über in den Adenauer Forst und Metzgersfeld, man muss nur wenig lenken, dann, ganz unten, ganz knapp vor dem Ende, man glaubt fast schon, die Schallmauer zu durchbrechen, da kippt es noch einmal vor einem ab, leicht links geht es, eine Schlüsselstelle, denn hier bremsen viele, lenken zu heftig ein, verlieren Zeit und Speed - ich aber lasse rollen, tauche noch einmal hinweg, fast fühle ich mich wie im Parabelflug, als das Rennrad unter mir absinkt, der Straße folgt und ich scheinbar geradeaus weiterfliege, abhebe - hier gibt es den letzten Kick, den Arschtritt von Mutti, die Booster werden gezündet: Hier unten erreiche ich meine 95,7 km/h Top-Speed!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht auszudenken, was hier eine kleine Scherbe anrichten kann.&lt;br /&gt;Und nicht auszudenken, wie schnell ich hier hätte sein können, wenn oben nicht satter Gegenwind geherrscht hätte!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber aufgepasst - im Hier und Jetzt - wir sind so schnell, dass man gleich zu spüren bekommen wird, was 95 Kilometer pro Stunde auf einem 800 Gramm leichten Carbonrahmen bedeutet: Ein kleiner, etwa 150 Meter langer Gegenanstieg nach einer Linkskurve folgt - Verzögerung wie bei einer Vollbremsung, unten, in der Talsohle wird man förmlich in den Rennradsattel gepresst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wow, was für ein Wahnsinn! Dieser Streckenabschnitt ist wie eine Droge: Mehr, mehr mehr!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann bleiben wir im Anstieg stecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-wwJQtC1MITY/TmEgD34MQ1I/AAAAAAAAD2s/odm2P4PA45U/s1600/10_Lars_Reisberg.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 378px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-wwJQtC1MITY/TmEgD34MQ1I/AAAAAAAAD2s/odm2P4PA45U/s640/10_Lars_Reisberg.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Gegenanstieg, Kallenhard, geht es hinunter auf pervers langsam anmutende 40, 35 dann 30 km/h, hier lasse ich ausrollen, investiere nicht zu viel, denn bald schon weiß ich - es geht gleich noch einmal rasant bergab!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade bei meinen beiden Nachtrunden in der Dunkelheit bietet sich hier die Möglichkeit, nach der langen Schussfahrt etwas durchzuatmen - Andere überholen mich hier, aber ich weiß, dass ich hier mehr Kraft vergeude, wenn ich powern würde. Da hole ich in einer superschnellen Abfahrt mehr Sekunden raus, als hier anstelle 30 vielleicht 32 km/h zu fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-uHRfd7mRmtc/TmEf_0LrF-I/AAAAAAAAD2c/tnlcGf-URLo/s1600/06_R3_Cervelo.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 360px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-uHRfd7mRmtc/TmEf_0LrF-I/AAAAAAAAD2c/tnlcGf-URLo/s640/06_R3_Cervelo.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die letzten Abschnitte - bergab - folgen nach etwa einem Kilometer Geschlängel, der sich Ex-Mühle nennt. Noch einmal heißt es: Wegducken, klein machen im Wind und konzentriert bleiben. Nicht ganz so rasant, aber doch immerhin um die 70 km/h herum wird man schnell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kompliziert zu fahrende Kurvenkombinationen folgen - bis zu meiner letzten Runde treffe ich nur zwei mal (von 7) die Ideallinie hier und kann ohne zu bremsen durch die engen, scharfen und&lt;br /&gt;nicht einzusehenden Kurven kommen. Wer hier sein Bike nicht beherrscht und - vor allem der letzten, harten Linkskurve der Ex-Mühle sich nicht in einer abfallenden, zumachenden Kurve, die noch dazu nicht einsehbar ist, hart in die Kurve legt, verliert einige Sekunden - eine weitere Schlüsselstelle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier überhole ich viele Andere. Und werde von vielen Anderen überholt, wenn ich selbst Fehler mache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kilometer 11 der Strecke ist erreicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von jetzt ab geht es bergauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Helm ab zum Gebet!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-0XD21yk_EgE/TmEgE7eApcI/AAAAAAAAD2w/8fRGDzaLFxw/s1600/11_Map_3.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 391px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-0XD21yk_EgE/TmEgE7eApcI/AAAAAAAAD2w/8fRGDzaLFxw/s640/11_Map_3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Wir haben den tiefsten Punkt unter der Nürburg erreicht. Nach der Ex-Mühle geht es ebenerdig einige hundert Meter in einer lang gezogenen Rechtskurve durch dichten Tannenwald. Hier trete ich noch einmal rein - dies ist die letzte Chance noch einmal 30 km/h zu erreichen, bevor gleich das große Sterben beginnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Bergwerk (ich weiß, oben in der Grafik ist ein Tippfehler) zieht es erstmals an. Nicht viel. Aber spürbar - speedverwöhnt, wie wir noch ganz besoffen vor km/h aus dem Fuchsbau mit roten Bäckchen hier ankommen, ein Schlag ins Gesicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier lassen die ersten ihre Schultern hängen - allenthalben nehmen sie Speed raus, viele schalten schonmal aufs kleine Blatt. Dreifachkurbler auf das kleinste. So schnell aber gebe ich nicht auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-9ge8wM5g9ZM/TmEgGO91KPI/AAAAAAAAD20/m2-onnS_EJo/s1600/12_Gruene_Hoelle.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 592px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-9ge8wM5g9ZM/TmEgGO91KPI/AAAAAAAAD20/m2-onnS_EJo/s640/12_Gruene_Hoelle.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Bergwerk geschafft. Nun eröffnet sich vor uns die "Grüne Hölle". Hier, hier im "Kesselchen" muss der Name geboren sein. Es gibt keine andere Erklärung: Wir fahren auf dem Boden eines tief eingeschnittenen V-Tals. Neben uns ragen mächtige, mächtige Berghänge steil, fast senkrecht auf. Dicht bewachsen mit dunklen, erhabenen, duftenden Tannen. Ein Meer aus Grün - Mauern aus Grün.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Kesselchen ist eine lange Linkskurve, schon zieht die Steigung an. 4 Prozent, bald 6 Prozent. Ein Kilometer lang senkt sich bei allen die Geschwindigkeit. Das Kesselchen bremst selbst die stärksten, diejenigen, die sich noch im Bergwerk geweigert haben, runterzuschalten, aus.&lt;br /&gt;Auch mich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Klostertal zieht es noch weiter an, bevor es richtig kriminell wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-xN_L9sOrfDc/TmEgGi4aM4I/AAAAAAAAD24/y2l6KZ_nouE/s1600/13_Steigung_Nordschleife.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 381px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-xN_L9sOrfDc/TmEgGi4aM4I/AAAAAAAAD24/y2l6KZ_nouE/s640/13_Steigung_Nordschleife.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Eine harte Linkskurve, hier mögen es nun gut und gerne 9, 10 Prozent Steigung sein. Viele keuchen, alle, wirklich alle fahren nun im kleinsten Gang. Auch ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich gerade die &lt;a href="http://www.lapetiteboucle.blogspot.com/"&gt;Tour de France&lt;/a&gt; in den Knochen habe, macht mir die Steigung sogar Spaß. Ich komme mir pervers vor.&lt;br /&gt;9, 10 Prozent, das ist der Tourmalet. Die meisten anderen hier haben keine Augen für das, was neben, hinter oder vor ihnen passiert. Sie beißen sich hier hoch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Dreifachkurbler sehen affig aus, wie sie mit 100 Umdrehungen pro Minute auch nur 7 km/h hinbekommen. Die meisten überhole ich - erstaunlich, wenn mich andere überholen: Teilweise sind hier Leute mit einem Speed in der Steigung unterwegs, der mich zweifeln lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-lUthPCHMOI4/TmEgHRVd-cI/AAAAAAAAD28/34MFL3MJOUc/s1600/14_Gruene_Hoelle_Rennrad.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 371px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-lUthPCHMOI4/TmEgHRVd-cI/AAAAAAAAD28/34MFL3MJOUc/s640/14_Gruene_Hoelle_Rennrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;So windet sich die Karawane der Verzweifelten - vor allem in der sängenden Nachmittagssonne, die das Kesselchen aufheizt wie selbigen - nach oben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich hier im Dunklen fahre, ein erhebender Anblick: Vor mir zuckelt sich in fast nicht wahrnehmbarer Geschwindigkeit, wie einem riesigen Lindwurm gleich, eine Schlange aus roten Rücklichtern nach oben. Fast sieht es in der Dunkelheit Furcht erregender aus, als am Tage: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;So&lt;/span&gt; steil ist das?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, es ist!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Steilkurve des Caracciola-Karussells wird es kurzzeitig flach. Jetzt heißt es Zähne zusammenbeißen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-2i56VkbSI5w/TmEgIbIxX6I/AAAAAAAAD3A/sl63R_1OtE0/s1600/14_Kesselchen.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 386px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-2i56VkbSI5w/TmEgIbIxX6I/AAAAAAAAD3A/sl63R_1OtE0/s640/14_Kesselchen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Denn wer die Kurve unten nimmt ("Nur die Loser fahren oben!" steht auf der Strecke als Graffito) kann auf über 20 km/h beschleunigen, was nach dem Kriechen mit 7, 8 km/h im Kesselchen wie Warpgeschwindigkeit anmutet, der kann das folgende seichte Bergabstück mit richtig viel Geschwindigkeit nehmen: Die ersten meiner Runden schaffe ich es sogar, die ein, zweihundert Meter auf das große Blatt zu schalten - wichtig, denn was nun kommt, ist einfach nur brutal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir bleiben förmlich drin stecken.&lt;br /&gt;Es geht ein Raunen durchs Feld.&lt;br /&gt;Die meisten schalten sofort freiwillig aufs kleine Blatt, wählen das größte Ritzel.&lt;br /&gt;Gegenwehr unmöglich: Das hier ist die Hohe Acht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja, noch nicht ganz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-fltAQLpobgc/TmEgJL6aDoI/AAAAAAAAD3E/KI1TfRpDUDA/s1600/15_Hoehe_Acht.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 379px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-fltAQLpobgc/TmEgJL6aDoI/AAAAAAAAD3E/KI1TfRpDUDA/s640/15_Hoehe_Acht.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Zunächst geht es erst einmal nur hart bergan. Es sind rund 500 Meter bei, ich schätze mal, 12, 13 Prozent Steigung. Für viele schon zu viel: Die ersten klicken sich hier aus, viele sehe ich auf dem Grünstreifen liegen und nach Luft japsen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich probiere im Laufe meiner 7 Runden hier jede Linie aus: Innen, außen, Mitte, mal mit Windschatten, mal ohne: Hier ists immer Scheiße! Egal wie man fährt. Hier gibts nur eins: Hoch da!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine leichte Linkskurve - in der Kurve wirds kurzzeitig mal 15 Prozent steil (mein Waseberg lässt grüßen) dann gehts mit besagten 13 Prozent weiter, geradeaus. Die meisten sind so angestrengt, dass sie es nicht schaffen, ihren Kopf nach oben zu heben. Vielleicht auch besser so, denn sie müssten ihn schon sehr weit in den Nacken legen, um zu erkennen, was da nach diesen 900 Metern bei 13 Prozent auf sie wartet - denn jetzt erst kommt die Hohe Acht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sind rund 500, 600 Meter mit wehtuenden 18 Prozent Steigung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Mauer. Es knarzen die Tretlager. Ich muss mich mit aller Macht auf die Pedale wuchten, mich hier hochzustemmen. Carbonfasern werden an ihre äußerste Grenze getrieben, Lungenflügel hängen heraus, es keuchen die Rennradler, man kommt sich vor wie auf der Inneren, Schweiß spritzt nur so aus den Poren, Augen treten aus ihren Höhlen und Zungen hängen blau aus den Hälsen - die Hohe Acht ist ein Killer!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das erste Mal sagte ich mir "Oha, geil ...!"&lt;br /&gt;Das zweite Mal: "Oh man ... krass."&lt;br /&gt;Beim dritten Mal: "Scheiße ..."&lt;br /&gt;Und dann sagte ich gar nichts mehr - bin nur noch froh, oben anzukommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bereits bei meiner dritten Runde (also nach ca. 6 Stunden Renndauer) sind hier etwa die Hälfte aller Rennradler schiebend zu Fuß unterwegs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-pbCdq-OWhVo/TmEgKbCb6LI/AAAAAAAAD3I/PC06KXaDfpI/s1600/16_Map_4.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 495px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-pbCdq-OWhVo/TmEgKbCb6LI/AAAAAAAAD3I/PC06KXaDfpI/s640/16_Map_4.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Nach der Hohen Acht ist das Schlimmste geschafft. Hier oben haben sie direkt eine Verpflegungsstatiuon aufgebaut - bei der ich nicht ein einziges Mal halte - wo sich die Abgekämpften mit Powerdrinks und Bananen wieder wachschießen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier nun folgt eine rasante Abfahrt - nach den Anstrengungen und der Langsamkeit im Anstieg eine Umstellung, denn man muss sich zusammenreißen und hart auf die Strecke konzentrieren. Dann folgen einige schöne Kurvenkombinationen und die emotionalste Stelle, wie ich finde, der Strecke: Das Brünnchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier ist die Straße so voll und so bunt wie nirgendwo sonst auf der gesamten Nordschleife: Es geht mit 65, 70 km/h bergab, dann, in der Talsohle fast 90 Grad nach rechts und gleich wieder bergan: In der Nacht steht hier ein riesiger THW-Strahler. Im Speed (und da man eh nur noch Sternchen sieht vom Anstieg) hat man hier das Gefühl, als säße man in der Enterprise ganz vorn und schalte auf Warp - die Farben schießen nur so an einem vorbei - beim Abtauchen meint man, geradeaus in den dunklen Wald zu schießen, dann presst es einen in den Sattel, und man drückt sich durch die Kurve. Einfach genial!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-kERRMkazb18/TmEgLeIT1NI/AAAAAAAAD3M/lVfQFhnPVDs/s1600/17_Steilkurve_2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 566px; height: 377px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-kERRMkazb18/TmEgLeIT1NI/AAAAAAAAD3M/lVfQFhnPVDs/s640/17_Steilkurve_2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Über den Hügel polken - ein paar mal schaffe ich das auf dem großen Blatt, zum Schluss rolle ich nur noch - und dann folgt die zweite, nicht mehr ganz so steile Steilkurve.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht durch Pflanzgarten und hinauf zum Schwalbenschwanz, wo sie alle noch einmal unter den 6 bis 8 Prozent Steigung zu leiden haben. Die vorletzte Rampe, nochmal runter aufs kleine Blatt, nochmal abmühen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-GubCvnBOwPQ/TmEgMeLCyrI/AAAAAAAAD3Q/ayyxtm4YS1c/s1600/17_Steilkurve_Nordschleife.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 390px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-GubCvnBOwPQ/TmEgMeLCyrI/AAAAAAAAD3Q/ayyxtm4YS1c/s640/17_Steilkurve_Nordschleife.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die meisten sind gedrückt, fahren halb überm Lenker zusammengebrochen - die Nordschleife hat sie geschafft. Dabei kommt jetzt noch der letzte Hammer: Die lange Gerade!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht zunächst leicht bergan, wer sich umdreht, der kann auf den Schwalbenschwanz und das Geschlängel unter sich zurück blicken, eine tolle Aussicht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-CjEUe1Y7paM/TmEgM9wRPDI/AAAAAAAAD3U/ZKdYLT09ZuI/s1600/18_Rennrad_Eifel.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 380px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-CjEUe1Y7paM/TmEgM9wRPDI/AAAAAAAAD3U/ZKdYLT09ZuI/s640/18_Rennrad_Eifel.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Doch nun wirds anstrengend: Von der Döttinger Höhe geht es nun fast 3 Kilometer schnurgeradewegs zurück zur Grand Prix-Strecke. Erst einmal seicht bergab. Übermütige (wie ich in meinen ersten Runden) treten nun mächtig rein. Immerhin kann man vorne, da ganz weit entfernt, schon die Formel-1-Tribünen erkennen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später weiß ich es besser, schalte lieber einen Gang runter und suche mir eine Gruppe. Anfangs beteilige ich mich noch am Arbeiten im Wind. Später dann, nachts und vor allem bei meinen letzten beiden Runden, kommt zu allem Überfluss noch Gegenwind - da verstecke ich mich ganz hinten und lasse mich ziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist auch so noch schwer genug: Ab Höhe Meuspath geht es bergan. Nicht viel, 1, 2 Prozent vielleicht, aber selbst auf meiner ersten Runde, als ich noch frisch war, habe ich hier nicht mehr als 32 km/h geschafft. Zum Schluss gurke ich hier mit 26 km/h entlang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-4SkubAH9p8w/TmEgN7q2MyI/AAAAAAAAD3Y/yk_UISTT2aI/s1600/19_Rad_am_Ring_Rennrad.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/-4SkubAH9p8w/TmEgN7q2MyI/AAAAAAAAD3Y/yk_UISTT2aI/s640/19_Rad_am_Ring_Rennrad.jpg" width="424" height="640" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Nachts gibt es hier noch einen Leckerbissen: Links neben uns, kurz, bevor die MTBler wieder von der Offroad- auf die Straßenstrecke mit unserer zusmmengeführt werden, kann man deren Track mit Fackeln beleuchtet im Abhang des Berges, der hoch zur Nürburg führt, erkennen: Ein wildes Zickzack!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedes Mal frage ich mich, wie verrückt die nur sein müssen, im Stockdunkeln 24 Stunden durch den Wald zu ballern!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Höhe Tiergarten vereinigen wir uns dann - hier steht der letzte ernst zu nehmende Anstieg der Strecke an: Es geht hinauf zur Anschlussstelle an den Grand Prix-Kurs. Ein letztes Mal kleinster Gang, ein letztes Mal aus dem Sattel gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann, endlich: Vor uns liegt der Nürburgring!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-3QRA0cp0Y5k/TmEgPUmMLUI/AAAAAAAAD3g/G39F_VU901M/s1600/21_24_Stunden_Rennrad.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 378px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-3QRA0cp0Y5k/TmEgPUmMLUI/AAAAAAAAD3g/G39F_VU901M/s640/21_24_Stunden_Rennrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Es ist gerade in der Nacht ein wahrlich erhebendes Gefühl, nach fast 50 Minuten in vollkommener Stille und absoluter Dunkelheit in einer grillenzirpenden Waldhölle in der Vertikalen nun wieder auf Bauwerke zu stoßen.&lt;br /&gt;Licht!&lt;br /&gt;Tribünen!&lt;br /&gt;Menschen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch vor Start/Ziel, in Höhe der ersten Tribünen, fummle ich dann das Funkgerät aus meiner Trikottasche. Das erste Mal sprechen seit einer Stunde: "SunClass, SunClass - Start. Und. Ziel!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rauschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich halte mir das Gerät ans Ohr. Am anderen Ende: Sarah.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Alles klar, komm rein. Essen ist fertig!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grinsend schalte ich hoch: Adrenalin!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-PCfFQmnAbhI/TmEgQLM-fdI/AAAAAAAAD3k/5_JE-VrrJdE/s1600/21_Start_Ziel.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 398px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-PCfFQmnAbhI/TmEgQLM-fdI/AAAAAAAAD3k/5_JE-VrrJdE/s640/21_Start_Ziel.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Keine 7, 8 Minuten später liege ich im Caravan.&lt;br /&gt;Klamotten ausziehen. auslüften. Raus aus den Schuhen. Helm ab. Alles nass. Beine wie Pudding. Sprechen fast nicht möglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während Sarah den Recovery-Drink mixt, sinke ich in die Koje.&lt;br /&gt;25 Kilometer Nordschleife.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim ersten Mal eine Zitterpartie. Neugierig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim zweiten Mal ein Angriff. Abenteurlustig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim dritten Mal ein Rauschzustand. Abgehoben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim siebten Mal ein Martyrium. Ausgebombt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-m9oGPFH2bFU/TmEgRBUrfuI/AAAAAAAAD3o/gNO6z5fTalo/s1600/22_fertig.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 562px; height: 348px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-m9oGPFH2bFU/TmEgRBUrfuI/AAAAAAAAD3o/gNO6z5fTalo/s640/22_fertig.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Von Heiko hat die Nordschleife schon nach dessen dritter Runde ihren Tribut gezollt. Er ist vollkommen ausgeknockt. Eine Kombination aus Überanstrengung, der verdammten Hitze und mangelndem Bergtrainig hat ihn nach nur 75 Gesamtkilometern auf den Mond geschossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Er saß da, kreidebleich. War nicht anzusprechen.", berichtet mir Sarah, die Boxenmanagerin, hinterher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich zwei Runden hintereinander draußen bleibe, nach 1,5 Stunden Pause eine weitere fahre, bin auch ich so weit: Zwei Tote liegen im Caravan. Sarah und unserem Filmemacher Timo ergeht es nicht anders. Schlafen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-B1J8f3itKrU/TmEgRy5XZMI/AAAAAAAAD3s/Q8v6drkExO4/s1600/22_Nachts.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 391px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-B1J8f3itKrU/TmEgRy5XZMI/AAAAAAAAD3s/Q8v6drkExO4/s640/22_Nachts.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Uns ist vollkommen klar, wo die Fehler liegen. Zu wenig geschlafen am Freitag. Um ehrlich zu sein - gar nicht geschlafen am Freitag. Am Samstag auch nicht geruht und dann, nach Rennstart, viel zu hart ins Rennen gegangen. Übernommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe wenigstens noch den Vorteil, gut im Bergtraining zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei hätte alles so gut funktionieren können: Wir waren bestens ausgestattet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-Fc-8GbYESOQ/TmEgSmlaYDI/AAAAAAAAD3w/MOCqeDUUaIo/s1600/22_Pasta.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 569px; height: 319px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-Fc-8GbYESOQ/TmEgSmlaYDI/AAAAAAAAD3w/MOCqeDUUaIo/s640/22_Pasta.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Ich hatte eine ausgefeilten Speiseplan erarbeitet, der uns abwechslungsreich sowohl mit Kohlenhydraten, als auch mit Vitaminen, Fruchtzuckern und Mineralien versorgt hat. Neben der klassischen Pasta hatten wir Baked Potatoes mit Lachs, eine Auswahl an Müslis mit frischem Obst, Bananen bis zum Umfallen, super Vollkornbrot mit Nutella und jede Menge Power-Gels, Power-Drinks, Recovery-Drinks und Koffein-Shots mit an Bord.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so war es am Ende auch: Mein Fazit ist, dass ich körperlich absolut leistungsfähig war. Nur die Müdigkeit, das Schlafdefizit des Freitags, konnte irgendwann auch nicht mehr der stärkste Kaffee ausgleichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber was hilft das Jammern?&lt;br /&gt;Kalt abduschen - zurück auf die Strecke!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-78wN4EW33bI/TmEgUg2XlEI/AAAAAAAAD34/qXxUTFueb54/s1600/24_waschen.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 321px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-78wN4EW33bI/TmEgUg2XlEI/AAAAAAAAD34/qXxUTFueb54/s640/24_waschen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Es wartet ja noch das letzte Stück auf uns: Der Grand Prix-Kurs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die treibenden Beats des DJs, der in Start/Ziel Mucke auflegt und moderiert, lassen wir hinter uns und gehen in eine scharfe Rechtskurve. Hier beginnt schon das Fahrerlager. Einige halten an, andere gehen raus: Ab hier wieder aufpassen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-lfiPIfkLXYc/TmEgVdhh0HI/AAAAAAAAD38/0gZTtgijhmk/s1600/25_Nuerburgring_Rennrad.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 385px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-lfiPIfkLXYc/TmEgVdhh0HI/AAAAAAAAD38/0gZTtgijhmk/s640/25_Nuerburgring_Rennrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Leicht abschüssig geht es durch ein, zwei Kurvenkombinationen, ehe der zweite Teil des Fahrerlagers durchfahren wird. Hier finden sich viele der größeren Teams - ich erkenne Pirate Bikes aus Hamburg, einige gesponsorte Teams, die nicht in den F1-Boxen untergekommen sind und viele 4er-Teams.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Stimmung ist perfekt hier. Angesichts der Tatsache, dass ich auch gleich in der Box bin, gebe ich Gas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-nAShaZKMywU/TmEgOtAZg9I/AAAAAAAAD3c/w8suJuIYRHE/s1600/20_Formel_1_Rennrad.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 418px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-nAShaZKMywU/TmEgOtAZg9I/AAAAAAAAD3c/w8suJuIYRHE/s640/20_Formel_1_Rennrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Es geht nun leicht bergab, nicht sehr schnell, 60 km/h vielleicht, aber es ist wichtig, hier Momentum mitzunehmen und vielleicht einen Windschatten zu erwischen, denn der Gegenanstieg ist lang gezogen. Auch hier - nicht steil, aber nervig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, bergan, das dritte, das Hauptfahrerlager, in das wir einbiegen. Hier geht es nun in einer engen, lang gezogenen Rechtskurve auf die lange Boxengasse, an deren linker Seite auch mein Team SunClass geparkt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da sie wissen, dass ich komme, steht Heiko schon zur Transponderübergabe bereit.&lt;br /&gt;Oder, anders herum, ich stehe bereit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-i0hkcaVQMAI/TmEgWGEsKYI/AAAAAAAAD4A/jcM9gwnlMVA/s1600/27_Uebergabe.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 391px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-i0hkcaVQMAI/TmEgWGEsKYI/AAAAAAAAD4A/jcM9gwnlMVA/s640/27_Uebergabe.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Anfangs hat der Ankommende dem Eingewechselten einfach die Flasche übergeben. Schon in Runde zwei aber fahren wir beide eine Zeit lang neben einander her und übergeben so im Fahren die Flasche - das spart Zeit. Und sieht geiler aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Welche Flasche?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, der Transponder, mit dem die Offiziellen an drei Punkten unsere Runden abnehmen, ist an einer leeren Flasche befestigt. Viele andere, die diesen "Trick" nicht aus den RaR-Foren kennen, schnallen sich den Transponder tatsächlich noch umständlich um ihre Fersen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da man die 25 Kilometer locker mit einer einzigen Wasserflasche fahren kann, befestigen wir den Taktgeber an der zweiten, natürlich leeren Flasche und können so die Übergabe schneller gestalten. Wie bei einem Staffellauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-XRD33AuFiKA/TmEgW-YlMkI/AAAAAAAAD4E/igAVXHI0614/s1600/28_Fahrerlager_Nuerburgring.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 570px; height: 653px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-XRD33AuFiKA/TmEgW-YlMkI/AAAAAAAAD4E/igAVXHI0614/s640/28_Fahrerlager_Nuerburgring.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Wie gern wäre ich dann am Morgen des Sonntag noch 2 Runden rausgegangen! Wir wussten schon, dass wir auf Platz 91 (am Ende gar 95 von 117) eine Scheißplatzierung haben würden, aber ich wollte es nicht bei den 13 Gesamtrunden belassen - und ich hatte die Beine!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie gern wäre ich noch einmal eine schnelle Runde gefahren - wie geil die Bilder beim Durchfahren der Boxengasse, ich habe sie schon stehen sehen, Sarah, Heiko und Timo, wie sie mir zujubeln, mich anfeuern, genauso, wie wir Heiko auf dessen letzter Runde angefeuert haben, und wie ich fertig, aber grinsend, genau 12:45 Uhr über die Ziellinie fahre, genau im Fenster um die letzte Runde zu Ende fahren zu dürfen und wie ich dann - sicher! - etwa eine Stunde später angekommen wäre!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe es mir genau ausgemalt. In den Minuten, als Heiko draußen war und ich mich angezogen habe. Sarah hätte die Flasche Veuve genommen, hätte sich die beiden Jungs geschnappt und sie wären zu Start/Ziel gekommen, wo ich die Arme in die Luft gerissen und geschrien hätte, 15 Runden für SunClass, nicht doll, aber immerhin, wenigstens nur 5 Runden hinter Plan, und ich, ich Lars hätte die letzten beiden für mein Konto verbuchen können - nachdem Heiko schon die Ehre hatte, starten zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nein.&lt;br /&gt;Es regnet.&lt;br /&gt;Heiko meldet reihenweise Stürze.&lt;br /&gt;Der Notarzt fährt ständig mit Martinshorn.&lt;br /&gt;Der ADAC-Rettungsheli fliegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich starte nicht mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-uulMQjaJH54/TmEgX5Vxq9I/AAAAAAAAD4I/FJm9WIH2Gzc/s1600/29_Niederlage_Rennrd.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 571px; height: 432px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-uulMQjaJH54/TmEgX5Vxq9I/AAAAAAAAD4I/FJm9WIH2Gzc/s640/29_Niederlage_Rennrd.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Selbst die Flasche Veuve schmeckt nicht mal halbsogut wie erhofft: Zu müde, zu fertig. Zu enttäuscht. Während Heiko duscht und schonmal seine Klamotten packt, stromern wir wie Halbtote im Atrium des Nürburgrings herum. Neben uns auch nur Halbtote.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unten fahren die ersten schon nach Hause.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin untröstlich. Fühle mich als Verlierer. Gescheitert: Als Team. Und ich als Einzelfahrer.&lt;br /&gt;Wirklich gescheitert?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-RAg9m9MuIOE/TmEgYhglSmI/AAAAAAAAD4M/_eqIvW6z4K4/s1600/30_Ergebnis.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 566px; height: 464px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-RAg9m9MuIOE/TmEgYhglSmI/AAAAAAAAD4M/_eqIvW6z4K4/s640/30_Ergebnis.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Immerhin: Ich fahre 7 der 13 Runden für das Team. Immerhin: Ich bin in jeder Runde immer schneller als Heiko, der, der sonst so unschlagbar ist, der Triathlet, das Pokerface, der ohne die Miene zu verziehen einfach ein, zwei, vier Gänge hochschaltet und locker davon fährt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute war es nicht sein Revier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was SunClass angeht - die Nordschleife ist Cervelover-Hoheitsgebiet!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-HBnNNx3LZ5E/TmEgZaaJu5I/AAAAAAAAD4Q/6QCD6E9yXwQ/s1600/31_Rueckfahrt.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img src="http://1.bp.blogspot.com/-HBnNNx3LZ5E/TmEgZaaJu5I/AAAAAAAAD4Q/6QCD6E9yXwQ/s640/31_Rueckfahrt.jpg" width="508" height="640" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Auf der Rückfahrt könnte man unseren Caravan als Leichenwagen bezeichnen: Selbst die Fahrer sind nur mit Mühe wach zu halten. Ich selbst liege komplett flach. Sinke in mir zusammen, die Müdigkeit übermannt mich. Geruckel bei 130 km/h auf schlechten Autobahnen? Kein Problem - ich schlafe wie ein Baby.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schlafe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und träume. Von der tollen, tollen, tollen Stimmung. Von der best organisierten Rennrad-Jedermannveranstaltung, die ich je mitgemacht habe, träume von fast 100 km/h auf meinem Cervélo, von senkrechten Wänden, von grünen Monstern und rosa Lungenflügeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rad am Ring?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nächstes Jahr wieder! Und dann mit 20 Runden! &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mindestens!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.sunclass-radsport.de/index.php/2011/09/01/mitmachen-gewinnen-2/"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Achso - hier gibts was zu gewinnen!&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;.&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-4119398593818377782?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/4119398593818377782/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/09/eine-runde-uber-die-nordschleife24.html#comment-form' title='11 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/4119398593818377782'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/4119398593818377782'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/09/eine-runde-uber-die-nordschleife24.html' title='Eine Runde über die Nordschleife. 24 Stunden &quot;Rad am Ring&quot; revisited.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-GRBynCxk86E/TmEf4EXg48I/AAAAAAAAD18/whGxSK7shKo/s72-c/01_Vorfreude.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>11</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-5436087893603993822</id><published>2011-08-27T11:36:00.025+02:00</published><updated>2011-08-27T15:19:52.496+02:00</updated><title type='text'>Unterm Mikroskop bei Veloskop.</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Dass die Sitzhaltung mehr als wichtig für die Performance auf dem  Rennrad ist, ist kein Geheimnis. Dass eine tiefere, gestrecktere  Sitzposition die Aerodynamik schlagartig verbessert, weiß jeder. Wie  sehr ein perfekt eingestelltes Rennrad auch zum Wohlbefinden des Fahrers  beiträgt, merkt spätestens nach den ersten Knieschmerzen einer Ausfahrt.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/--3FFGVvC0kQ/TljhRmObtqI/AAAAAAAAD1o/n4x6RMHiFv8/s1600/01_Veloskop_Martin_Schwier.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 537px; height: 287px;" src="http://1.bp.blogspot.com/--3FFGVvC0kQ/TljhRmObtqI/AAAAAAAAD1o/n4x6RMHiFv8/s640/01_Veloskop_Martin_Schwier.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Nur: Wie die perfekte Sitzposition finden? Ich selbst fummle an meiner  Sattelüberhöhung herum, seit dem ich mein Cervélo R3 gekauft habe.  Stelle die Pedalplatten mal so und mal so ein, kämpfe um Millimeter.  Probiere aus. Durchaus mit Erfolg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicher: Das Rad fühlt sich toll an. Ich habe keine Probleme. Aber - würde das ein Profi auch bestätigen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um  das herauszufinden mache ich einen Termin bei Veloskop in Elmshorn.  Martin, der Inhaber, hat nicht nur einen besonders guten Ruf in und um Hamburg,  sondern gab mir bei einem ersten Besuch in seinem Laden, als er einer  Freundin mit seiner ruhigen, bestimmten und kompetenten Art mit perfekt  abgestimmten Schuheinlagen die Fußschmerzen genommen hat, gleich ein  gutes Gefühl: Hier bin ich gut aufgehoben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Martin nimmt sich mehr als 3 Stunden Zeit für mich. Das muss er auch, denn ich werde nach dem aufwändigen SICI-Verfahren von Ben Serotta beraten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-wvgvOuwTSlQ/TljhSAHv6jI/AAAAAAAAD1s/V9Bu1S0Xl6U/s1600/02_Sici_Vermessung.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 539px; height: 234px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-wvgvOuwTSlQ/TljhSAHv6jI/AAAAAAAAD1s/V9Bu1S0Xl6U/s640/02_Sici_Vermessung.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Zunächst fülle ich einen detaillierten Fragebogen aus: Wie groß bin ich, wieviel wiege ich, wie sind meine Lebensumstände, wie viel und wie hart trainiere ich ...? Fragen über Fragen. Während ich den Bogen ausfülle, misst Martin mein Cervélo aus und überträgt die Daten auf das hypermoderne Ergometer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich darf Platz nehmen und - klar, es sind ja auch die Einstellungen meines eigenen Rades - fühle mich gleich zu Hause. Martin klebt an Sprung-, Knie- und Hüftgelenke Kontrastpunkte, schaltet Licht und Kamera ein - ich kann mich mit etwa 2 Sekunden Zeitversetzung auf dem riesigen Flatscreen vor mir fahren sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während ich mit gemütlichen 50 Watt trete, stellt mir Martin weitere Fragen: Welche (Knochen-)Brüche hatte ich in meinem Leben? Welche Trainingsziele habe ich? Wo sehe ich meine Stärken oder Schwächen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-R6YvaLp9DFs/TljhSgKo2KI/AAAAAAAAD1w/68K53SwNG-c/s1600/03_Lars_Reisberg_Rahmengeometr.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 537px; height: 285px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-R6YvaLp9DFs/TljhSgKo2KI/AAAAAAAAD1w/68K53SwNG-c/s640/03_Lars_Reisberg_Rahmengeometr.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ohne es zu wissen, sieht Martin auf seinem Kontrollpult noch ganz andere Zahlen: Zum Beispiel kann er für jedes der Pedale unabhängig sehen, wie viel Leistung ich in welcher Pedalstellung einbringe. So kann er analysieren, wie "rund" mein Tritt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei beobachtet er sehr genau - aus vielen Sichtwinkeln - wie ich trete: Bewegt sich mein Becken? Wie ist meine Wirbelsäule ausgerichtet? Meine Beinarbeit, Stellung der Füße auf dem Pedal und vieles mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsam rinnt mir der Schweiß.&lt;br /&gt;Bei ihm füllen unzählige Zahlen die Fragebögen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er erhöht den Widerstand: Zeitweilig muss ich 300 Watt treten - er will sehen, wie ich unter Belastung aussehe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-qZfCLQkMnpE/TljhTbPjfBI/AAAAAAAAD10/Z8JvtmoYoCU/s1600/04_Watt_Analyse.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 538px; height: 325px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-qZfCLQkMnpE/TljhTbPjfBI/AAAAAAAAD10/Z8JvtmoYoCU/s640/04_Watt_Analyse.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;"Ich sehe schon was ..." sagt er und grinst. Mehr verrät er erstmal nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann muss ich absteigen. etwas außer Puste - immerhin bin ich gerade vorhin die 35 Kilometer hierher nach Elmshorn mit dem Rad gesprintet - gebe ich ihm meinen rechten Schuh. Er verstellt meine Cleats etwas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann lege ich mich auf eine Liege - chiropraktisch testet er die Dehnfähigkeit meiner Beine bis zum Anschlag. Dann einige Übungen im Stehen: Er will sich meine Wirbelsäule näher ansehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann legt er verschiedene Winkelmaße virtuell auf die Aufzeichnungen von mir beim Treten und erklärt mir jeden seiner Schritte: Ben Serotta, legendärer Rahmenbauer aus den USA und maßgeblicher Erfinder dieser Mess-Art, hat bestimmte Winkelbereiche für jedes der am Vortrieb beteiligten Gelenke vermessen, sodass Martin diese Idealwerte mit meinen vergleichen kann: So kann er über Optimierungen von Sattelhöhe, Lenkerüberhöhung, Lenkerabstand usw. diese Winkel beeinflussen und im Sinne einer Optimierung verändern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach knapp 3 Stunden ist es soweit: Martin stellt das Ergometer nach und nach auf diese neuen Werte ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Und?", fragt er, als ich wieder lostreten soll.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-s6Dp8d1OCGk/TljhUGLSK5I/AAAAAAAAD14/ksduK55eQ3k/s1600/05_Mass_Lars_Reisberg.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 538px; height: 340px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-s6Dp8d1OCGk/TljhUGLSK5I/AAAAAAAAD14/ksduK55eQ3k/s640/05_Mass_Lars_Reisberg.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;"Wow! Ich fühle mich Spitze", rufe ich aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist verblüffend! Diese neuen Einstellungen fühlen sich gleich besser an: Ich sitze nun sehr viel höher (fast 4 cm muss mein Sattel nach oben), die Verstellung meiner rechten Pedalplatte lässt mich runder treten. Ich sitze gestreckter, aber entspannter - fühle gleich, wie ich freier atmen kann und dadurch mehr Luft bekomme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist ein Unterschied, der sich sofort auf den ersten Metern auf meinem Cervélo nach der Vermessung nachvollziehen lässt. Es ist spürbar besser geworden. Vertrauter. Angenehmer irgendwie und &lt;span style="font-style: italic;"&gt;natürlicher.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Martin grinst zufrieden - er kennt diesen Effekt bei seinen Kunden wohl zur Genüge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er sendet mir ein PDF mit den individuellen Maßen meines Traumrenners. Die mehr als 100 Euro sind ein Kapital, dass ich jederzeit wieder für diese äußerst hilfreiche und überaus interessante Erfahrung investieren würde. Und bei Martin macht es obendrein noch richtig Spaß, denn die Schnacks  zwischendurch über Rennräder &amp;amp; Co sind erfrischend und  hyperinteressant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann es nur jedem raten: Sich so einmessen und das Rad danach abstimmen zu lassen, kann Welten bedeuten, wie man sich auf seinem Rennrad fühlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wie man auf ihm performed.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;.&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-5436087893603993822?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/5436087893603993822/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/08/unterm-mikroskop-bei-veloskop.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/5436087893603993822'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/5436087893603993822'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/08/unterm-mikroskop-bei-veloskop.html' title='Unterm Mikroskop bei Veloskop.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/--3FFGVvC0kQ/TljhRmObtqI/AAAAAAAAD1o/n4x6RMHiFv8/s72-c/01_Veloskop_Martin_Schwier.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-5876173435408778019</id><published>2011-08-22T15:56:00.017+02:00</published><updated>2011-08-23T07:58:05.137+02:00</updated><title type='text'>"Grüne Hölle"? - Das geht besser!</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Noch immer bin ich nicht ganz beisammen, um Euch einen Bericht von Rad am Ring 2011 liefern zu können: Zu frisch noch sind meine Eindrücke von 24 Stunden Rennrad auf Nordschleife und Formel-1 Kurs, zu müde noch mein Hirn, um die Leistung zu vollbringen, alle Erinnerungen sauber abbilden zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber zum Glück gibts ja Timo.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-V5jcZDqqmjY/TlJgDXDmXhI/AAAAAAAAD1k/XERIHGU1FSE/s1600/Timo_Albrecht_SunClass.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 535px; height: 402px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-V5jcZDqqmjY/TlJgDXDmXhI/AAAAAAAAD1k/XERIHGU1FSE/s640/Timo_Albrecht_SunClass.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Timo Albrecht ist nicht nur eine sehr umgängliche, ausgesprochen nette, witzige und angenehme Type, sondern auch mitten in der Abschlussarbeit seines Filmstudiums: Hut ab und riesiges DANKE, dass Du es trotzdem auf Dich genommen hast, uns auf diesem 72-Stunden-Trip in die Grüne Hölle der Eifel zu begleiten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Timo - in voller SunClass Cycling-Montur und natürlich offiziell als Pressevertreter akkreditiert - hat Heiko und mich mit der Kamera begleitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-ZWQxGmdt1V8/TlJgB1OwsbI/AAAAAAAAD1c/K3CUNy3xNZg/s1600/Heiko_Kromm.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 537px; height: 397px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-ZWQxGmdt1V8/TlJgB1OwsbI/AAAAAAAAD1c/K3CUNy3xNZg/s640/Heiko_Kromm.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Er ist zur Stelle, wenn wir uns fertig machen, filmt uns, wenn wir rausgehen, ist nah dabei, wenn wir reinkamen von 25 Kilometern und 600 Höhenmetern, mittendrin, um Begeisterung, Zweifel, Erschöpfung, Glück, Adrenalin und - später dann - auch das Versagen zu filmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er filmt in HD die quirrlige Boxengasse und das martialische Startgetümmel, filmt den Ruhepol unseres Caravans, lichtet ab, wie die Hektik einer Transponderübergabe in die Abgeschlagenheit einer einstündigen Fahrerpause übergeht. Timo installiert die kleine HD-Helmcam auf unseren Lenkern, auf das sie den Wahnsinn der Abfahrten einfängt, er installiert sie auf unseren Helmen, auf dass sie die verzerrten Gesichter der Leidenden auf der Hohen Acht abbildet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-Q0SA2_tGi3s/TlJgCkx34EI/AAAAAAAAD1g/tCM8DyZsyy4/s1600/SunClass_Rad_am_Ring.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 536px; height: 402px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-Q0SA2_tGi3s/TlJgCkx34EI/AAAAAAAAD1g/tCM8DyZsyy4/s640/SunClass_Rad_am_Ring.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Kurz: Wir werden einen Rad am Ring-Film produzieren. Und ich bin besonders froh und stolz, dass wir hier nicht unbedingt unseren perfektesten Einsatz zeigen, sondern ein Rennen, dass von Begeisterung, von Rauschzuständen, vom Erreichen, Überschreiten und dem Scheitern an Grenzen erzählt und der hoffentlich rüberbringen wird, was mir das Wichtigste an meinem Sport ist: Die Begeisterung der Leute, sich auf ihren geliebten Rennmaschinen selbst zu erfahren und dies mit anderen zu teilen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freut Euch auf die Weihnachtszeit, denn da wird Santa Euch vielleicht noch einen kuscheligen Rennrad-Film unter den Baum legen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und hier das Wichtigste: Postet in die comments einen Namensvorschlag. Wie würdet Ihr diesen Film nennen?&lt;br /&gt;"Grüne Hölle", "Hohe Acht" - alles Namen, die wir schon tausendmal hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fällt Euch ein besserer ein? Dann mitgemacht und einen Kommentar geschrieben! &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wessen Namensvorschlag es auf das Cover der DVD schafft, bekommt diese und ein original SunClass-Cycling Trikot der Saison 2011 als Preis geschenkt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also - mitmachen und fleißig Namen posten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-5876173435408778019?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/5876173435408778019/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/08/grune-holle-das-geht-besser.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/5876173435408778019'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/5876173435408778019'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/08/grune-holle-das-geht-besser.html' title='&quot;Grüne Hölle&quot;? - Das geht besser!'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-V5jcZDqqmjY/TlJgDXDmXhI/AAAAAAAAD1k/XERIHGU1FSE/s72-c/Timo_Albrecht_SunClass.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-3756110229427052038</id><published>2011-08-17T20:19:00.003+02:00</published><updated>2011-08-17T20:23:04.011+02:00</updated><title type='text'>Aero oder nicht aero - das ist hier die Frage,</title><content type='html'>Fast besessen bin ich. Schon 20 Websites gebookmarked: Mir geistert das S5 schon seit Wochen im Kopf herum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was war das für ein Sommer: Sehr eindrucksvoll, wie Cervélo auf das S-Works Venge, das Scott Foil und all die anderen Aero-Bikes der Saison reagiert. Das S5 hält nicht nur die Fachpresse in Atem: In den einschlägigen Foren übertrumpfen sich die Verfechter und die Gegner so leidenschaftlich in Lob oder Kritik wie bei keinem anderen Bike zuvor, habe ich das Gefühl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Yhb6gNEeVO4/Tkv40chVFuI/AAAAAAAAD00/wA2VOoLd7dQ/s1600/Cervelo_S5_Hushovd.gif" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 533px; height: 389px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-Yhb6gNEeVO4/Tkv40chVFuI/AAAAAAAAD00/wA2VOoLd7dQ/s640/Cervelo_S5_Hushovd.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Noch eindrucksvoller, wie Thor Hushovd nicht nur 2 schwere Etappen bei der Tour de France gewinnt, sondern auch, wie er 7 Tage lang im Maillot Jaune führt. Es war die spannendste Grand Boucle seit Jahren. Auch Dank des S5?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will hier keine Zahlendreherei anfangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will auch keine Luftwiderstands-Diskussion oder Gewichts-Debatte entfachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber mal so, Cervélo sagt: Das S5 spart dem Fahrer, wenn allein Wind, bei 25 km/h 8 Watt. Mmh. Nicht so prall. Bei 40 km/h wäre das schon 32 Watt. Bei 45 km/h sollen es 37 Watt sein. Und das "gegenüber typischen Straßenrahmen".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also allein mit High Speed - auf langen Strecken - daher in eher flachem Terrain:&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-0DI4abGPm1s/TkwFqJYJpeI/AAAAAAAAD08/9PZ0ixEBJU4/s1600/Fahrerprofil_Cervelo_S5.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 532px; height: 374px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-0DI4abGPm1s/TkwFqJYJpeI/AAAAAAAAD08/9PZ0ixEBJU4/s640/Fahrerprofil_Cervelo_S5.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; Das ist also der S5-Fahrer, der am meisten vom Rad profitieren soll. Okay, ich fahre eigentlich eher selten allein mit 40 km/h im Schnitt vor dem Peloton her (oder hinter ihm).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Radsporttrainer sagen, man soll im Training seine Stärken ausbauen. Sie fördern. Denn vieles im Radsport ist genetisch bedingt: Kurze, schnell zuckende Fasern, lange, langsam zuckende - Sprinter oder Bergfloh. Genetik. Klar, trainieren kann und soll man auch seine Schwächen. Aber man wird nie ein brillanter, endschneller Sprinter, wenn man nicht auch die Anlagen dazu hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo sehe ich eigentlich meine Stärken? Ich bin halbwegs gut, wenn es mal richtig schnell gehen muss. Fahre meist im Peloton, fahre zwar ab und zu Löcher zu, fahre auch ab und zu allein, aber meist eben in der Gruppe. Am Berg bin ich sehr stark:&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-kCWI7UQjQMs/TkwFquzLs7I/AAAAAAAAD1A/ZKnDkuu4nII/s1600/Lars_Reisberg_Profil.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 533px; height: 373px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-kCWI7UQjQMs/TkwFquzLs7I/AAAAAAAAD1A/ZKnDkuu4nII/s640/Lars_Reisberg_Profil.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Also eher der Bergfloh. Eher der Teamfahrer - also nicht der S5-Kunde, wie ihn Cervélo beschreibt? Legte ich beide Graphen über einander, ergibt sich wenig Überschneidung. Um ehrlich zu sein: Eher bin ich das genaue Gegenteil des S5-Fahrers, oder?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Es ist das Bike das beste für dich, das sich am besten anfühlt.", habe ich mal irgendwo gelesen. Klar, Design treibt Menschen wir mich sehr an. Das S5 ist für mich eines der aufregendsten Designs der letzten Jahre. Das von mir mit der größten Spannung Erwartete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und doch zuckt es mir immer wieder durch den Kopf, wenn ich auf mein leichtes R3 starre: 1.200 Gramm S5 allein für den Rahmen (in der noch bezahlbahren Team-Version).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da hat mein 2010er Renner glatte 400 Gramm weniger. Okay. Die spürt man nicht am Berg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber man &lt;span style="font-style: italic;"&gt;weiß &lt;/span&gt;um sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sage es mal so: Ich glaube auch, dass die Watt-Einsparungen, Windtunnel-Tests und der ganze Zahlenkram rund um die Aero-Welle im echten Renn- oder Trainingsgeschehen kaum messbar sind. Und wenn überhaupt, dann nur bei den absoluten Cracks, die den Aero-Rahmen auch in echter, Zabriskie-Aeroposition fahren &lt;span style="font-style: italic;"&gt;können&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber: Wenn sich jemand auf dem S5 schneller &lt;span style="font-style: italic;"&gt;fühlt&lt;/span&gt;, denke ich schon, dass er ganz anders in eine RTF geht, sich der Startblock ganz anders anfühlt und ihn vielleicht schon allein dieses &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gefühl von Überlegenheit &lt;/span&gt;zu höherer Leistung beflügeln könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich frage heute Robert bei Pirate-Bikes - immerhin einer der beiden Cervélo-Fachhändler hier in Hamburg - was er vom S5 denn so halte. Er macht eine Schnute. "Ich bin es kurz gefahren.", sagt er. "Kann man kaufen.", nickt er dann. "Aber ob man damit nun wirklich schneller unterwegs ist ...?" Da schaut er mich an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinter ihm steht ein Cervélo R5ca. Der leichteste, steifste Rennradrahmen der Welt. Sie viele tolle Räder, die Cervélo da im Angebot hat - die klassischen, schlanken Rahmen der R-Serie, die Carbon-Waffen der S-Serie. Wie soll man da eine Entscheidung treffen (wenn man sie treffen müsste)?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, man könnte ja so argumentieren: Ich nehme das R, weil ich stark in den Bergen bin und dort meine Vorteile mit dem best möglichen Material ausspielen will. Ich brauche es leicht. Und steif.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-4jhCKaOfPII/TkwFpsdalkI/AAAAAAAAD04/rU4vqEOGGIU/s1600/Cervelo_R3_Rennrad.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 538px; height: 357px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-4jhCKaOfPII/TkwFpsdalkI/AAAAAAAAD04/rU4vqEOGGIU/s640/Cervelo_R3_Rennrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Oder man argumentiert so: Ich nehme das S, weil ich gerade auf langen, flachen Alleinfahrten auf jedes Watt angewiesen bin (beim Hinterherfahren) und deshalb das best mögliche Material will. Am Berg bin ich eh stark - alles, was mich in der Ebene nur einen Tick schneller machen kann, soll mir recht sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oh man, mir raucht der Kopf ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ah, hier noch zum Schluss die Preisfrage: Wie viele der Top 20-Finisher der Tour de France 2011 sind das Aero-Rad ihrer Teilesponsoren gefahren? &lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keiner.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-3756110229427052038?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/3756110229427052038/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/08/aero-oder-nicht-aero-das-ist-hier-die.html#comment-form' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/3756110229427052038'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/3756110229427052038'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/08/aero-oder-nicht-aero-das-ist-hier-die.html' title='Aero oder nicht aero - das ist hier die Frage,'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-Yhb6gNEeVO4/Tkv40chVFuI/AAAAAAAAD00/wA2VOoLd7dQ/s72-c/Cervelo_S5_Hushovd.gif' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-4540005122226692327</id><published>2011-08-11T07:35:00.006+02:00</published><updated>2011-08-16T13:58:37.172+02:00</updated><title type='text'>Wir lesen: Des Radsports letzter Kaiser</title><content type='html'>Nun, das Wetter - zumindest hier im Norden - lädt seit einigen Wochen nun wirklich nicht zu sportlichen Höchstleistungen ein. Kalt. Nass. Kein Rennradwetter. Und da ich nicht die ganze Zeit über an meinem &lt;a href="http://www.lapetiteboucle.blogspot.com/"&gt;Tour de France-Blog&lt;/a&gt; schreiben kann, habe ich es mir mit einem schönen Radsport-Buch unter der Kuscheldecke gemütlich gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir lesen: "Des Radsports letzter Kaiser" vom renommierten Sport-Journalisten Klaus Blume.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-x8wRl-SgKu4/TkNr5_FUweI/AAAAAAAADrA/LI61UL_B2B8/s1600/Jan_Ullrich_Kaiser_Radsport.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 549px; height: 307px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-x8wRl-SgKu4/TkNr5_FUweI/AAAAAAAADrA/LI61UL_B2B8/s640/Jan_Ullrich_Kaiser_Radsport.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Eines vorweg: Wer einen Enthüllungsroman erwarten würde (was mir zuwider gewesen wäre) oder eine epische Heldensaga, der wird enttäuscht sein. Blumes Buch ist ein sehr sachlich und so objektiv wie möglich daherkommendes Buch über die "Causa Ullrich".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ruhig, ohne Superlative, dabei verständlich mit vielen erklärenden Anleihen garniert nimmt Blume den Leser zunächst mit in die Welt des Profi-Radsports. Erste "Aha"-Effekte: Eine abgeschlossene, bisweilen dunkle Welt, fernab jeglicher staatlicher Gesetzgebung, fast mafiös organisiert, autark mit eigenen Regeln und Gesetzen. Eine Welt, in der Jan Ullrich - ebenso wie alle anderen - zu funktionieren hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Leser bekommt Einblicke in die DDR-Sportkaderschmieden, in der auch Jan groß geworden ist: Hier wurde sein Charakter geformt. Der "Beta-Wolf" Ullrich, wie Blume es beschreibt, definiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schockierend, bisweilen aufrührend, beschreibt Blume die Zustände und Abläufe einer immer mehr ins Maßlose abdriftenden Radsportwelt der Neunzigerjahre - inklusive der kühlen, menschenverachtend anmutenden Marketingmaschinerie, mit der der Telekom-Konzern das Team zu seiner mächtigsten Werbewaffe geführt hat. Und auch hier hatte Ullrich, wie jeder andere auch, zu funktionieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wiee die Medien, allen voran BILD und BUNTE, den Supermenschen aufgebaut haben, wie sich Promis und Politiker dem überforderten Rostocker anbiedernd zur Seite genommen haben, wie Ullrich stilisiert wurde zum Heilsbringer, zum Größten aller Großen - zum deutschen Miguel Indurain.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einen instabilen Charakter, an einen Ausnahmesportler, der nie gelernt hat, für sich selbst zu sprechen, über ein Jahrtausendtalent, das an allzu großen Erwartungen an ihn, den "Radsportübermenschen" zerbrochen ist, über Werbung, Anwälte, ein verzwicktes Doping-Recht und all die geschichtlichen, tradierten (Un-)verhältnisse versucht Blume, ein wenig Luft zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nie beschönigend, nie mit dem Schleier verklärenden Mythos verzerrt, stets so objektiv wie es geht und immer versuchend, hinter kalten Fakten die Menschen zu erkennen, ist "Des Radsports letzter Kaiser" ein Buch, das man wegliest, wie man noch warmes Schwarzbrot mit Quark und frischem Schnittlauch isst: An einem Tag habe ich es durch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss zugeben, es zieht mich runter.&lt;br /&gt;Macht sehr nachdenklich.&lt;br /&gt;Bisweilen traurig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und doch: Bei all der Scheiße, die Jan Ullrich zu ertragen hatte und hat, bei all den Fehlern, die Jan Ullrich gemacht hatte und macht, verliert Blume nie diesen wundervollen Aspekt, diese Faszination und die Begeisterung für einen Sport, den wir alle mit so viel Hingabe und Liebe ausüben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufgewühlt und desillusioniert. Und doch versöhnlich. Schließe ich den Umschlag und stelle Ulle zu den anderen Radsportbüchern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein tolles Buch.&lt;br /&gt;Lesetipp!&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-4540005122226692327?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/4540005122226692327/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/08/wir-lesen-des-radsports-letzter-kaiser.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/4540005122226692327'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/4540005122226692327'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/08/wir-lesen-des-radsports-letzter-kaiser.html' title='Wir lesen: Des Radsports letzter Kaiser'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-x8wRl-SgKu4/TkNr5_FUweI/AAAAAAAADrA/LI61UL_B2B8/s72-c/Jan_Ullrich_Kaiser_Radsport.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-7848203567391596069</id><published>2011-07-31T18:36:00.063+02:00</published><updated>2011-08-03T21:53:25.810+02:00</updated><title type='text'>Im Rhythmus bleiben! Der Sparkassen.Giro 2011 in Bochum.</title><content type='html'>"Cadel Evans ist da!", stelle ich begeistert fest, als ich das Rahmenprogramm des diesjährigen Sparkassen.Giro studiere. Wie geil ist das denn?!&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;Heiko und ich sind schon gegen 12 Uhr mittags in Bochum, Flow und Jan werden per Zug separat ankommen. Also, was tun? Cadelgucken! Cool!&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-pXoVSZR0zSs/TjeJa6Cz6QI/AAAAAAAADoI/jFleX5v9g_A/s1600/01_Cadel_Evans_Bochum.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 545px; height: 355px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-pXoVSZR0zSs/TjeJa6Cz6QI/AAAAAAAADoI/jFleX5v9g_A/s640/01_Cadel_Evans_Bochum.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er fährt eine zugegeben gewöhnungsbedürftige Disziplin - das Derny-Rennen. Die Steher-Variante aus den Lattenovalen kenne ich schon, diese hier beim Kriterium auf einer kleinen, keine 3 Kilometer langen Runde kannte ich noch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ich finde es spannend, den Held der Berge, den bärbeißigen Australier, der letztes Jahr so grandios scheiterte und in diesem Jahr so souverän siegte, in echt zu sehen. Gestern noch Galibier auf Eurosport - heute Derny in Bochum. Mit ihm fahren der amtierende Deutsche Meister Robert Wagner, Jungs wie Grischa Niermann oder einige Katusha-Profis die kurzen Runden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bochum. Pott.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-ipNfibCXLLU/TjeJbjfZmeI/AAAAAAAADoM/_OfP2aAQQ7I/s1600/02_hotel_Ostmeier.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 523px; height: 620px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-ipNfibCXLLU/TjeJbjfZmeI/AAAAAAAADoM/_OfP2aAQQ7I/s640/02_hotel_Ostmeier.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;"Pott-hässlich!", entfährt es Heiko, als wir ankommen. Unser Hotel versprüht den Charme eines DDR-Kreiswehrersatzamtes, die Umgebung hier auf dem Südring komplettiert das Bild. Eher geschockt entdecken wir vorsichtig die Gegend: Alles ziemlich herunter gekommen. Grau. Deprimierend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Gelsenkirchen ist schlimmer!", wird man mir später sagen. Wo bleibt der Aufbau West?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-TjkODgn_mvw/TjeJctLjHoI/AAAAAAAADoQ/FbYNkYC25AI/s1600/03_Bochum.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 542px; height: 303px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-TjkODgn_mvw/TjeJctLjHoI/AAAAAAAADoQ/FbYNkYC25AI/s640/03_Bochum.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Während des Samstagabends trudeln dann noch Jan und Flow ein,  wir holen uns die Startnummern und lassen es uns bei den (ich lasse sie mal unkommentiert) kostenlosen Nudeln der Pastaparty und leckeren belgischen Pommes gutgehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Liveband spielt die Hits der Siebziger. Volksfeeststimmung mit Radsport. Sie haben hier eine Riesenparty aufgezogen und langsam gewinne ich die Leute, die Stimmung, das alles hier lieb: Bochum Sparkassen.Giro - das ist keine elitäre Sportveranstaltung, das ist ein Fest für die ganze Familie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angenehm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-JfRwlvEo-DY/TjeJdXrDgDI/AAAAAAAADoU/ahWWeeVzdjg/s1600/03_Volksfest.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 542px; height: 303px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-JfRwlvEo-DY/TjeJdXrDgDI/AAAAAAAADoU/ahWWeeVzdjg/s640/03_Volksfest.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Es ist früh an diesem Sonntag, als wir um 7:30 Uhr zum Start rollen. Ich habe wirklich wundervoll geschlafen - die beiden Saunagänge im Hotel und das anschließende Schwimmen im Pool des Hotel Ostmeier haben ihren Wirkung nicht verfehlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Recht kalt ist es und ich bin froh, doch noch das Unterhemd einpackt zu haben. Wir frösteln uns mit eintausend anderen Startern durch das noch leere Bochum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-KrPy828VWpk/TjeJeAQHA7I/AAAAAAAADoY/Gxcd72JR_UQ/s1600/04_Lars_Reisber_Cervelo.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 541px; height: 333px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-KrPy828VWpk/TjeJeAQHA7I/AAAAAAAADoY/Gxcd72JR_UQ/s640/04_Lars_Reisber_Cervelo.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Uns stehen 100 Kilometer bevor. Ein Stadtkurs mit 4 Runden á 25 Kilometer. Mein erstes Kriterium. Gestern wollten wir uns die Strecke eigentlich noch ansehen, da sie aber nicht abgesperrt oder gekennzeichnet war (und es nieselig-kühl war), hatten wir diesen Plan verworfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so stehe ich mit etwa 1.000 anderen Startern, die auf die 100er Strecke gehen, im einzigen Startblock und versuche, mich an das Profil zu erinnern: Zwei oder drei Rampen gibt es wohl. Ansonsten nehme ich an, dass es ein schnelles Rennen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/--jy_oom7ygc/TjeJe50dsHI/AAAAAAAADoc/c5B6-nGUlG0/s1600/04_Start.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 546px; height: 276px;" src="http://2.bp.blogspot.com/--jy_oom7ygc/TjeJe50dsHI/AAAAAAAADoc/c5B6-nGUlG0/s640/04_Start.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Im Startblock stehen wir dicht gedrängt: Eine Folge davon, dass es nur diesen einen Block gibt. Alle wollen nach vorn - so auch wir - und so stehen wir bald mit nur 5 cm Freiheit rund um unsere Rennräder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele Fahrer aus dem Pott. Und anders als sonst - sehr viele sehr junge Fahrer. Ein starkes Starterfeld!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-6dz5an7ltqY/TjeJf2odmkI/AAAAAAAADog/4bC2xirHsh0/s1600/04_Startblock_Rennrad.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 542px; height: 616px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-6dz5an7ltqY/TjeJf2odmkI/AAAAAAAADog/4bC2xirHsh0/s640/04_Startblock_Rennrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Wir scherzen und schnattern - und doch, ich halte mich etwas raus aus dem Männertalk und versuche, mir eine Rennstrategie zurecht zu legen. Wie stolz war ich nach dem Rennen in Göttingen, als ich es geschafft hatte, Heiko zu schlagen, den starken Heiko. Ob ich das noch einmal schaffen kann?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Jan hält sich etwas im Hintergrund, ich merke ihm seine Nervosität an: Es ist sein erstes Rennen 2011 und obwohl er rennradbegeistert ist, mit mir die Tour de France verfolgt hat und keinm Tag vergeht, an dem wir uns nicht über Rennräder unterhalten würden, kam er in diesem Jahr kaum zum Fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich ahne Schlimmes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sowieso: Es fehlt Swantje! Nach ihrem schweren Trainingsunfall fällt sie für unser Team die gesamte Saison aus. Swantje war immer der Garant für hohe Punktzahlen. Punkte, die uns in der Gesamtwertung des German Cycling Cup immerhin auf Platz 34 (von 340) gebracht haben.&lt;br /&gt;Heute fehlt sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch menschlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-RsklVl2PNwM/TjeJg1p1N3I/AAAAAAAADok/-RvMyr7F2Gg/s1600/04_SunClass.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 543px; height: 310px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-RsklVl2PNwM/TjeJg1p1N3I/AAAAAAAADok/-RvMyr7F2Gg/s640/04_SunClass.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Die Stimmung steigt. Nervös zuppeln viele noch ein letztes Mal ihre Trikots zurecht, stellen ihre Bremsen ein, justieren die Helmschnallen. Ich drücke mir das erste Gel in den Mund: Das eine einsame Brötchen heute beim Frühstück wird nicht reichen, das weiß ich jetzt schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann geht es wieder sehr schnell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Uhr tickt runter, der Sparkassen-Sprecher feuert uns an. Bei "Ich  möchte ein Eisbär sein" - passend zu 11 Grad Außentemperatur - schickt  er das Feld dann pünktlich um 8 auf die Strecke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Runde geht los!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-0znnUEagHn0/TjeJhpiQfLI/AAAAAAAADoo/YrYQ2LW_YZI/s1600/05_Rennrad.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 542px; height: 347px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-0znnUEagHn0/TjeJhpiQfLI/AAAAAAAADoo/YrYQ2LW_YZI/s640/05_Rennrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Und wie es losgeht! Vorne stürmen sie davon, wir, so an Position 50 gestartet, müssen wie alle anderen von Anfang an mächtig reintreten, um Schritt zu halten. Normalerweise sorgt die erste Kurve dann durch einen Zieharmonika-Effekt dafür, dass das Feld wieder kompakter fährt - aber in Bochum ist das anders.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer etwa 400 Meter langen Geraden schießen wir in die erste 90-Grad-Kurve, es geht leicht bergan, wie Gejagte treten wir rein, dann wieder nach 500 Metern 90 Grad nach rechts, eng ist es, neben mir 5 Fahrer zu beiden Seiten, ich habe kaum 10 cm Platz für Kurskorrekturen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann geht es etwas bergab, leicht links - schlechter Fahrbahnbelag! Kann kaum ausweichen, die Lungen brennen - Heiko hinter mir. Ja sage mal, spinnen die hier?&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-mNc-AYVz-Mo/TjfYEQyhMQI/AAAAAAAADqI/i2xka2v20dI/s1600/SunClass_Radsport.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 543px; height: 361px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-mNc-AYVz-Mo/TjfYEQyhMQI/AAAAAAAADqI/i2xka2v20dI/s640/SunClass_Radsport.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Wir erreichen die Gegengerade zu Start/Ziel und weiter geht es leicht bergauf - und noch immer beschleunigt das Feld. Um die 50 km/h haben wir drauf, ich komme mit dem Schalten kaum hinterher. Nach etwa 2.000 Metern, außer Puste!, eine harte Rechtskurve, vorne treten sie rein wie die Irren, das Peloton zieht sich wie eine Perlenschnur auseinander. Ich gehe aus dem Sattel, muss kämpfen, mich ranbeißen, noch 20 Meter, treten, treten! Dann Windschatten, etwas verschnaufen - drehe mich um: Ah, Heiko noch da.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine drei Fahrer hinter uns mussten sie abreißen lassen. Wir sind also in der Spitzengruppe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-Pt6LOBlfsfY/TjeJifbaoDI/AAAAAAAADos/YbtzStkFWd8/s1600/07_Flow.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 548px; height: 330px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-Pt6LOBlfsfY/TjeJifbaoDI/AAAAAAAADos/YbtzStkFWd8/s640/07_Flow.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Es folgt, natürlich bei Highspeed und noch immer im engen, kurvigen Innenstadtbereich, eine etwa 50 Meter lange, sehr harte Pflastersteinpassage. Ich erschrecke derart, dass ich zunächst glaube, beide Reifen wären unter gleichzeitigem Gabelbruch geplatzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben mir taucht plötzlich in Cross-Stellung Flow auf. Er springt über einige Huckel, verliert seine Wasserflasche. Ebenso wie einige neben, vor und hinter uns. Alter Schwede! Ich mache drei Kreuze, als das Pflasterstück vorbei ist.&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Ich beende meine erste Runde nach 37 Minuten mit 38,6 km/h Durchschnitt. Bin fertig, am Ende. Wahnsinn - so schnell und so hart!&lt;br /&gt;&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-p-zfyOB_AFg/TjeJkKaphGI/AAAAAAAADo0/cZUnS-6xIIQ/s1600/08_Tour_de_France_Sieger.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 543px; height: 304px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-p-zfyOB_AFg/TjeJkKaphGI/AAAAAAAADo0/cZUnS-6xIIQ/s640/08_Tour_de_France_Sieger.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Cadel am Abend die Runden hinter dem Derny dreht, ahne ich natürlich noch nichts von den Strapazen, die das Rennen hier in Bochum für mich bereit hält. Ausgelassen trinke ich drei Bier und freue mich auf den Renntag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin mühen sich die Damen bei ihrem Kriterium noch ab, ebenso, wie anschließend die Herren. U23, whatever - ich bin sowieso am meisten über Cadel Evans begeistert. Nicht, dass ich wie ein Teenie ausflippen würde - vielmehr ist es so, als sähe ich in ihm einen Bruder, einen Leidensgenossen. Immerhin habe auch ich vor ein paar Wochen erst &lt;a href="http://www.lapetiteboucle.blogspot.com/"&gt;Tourmalet &amp;amp; Co&lt;/a&gt; bezwungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-SYTPA8dFkTQ/TjeJlnO-jXI/AAAAAAAADo8/AYNnfNDOX_0/s1600/10_Ziel_Herren.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 542px; height: 303px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-SYTPA8dFkTQ/TjeJlnO-jXI/AAAAAAAADo8/AYNnfNDOX_0/s640/10_Ziel_Herren.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Ich stecke mitten in Runde zwei - noch immer halte ich mich in der Spitzengruppe, die aber wiederum in zwei kleinere Gruppen zu je 30 Fahrern zerbrochen ist. Ganz vorn muss Flow mitfahren, Heiko und ich mühen uns dahinter ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir wieder nach der Gegengeraden auf das harte Bergabstück einbiegen, komme ich gar nicht mit dem Trinken hinterher: Hastig ziehe ich zwei große Schlucke aus meiner Flasche, länger als zwei, drei Kurbelumdrehungen kann man hier nicht aussetzen. Bei diesem Tempo verliert man sofort einige Positionen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Universitätsstraße geht es mit mindestens 4 % Gefälle bergab, das Feld kommt nahe an die 70 km/h heran. Ein Wahnsinn war das in der ersten Runde: Für die meisten kommt diese Highspeed-Passage ebenso überraschend, wie die Pflastersteine vorhin. Mit 200, 300 Leuten dicht an dicht bei 70 bergab rasen, das hatte etwas sehr Beängstigendes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt, auf der zweiten Runde, ist es nicht minder scary, zumal wir an einem vorbeirauschen, der rechts einen Abflug in die Büsche gemacht hat. Nun sitzt er blutend da und wartet auf Hilfe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Konzentrieren, Jungs, konzentrieren! Bei diesem Tempo in einen Massensturz zu kommen kann böse, böse enden!&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-nGxwhs35WaI/TjfYDPG2hOI/AAAAAAAADqE/OHPkP4bKtSc/s1600/Lars_Reisberg_Heiko_Kromm.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 542px; height: 361px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-nGxwhs35WaI/TjfYDPG2hOI/AAAAAAAADqE/OHPkP4bKtSc/s640/Lars_Reisberg_Heiko_Kromm.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Wir bremsen uns abenteuerlich herunter, schlängeln uns auf fantastisch schlechten, immer enger werdenden Straßen durch bewaldetes Gebiet. Unser 30-Mann-Feld hat es nun sehr weit auseinander gerissen, es geht in hastiger Folge mal links, mal rechts über mehrere Wellen hinweg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Heiko verliert nun eine Wasserflasche - ich schaue lieber zweimal, wenn ich getrunken habe, ob die Flaschen noch sicheren Halt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann knicken wir irgendwann rechts ab und stecken in einer Wand. Hart werden wir auf unter 15 km/h herunter gebremst, viele bleiben auf dem großen Blatt und treten sich die schätzungsweise 10 % hinauf. Ich entscheide mich, die 1.000 Meter lange Rampe auf dem kleinen Blatt viel ruhiger anzugehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Rampe - ich bin etwas zurück gefallen, aber noch immer ganz gut positioniert - geht es leicht bergab und dann, dann muss ich grinsen: Die zweite, die wirkliche Rampe liegt vor uns!&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-kmtzj2AnOwo/TjeJmiR9YhI/AAAAAAAADpA/dVXBcqHwfgQ/s1600/12_Anstieg.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 542px; height: 303px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-kmtzj2AnOwo/TjeJmiR9YhI/AAAAAAAADpA/dVXBcqHwfgQ/s640/12_Anstieg.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spätestens jetzt, hier auf dem 1.500 Meter langen Stück, der Surkenstraße, müssen auch die Großblättrigen aus dem Sattel und aufs größte Ritze: Es sollte hier 12, 13 % haben. Die Strecke ist schnurgerade und eingezäunt, viele Zuschauer haben sich eingefunden und hier haben sie sogar eine Bühne aufgebaut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein DJ legt treibende Beats auf, ein Moderator feuert die Fahrer an und pickt sich den einen oder anderen heraus.&lt;br /&gt;Nun macht sich mein Abwarten bezahlt, denn ich kann mit wesentlich mehr Puste als viele der anderen Fahrer in die Steigung gehen. Als ich oben ankomme, habe ich fast alle derer, die mich anfangs überholt hatten, wieder ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Saugeiles Profil!, muss ich in Gedanken jubeln und beglückwünsche die Streckenplaner für den Einbau dieser Rampen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun geht es auf die letzten Kilometer bis Start/Ziel. Leider muss ich hier abreißen lassen - meine Gruppe nutzt die folgenden Abfahrten, um wieder mächtig Tempo zu machen. Einige Minuten kann ich mich noch am Ende halten, dann, keine 2.000 Meter vor dem Zielstrich, lasse ich los. Zugegeben: Diese Gruppe fährt mir zu schnell!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Runde zwei beende ich nach 38 Minuten mit nur noch 37,6 km/h Schnitt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-psm89IHlRcQ/TjeJnL--5RI/AAAAAAAADpE/AlBgiFGLriQ/s1600/13_HTC_Highroad.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 542px; height: 303px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-psm89IHlRcQ/TjeJnL--5RI/AAAAAAAADpE/AlBgiFGLriQ/s640/13_HTC_Highroad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Am Vorabend beschauen wir uns noch die Teamwagen der Profis. HTC Highroad ist ebenso vor Ort wie Skil-Shimano und einige Pro-Continental- und Continental-Teams. Wunderbare Konstruktionen innen wie außen. Uns beeindrucken die cleveren Detaillösungen der Versorgungsfahrzeuge, die praktischen Halterungen und Schnellspanner für Ersatzräder und -teile.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei kann unser Team SunClass schon froh sein, dass uns der Sponsor einen Vito für An- und Abreise zur Verfügung stellt. Aber man wird ja nochmal träumen dürfen ...&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-3llffgNHrM8/TjeJn-s49dI/AAAAAAAADpI/cxNWbrlbuNI/s1600/13_Team_Milram.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 543px; height: 304px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-3llffgNHrM8/TjeJn-s49dI/AAAAAAAADpI/cxNWbrlbuNI/s640/13_Team_Milram.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Den originalen Bus des längst verblichenen Teams Milram dürfen wir nach kleinem Schnack mit den beiden Busfahrern sogar von innen besichtigen. Hier also haben die Jungs rund um Erik Zabel und Allessandro Petacchi gesessen, als es zur Vuelta, zur Tour de France und unzähligen anderen Rennen ging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier atmet jedes Polster Radsportgeschichte. Hier mag Michael Holzcer die Strategien verkündet haben (ach nee, der war ja bei Gerolsteiner ...). Hier mögen sich bei einigen der Jungs verbotene Dinge abgespielt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Augen leuchten trotzdem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-uEYH7EW5E0I/TjeJpw5fvgI/AAAAAAAADpU/ftmhCqd4Fog/s1600/16_Sparkassengiro_2011.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 540px; height: 302px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-uEYH7EW5E0I/TjeJpw5fvgI/AAAAAAAADpU/ftmhCqd4Fog/s640/16_Sparkassengiro_2011.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Zurück im Rennen. Mittlerweile hat mich eine Verfolgergruppe aufgelesen, ich fahre an einer Position weit im Mittelfeld mit. Noch immer ist das Tempo sehr hoch - in den Spitzen sind wir genauso schnell wie noch in der mörderischen ersten Runde, nur auf den flachen Verbindungsstücken zwischen ihnen ist das Tempo etwas angenehmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fühle mich gut heute, keine Frage. Bin super im Training - nach meiner Tour de France sowieso. Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass hier sehr viel mehr der anderen Teilnehmer um sehr vieles mehr stärker sind, als ich es bin.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-MMs7TtFu4oo/TjeJqmSeafI/AAAAAAAADpY/_h7EkXArfQI/s1600/17_Rennrad_Rennen.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 544px; height: 304px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-MMs7TtFu4oo/TjeJqmSeafI/AAAAAAAADpY/_h7EkXArfQI/s640/17_Rennrad_Rennen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Immer wieder kommen Rennfahrer von hinten an mir vorbei, es ist weitaus härter als sonst, seine Position zu verteidigen. Die Zwischensprints nach Kurvendurchfahrten haben nichts von ihrer Bissigkeit verloren und vor allem das lange, superschnelle Bergabstück auf der Universitätsstraße wird so hart gefahren wie eh und je.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich suche mir ein Mädel in einer weißen Kombination mit "Westpoint"-Aufdruck: Sie fährt einen ähnlichen Stil wie ich und scheint ebenso drauf zu sein wie ich. Mit ihr schmiede ich in Gedanken eine Allianz - bleibe neben, vor oder hinter ihr (ob der schönen Aussicht lieber dahinter:-) und versuche so, einen konstanten Stiefel zu fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was nicht möglich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-gUrE2xoZwKM/TjeJrukLWhI/AAAAAAAADpc/hASrtKwWhSk/s1600/19_Jedermanngiro_Bochum.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 543px; height: 304px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-gUrE2xoZwKM/TjeJrukLWhI/AAAAAAAADpc/hASrtKwWhSk/s640/19_Jedermanngiro_Bochum.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Als wir das dritte mal die Rampe hinauf fahren, kommt die Erkenntnis: Hier, auf diesem Streckenprofil gibt es keinen Rhythmus. Sie haben die Teilstücke so geplant, dass hier jeder Aspekt des Rennradfahrens gefordert ist: Schnelles, wendiges Durchfahren enger Kurven mit harten Beschleunigungen, lange Geradeausstücke (mal mit Steigung und mal mit Gefälle), kurze, sehr ekelige Rampen und Wellen gepaart mit engen, schlechten Straßen und viel Richtungskorrekturen und schließlich die extraharten Rampen, die einem den Saft aus den Waden ziehen, nur um danach fast 10 Kilometer nur bergab auf fast gerader Strecke in Highspeed zum Ziel zu führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Giro in Bochum ist das anspruchsvollste Rennen bisher.&lt;br /&gt;Die Strecke ist hammerhart, fordert alles.&lt;br /&gt;Die mitunter sehr schlechte Asphaltqualität tut ihr Übriges.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rund 3 beende ich nach 41 Minuten mit nur noch 34,6 km/h Durchschnitt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-HoMtbOJDBj8/Tjfjn4d3lHI/AAAAAAAADqM/anVxToiD9xQ/s1600/14_Bochum_2.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 542px; height: 303px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-HoMtbOJDBj8/Tjfjn4d3lHI/AAAAAAAADqM/anVxToiD9xQ/s640/14_Bochum_2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Als ich mit Heiko am Vortag die Stadt erkunden will, bin ich eher enttäuscht: Da bin ich als Berliner in Hamburg doch anderes gewohnt. Anscheinend muss im Zweiten Weltkrieg hier alles weggebombt worden sein, anders kann ich mir die teilweise an Verfall grenzenden, schlimmen 50erjahre-Bauten und die "Designerstücke" in mancher Baulücke nicht erklären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings: Den Pott hätte ich mir auch anders vorgestellt. Industrieller halt. Keine Schornsteine. Kein Krupp. Keine Bergwerke. Nur dieser eine Förderturm von Toto &amp;amp; Harry beim Bergbaumuseum.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-w8376GVJY5M/TjfjobYRgEI/AAAAAAAADqQ/V9Es2CPrzPM/s1600/14_Guenther_Pfitzmann.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 543px; height: 299px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-w8376GVJY5M/TjfjobYRgEI/AAAAAAAADqQ/V9Es2CPrzPM/s640/14_Guenther_Pfitzmann.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Dafür treffen wir Günter Pfitzmann persönlich. Beim dritten Bier und den besten Songs von Wolle Petry, die eine Live-Band am Rande des Derny-Rennens schmettert, freuen wir uns über jeden Prominenten, den wir treffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Gott hab ihn selig)&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-50KwbNbvYEo/TjeJskqvsBI/AAAAAAAADpg/lR2g5VAWmmI/s1600/19_Steigung.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 541px; height: 488px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-50KwbNbvYEo/TjeJskqvsBI/AAAAAAAADpg/lR2g5VAWmmI/s640/19_Steigung.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Á propos "selig" - das bin ich, nachdem ich auf der vierten Runde oben angekommen geschafft habe, was ich mir Kilometer vorher vorgenommen hatte. Denn ich weiß die ganze Zeit über, dass ich hier heute keine Spitzenzeit fahren werde. Nachdem ich auch die zweite große Gruppe habe ziehen lassen müssen und auch die dritte Gruppe beginnt, mich langsam nach hinten hin durchzureichen, schmiede ich einen Plan: Wenigstens am Berg möchte ich sie alle stehen lassen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so beiße ich und kämpfe ich, verteidige im kurvigen Stadtkurs meine Position, kämpfe mich immer wieder nach vorn, um dann auf den Highspeed-Stücken (ich brauche echt ein größeres Blatt vorne!) wieder Positionen zu verlieren. Im Waldstück zur ersten Rampe bin ich an Position 4, wie immer, überholen mich Einige, nur um dann am zweiten Berg, am Berg, der zählt, von mir überholt zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Süßer Sieg!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-i9W9ZDA69eg/TjfYBxHekNI/AAAAAAAADqA/JPe4U5nKHm0/s1600/Endspurt.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 543px; height: 546px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-i9W9ZDA69eg/TjfYBxHekNI/AAAAAAAADqA/JPe4U5nKHm0/s640/Endspurt.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich beiße mich nach oben, mobilisiere alle Kräfte, meine Waden krampfen, aber mir egal, der Jubel der Leute und das harte Schnaufen des Typen neben mir treiben mich voran: Oben angekommen habe ich dann tatsächlich (wenn auch hauchdünn) meine Gruppe hinter mir gelassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich biege um die Kurve, es geht bergab, ich gehe in Untenlenkerposition, aber beteilige mich nicht an der wie immer nach einer Biegung einsetzenden Beschleunigungsorgie. So ziehen die meisten Fahrer an mir vorbei, ich lasse rollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wobei ich "nur so rollen" auch schon 46 km/h drauf habe - die Jungs da vorn aber, die haben die letzten 9 Kilometer und damit ihren ganz persönlichen Sieg vor Augen. Ich lasse sie ziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende hänge ich mich an einen, der in Tria-Haltung an mir vorbei zieht. Von ihm lasse ich mich bis 200 Meter vor die Ziellinie ziehen, dann, ganz nach klassischer Puncheur-Art, gehe ich aus seinem Windschatten, sprinte (unter heftigen Wadenkrämpfen) los und kann mit drei Radlängen Vorsprung über die Ziellinie fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fertig und glücklich lasse ich ausrollen - hinten steht auch schon Jan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jan?!?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-mKV-5aH-Cfo/TjeJteu244I/AAAAAAAADpk/YAviUbaMEKY/s1600/20_Equipe_SunClass.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 543px; height: 304px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-mKV-5aH-Cfo/TjeJteu244I/AAAAAAAADpk/YAviUbaMEKY/s640/20_Equipe_SunClass.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Etwas deprimiert: "Sorry, Lars, ich habe nur 3 Runden geschafft."&lt;br /&gt;Mmh. Die Mannschaftswertung ist hin. Aber egal, was nicht geht, geht nicht, denke ich mir. Lieber so, als sich was Ernsthaftes antun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wann warst Du hier?", frage ich ihn.&lt;br /&gt;"Gerade rein, kurz vor Dir.", antwortet er. Ach, wirklich? Dann habe ich ihn also quasi überrundet? Bin in der selben Zeit wie er 25 Kilometer mehr gefahren? Faszinierend - dann sind meine Beine heute also doch nicht so schlecht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die vierte Runde beende ich 15 Sekunden schneller als die dritte. Insgesamt benötige ich für die 100 Kilometer 2:39 Stunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Flow gesellt sich schnell zu uns. Er ist 4 Minuten vor mir reingekommen, an Platz 179, wie sich später heraus stellt. "Nicht übel!", gratuliere ich ihm, wohl wissend, dass dieser Kurs mit den vielen Rhythmuswechseln auch nicht gerade nach Flows Geschmack gewesen sein muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur: Wo ist Heiko?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-vZGD9eS2Rsw/TjeJuFP9pXI/AAAAAAAADpo/hS1ITbDLbW8/s1600/21_Heiko_Kromm.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 541px; height: 303px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-vZGD9eS2Rsw/TjeJuFP9pXI/AAAAAAAADpo/hS1ITbDLbW8/s640/21_Heiko_Kromm.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Der gesellt sich einige Minuten nach uns zum Team. Fertig sieht er aus. Und noch deprimierter, als Jan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Scheiße - gestürzt!", ist alles, was er sagt. Obwohl seine Klamotten wie durch ein Wunder heil geblieben sind, zeugen die Hautabschürfungen, die er uns später im Hotel zeigt, von der schwere des Unfalls. Sein Garmin beweist es dann: Beim Tempo 36 hat es ihn zu Boden gerissen. Vor ihm habe ein Typ abrupt gebremst und drei andere - und eben auch Heiko - den Sturz beschert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Idiot ist weiter gefahren. Hat nicht mal angehalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heiko humpelt und ächzt. Das Rad hat leichte Beschädigungen. Schalten geht in bestimmte Gänge gar nicht mehr. Schultern, linker Arm und Hüfte schmerzen. Dass er unter diesen Umständen das Rennen noch zu Ende gefahren ist, rechnen wir ihm hoch an. Platz 344 von 512 - immerhin!&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-ApqMJMGJ2q0/TjeJvw0mv6I/AAAAAAAADpw/8Q8pxVx01ag/s1600/23_Sunclass_Cycling.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 542px; height: 307px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-ApqMJMGJ2q0/TjeJvw0mv6I/AAAAAAAADpw/8Q8pxVx01ag/s640/23_Sunclass_Cycling.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Und so posen wir für das Siegerfoto, das heute keines ist. Oder bilden wir uns das nur ein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kann es nicht auch sein, dass ich mit meinen 2:34 Stunden ganz zufrieden sein darf? Immerhin ist der Erstplatzierte mit 2:19 Stunden "nur" 15 Minuten schneller gewesen, als ich ... Und darf ich nicht auch mit einem Schnitt von 36,4 km/h bei 800 Höhenmetern zufrieden sein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin war es mit nur 11 Grad auch sehr kühl - der Grund für meine Krämpfe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke schon. Mich wurmt, dass für die Gesamtwertung nichts rausgesprungen ist, aber das ist zu verkraften. Ich darf zufrieden sein und je näher ich dem Ruhepuls komme, desto mehr macht sich auch ein gutes Gefühl breit: Diesen harten, sehr harten Kurs ohne Blessuren gemeistert zu haben und noch dazu meine ganz persönliche Bergwertung zu gewinnen, das ist doch was! Und mal ehrlich: 36 km/h Schnitt ist super - da habe ich schon ganz andere Ergebnisse eingefahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hunger habe ich ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-FWlNubtxTzo/TjeJwiZPRgI/AAAAAAAADp0/rOfVOzAJdM8/s1600/24_Mettbroetchen.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img style="width: 484px; height: 640px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-FWlNubtxTzo/TjeJwiZPRgI/AAAAAAAADp0/rOfVOzAJdM8/s640/24_Mettbroetchen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Mein bester Kindergartenfreund Danny, der mich bis zum Abitur begleitet hat, kommt noch zur Ziellinie. Eine besondere Freude, denn Danny habe ich seit 5, 6, 7 Jahren nicht gesehen. Leider können wir nichts mehr zusammen unternehmen, da die Jungs nach Hause wollen und so muss ich mich wohl oder übel nach einem kleinen 20-Minuten-Schnack von ihm verabschieden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir holen das nach!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Hotel angekommen springe ich gleich in den Pool. Wir duschen heiß. Wir speisen noch heißer und 4 Stunden später sitze ich bei meiner Süßen auf dem Sofa und kann ihr berichten von dem, was heute passiert ist: Nicht mehr und nicht weniger als das bisher härteste Rennen im GCC-Kalender.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://connect.garmin.com/activity/103079255"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hier geht es zum Garmin-Track&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-7848203567391596069?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/7848203567391596069/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/07/im-rhythmus-bleiben-der-sparkassengiro.html#comment-form' title='12 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/7848203567391596069'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/7848203567391596069'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/07/im-rhythmus-bleiben-der-sparkassengiro.html' title='Im Rhythmus bleiben! Der Sparkassen.Giro 2011 in Bochum.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-pXoVSZR0zSs/TjeJa6Cz6QI/AAAAAAAADoI/jFleX5v9g_A/s72-c/01_Cadel_Evans_Bochum.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>12</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-7975444416762023105</id><published>2011-07-19T16:25:00.013+02:00</published><updated>2011-07-20T21:19:41.388+02:00</updated><title type='text'>Cervelo S5 - Carbonwaffe mit Suchtfaktor</title><content type='html'>Ich hatte schon länger spekuliert, na, sagen wir, gehofft, das sich Cervélo des genialen - aber dann doch schon etwas in die Jahre gekommenen - Aero-Klassikers S3 annehmen möge.&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Warum? Das S3 galt und gilt nachwievor als Benchmark für alle Hersteller, die den Aero-Zug 2010 nicht verpassen wollten. Kaum ein White-Paper, kaum ein Test und kaum eine Website, die keine Referenz zum großen Vorbild S3 hergestellt hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-Pg0lgzDqCUg/TicoaHgqwgI/AAAAAAAADVU/J9gPVjUWrX0/s1600/S5_Aero_Cervelo.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 280px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-Pg0lgzDqCUg/TicoaHgqwgI/AAAAAAAADVU/J9gPVjUWrX0/s400/S5_Aero_Cervelo.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5631514288207872514" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;"Es war immer Cervélos Politik," so einer der beiden Gründer in einem Interview, "dass wir Dinge umsetzen, weil sie notwendig und sinnvoll sind und nicht, weil Marketingstrategen größeren Absatz prognotizieren." Dem mag man glauben oder nicht - Kritiker der Marke Cervélo halten ja von jeher dagegen, dass das Unternehmen keine eigene Produktion hätte und sowieso nur aus Entwicklern und Marketing bestünde.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Andererseits: Was will man als Kunde lieber? Ein Unternehmen, dessen Fokus auf Forschung und Entwicklung liegt oder eines, das viel Erfahrung in der Produktion hat?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Um mit einem, sehr deutschen, Vorurteil mal aufzuräumen: "Made in Taiwan" ist, was Carbon-Rahmen angeht, mittlerweile ein Qualitätsmerkmal. Die dort ansässige Industrie ist weit mehr, als Billigfertigung. Wenn also Cervélo mit einem guten Qualitätsmanagement sicher stellen kann, dass ein Kontraktor hochwertiges Material liefert, habe ich kein Problem damit. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Im Gegenteil - so kann sich Cervélo, laut eigenen Aussagen ja eine "Engeneering Company", auf das Entwickeln und Testen neuer Bikes konzentrieren. So wie aktuell beim S5. Echte Windkanaltests - keine 2-Stunden-Shootings. Echte Kooperationen, wie aktuell mit 3T oder Mavic, keine Komponenten-Deals.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Sicher, der Termin der Vorstellung des Bikes zur Tour de France ist clever gewählt, wann, wenn nicht zur TDF schauen die Leute zu? Die Erfolge von Thor Hushovd auf dem S5 tun ihr Übriges. Aber Cervélo hier "böse Marketingstrategien" zu unterstellen ... Leute, dieser Termin liegt so nahe, dass das im ABC beim Marketing-Grundstudium schon vorausgesetzt wird.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Was aber unterscheidet das S5 von einem S-Works Venge oder dem viel gerühmten Scott Foil?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-QO9TV8LqgGg/TicoaIV8r_I/AAAAAAAADVM/a5hrO6iAxDc/s1600/Sitzdom_Cervelo_S5.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 280px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-QO9TV8LqgGg/TicoaIV8r_I/AAAAAAAADVM/a5hrO6iAxDc/s400/Sitzdom_Cervelo_S5.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5631514288431345650" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Ehrlich Meinung von mir?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist mir egal!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darüber, ob Aero wirklich signifikante oder spürbare Vorteile bringt, lässt sich trefflich streiten. Da gibt es ja auch jede Menge Plattformen und Foren, wo dies leidenschaftlich und ausführlich getan wird. Da will und kann ich mich gar nicht einschalten.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Für mich als Cervelover sind diese Diskussionen zweitrangig: Ich werde den Rahmen nie auch nur ansatzweise an den Rand der Steifigkeitsgrenze bekommen, ich werde nie eine Soloflucht über 60 Kilometer mit einem 45er Schnitt antreten und ob ich bei einer RTF 1 Minute auf 40 Kilometer schneller bin als der Rest ... mal ehrlich, bei den RTFs bin ich eh schneller als die meisten Bierbauch-Daddies, und an den Boliden der RG Uni oder St. Pauli komme ich eh nicht vorbei. Ob mit oder ohne Aero.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;Das entscheidet nicht über einen Kauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das S5 ist für mich schlichtweg ... ein geiles Teil!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-Xr-fz3Wusus/Ticoauhas_I/AAAAAAAADVc/dbb1TuOcBEk/s1600/Oberrohr_Cervelo.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 280px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-Xr-fz3Wusus/Ticoauhas_I/AAAAAAAADVc/dbb1TuOcBEk/s400/Oberrohr_Cervelo.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5631514298679997426" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Es macht süchtig beim ersten Ansehen. Das Rahmendesign ist modern, ohne klassische Elemente zu verleugnen. Alle Entwicklungen (vor allem die Cervélo-eigenen wie BBRight oder Squoval) sind integriert, das Unterrohr, dessen scharfe Tropfenform, die beim Soloist schon super aussah, geht in ein Kamm-Profil über. Allein das Unterrohr hat einen Red Dot Design Award verdient!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Großartige Detaillösungen, wie der in das Unterrohr integrierte Gabelschaft-Ansatz, die Sitzstreben, die den Luftstrom um die Hinterradbremse leiten (sollen) und die Sattelstütze lassen mein Herz höher schlagen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Der Paintjob ist bei Cervélo seit jeher ein Punkt, an dem sich die erhitzten Gemüter entzünden: Wer bunt will, soll sich ein Wilier oder ein Bianchi kaufen. Ich persönlich mag die einfachen Streifen und musste schmunzeln, als ich das S5 zum ersten mal sah: Die bei meinem R3 noch eckigen Stripes einfach etwas abgerundet, einfach etwas organischer auf den Rahmen aufzubringen, ist ebenso schlicht wie genial. Genau mein Ding.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-G63ongk4z7Y/Ticoa5osv9I/AAAAAAAADVk/rL30R-_3nto/s1600/Cervelo_S5.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 280px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-G63ongk4z7Y/Ticoa5osv9I/AAAAAAAADVk/rL30R-_3nto/s400/Cervelo_S5.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5631514301663330258" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Stellt sich mir jetzt nur noch die eine Frage: Wie zur Hölle kann ich nur der Versuchung widerstehen, mir ein Cervélo S5 zu kaufen?!?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Oder muss ich das gar nicht?&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-7975444416762023105?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/7975444416762023105/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/07/cervelo-s5-carbonwaffe-mit-suchtfaktor.html#comment-form' title='14 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/7975444416762023105'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/7975444416762023105'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/07/cervelo-s5-carbonwaffe-mit-suchtfaktor.html' title='Cervelo S5 - Carbonwaffe mit Suchtfaktor'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-Pg0lgzDqCUg/TicoaHgqwgI/AAAAAAAADVU/J9gPVjUWrX0/s72-c/S5_Aero_Cervelo.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>14</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-5652454435379926824</id><published>2011-07-11T21:59:00.011+02:00</published><updated>2011-07-11T22:26:41.077+02:00</updated><title type='text'>Nachdenken.</title><content type='html'>Ein Anruf heute macht mich nachdenklich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Swantje hatte einen Unfall. Beim Rannrad-Training." sagt mein Teamkollege Steven. Ich bin sprachlos. Rauschen im Handy. "Irgendwas mit der Wirbelsäule. Sie liegt in St. Georg."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern habe ich mir nach der RTF, noch vollkommen im Endorfinrausch, die Tour de France-Etappe angesehen. Schwere Stürze. Winokurov mit Beckenbruch, wird von seinen Teamkollegen aus der Böschung zurück auf die Straße gehievt. Viele stürzen. Müssen aufgeben. Johnny Hoogerland fliegt im Salto in einen Stacheldrahtzaun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgeschossen von einem Auto.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich aufgelegt habe, beschließe ich, sie zu besuchen. Ich laufe nur wenige Minuten ins Krankenhaus. Die sterilen Gerüche empfinde ich als beklemmend. Swanjee - Punktesammlerin beim German Cycling Cup in unserem SunClass-Team, immer witzig drauf, immer am Grinsen und feixen - sie liegt im Unterhemd im Bett. Leere Augen starren mich an. Sie versucht zu grinsen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgeschossen von einem Auto.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war eine Trainingsausfahrt. "Knacke die 200 Kilometer" war das Motto. Einhundert Kilometer hatten sie schon. Eine rote Ampel trennt das Hauptfeld von Swanjee. Als sie wieder auf die Straße fährt, sieht sie weit entfernt ein Auto. Wenig später wird sie überfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Helm.&lt;br /&gt;Rechtsfahren.&lt;br /&gt;Aufpassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hat alles nichts geholfen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt liegt sie da. Wirbel gebrochen.&lt;br /&gt;Um 1 mm am Rollstuhl vorbei.&lt;br /&gt;Mir wird schlecht, als sie erzählt. Es bricht mir das Herz, sie so zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern, als Eurosport die Übertragung beendet und die selbsternannten Radsportexperten anfangen, auf SPON ihren halbgaren Saft über "Sicherheit" und Radsport abzulassen, unterhalte ich mich noch mit meiner Freundin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sage ihr, dass das Risiko zum Rennradfahren dazu gehört.&lt;br /&gt;Sage Dinge wie: "Sie bekommen Geld dafür. Sie leben ihren Traum."&lt;br /&gt;Und rege mich auf über unqualifiziert aufpoppende Rufe nach mehr Sicherheit bei Radrennen. Wie soll das gehen? Langsamer fahren?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Winokurov wurde gestern das Becken genagelt.&lt;br /&gt;Wahrscheinlich zur selben Zeit haben sie Swanje den Wirbelknochen zusammen geflickt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fahre nach Hause.&lt;br /&gt;Auf meinem Rennrad.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsamer als sonst. Stiller. Denke nach. Über Swanjee. Über den Scheiß, den sie noch vor sich hat. Wunden, die suppen. Schmerzen. Operationen. Reha. Vom Psychokram ganz abgesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und denke an all die roten Ampeln, die ich selbst missachte. Ans Vorbeischlängeln wenn Autos stehen und warten. An zu schnelles Treten. Daran, wie oft ich gedankenversunken im eigenen Speed schwelge, wo ich mich doch konzentrieren sollte. Daran, wie gefährlich und risikoreich ich fahre. Wie scheißegal mir mein Körper ist - sorge ich mich doch nur um den teuren Carbonrahmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stelle das Rad ab.&lt;br /&gt;Grübelnd.&lt;br /&gt;Hänge den Helm an den Lenker.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wie scheiße: Wenn nicht morgen, dann doch übermorgen, oder selbst erst in einer Woche. Ich werde weiterhin rote Ampeln missachten. Autos schneiden. Risikoreich fahren. Egal, wie viele Becken bei Eurosport noch genagelt werden. Und wie viele Schläuche aus Swantje hängen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wie bescheuert, oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-5652454435379926824?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/5652454435379926824/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/07/nachdenken.html#comment-form' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/5652454435379926824'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/5652454435379926824'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/07/nachdenken.html' title='Nachdenken.'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-6822154450400894686</id><published>2011-07-11T09:25:00.013+02:00</published><updated>2011-07-11T16:52:49.357+02:00</updated><title type='text'>Alpe d´Seevetal - mehr Höhe geht nicht?</title><content type='html'>&lt;div&gt;Lange Rede - kurzer Sinn: Am Sonntag gab es wieder eine RTF zu bestreiten. Dieses Mal vom TV Meckelfeld ganz im Süden Hamburgs organisiert: Die Alpe d´Seevetal.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Das Motto ist ebenso attraktiv wie spannend: "Mehr Höhe geht nicht!" verkünden Sie lauthals in ihrem Logo. Ich bin gespannt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-hhhLEA_lfaI/ThqllfbB6-I/AAAAAAAADQg/-9CB7KgfjOI/s1600/01_Meckelfeld.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 111px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-hhhLEA_lfaI/ThqllfbB6-I/AAAAAAAADQg/-9CB7KgfjOI/s400/01_Meckelfeld.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5627992747861470178" /&gt;&lt;/a&gt;Pünktlich kurz vor 8 Uhr - dass das Aufstehen eine Qual ist, muss ich nicht extra betonen - finden sich Jan und ich in beschaulichen Meckelfeld ein. Da stehen sie schon und klönen, an die 1.000 Rennradler mögen es schon sein, die sich hier heute eingefunden haben.&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wir akkreditieren uns, heften uns die Startnummern an und rollen gemütlich zum Start: Jan möchte heute 87 Kilometer fahren, ich nehme mir die 158 vor. Die Radmarathon-Strecke mit 201 Kilometer muss es dann doch nicht sein ...&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-sBbJ7B1vcAY/ThqllBOwZuI/AAAAAAAADQY/bCHkggIWUq4/s1600/02_Start.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 225px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-sBbJ7B1vcAY/ThqllBOwZuI/AAAAAAAADQY/bCHkggIWUq4/s400/02_Start.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5627992739756926690" /&gt;&lt;/a&gt;Wieder einmal wundert mich das  dann doch recht hohe Durchschnittsalter der Teilnehmer: Auffällig viele Grauhaarige - fit und durchtrainiert - finden sich im Startbereich am Rande eines Fußballfeldes ein.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Natürlich ist auch Waffenschau angesagt: Die neuesten Mavic Cosmic Carbon SLR-Systemlaufräder bei dem einen, ein niegelnagelneues Scott Addict RC und einige andere Highlights der verbundwerkstoffverarbeitenden Industrie rollen an die Startlinie.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-tLAfBU-N0xQ/Thqlk9je-eI/AAAAAAAADQQ/i112gjmC6M8/s1600/03_Lars_Reisberg.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 236px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-tLAfBU-N0xQ/Thqlk9je-eI/AAAAAAAADQQ/i112gjmC6M8/s400/03_Lars_Reisberg.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5627992738770123234" /&gt;&lt;/a&gt;Um 9 geben sie die Strecke frei - immer rund 30 Fahrer verlassen den Startbereich. Da sie bei mir alle recht langsam dahinrollen, gebe ich etwas Gas und kann schon nach den ersten Kurven einen komfortablen Vorsprung heraus fahren.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Dass ich diesen allein nicht werde halten können, ist mir klar - als ich aber vor mir die ersten Rennradler des vorhergehenden Startblockes anfange zu überholen, rechne ich mir berechtigte Chancen aus, den schnellen Kern vielleicht doch noch zu erreichen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Was ich nicht schaffe: Etwa 5 der schnellsten meines Blockes holen mich ein. Dankbar ob des 38er-Schnittes integriere ich mich ins Gruppetto.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Als ich mit Führen dran bin, kann ich unsere Gruppe konstant bei 40 km/h halten. Stolz trete ich gegen den Wind an und bolze in Untenlenkerhaltung durch die Heide: Noch 150 Kilometer vor mir, aber ich gebe Vollgas. Egal!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;"Reeechts!", brüllen sie hinter mir.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich aber schieße geradeaus. Als ich endlich abbremse und umdrehen kann (Schild übersehen), rollt schon das Peloton um die Kurve.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Mühsam arbeite ich mich von hinten das Feld nach vorn. Komme an Jan vorbei, der es ruhig im Mittelfeld angehen lässt.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-OQsTIZ9Rb6U/ThqlkrpBOFI/AAAAAAAADQI/OrsVS0-8azc/s1600/04_SunClass_Solar.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 225px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-OQsTIZ9Rb6U/ThqlkrpBOFI/AAAAAAAADQI/OrsVS0-8azc/s400/04_SunClass_Solar.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5627992733961500754" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;"Na? Verfahren?", ruft er etwas schelmisch.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich nicke nur, beschleunige wieder und bin einige Minuten später wieder in der Führungsgruppe. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Als ich das nächste mal führe, brüllen sie "Liiinks!" und ich schieße wieder geradeaus. Verdammt, bin ich bescheuert?!?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Nach einigen Minuten kann ich mich wieder bei der Führungsgruppe einordnen, halte mich aber erstmal zurück. Allerdings: mir juckt es in den Beinen! Heute scheint einer guter Tag zu sein.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ist es Übermut oder bin ich nach meiner &lt;a href="http://www.blogger.com/www.lapetiteboucle.blogspot.com"&gt;Tour de France&lt;/a&gt; tatsächlich so fit?&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich mache mir jetzt erst einmal keinen Kopf um Kilometer und Kondition und hänge mich an eine Gruppe St. Paulianer, die mit enormem Geschwindigkeitsüberschuss an unserem Feld vorbei ziehen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-9os4hkv4pq4/ThqleUf-uKI/AAAAAAAADQA/CVfx4_5dKdc/s1600/05_St_Pauli.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 241px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-9os4hkv4pq4/ThqleUf-uKI/AAAAAAAADQA/CVfx4_5dKdc/s400/05_St_Pauli.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5627992624670357666" /&gt;&lt;/a&gt;RG St. Pauli und RG Uni sind bekannt für extrem hohes Tempo und hartes Fahren. Aber auch für Radbeherrschung und Disziplin. Heute fahre ich mal mit, denke ich mir und reihe mich ein ins Camouflage der Altonaer.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Es geht ab Meckelfeld stringent nach Süden. Angeblich haben sie hier alle Steigungen eingebaut, die das flache Norddeutschland so zu bieten hat und so reiten wir eine Welle nach der anderen ab. Harte Anstiege oder fiese Rampen sind das nicht - heute sammeln wir die Höhenmeter durchs Auf und Ab, nicht durch Berge, das ist mir klar.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-Jbvp0pkrMGc/ThqleHGz_mI/AAAAAAAADP4/rq1LpC0bVWw/s1600/06_Klassiker.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 225px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-Jbvp0pkrMGc/ThqleHGz_mI/AAAAAAAADP4/rq1LpC0bVWw/s400/06_Klassiker.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5627992621075136098" /&gt;&lt;/a&gt;Mitten im Pauli-Pulk fährt ein Herr auf einem alten Stahlross. Sein antiquierter Kopfschutz macht mich neugierig. Ich fahre neben ihn und frage: "Von wann ist denn dein ... Helm?"&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;"Ach", macht er und winkt lächelnd ab: "Das weiß ich gar nicht. Ich weiß nur noch, dass ich ihn 1978 mal zur Überholung hatte."&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Stramme Waden und ein Wetter gegerbtes Gesicht sprechen für ihn - dieser Herr hier hat bestimmt noch die Epoche Merckx und Anquetil mitbekommen ... Chapeau! Er fährt den hohen Schnitt locker mit.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-u9B_CXzf0aQ/ThqleLQ8FmI/AAAAAAAADPw/ay-a9l_Amt4/s1600/07_Bolzer.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 225px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-u9B_CXzf0aQ/ThqleLQ8FmI/AAAAAAAADPw/ay-a9l_Amt4/s400/07_Bolzer.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5627992622191351394" /&gt;&lt;/a&gt;Irgendwann nach der ersten Verpflegung fahre ich wieder allein auf die Strecke: St. Pauli scheint auf Teamkollegen zu warten und da ich heute gute Beine habe, gehe ich halt solo on track. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Schnell sammle ich einen weiteren Stahlveteranen ein, zu erst gehen wir als 2er-Team in den Wind, nach einigen Kilometern sammeln wir einen mid-40er ein, der die Helmpflicht ignoriert, keine Startnummer hat und trotzdem die RTF mitnutzt. Was ihn auszeichnet: Waden, die so dick sind, wie ich.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Führt der ältere Herr, fahren wir mit 31 km/h. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Führe ich, bringen wir es auf immerhin 34 km/h.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wenn der weiße Megamann vorn ist, fahren wir 40.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wir bleiben zu dritt. Ob im Wind oder mit Rückenwind. Ob im Wald oder durch die schöne Heide bei Lüneburg - erst die einzige ernstzunehmende Rampe, ich schätze, sie hat 9 Prozent, kann unser Grupetto aus einander reißen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Bis zur nächsten Verpflegung fahre ich mit dem weißen Megamann zusammen. Als er nach nur 1 Minute Wasserauffüllen weiterfährt, muss ich mir wieder neue Kameraden suchen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-EAcyZJuZU1c/ThqldyhGDxI/AAAAAAAADPo/vOzo6DnwojY/s1600/08_Verpflegung.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img style="text-align: left;display: block; margin-top: 0px; margin-right: auto; margin-bottom: 10px; margin-left: auto; cursor: pointer; width: 400px; height: 225px; " src="http://2.bp.blogspot.com/-EAcyZJuZU1c/ThqldyhGDxI/AAAAAAAADPo/vOzo6DnwojY/s400/08_Verpflegung.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5627992615548227346" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;u&gt;&lt;br /&gt;&lt;/u&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die ich auch finde: In Form meiner "alten" St. Pauli-Kollegen, mit denen ich den dritten und schließlich auch den vierten Abschnitt bis zur letzten Verpflegungsstation fahre. Das Tempo ist, da wir eine größere Gruppe sind, zunächst im angenehmen Bereich. Selten mehr als 33 km/h kurbeln wir durch den Wind.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Irgendwann bin ich dann nach einer Straßenquerung mit 5 Fahrern allein. Eine tolle Gruppe, denn so können wir in 2er-Reihe neben einander an drei Positionen fahren. Das Kreiseln funktioniert wie am Schnürchen und so bleibe auch ich mit einem sehr sympathischen mid-50er 3, 4 mal vorn im Wind, bis wir wieder von der großen Gruppe, angeführt von den bolzenden Paulianern, nach einer knappen Stunde eingeholt werden.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span class="Apple-style-span"&gt;&lt;u&gt;&lt;br /&gt;&lt;/u&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-vNAeEcxvjmU/ThqldnFEyfI/AAAAAAAADPg/CoceTx_r3-w/s1600/09_Reisberg_Rennrad_Cervelo.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 225px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-vNAeEcxvjmU/ThqldnFEyfI/AAAAAAAADPg/CoceTx_r3-w/s400/09_Reisberg_Rennrad_Cervelo.jpg" border="0" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5627992612477913586" /&gt;&lt;/a&gt;Schlagartig wird das Tempo verschärft: Die Gruppe wird aus einander gerissen und nur etwa 15 Mann können den Tarnjägern vorn folgen. Ich mit ihnen, denn mir fängt mein noch von der Tour de France arg lädierter Hintern wieder an zu schmerzen. Ich denke mir: "Lieber ein schnelles Ende als noch 2 Stunden herum kurbeln".&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Was schade ist, denn sie haben die Strecke durch wirklich sehr feine Landschaften gelegt: Tiefe Wälder, sumpfige Heide, Felder in vollem Korn, dichte Maisfelder und saftig-frische Weidewiesen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Irgendwann nach 4:20 Stunden komme ich mit den Jungs wieder nach Meckelfeld hereingebolzt. Nicht, ohne dass mir noch einer von denen an einer roten Ampel in mein vorderes Laufrad kippt: Erst bolzen und dann nicht aus den Pedalen kommen? &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Achso, Ihr seid mit den Cleats verschweißt?!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Eine tolle RTF war das - schnell am Anfang, lazy in der Mitte und hammerhart am Ende. Was den Speed angeht.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;"Mehr Höhe geht nicht!" - übertrieben. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;983 Höhenmeter stehen auf meinem Garmin. Das ist ein bisschen mehr als die Hälfte von &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Alpe d´Huez. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Da geht noch was!&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;i&gt;Gefahren: 157 km in 4 h 34 min mit 983 Höhenmetern&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://connect.garmin.com/activity/98164974"&gt;Hier geht es zum Garmin-Track&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-6822154450400894686?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/6822154450400894686/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/07/alpe-dseevetal-mehr-hohe-geht-nicht.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/6822154450400894686'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/6822154450400894686'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/07/alpe-dseevetal-mehr-hohe-geht-nicht.html' title='Alpe d´Seevetal - mehr Höhe geht nicht?'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-hhhLEA_lfaI/ThqllfbB6-I/AAAAAAAADQg/-9CB7KgfjOI/s72-c/01_Meckelfeld.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-898826377426009359</id><published>2011-06-15T21:46:00.005+02:00</published><updated>2011-07-04T16:27:08.954+02:00</updated><title type='text'>Ultimate Challenge</title><content type='html'>Los geht es - die Sachen sind gepackt, das Cervélo ist zerlegt im Radkoffer und wartet auf den Flug nach Nizza. Meine Beine glänzen frisch rasiert und ich bin einfach nur gut drauf: Morgen geht es los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-sS2HBiOsGWI/TfkMex8rBzI/AAAAAAAADHI/0Dvpnh7UJXs/s1600/Cervelo_Bekleidung.jpg"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5618535733064828722" src="http://2.bp.blogspot.com/-sS2HBiOsGWI/TfkMex8rBzI/AAAAAAAADHI/0Dvpnh7UJXs/s400/Cervelo_Bekleidung.jpg" style="cursor: hand; cursor: pointer; display: block; height: 292px; margin: 0px auto 10px; text-align: center; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;11 Etappen, 1.300 Kilometer und mehr als 20.000 Höhenmeter liegen vor Flow und mir. In 2 Wochen werden wir uns - hoffentlich - wohlbehalten die Champs Elysées im mörderischen Feierabendverkehr triumphierend durchkämpfen, denn dann werden wir den Galibier, den Izoard, Alpe d´Huez, Tourmalet, Mont Ventoux und einige andere große Legenden der Tour de France bezwungen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis dahin ist es ein weiter Weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Euch eine schöne Zeit. Ride safe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-898826377426009359?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/898826377426009359/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/06/ultimate-challenge.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/898826377426009359'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/898826377426009359'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/06/ultimate-challenge.html' title='Ultimate Challenge'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-sS2HBiOsGWI/TfkMex8rBzI/AAAAAAAADHI/0Dvpnh7UJXs/s72-c/Cervelo_Bekleidung.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-2652667212361245696</id><published>2011-06-13T19:07:00.093+02:00</published><updated>2011-06-15T06:05:08.094+02:00</updated><title type='text'>Im Warpfeld - die Neuseen Classics 2011</title><content type='html'>"Mehr Power" - steht da auf den nagelneuen Trikots, Hosen und Jacken, die der Sponsor unseres Rennrad-Teams für die neue Saison zur Verfügung stellt. Und mehr Power, das werden wir auch brauchen. Immerhin stehen in dieser Saison 7 Rennen im Rahmen des German Cycling Cups in unserem Kalender.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Wochenende ist es wieder soweit: 4 Fahrer der Equipe besteigen den Bus. Es geht nach Leipzig zu den Neuseenclassics.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-Q3W7T4cxC8k/TfZFmKnPpOI/AAAAAAAADHA/PLvQvQaPma0/s1600/1_SunClass_Radsport.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 218px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-Q3W7T4cxC8k/TfZFmKnPpOI/AAAAAAAADHA/PLvQvQaPma0/s400/1_SunClass_Radsport.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617754107177575650" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir sind guter Dinge. Das Wetter stimmt, die Stimmung ist mehr als hochgradig und zum schnellsten Rennen der Saison - wenn man anderen Blogs Glauben schenken darf - haben wir sogar den Segen der NASA.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tjaha, die Nationale Raumfahrtbehörde, sie nämlich hat sich nämlich - wenn man dem Hersteller unserer neuen Bekleidungslinie glauben darf - maßgeblich an der Entwicklung der Arschpolster beteiligt. Na, wenn das mal nicht die beste Voraussetzung für ein schnelles, tolles Rennen ist?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-9KJZhfct5ws/TfZFTkBzrDI/AAAAAAAADGw/Pl7A2LKfXN0/s1600/2_Nasa.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 199px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-9KJZhfct5ws/TfZFTkBzrDI/AAAAAAAADGw/Pl7A2LKfXN0/s400/2_Nasa.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753787582360626" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Flow ist Samstag morgens noch bei seiner kleinen Tochter, Heiko weilt in der Pfalz und wird auch erst am Abend zu uns stoßen, und so fahre ich mit Swantje alleine nach Leipzig. Im Transporter haben wir unsere Räder, die des Teams und allerlei Zubehör.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir erreichen Zwenkau kurz vor 15 Uhr, genauer gesagt, das Kraftwerk Lippendorf, wo wir die Startunterlagen abgeben und die Beutel abholen werden. Wir nähern uns mächtigen Kühltürmen, fahren unter funkelnden Starkstromleitungen daher und auf den Parkplatz des riesigen Kohlekraftwerkes, das Vattenfall - Hauptsponsor des Rennens - betreibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-lApr8habmeA/TfZFTJX4eiI/AAAAAAAADGo/-EYe1hu-3bc/s1600/3_Kraftwerk_Lippendorf.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 256px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-lApr8habmeA/TfZFTJX4eiI/AAAAAAAADGo/-EYe1hu-3bc/s400/3_Kraftwerk_Lippendorf.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753780427192866" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Etwas schüchtern eingeklemmt zwischen Haupteingang, mehrstöckigen Generatoren-Hallen, mächtigen Kühltürmen und einem greenwashenden Besucherzentrum flattern Fahnen im Wind. Hier haben sie liebevoll drei, vier Zelte aufgebaut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Odlo bietet Bekleidung zu Sonderkonditionen an, Multipower kann man auch billiger kaufen und es knattert Beat zu sächischem DJ-Akzent aus bassigen Boxen.&lt;br /&gt;Klein und süß hier alles, fast familiär.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-mxfyJYsy8CM/TfZFSrHnk7I/AAAAAAAADGg/1GwurMr353A/s1600/3_Vattenfall_Greenwashing.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 246px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-mxfyJYsy8CM/TfZFSrHnk7I/AAAAAAAADGg/1GwurMr353A/s400/3_Vattenfall_Greenwashing.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753772305912754" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir treffen noch Lars, einem Freund, den ich noch aus Liegeradzeiten kenne, der mittlerweile auch auf das Rennrad umgestiegen ist. Aufgrund einer Knieverletzung wird er morgen leider nur die 30 Kilometer fahren - schade!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-1BwUO9ABjN4/TfZFSRh3epI/AAAAAAAADGY/EvC6WdUfu_4/s1600/4_a_Pastaparty.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 225px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-1BwUO9ABjN4/TfZFSRh3epI/AAAAAAAADGY/EvC6WdUfu_4/s400/4_a_Pastaparty.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753765436684946" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Pastaparty mutet wie eine gemütliche Zusammenkunft im Garten an. Ein Dutzend Bierbänke haben sie hier aufgebaut, die Vattenfall-Kantine macht in Sonntagsarbeit Überstunden und versorgt die Rennfahrer, die ich meist älteren Baujahres einschätze, mit Nudeln und Tomatensoße.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Leipzig spazieren Swantje und ich noch durch die Gruftis, die während des Wave Gotik-Treffens die Stadt fest in ihrer Hand haben. Und nachdem spät am Abend mit der Ankunft Flows und Heikos das Team endlich komplett ist, lassen wir uns von den tollen Damen des Hauses "Weißes Ross" in Groitzsch mit deftiger Hausmannskost versorgen. Perfekt.&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-HlgFGb1dEWo/TfZFT9cFoII/AAAAAAAADG4/N7BmXkLSetM/s1600/1_SunClass_Radsport.jpg"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;Die Nacht ist so ruhig, wie sie es nur auf dem Lande sein kann: Unter meinem Fenster mauzt eine kleine Katze, das war es aber auch schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Renntag! Sonntag, wir stehen auf. Die neuen Klamotten passen perfekt und schon beim reichhaltigen Frühstüclk schnattern wir angeregt über die zu erwartenden Stunden auf dem Rennrad.&lt;br /&gt;Die 15 Kilometer vom Teamhotel nach Zwenkau bestreiten wir im Teambus - nobel, nobel, so muss das sein!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-zkL4v9fCX2I/TfZFIBsv6YI/AAAAAAAADGQ/z_M-XCTZ-iY/s1600/5_Startvorbereitungen.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 233px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-zkL4v9fCX2I/TfZFIBsv6YI/AAAAAAAADGQ/z_M-XCTZ-iY/s400/5_Startvorbereitungen.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753589388667266" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Neuseen Classics gelten als das schnellste Rennen im Kalender des German Cycling Cup. Heiko und ich rekapitulieren einige Blogeinträge aus den letzten Jahren, in denen rasantestes Tempo und gefährliche Stürze das Hauptthema waren. Da ich in 4 Tagen nach Frankreich in den Urlaub fliegen will, steht für mich dabei eines fest: Heute wird das keine Rekordfahrt werden, heute gehe ich es ruhig an, schwimme mit, sehe das Rennen als Training für Izoard, Galibier &amp;amp; Co.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-yKw_EogrhnA/TfZFHVE7SmI/AAAAAAAADGI/DInpUXxvXm4/s1600/6_Swantje_Sunclass.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-yKw_EogrhnA/TfZFHVE7SmI/AAAAAAAADGI/DInpUXxvXm4/s400/6_Swantje_Sunclass.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753577410480738" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Swantje ist unser Zugpferd. Der German Cycling Cup vergibt bis zum 200sten Platz "echte" Punkte - jeder, der ab Platz 201 finished, kann mit nur 15 "Mitmachpunkten" rechnen. Da nun jedoch wesentlich weniger Damen an den Start gehen ist natürlich die Chance, unter jene 200 Ersten zu fahren, für Swantje viel größer, als für uns Kerle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so spornen wir sie an, heute alles zu geben.&lt;br /&gt;Mit Erfolg, wie sich heraus stellen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-ZfAWD5vpAAc/TfZFHM5mbKI/AAAAAAAADGA/Wk7aXv0bQ8E/s1600/7_SunClass_Equipe.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 254px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-ZfAWD5vpAAc/TfZFHM5mbKI/AAAAAAAADGA/Wk7aXv0bQ8E/s400/7_SunClass_Equipe.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753575215492258" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Heiko ist wie immer verschlossen - aber guter Dinge. Er hat genug Rennen, RTFs, Triathlons und andere Wettkämpfe in seinen Waden, als dieses Rennen ihn auch nur irgendwie aus der Reserve locken könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg zum Start ist es Flow, der für die Scherze zuständig ist. Da ich mit ihm die Tour de France in vier Tagen fahren werde, wird auch er heute nach eigener Auskunft kaum um den Sieg mitfahren. Aber gut drauf ist er - kann man anders auch gar nicht, bei diesem Wetter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-gdu6tfhARvw/TfZFGhjJUsI/AAAAAAAADF4/A1K4M-qZSag/s1600/8_Start.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 248px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-gdu6tfhARvw/TfZFGhjJUsI/AAAAAAAADF4/A1K4M-qZSag/s400/8_Start.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753563578585794" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Am Start reihen wir uns - diesmal komfortabel im ersten Startblock A - hinter unseren "Feinden" von Merkur-Druck ein. Diese Druckerei hat ein eigenes Jedermann-Team mit größtem PR-Aufwand und extremen Investitionen auf die Beine gestellt. Die Fahrer sind berüchtigt und Stark.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da eine Dependence dieser Druckerei ebenfalls in Norderstedt bei unserem Sponsor SunClass angesiedelt ist, freue ich mich jedes Mal, einen von denen überholen zu können. Umso mehr, wenn ich mir deren hochkarätige Ausstattung und vor allem die dicken Waden anschaue.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Punkt 9 Uhr starten wir. Unerwartet irgendwie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und der Warpflug beginnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-ymM2lDIQsbc/TfZFGWjb02I/AAAAAAAADFw/Wpxobx0JV6w/s1600/9_Start_Neuseensclassics.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 225px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-ymM2lDIQsbc/TfZFGWjb02I/AAAAAAAADFw/Wpxobx0JV6w/s400/9_Start_Neuseensclassics.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753560627008354" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Nach der ersten Kurve geht es hart zur Sache. Der Block A bleibt kompakt beieinander und stetig steigt der Speed auf 52, 55 km/h. Ich bin sofort außer Puste, trete hart und noch während ich mich wundere, komme ich mit dem Schalten kaum hinterher - so hart habe ich in der Tat noch nie ein Rennen begonnen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warp 1.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-rpr4jiaDVqs/TfZE7MfgRbI/AAAAAAAADFo/67HAS5jvUEA/s1600/10_Autobahn.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 225px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-rpr4jiaDVqs/TfZE7MfgRbI/AAAAAAAADFo/67HAS5jvUEA/s400/10_Autobahn.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753368947606962" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Es geht zunächst auf die B-95, alle kloppen wie die Berserker gegen den Wind, ich wage einen Blick hinüber zu Heiko, auch er vollkommen fertig außer Puste dreht nur mit den Augen: Was ist hier denn los?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Brücke über die Autobahn die uns auf die B2 bringt, eigentlich nur eine unbedeutende Welle, sorgt für die erste Selektion: Oben staut es sich kurz, wir müssen hart in die Eisen, von 50 runter auf 25 - wahrscheinlich hat es vorn einige Schwache an der zarten Steigung zerlegt. Es regen sich alle um mich herum auf. Ich aber bin ganz froh, dass dieses irrwitzige Gebolze eine kleine Pause hat. Wie wollen wir das 135 Kilometer lang durchhalten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-SG3KuFNKBvI/TfZE6N6UafI/AAAAAAAADFQ/4mkBeEkExew/s1600/13_Neuseenclassics_2011.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 225px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-SG3KuFNKBvI/TfZE6N6UafI/AAAAAAAADFQ/4mkBeEkExew/s400/13_Neuseenclassics_2011.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753352148642290" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Weiter geht es einige Kilometer in Richtung Markkleeberg, wieder im niedrigen 50er-Bereich. Ich verstecke mich im Windschatten des Pelotons und komme aus dem Staunen nicht heraus: Wieso freuen wir uns in anderen Rennen über Schnitte um die 40, und hier fahren sie 52 km/h im Schnitt?!? Sind die Sachsen so hart?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor Markkleeberg verlassen wir die Bundesstraße, es wird gefährlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-5c1sWFHGJMY/TfZE64IVjBI/AAAAAAAADFg/JbTrPbnIofw/s1600/11_Neussen_Leipzig.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 251px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-5c1sWFHGJMY/TfZE64IVjBI/AAAAAAAADFg/JbTrPbnIofw/s400/11_Neussen_Leipzig.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753363481725970" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die Einfahrt ins Erholungsgebiet der Neuseen ist exrem eng. Hier fluten sie seit der Wende die großen Tagebaugruben, haben eine Parklandschaft von besonderer Schönheit angelegt. Nagelneue Wege für Radwanderer und Spaziergänger schlängeln sich durch frisches Grün, zarte, junge Wälder entlang der Ufer der erst halb gefluteten Seen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir in höchster Geschwindigkeit es geschafft haben, uns in Zweierreien auf die dürren Asphaltwege einzufädeln, steigert sich das Tempo sofort wieder. Es geht in schärfsten Kurven auf und ab, kaum Zeit zum Gucken, ich muss extrem aufpassen, zwei, drei neben mir, Bremsen, reintreten, Spur halten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sehr gute Fahrkunst ist angesagt. Abreißen lassen geht hier nicht: Zum Rechtsranfahren wäre kein Platz! Sie bolzen auch hier die engen Wege entlang, es knallt mir der Wind in den Ohren, links, rechts, rechts und wieder links - hart herunter, scharf bergauf, wir schlängeln uns durch die Neuseen, und ich bekomme vor Action kaum etwwas mit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warp 2.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-9oNCgQPE5yk/TfZEsvRfw9I/AAAAAAAADEg/w-vDgkS3vBE/s1600/19_Lars_Reisberg_Rennrad.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 225px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-9oNCgQPE5yk/TfZEsvRfw9I/AAAAAAAADEg/w-vDgkS3vBE/s400/19_Lars_Reisberg_Rennrad.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753120586056658" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Am Störmthaler See kann ich dann endlich einmal kurz durchatmen - das längere Geradeausstück ist zwar nicht weniger schnell, aber fahrerisch anspruchsloser. So gelingt mir sogar mal ein Foto, leider kann ich den riesigen Abraumbagger, den sie hier am anderen Ufer stehen haben, nicht mehr festhalten, denn mit 47, 48 km/h geht auch die längste Geradeausstrecke einmal vorbei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-ofPkA6LnfXY/TfZE6mYAVNI/AAAAAAAADFY/cof72g6REQ0/s1600/12_Start_Zwenkau.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 225px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-ofPkA6LnfXY/TfZE6mYAVNI/AAAAAAAADFY/cof72g6REQ0/s400/12_Start_Zwenkau.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753358715606226" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;In der Ferne sehen wir immer wieder Lippendorf qualmen, wie in einem okulten Hexentanz scheinen wir um das Kraftwerk zu kreisen, aufgeladenen, wütenden Elektronen gleich, die ihren Kern umkreisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wetter ist wunderbar - es scheint die Sonne, kein einziges Wölkchen am Himmel, nur ein scharfer Wind, der ab und zu zum Gegenwind wird, scheint die Laune zu trügen. Aber anders als sonst ist der Gegenwind heute kein Thema: Ich weiß nicht, wie sie es machen, aber ich registriere keinerlei Verlangsamung, wenn wir in ihn drehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder hat bei Warp-Speed der Wind keinen Einfluss mehr?&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-sy4ioJRsnrY/TfZE5zMd8EI/AAAAAAAADFI/zP0SVTPQz-4/s1600/14_12062011738.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 218px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-sy4ioJRsnrY/TfZE5zMd8EI/AAAAAAAADFI/zP0SVTPQz-4/s400/14_12062011738.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753344977006658" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir schlängeln uns in Höchgstgeschwindigkeit durch die Natur, es wird nicht gesprochen im Feld, alle fahren am Anschlag. Noch immer bin ich ich an der Grenze dessen, was ich leisten kann, meine Waden brennen, zum ersten Mal in einem Rennen schmerzen die Finger - vom vielen Schalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie bolzen durch die Heide, das einem Angst und Bange werden kann. Vor allem die Passagen auf den sehr engen Wanderwegen fordern höchste Konzentration, zumal sie alle 2, 3 Kilometer riesige Schilder in Neon aufgestellt haben: "Gefahrenstelle!". Nur leicht wird dann abgebremst, dann rufen wir alle "Liiiiinks!" oder "Aaaaachtung!". Widerwillig wird sich in Kurven hinein gebremst - wie Wikinger nach dem Angriffsbefehl beschleunigen wir wütend. Es scheint, alles unter 40 km/h ist unter ihrer Würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann - ich kann meine Kamera nicht mehr herausholen - warnt ein Schild vor der anstehenden "Bergwertung". 2.000 Meter soll die Rampe lang sein, und siehe da: Wir biegen um die Ecke, von Warp 2 auf 15 km/h gebremst bleibt das Peloton im vertikalen Asphalt stecken. Ich rufe noch "Ach du Scheiße!" und dann brauche auch ich meine Lunge für etwas anderes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst Heiko, neben dem ich wie ein Adjutant fahre, muss aufs kleine Blatt. An der Steigung stehen sie und feuerrn uns an - sowieso, wenn wir durch Dörfer kommen, herrscht immer ausgelassene Feierstimmung - ich pruste mich die Steigung hoch. Wieder kann ich viele Plätze gut machen, irgendwann an Position 3, irgendwann, ganz oben, bin ich an 1. Na hossa!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann geht es in die rasante Abfahrt. Na, dabei bleibe ich lieber vorn, denn es geht mit 69 km/h und Gegenwind auf einem nicht einmal 3 Meter breiten Weg durch ... Weinberge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-aSqWNDSGL8A/TfZEt8zwkwI/AAAAAAAADE4/0aUD9OGB6aM/s1600/16_Steigung_Grimma.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 225px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-aSqWNDSGL8A/TfZEt8zwkwI/AAAAAAAADE4/0aUD9OGB6aM/s400/16_Steigung_Grimma.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753141399294722" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Ja, sie haben hier Weinberge ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bergab meistere ich super, fühle mich gut. Neben mir schließt einer von Merkur-Druck, der Feind, auf. Mir ist der lieber, als hinten im Pulk zu fahren. Bei fast 70 Sachen möchte ich nicht in Dreierreihe fahren!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bergrunter, bergauf, bergab, bergoch - ich führe das Feld durch das Geschlängel einige Kilometer an, dann habe ich meine Pflicht erfüllt, meinen Windschatten bezahlt, den Kräfteobulus erbracht und lasse mich ins Feld zurück sacken, an 10ter Position lässt es sich besser mitschwimmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-Cd34cm_2KVQ/TfZEtT7GmNI/AAAAAAAADEw/QBd4bDlEiM4/s1600/17_Neuseenclassica.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 225px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-Cd34cm_2KVQ/TfZEtT7GmNI/AAAAAAAADEw/QBd4bDlEiM4/s400/17_Neuseenclassica.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753130424244434" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Von da an halte ich Heikos Hinterrad. Da kann man nichts falsch machen, denke ich mir und weiche kaum mehr von ihm. Wir sind mal an 10, mal ganz vorn. Von jetzt ab ändert sich auch das Tempo ein bisschen. Der Schnitt sinkt von Lichtgeschwindigkeit auf vertretbare 38 bis 40 km/h, das Peloton fährt ruhiger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben mir ab und zu der Merkur-Mann, auch er hat nun genug Luft zum Plaudern über.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; "Besser als Münsterland-Giro", sage ich zu Heiko. Er neben mir: "Da haste Recht! Sehr geil - aber sehr schnell!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-abGnos_g554/TfZEs225C_I/AAAAAAAADEo/4K8oY1msslQ/s1600/18_Merkur-Druck.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 277px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-abGnos_g554/TfZEs225C_I/AAAAAAAADEo/4K8oY1msslQ/s400/18_Merkur-Druck.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753122621950962" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Bei Kilometer 90 scheint sich die hohe Pace der Anfangsphase dann endgültig zu rächen. Die Führenden - in unserer Gruppe so 10 sehr starke Fahrer aus unterschiedlichen Teams - schaffen es nicht mehr, uns konstant über 40 km/h zu halten. Verständlich - wie soll das auch gehen?!?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sehe zwei Fahrer des Deutsche Post-Nationalteams, zwei sehr starke Rennfahrer vom Chariteam München, einer in Rot, auf dessen Hintern "Tölutex" steht (der immer an der Spitze zu finden ist) und eine saustarke Dame, klein, kompakt, sehr muskulöse Schenkel, vom Sparkasse Leipzig-Team, die sich nicht zu schade ist, auch selbst mal zu führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-I8hH1Gm2OYQ/TfZEucZ1hzI/AAAAAAAADFA/MVYV70TzFVA/s1600/15_Buffett.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 225px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-I8hH1Gm2OYQ/TfZEucZ1hzI/AAAAAAAADFA/MVYV70TzFVA/s400/15_Buffett.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617753149880502066" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir rollen in eine Abfahrt hinein. Schnell steigt der Speed wieder in den 53er-Bereich. Kühlender Wald, Grüne Hölle. Es duftet nach frischem Torf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Straße wird wieder eng, ich halte mich eher hinten, Position 15. Dann ein Schild: "Buffett 1.000 m" - na, da werden also gleich einige Fahrer anhalten, denke ich mir. Noch immer Abfahrt. 55 km/h. Schneller immer schneller. Irgendwas stimmt doch hier nicht, frage ich mich - normalerweise machen sie Verpflegung doch in der Steigung?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann der Moment. Helfer von der Feuerwehr stehen am Wegesrand und versuchen, uns Flaschen zu reichen. Vollkommen chancenlos - wer es dennoch versucht, bei 55 km/h eine Flasche zu erwischen, knallt sie dem Helfer meist nur aus der Hand und uns in die Räder. Ein Wasser-Massaker. Bekloppt! Und gefährlich obendrein - diese Verpflegung bietet allerbeste Chancen zum Abflug!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-YhpS05O-IHQ/TfZEiEs3aoI/AAAAAAAADEQ/9pEG9Tc0lws/s1600/21_Fuehrungsarbeit.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 270px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-YhpS05O-IHQ/TfZEiEs3aoI/AAAAAAAADEQ/9pEG9Tc0lws/s400/21_Fuehrungsarbeit.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617752937359436418" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Als wir wieder aus dem Wald in die Sonne schießen, wirft einer der Mitfahrer seine leere Flasche zur Seite hin weg. Sie prallt an einem Laternenpfahl ab und trifft den Rennfahrer hinter mir an der Brust. Wildes Gepöbel folgt: Idioten fahren also auch noch mit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir fast alle drei Flaschen dabei haben, hat niemand unserer Gruppe angehalten. Das Feld konnte sich also auch nicht neu formieren. Also mit der alten Garde weiter. Wir schießen aus dem Wald, zwei drei Kurven, dann wieder Felder und Kulturlandschaft - und Wind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-Tiskhv-oCHA/TfZEicR6CoI/AAAAAAAADEY/cYgQN_Ow274/s1600/20_Kurz_Vor_Ende.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 225px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-Tiskhv-oCHA/TfZEicR6CoI/AAAAAAAADEY/cYgQN_Ow274/s400/20_Kurz_Vor_Ende.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617752943688813186" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Heiko scheint es zu bunt zu werden. Die Geschwindigkeit ist mittlerweile auf 37 bis 35 km/h gefallen, anscheinend zu langsam für unseren Fahrer. Zielstrebig arbeitet er sich nach vorn - und ich mich mit ihm. Wie im Paarflug halte ich sein Hinterrad, kein noch so forscher Drägler kann mich davon abhalten, stur meine Position zu halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann sind wir ganz vorn - aber nach meinem Führungsritt vor der Verpflegungsstelle, der mir noch immer in den Waden brennt, verspüre ich wenig Lust, hier noch weiter im Wind zu bolzen. Ich lasse ihn ziehen und halte mich vornehm an einer hinteren Position.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-D1dIklkT5Vg/TfZEhnvIbtI/AAAAAAAADEI/46gDQYx4e1M/s1600/22_Endspurt.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 251px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-D1dIklkT5Vg/TfZEhnvIbtI/AAAAAAAADEI/46gDQYx4e1M/s400/22_Endspurt.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617752929584312018" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Vorne bolzen sie Tempo. Heiko führt, wechselt sich ab mit einem Kollegen vom Deutsche Post-Team, der Mega-Lady von Sparkasse Leipzig und einem Ur-Krostritzer-Fahrer, dem Team von Uwe Raab, einem meiner Friedensfahrt-Idole von ... damals.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir erreichen jedcoh nicht mehr die hohen Anfangsgeschwindigkeiten: Von hinten kommt kein frisches Blut nach vorne, jedes mal, wenn einer aus dem Wind geht, schlängelt sich alles hinter ihm her, keiner geht nach vorn. Ärgerlich - aber ich ziehe ja selbst auch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann sind es nur noch 20, dann nur noch 15 Kilometer und wir beginnen, die letzten Hörnchenlenker der 80er-Runde einzusammeln. Wilde Gruppen in 5er-Reihen versperren uns den Weg, man kommt kaum vorbei, Pöbeln und Meckern an der Tagesordnung, ich schüttle nur meinen Kopf, aber hey, wer erwartet von den Muttis, dass sie sich mit Rennrad-Etikette auskennen? Ich genieße die Sonne und schwimme mit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-0S1ItqY3Sl0/TfZEhfkDteI/AAAAAAAADEA/TJWAhFqMG4U/s1600/23_Angekommen.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 213px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-0S1ItqY3Sl0/TfZEhfkDteI/AAAAAAAADEA/TJWAhFqMG4U/s400/23_Angekommen.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617752927390381538" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wenig später stehe ich mit den anderen Finishern schon im Zielbereich und hole mir meine Medallie ab - zum Schluss geht alles ganz schnell: Wir kommen nach Zwenkau rein, das Tempo zieht wieder kurz an. Auch ich kann noch einige Plätze gut machen, schieße noch einmal über die 40er-Marke, wild surren die Freiläufe, sie treten rein, links und rechts Menschenmassen die uns anfeuern - Musikbeats dröhnen aus dem Zielbereich, bunte Reklameposter fliegen vorbei, ich sprinte und trete rein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor mir versammeln sich die Merkur-Druck-Leute, bilden eine geschlossene Reihe über die ganze Straßenbreite, ein Fotofinish, bestimmt sehr schön anzusehen, nur, dass ich nicht vorbeikomme. So kann Heiko noch rechts an ihnen vorbeischlüpfen. Ihm sei´s gegönnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-pP71oycMdoc/TfZEhBESsZI/AAAAAAAADD4/6NPh5n6xM3E/s1600/24_Heiko_Neuseenclassics.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 304px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-pP71oycMdoc/TfZEhBESsZI/AAAAAAAADD4/6NPh5n6xM3E/s400/24_Heiko_Neuseenclassics.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617752919204082066" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir treffen uns an der Medallienausgabe wieder. Glücklich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Neuseen Classics sind eines der schönsten Rennen bisher, resümmieren wir: Eine wundervolle Strecke, durch die Neuseen-Landschaft, die Rampen und Steigungen, vorbei am idyllischen Schloss Colditz, einfach perfekt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-miUxzsuCVZg/TfZES-RnbfI/AAAAAAAADDg/fij-_IljoEs/s1600/27_Lars_Reisberg_SunClass.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 255px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-miUxzsuCVZg/TfZES-RnbfI/AAAAAAAADDg/fij-_IljoEs/s400/27_Lars_Reisberg_SunClass.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617752677936492018" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Wir warten auf die anderen beiden. Bei einer Bratwurst und alkfreien eiskalten Getränken machen wir es uns bequem. Salz steht krustig auf unseren Gesichtern, Massen an Helden ziehen an uns vorbei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heiko meint, Flow vor uns gesehen zu haben. Umso wunderlicher, dass er nicht ans Telefon geht. Laut Heiko hat sich das Peloton, der Startblock A, bei der ersten Autobahnüberführung, auseinander gezogen. Und ich erinnere mich: Es gab diese Bremsorgie, ja, klar, im Anstieg ganz am Anfang, als wir uns lautstark aufgeregt hatten, warum es nicht weiter gehe: Hier haben die Bremsenden vorne dafür gesorgt, dass sich die andere Hälfte absetzen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und laut Heiko war Flow in eben jener ersten Hälfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-gNqASbcOZEs/TfZESQEMAbI/AAAAAAAADDY/d0JjKhxQtc8/s1600/28_SunClass_Solarmodule.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 270px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-gNqASbcOZEs/TfZESQEMAbI/AAAAAAAADDY/d0JjKhxQtc8/s400/28_SunClass_Solarmodule.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617752665532137906" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Swantje trifft ein. Überglücklich, Adrenalin und Endorfine scheinen ihr nur so aus den Ohren zu quellen: "Ich habe es geschafft!", flötet sie fröhlich. Beim Frühstück hatte sie uns nämlich enthusiastisch von ihrer Idee erzählt, ihrem Körper mittels Power-Gels 60 Gramm Kohlenhydrate zuführen zu wollen. Pro Stunde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pro Gel-Tütchen werden 20 Gramm konsumiert: Sie müsste also 3 Tütchen pro Stunde essen. Ekel erregend für uns andere, aber sie hat ihr Experiment wohl durchgezogen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"6 Gels!", trötet sie über den Bratwurststand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und niemand wundert sich, dass sie keine der leckeren Würste ordert. (Abgesehen davon, dass sie Vegetarierin ist).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-FuQbfCYocjk/TfZESK3usYI/AAAAAAAADDQ/JmxxElz-z50/s1600/29_Team_SunClass.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 243px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-FuQbfCYocjk/TfZESK3usYI/AAAAAAAADDQ/JmxxElz-z50/s400/29_Team_SunClass.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617752664137707906" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Irgendwann trifft auch Flow ein. Stinksauer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"5 Kilometer nach dem Start, kurz hinter dem ersten Anstieg, hatte ich einen Platten!" flucht er und schmeißt die Radhandschuhe in die Ecke. Wer kanns ihm verübeln? All seine Ambitionen durch eine erzwungene Pause zerstört: Nachdem er seinen neuen Schlauch drauf hatte, blieb ihm nichts anderes übrig, als im sehr viel langsameren C-Block zu versuchen, das beste herauszuholen. Was natürlich nicht geht. Bierbauchfraktion. Kuchenblock.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-jvhbkIwNqyU/TfZETiGzBsI/AAAAAAAADDw/f7EEluA4MnI/s1600/25_Heiko_Kromm.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 228px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-jvhbkIwNqyU/TfZETiGzBsI/AAAAAAAADDw/f7EEluA4MnI/s400/25_Heiko_Kromm.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5617752687554791106" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Und trotzdem, wir können zufrieden sein: Der erste Einsatz für die neue Equipe SunClass war mehr als ein Erfolg. Mehrmals werden wir auf unsere schicken neuen Trikots angesprochen, und wenn wir Verträge mit gehabt hätten, hätten wir für unseren Sponsor sicher die eine oder andere Solar-Anlage verkaufen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leipzig Neuseen Classics? Ein feines, kleines, familiäres, ganz großes, super spannendes, tolles, extrem schnelles Superrennen und mithin der Tipp für alle Jedermänner, die noch was Schickes für 2012 suchen - Ab nach Leipzig, es lohnt sich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gefahren: 132,07 km in 3:32 h und einem Schnitt von 37,8 km/h&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Den Garmin Track gibts &lt;/span&gt;&lt;a style="font-style: italic;" href="http://bit.ly/lW1vJz"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/931295518476373086-2652667212361245696?l=cervelover.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://cervelover.blogspot.com/feeds/2652667212361245696/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/06/im-warpfeld-die-neuseen-classics-2011.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/2652667212361245696'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/931295518476373086/posts/default/2652667212361245696'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://cervelover.blogspot.com/2011/06/im-warpfeld-die-neuseen-classics-2011.html' title='Im Warpfeld - die Neuseen Classics 2011'/><author><name>FastTransit - Lars Reisberg</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16553264265820689083</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-Q3W7T4cxC8k/TfZFmKnPpOI/AAAAAAAADHA/PLvQvQaPma0/s72-c/1_SunClass_Radsport.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-931295518476373086.post-3941125642841224800</id><published>2011-06-10T18:52:00.001+02:00</published><updated>2011-06-10T18:53:29.450+02:00</updated><title type='text'>Auf der Velothon Rennrad-Messe ...</title><content type=
